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Omniblues mit Jochen Volpert und Gedengeldingszeuch

Ende Juli veröffentlichte Jochen Volpert seine CD “Session 50.1” — von der ich ja schwer begeistert war — nun gab es endlich mal die Release-Party im Omnibus in Würzburg.  So kam auch ich nach vielen Jahren mal wieder in den Gewölbekeller des Omnibus — die Musikkneipe ist übrigens so alt wie ich.

Zumindest ich habe den Omnibus selten so voll gesehen, wie beim gestrigen Konzertabend von Jochen Volpert. Schon als ich knapp eine halbe Stunde vor Beginn ankam, waren schon längst alle regulären Sitzplätze belegt. Und später wurde selbst der Platz auf den Stufen und Absätzen knapp.

Gefühlt saßen rund 5000 Jahre Bühnenerfahrung im Pulikum, auf der Bühne an der Gitarre standen 35 Jahre Bühnenerfahrung in 120 70 140 90 einigen Kilo Lebendgewicht.

Um es kurz zu machen: Geiles Konzert, tolle Stimmung und einfach ein großer Spaß!

CD-Release-Party mit Jochen Volpert im Omnibus
Joachim “Chui” Lang, Linda Schmelzer, Stefan Schön und Jochen Volpert.

Im ersten Set spielte Jochen Lieder aus dem neuen Album, mit Stefan Schön am Schlagzeug, Joachim “Chui” Lang am Bass, Achim Gössl am Keyboard und mit Linda “Wahnsinnsröhre” Schmelzer und Carola Thieme als wechselnde Sängerinnen — also die Besetzung, die auch “Session 50.1” im Studio aufgenommen hat.

Marcus Volpert und Jochen Volpert

Dann begann der kleine Reigen der Gastmusiker. Zuerst blieb es in der Familie und Jochens Neffe Marcus Volpert durfte als zweiter Gitarrist auf die Bühne — der Onkel schien zufrieden und stolz! 😉

Gerd Hart, Jochen Volpert
Gerd Hart als Sänger
Gerd Hart und Jochen Volpert als Tänzer
Gerd Hart und Jochen Volpert als Tänzer

Funky wurde es mit Gerd “Gördi” Hart als Sänger — ein Arschtanz mit Jochen inklusive.

CD-Release-Party mit Jochen Volpert im Omnibus
Dennis Schütze und Jochen Volpert

Jochen als Diener zweier Herren — im letzten Set kamen zwei seiner Band-Chefs auf die Bühne. Zuerst Dennis Schütze …

Hugo Gündling und Jochen Volpert
Hugo Gündling und Jochen Volpert

… und zum Abschluss Hugo Gündling von Hugos Bluesladen/Hugo For Sale.

Wer die CD “Session 50.1” noch nicht hat — die kann man in der Musik-Butik in der Neubaustraße für 10 Euro kaufen, auch online. Oder natürlich im Radio Würzblog anhören.

Und weil es so schön war, gibt es auf der nächsten Seite ein paar animierte GIFs vom Abend. Nur als Warnung an die Mobilnutzer: das sind so etwa 10 MB.

Band des Jahres, Qual der Wahl – egal!

Boah, ich hätte da keine Jury sein wollen, bei “Band des Jahres”-Finale der Main-Post bzw. Main-Ding auf dem Boot. Am Donnerstag traten die vier Bands der Endrunde in Würzburg gegeneinander an und ich wäre mir gar nicht sicher gewesen, wen ich auf den Platz 1 gewählt hätte.

Ich bin bekennender Andi-“The Voice”-Kümmert-Fan, der an dem Abend auch einen tollen Auftritt hingelegt hat — irgendwie wird seine ohnehin schon beeindruckende Stimmen von Auftritt zu Auftritt besser. Und Conrads Kartell — deren CD ich vor ein paar Wochen für das Radio Würzblog bekommen habe — brillierten mit guten Texten und einer musikalischen Komplexität. Rafiki, von denen ich bis dahin nie etwas gehört habe, haben das große Ska-Punk-Fass aufgemacht und wohl den Preis für die beste Stimmung bei ihrem Konzert an dem Abend verdient. Und Karisma … nun, für mich die schwächste Band auf hohem Niveau, aber ich glaube die brauchen noch mal ein paar Jahre zum reifen — den Namen merke ich mir aber mal.

Von daher war es mit fast egal, wer gewinnt, ich hätte es fast jeder Band — Sorry, Karisma, lasst euch nicht entmutigen — gegönnt zu gewinnen. Gewonnen hat letztlich Conrads Kartell, Zweiter wurde Andreas Kümmert mit Band, Platz 3 ging an Rafiki und Vierte wurden Karisma.

Für mich als Zuschauer war es ein guter Abend mit Live-Musik, leider war das Verhältnis Konzert : Umbaupausen beinahe 1 : 1, ein wenig mehr Zeit für die einzelnen Bands wäre schön gewesen.

Bilder in gut gibt es bei der Main-Post.

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Die fünfzigpunkteinste Session des Jochen Volpert

Jochen Volpert Session 50.1Man könnte meinen, Jochen Volpert hätte es von langer Hand geplant — seine neue CD “Session 50.1” erscheint kurz vor seinem Auftritt am Hafensommer mit Joe Krieg als “Mr. Jazz & Mr. Blues”.

Auf “Session 50.1” ist Jochen vor allem als Mr. Blues unterwegs, mit kleinen Verwandlungen in Mr. Rock. Wie bei ihm nicht anders zu vermuten, ist es eine sehr gitarrenlastige Scheibe geworden, was ich durchaus mag. Es geht aber nicht in einer Instrumentalorgie unter, dafür sorgt der Gesang von Carola Thieme und Linda Schmelzer

Ich habe bei Dennis schon Gutes über das Album gelesen, Tommi von der Musik Butik hat sie auch sehr gelobt und doch hat es mich fast überrascht, wie sehr mir “Session 50.1” gefällt, Jochen hat — ohne es zu wissen? 😉 — genau meinen Nerv getroffen.

Üblicher kleiner Kritikpunkt von meiner Seite: Die Muskstücke sind nicht von Jochen Volpert geschrieben. Er bedient sich bei Musikgrößen wie Jimi Hendrix, Jeff Beck oder Bill Withers, doch muss ich zugeben, dass er deren Kompositionen schon sehr eigen interpretiert und darüber improvisiert.

Die CD kann ich mir für mindestens zwei Gelegenheiten vorstellen: Entweder dreht man die Anlage schöööön auf und hört sie sich in alle Feinheiten bewusst an oder man betrinkt sich mit Freunden schön gemütlich an einem lauen Sommerabend zu der Musik. Klappt beides bestimmt wunderbar! Zum darauf Tanzen ist sie aber eher nix, hängt aber natürlich auch seeeehr vom bevorzugten Tanzstil ab 🙂

Die CD gibt es in der Musik Butik in der Neubaustraße in Würzburg für 10 Euro zu kaufen, sie läuft natürlich auch im Radio Würzblog.

Und hier schon mal die Aufnahmen zu “Stratus” von William E. Cobham — Wahnsinnsnummer!

Dennis Schützes Electric Country Soul

Dennis Schütze & his Electric Trio:: Electric Country SoulNeues von Dennis Schütze. Die Pause von “My favourite tracks” hat er genutzt, ein neues Album zu veröffentlichen. “Electric Country Soul” heißt es und: Nein, es ist kein Country-Album. Das habe ich nämlich gestern zu Dennis gesagt, doch er hat mich  gleich in einer Mail aufgeklärte, dass er als die Musikrichtung seiner Scheibe “Americana” angeben würde.

Ich  wage natürlich nicht, mich mit einem promovierten Musikwissenschaftler anzulegen. Und wenn Dennis Americana so definiert,

Außer Country enthält dieser Stil zumeist auch Elemente aus den Traditionen des Folk, Blues, R&B, Rock andRoll und Bluegrass.

dann ist das gleichzeitig eine ziemlich gute Beschreibung von dem , was auf “Electric Country Soul” zu hören ist. Ich muss also mit meiner unwissenden und unbedachten Country-Einschätzung Abbitte leisten! 🙂 Ist ja auch wurscht, wie es heißt, Hauptsache es klingt gut! 😉

Dennis Schütze hat das Album mit “his Electric Combo” aufgenommen, das aus seinen “Trio”-Mitstreitern Tommy Tucker am Bass und Jochen Volpert besteht und von Stefan Schön am Schlagzeug verstärkt wird. Zu finden sind auf “Electric Country Soul” ausschließlich Cover-Songs, was ich ein wenig schade finde, da ich Dennis’ Eigenkompositionen meist recht gelungen fand. Aber so hoffe ich einfach auf seine “Unsung Songs” im Sommer! 🙂

Aber dass die Musik nicht selbstgeschrieben ist, macht sie nicht schlechter. Von Ultra-Klassikern wie Steve Goodmans “City of New Orleans” — in Deutschland ist die Melodie besser bekannt von Rudi Carrells “Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?” –, über eine coole Version von Dolly Partons “Nine to five” zu einer langsamen Blues-Version (Dennis, das ist doch Blues, oder? 😉 ) von Jimi Hendrix’ “Manic Depression” sind viele bekannte Songs und Komponisten vertreten. Aber die meisten Songs kannte ich nicht, wobei ich mittlerweile gemerkt habe, dass irgendein Lied von Jim Croce bei Dennis immer dabei ist! 😉

Schöne CD! Wie ich getestet habe, absolut Sommer-auf-dem-Balkon-mit-einem-Schoppen-geeignet. Und natürlich läuft sie auch im Radio Würzblog!  Zu kaufen gibt es die CD bei Dennis direkt, auf Konzerten oder in der Musik Butik in der Neubaustraße.

Wer mehr über die Entstehung des Albums wissen will, der kann Dennis’ Blog zum Beispiel seine Kommentare zu den Songs oder die Lieferung der CDs und T-Shirts.

Andreas Kümmert - The Mad Hatters Neighbour

Der Nachbar des verrückten Hutmachers

Andreas Kümmert - The Mad Hatters NeighbourWas ich im Briefkasten nicht mag, sind Rechnungen oder Briefe vom Finanzamt. Was ich dagegen sehr mag, sind diese dünnen gepolsterten Päckchen, auch wenn mal kein mir bekannter Absender darauf steht. Denn diese Päckchen bedeuten meistens, dass mir jemand eine CD schickt.

Diesmal steckte im Umschlag die neue CD von Andreas Kümmert, den ich in diesem Jahr zum Beispiel bei einem lustigen Soloauftritt beim Umsonst & Draussen erlebt habe. Das Albumtitel “The Mad Hatters Neighbour” — der Nachbar des verrückten Hutmachers — ist eine Anspielung an eine Figur aus Lewis Carrolls Buch “Alice im Wunderland”.

Andreas lebt mit seiner Gitarre im Blues-Wunderland, an der Grenze zum Herzogtum Rockistan. Besucht wird er auf dem Album von verschiedenen fetten Bläsern, Schlagzeugen und Sängern — Rob Vitacca, Sänger der Band Lacrimas Profundere, schaut auf ein Lied vorbei —  und macht mit ihnen bei der Teeparty Musik. Wer Blues mag, wird an der Scheibe seine Freude haben, denn Andreas Kümmert hatte Blues nicht nur zum Tee, sondern auch zum Frühstück und knusprig überbacken zum Abendessen.

Mir hat das Album gefallen! 🙂

Fast schade, dass ich das Album als CD habe — das großartige Cover-Art von Romina Rosa hätte es verdient, auf der Größe der Hülle einer Langspielplatte zu erscheinen.

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Maijken, Rill & Kümmert im Tiepolo-Keller

Andreas Kümmert
Andreas Kümmert beim U&D 2012

Heute Abend, 4. Oktober 2012,  findet im Keller des Tiepolo ein kleines Allstar-Treffen statt. Der gebürtige Amerikaner und jetziger Rheinland-Pfälzer Majiken spielt mit den Unterfranken Markus Rill und Andreas Kümmert auf.

Majiken kenne ich überhaupt nicht, außer dem was auf seiner Website zu finden war. Andreas Kümmert habe ich live seit dem Umsonst & Draussen in diesem Jahr nicht mehr gehört, Markus Rill letzte Woche erst bei der Proberaum-Jam-Fete von Cebo & The Wondernuts im Neuen Hafen.

Und ich hoffe, dass das auch recht ungeplant jammig sein wird, denn dann höre ich auch gern mal alte Liederkracher an.

Los geht es ab 21 Uhr im Tiepolo-Keller im Inneren Graben in Würzburg, das Konzert kostet soviel, wie man freiwillig geben will — Spenden also.