Mein U&D 2013

Dank dem Unwetter leider nur ein halbes Konzert - Daniel Norgren
Dank dem Unwetter leider nur ein halbes Konzert – Daniel Norgren

Drei Tage Umsonst & Draussen konnte ich mir in diesem Jahr gönnen — 20 Stunden Festival an den Mainwiesen in Würzburg. Und unterm Strich bin ich glücklich aus dem Festival gegangen. Auch wenn mein Abschied von U&D 2013 schon vier Tage her ist, so hat es mich nicht ganz verlassen — in den Beinen spüre ich das Rumlaufen und -stehen immer noch. 😉

Die meiste Zeit herrschte perfektes Festivalwetter — nicht zu heiß, wie in den Tagen vorher, aber auch nicht zu kalt. Die große Ausnahme war Donnerstagnacht: Ausgerechnet beim Konzert des schwedischen Bluesmusikers Daniel Norgren, auf das ich mich schon den ganzen Tag gefreut habe, kippte das Wetter auf dramatische Weise. Etwa um halb elf betrat Moderator Tilman Hampl mitten im Lied die Bühne und bat alle Besucher, zügig das Gelände zu räumen, es gibt eine Sturmwarnung. Das löste erst mal Unmut bei den Zuhörern aus, die sich an wenige Minuten in Verständnis wandelte, denn in kürzester Zeit ging die Welt unter. Sturmböen wehten fast die Zelte weg und es goss nicht nur aus Eimern, sondern großen Fässern. Tropfnass bin ich dann daheim angekommen.

Edgar, der Patenzwerg des Würzblog.
Edgar, der Patenzwerg des Würzblog.

Angenehm fand ich die “Verschlankung” des U&D. Nicht mehr ganz so viele Bands im Programm, die man eh nicht alle anhören könnte. So war es doch entspannter, die Konzerte zu genießen, aber natürlich logischerweise etwas auf Kosten der Vielfalt.

Entspannt habe ich es auch in Sachen Bloggen angehen lassen. Auf dem Gelände habe ich vor allem ein paar Bilder über Instagram gepostet und einen Blogartikel über Matze Rossi. Gehemmt war ich aber sowieso dadurch, dass der Mobilzugang über das Handy gerade am Abend recht schlecht war, das Netz war oft überlastet. Und ständig in den Backstage-Bereicht zum WLAN wollte ich auch nicht, dafür war mir auf dem Gelände einfach zu viel los.

Eine Hammond-Orgel! Ich liebe sie!
Eine Hammond-Orgel! Ich liebe sie!

Was ging bei mir musikalisch? Toll fand ich das Konzert von Wolvespirit, wobei sie bei mit schon durch den Einsatz einer Hammond-Orgel leichtes Spiel hatten, mein Ohr zu erobern — ich liebe einfach diesen Sound, auch wenn er mir in der Tonmischung fast etwas unterging. Großartiger Oldschool-Psychedelic-Rock!

Von Instant Vood Kit und auch von Markus Rill habe ich leider nur wenig hören können — ich habe einfach zu viele Leute getroffen und mit denen gequatscht. Auch das ist das U&D für mich: Freunde und Bekannte treffen, und das recht geballt.

 

Doch weiter mit der Musik, der Freitag blieb für mich lange Zeit rockig. Und auch Cover-lastig.

Beinah wie Brian Johnson.
Beinah wie Brian Johnson.

Die Würzburger Band Bon’s Balls, lockte wieder die Massen an die Draussen-Bühne. Da kann man über Cover-Bands lästern wie man will — wenn sie mit Stil, Können und einem Augenzwinkern Musik anderer Gruppen nachspielen, dann kann das auch viel Spaß bringen. Nichts was ich jetzt jeden Tag haben will, aber wenn ich schon nicht so oft ein AC/DC-Konzert besuchen kann, dann doch einmal im Jahr eine ordentliche Dosis Bon’s Balls als Ersatzdroge.

Und auch die Gruppe Mandowar, die nach Bon’s Balls auftraten, spielten “nur” nach. Bekanntes Hard Rock- und Heavy Metal-Liedgut auf Mandoline und Gitarre zum Besten geben hat ein paar tausend Besuchern einen lustigen Abend beschert, was will man mehr.

Nachts habe ich dann noch dem Akustik-Konzert von Rainer von Vielen auf der Zelt-Bühne gelauscht. Oder versucht zu lauschen. Schon an diesem Abend ist mir die blöde Akustik im Zelt unangenehm aufgefallen. U&D 2013 Gar nicht mal die Akustik der Musik an sich, sondern dass gerade bei eher ruhigen Stücken man die Besucher gehört hat, die sich laut unterhalten — ein ständiger und störender Laberlärmpegel. Und so toll ich das Konzert trotzdem fand — vielleicht wäre nach Mitternacht doch eine etwas fetzigere Musik auch kein Fehler gewesen, für die Uhrzeit war mir das fast zu ruhig.

Rainer von Vielen spielte am nächsten Tag, Samstag, noch mal. Und ich war mir unsicher, ob ich da hingehen soll, nachdem ich ihn in der Nacht schon gehört habe. Aber zum Glück habe ich es getan und wurde von seiner musikalischen Vielseitigkeit nicht enttäuscht: Das Konzert am Samstagnachmittag war ein komplett anderes als Freitagnacht. Am Samstag ließ er wirklich die Allgäuer Kuh fliegen und gab für mich einen der besten Auftritte meines U&Ds in dem Jahr ab (nicht dass ich eine Rangliste führen würde). Da hatte ich sogar mal so gar keine Lust mich direkt vor die Bühne zu quälen, um mit meinem Handy ein Bild aus der Nähe zu machen, sondern genoss das Konzert einfach mal aus einiger Entfernung.

Joe Krieg und Daniel Biscan an den Gitarren.
Joe Krieg und Daniel Biscan an den Gitarren.

Aber angefangen hat der U&D-Samstag für mich mit einem Konzert des Fotografen, Bildredakteur und Main-Post-Kollegen Daniel Biscan, der mit der Band Benedix sich nach 10 Jahren mal wieder als Musik auf die Bühne gewagt hat.

Dafür, dass er sich mit nur einem Song beim U&D beworben und zu diesem Zeitpunkt noch gar keine Band hatte, mit der er dann vor dem Auftritt nur fünfmal mit schnell komponierten Lieder geprobt hatte, lieferte er eine sehr ordentliche Leistung ab. Gerade zu der undankbaren Uhrzeit Samstagnachmittag um 15 Uhr.

Und endlich konnte ich an dem Tag auch mal Karo mit ihrem neuen Album live anhören. Hätte ein schönes Konzert werden können, wenn es nicht auf der Drinnen-Bühne im Zelt stattgefunden hätte, mit den schon ein Rainer von Vielen erlebten akustischen Nebeneffekten. Und das, obwohl das Zelt — für mich überraschend — bei ihrem Konzert gar nicht so voll war.

Wallung am Getränkestand
Wallung am Getränkestand

Dann hätte ich ja noch gern The Joker & The Thief gehört. Das heißt, ein wenig habe ich sogar von Konzert gehört. Den Rest der Zeit, ziemlich genau 25 Minuten, stand ich am Getränkestand an, um mir einen Wein und ein Wasser zu kaufen. Die Getränkelogistik war am Samstagabend an der Draussen-Bühne heillos überlastet und überfordert. An der Drinnen-Bühne gab es zwei Getränkestände, dann lange nichts und dann an der Draussen-Bühne drei Stände — das war einfach viel zu wenig, gerade an der Draussen-Bühne, wo einfach sehr viel los war.

Und was darf bei einem Festival, das sich zu guten Teilen über den Getränkeverkauf finanziert, nicht passieren? Genau, dass man sich nichts zu trinken kaufen kann. An dem Stand, an dem ich war, lief auch das Bier total langsam aus dem Hahn, was nicht zur einer schnellen Abfertigung der durstigen Gäste beigetragen hat. An anderen Ständen sollen die Getränke teilweise ausgegangen sein? Sorry U&D, das darf einfach nicht passieren! Ich möchte da gar nicht auf die Mitarbeiter am Getränkestand einprügeln, die haben in den meisten Fällen ihr Bestes gegeben.

50 Faces als Panorama
50 Faces als Panorama

Ein bisschen schade fad ich auch, dass das Kunstzelt abends per DJ beschallt wurde. Das Zelt war sonst immer eher ein Ort der Ruhe, wo man mal einen Kaffee trinken oder die Bilder anschauen konnte, ohne gleich wieder was auf die Ohren zu bekommen.

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Mein finanzieller Beitrag zum Umsonst & Draussen 2013: Mindestens 42 Euro habe ich vertrunken, davon 6 Euro Pfand, das ich gespendet habe. Die wirkliche Zahl dürfte ein klein wenig höher liegen, da ich bestimmt nicht mehr alle Pfandzettel im Geldbeutel hatte.

Damit komme ich bei 20 Stunden Festival auf einen Stundenpreis von 2,10 Euro oder 14 Euro pro Tag, was für eine Veranstaltung, bei dem ja dann die Getränke rechnerisch inklusive sind, ein Witz ist.

90000 Besucher war laut Veranstalter beim Festival — man möchte sich gar nicht ausmalen wie die Finanzen aussähen, wenn man ein paar Euro Eintritt verlangen würde …

Rööö hat schon mal angefangen, Blogbeiträge zum U&D zu sammeln. Ich war so frei, seine Liste mal zu übernehmen und zu ergänzen:

Rööö:

Hazamel:

Würzburcher:

Icey:

Papiergeflüster:

Dear you Würzburg:

Pogoweb:

Bon’s Benefiz Balls

Highway to help

Unter dem genialen Motto “Highway to help” gibt Bon’s Balls am 23. Dezember 2011 in der Posthalle ein Benefiz-Konzert.  Die AC/DC-Coverband spielt zugusten der Weihnacht für Alleinstehende, bei der der CVJM Würzburg in jedem Jahr Alleinstehende und Obdachlose zu einem Weihnachtsfest einlädt.

Unterstützt wird Bon’s Balls von den Rockerkollegen von Way to Bodhi. Die Karten kosten im Vorverkauf 12 Euro und man kann sie im H2O in der Karmelitenstraße oder in der Pinoccio-Sportsbar in der Bahnhofstraße kaufen. An der Abenkasse muss man 14 Euro löhnen. Und bei einem Konzert für einen guten Zweck wird wohl hoffentlich keiner herumnölen, dass das zu teuer ist.

die AC/DC-Coverband

Bon Scott zu Ehren: Bon’s Balls und Captain Duff in der Posthalle

Heute vor 30 Jahren starb Bon Scott, Sänger — für manche der Sänger — bei der Rockband AC/CD. Da darf natürlich ein Gedenkkonzert nicht fehlen. Und das findet in Würzburg morgen, 20. Februar 2010, um 21.00 Uhr in der Posthalle statt. Niemand anderes als meine AD/CD-Lieblingscoverband Bon’s Balls spielt dort Bon Scott zu Ehren auf. Und auch auf die Vorgruppe freue ich mich, denn auch wenn Captain Duff musikalisch eher Motörhead als Vorbild hat, so bin ich nach der Vorstellung ihrer neuen Scheibe bei Radio Würzblog auch auf einen Liveauftritt gespannt.

Die Karten kosten im Vorverkauf — H2O in der Karmelitenstraße ist vermutlich dein Freund — 8 €, an de Abendkasse 10 €. Und ich seh mal zu, dass ich bis dahin wieder richtig gesund bin, denn mit kurzen Haaren Headbangen strengt bestimmt an. 😉

Nebenbei: Das ist Beitrag Nummer 1500 im Würzblog! 😀

Nachtrag: Mein Mini-U&D 2009

Gibt es eigentlich einen Schutzpatron der Blogger? Wenn ja, dann meint er es zur Zeit nicht gut mit mir. In der letzten Woche war ich krank, da war an Bloggen nicht mal zu denken, dann hatte ich Besuch, hab spontan und notfallmäßig bei einem Umzug geholfen und musste auch noch die verlorene Arbeitszeit nachholen — da ist etliches auf der Strecke geblieben.

Aber ein paar Sachen muss ich nachholen, fangen wir doch mal mit dem Umsonst und Draussen an, zu dem ich wegen einer Familienfeier nur am Freitag konnte.

Ich war im Vorfeld etwas skeptisch, ob das mit den neuen Bühne so toll wird. Aber ich muss sagen, ich fand es gut. Die neue große Draussen-Bühne sah ziemlich cool aus, vor allem nachts, wenn sie mit Lichteffekten bedeckt war. Die Drinnen-Bühne am anderen Ende sah von außen auf der Zeichnung, die ich bei der Pressekonferenz gesehen habe, besser aus als in Wikrlichkeit. Es war ein großes Bierzelt. Doch drinnen wirkte sie großzügig und die gute Bühnendeko hat Atmosphäre gemacht.

Was beim U&D aber wirklich zählt, das ist die Musik. Und da hab ich am Freitag gute gehört. Sehr angetan war ich von Spaceship Bismarck. Endlich seit langem mal wieder eine Band in klassischer Besetzung die sich traut, minutenlange Instrumentalstücke zu spielen, mein Progrock-Herz ging über vor Freude.

Gold Minor ließ ich zu Gunsten von Aloha from Hell links liegen, was leider eine Fehlentscheidung war. Die Shootingstars aus Aschaffenburg spielen Rock — das machen viele andere Bands aber auch. Das Aloha from Hell-Konzert auch eines dieser “alltäglichen” Konzerte im Cairo, B-Hof oder Immerhin sein können, ohne das sie da besonders angenehm oder unangenehm aufgefallen wären. Was zu dem Schluss führt, das AFH entweder völlig überbewertet ist oder dass alle anderen Band, die auf diesen kleinen Bühnen spielen, auch bei VIVA und Konsorten laufen sollten. Ich gebe zu, ich habe mehr erwartet.

Nett war auch die U25-Bühne. Die jungen — sehr jungen — Bands, die da spielten machten ihre Sache wirklich nicht schlecht. Ich schöpfe wieder Hoffnung für die musikalische Zukunft. 😉 Interessant war, das bei den Bands immer einer dabei ist, der aussieht, als hätte Mutti ihm vor dem Auftritt noch die Haare selbst geschnitten. 😉 Other Generation’s Anthem und Untertagen (ich vermute mal der Bandname ist ein Wortwitz auf “Übernachten” — oder ich hab’s einfach nicht verstanden) werde ich auf jeden Fall im Auge behalten.


Für die einen ist es einfach eine beschissene Coverband, für die anderen ist es ganz, ganz nah am Original — Bon’s Balls. Zum Konzert muss ich nicht viel sagen — We salut you! 🙂 Und die Lightshow dazu war auch sehr geil!

Johanna Zeul war zwar nur Ersatzfrau für Fuenf, aber ich kann mir kaum vorstellen, dass der Abend auf dem U&D-Gelände lustiger hätte enden können. Witzig, böse, charmant, dreckig, launig, schrill, energisch und spannend entspannt — und das alles nur mit einer Gitarre. Grandios!

Abends konnte ich mich entscheiden zwischen einer vollen Posthalle und einem kleinerem und damit noch volleren Pleicherhof — ich habe mich für die Sterne in der Posthalle entschieden. Gute Wahl!

Weißt du mehr zum Thema "Umsonst und Draussen"? Dann schreibe dazu etwas im WürzburgWiki.

U&D 2007: Toll. U&D 2008: Ungewiss

[Update: Wer den Veranstaltern des U&D seelische Streicheleinheiten geben will, der darf das gern in den Kommentaren tun.]

Nun ist es vorbei, das Umsonst & Draußen in Würzburg. Und hoffentlich wird es im nächsten Jahr wieder eines geben. Denn dieses Jahr waren nur ca. 55000 Besucher auf dem Platz, ungefähr halb so viel wie im letzten Jahr. Schuld war wahrscheinlich das eher schlechte Wetter vor allem am Samstag. Und dieser verdammte Regen hat auch dafür gesorgt, dass der Platz nun aussieht wie Sau. Damit könnten auf den U&D-Verein noch die Kosten für die Wiederinstandsetzung zukommen. Hier könnte Frau Schäfer doch anfangen, ihr Versprechen umzusetzen, das sie bei der Eröffnung des U&D gegeben hat. Nämlich alles dafür zu tun, dass es das Festival auch weiterhin geben wird. Denn wenn die Veranstalter auch diese Kosten voll übernehmen müssten, könnte es beim Kassensturz recht eng werden.

Ich habe dieses Jahr wirklich mein Bestes gegeben, um das U&D ins finanzielle Plus zu bringen; die netten Damen am Weinstand hatten mir schon einen eigenen Namen verliehen “(Herr Müller”). Und überhaupt habe ich die Würzburger Blogosphäre recht häufig gesehen. Am Samstag gab es sogar sowas wie ein zufällig und spontan entstandenes Bloggertreffen mit Frau Schaaf und Herrn Schaaf, Al Gore, Daylight und mir. Da haben wir gleich die Gunst der Stunde genutzt und die Würzmischung #5 gepodcastet.

Bon's BallsViele tolle Bands hab ich am Samstag gehört, aber eine hat den Vogel wirklich abgeschossen: Bon’s Balls. Eine “poplige Coverband” hat es wirklich geschafft, den schlammigen Platz vor der D-Bühne zum Kochen zu bringen und alle Singer/Songwriter alt aussehen zu lassen. Die Band wurde noch unterstützt von Mitgliedern von AB/CD und Barock, zwei weiteren AC/DC-Coverband aus der Region. Björn hat es schon richtig auf der Bühnen angekündigt: es war ein All-Star-Treffen.

Sonntag ist der Tag des Herrn, auf das U&D übersetzt heißt das immer: den Nachmittag im Schatten verbringen und entspannen. Ein bisschen hier mal reinschauen und mal dort reinhören. Und möglichst wenig bewegen. Außer mal ein wenig beim Kinderzelt jonglieren. Und recht erschöpft die Würzmischung #6 aufnehmen.

The Robocop KrausDann aber kam als Beinah-Abschluss des Festivals noch ein richtiger Konzert-Kracher. The Robocop Kraus. Die Band habe ich ja schon mal im Cairo gehört, wo sie auch fantastisch waren. Aber was auf einer kleinen Bühne gut klappt, muss ja auf einer großen Open-Air-Bühne nicht unbedingt gut gehen.
Aber es ging gut. Mehr als gut. Es ging unglaublich gut. Die D-Bühne war zwar nicht brechend voll mit Zuhörern (lag’s an Bananafishbones?), aber die waren alle um so voll er dabei und ließen die Mittelfranken erst nach drei Zugabeliedern gehen. Großartige Musik vom Allerfeinsten.

Ein grandioses 20. Umsonst & Draußen, aber leider unter einem schlechten Stern. Noch sind die Jungs am Abrechnen, aber es sieht wohl nicht sehr gut aus. Höchstens wenn sich die Pro-Kopf-Getränke von 0,7 auf 7,0 gesteigert hätten … ;-(

Ich würde mir die Augen rausheulen, wenn es im nächsten Jahr kein U&D geben sollte. Kann da nicht die Stadt mal aushelfen um eine der größten kulturellen Veranstaltungen in Würzburg am Leben zu erhalten?

Bilder vom U&D gibt es hier. Die Podcasts bei der Würzmischung.

X-Mas-Nightlife

Was tun an den Feiertagen? Die Tage sind vermutlich bei den meisten mit Familienbesuchen belegt, aber was ist mit den Nächten? Wie kann man dem Weihnachtstrubel oder der Weihnachtsdepression entfliehen?

An Heilig Abend haben die Discos eigentlich alle geöffnet, kann natürlich sein, dass bei manchen erst ab 24 Uhr die Post abgeht, da vorher Tanzverbot herrscht. Bei den Kneipen ist es unterschiedlich, machen machen erst gar nicht auf und feiern lieber selbst Weihnachten – ist ja auch in Ordnung. Legendär ist der späte Heilig Abend im Chambinzky. Dort treffen sich wohl alle Einsamen, Familienüberdrüssige oder Partygänger zu einem großen Stand-In. Achtung: meist sehr voll!

Am 1. Feiertag findet auch in diesem Jahr wieder die legendäre Rock-Palast-Revival-Party statt, mit Bon’s Balls als Live-Act. Da schnallt das Christkind sich die E-Gitarre um und läßt es krachen!
Alternativ ist im AKW auch Weihnachts-Independent-Party, auch nicht schlecht!
Wer an diesem Tag in die Kirche will, aber vom Computer nicht wegzubewegen ist, der kann bei bistum-wuerzburg.tv den Weihnachtsgottesdienst als Livestream mitfeiern.

Der 2. Feiertag ist etwas ruhiger, da kann man zum Chillout ins Weihnachtsoratiorium in den Dom gehen! 🙂

Habt ihr noch Anregungen für die Feiertage in Würzburg? Immer her damit! 😀

Subversiver Blogosphären-Umtrunk

Weihnachten naht unbarmherzig, die Zeit für geselliges Beisammensein ist da. Warum also nicht ein formloses Treffen der Würzburger Blogosphäre veranstalten?

Und so lade ich alle Würzburger Blogbetreiber und deren Leser auf, am Donnerstag, 8. Dezember, um 18.30 Uhr zum Würzburger Weihnachtsmarkt auf eine oder mehrere Glühweine/Feuerzangebowlen/Getränke zu kommen. Ich werde am Unteren Markt bei dem Feuerzangenbowlenstand stehen und meine weiße Kappe mit dem roten Bon’s Balls-Aufdruck tragen. Ich bin 1,86m groß, da dürfte mich jeder sehen, oder? Und als kleine optische Hilfe: So seh ich aus! 😉

Der Termin ist völlig frei bestimmt. Da ich von keinem weiß, wann er oder sie Zeit hat, kann mir auch keiner böse sein, wenn er oder sie da nicht kann. 🙂
Da wird nichts verkauft werden, es wird kein Programm geben und keine Gesprächsvorgaben. Ein lockeres und unkompliziertes Treffen, jeder und jede kann kommen und gehen wann er oder sie will. Wie lange das ganze dauern wird? Keine Ahnung, schau mer ma! 😀
Ihr könnt ja per Kommentar, Mail oder Trackback sagen, ob ihr kommt oder nicht. Aber das ist kein Muss. Spontan vorbeischauen oder spontan nicht kommen ist völlig ok. Ich bin auf jeden Fall da – zur Not alleine und in meine Tasse weinend! 😉

Ich habe eine Bon’s Balls-Kappe!

Der Samstag fing schon mal deutlich besser an als der Freitag aufhörte. Der blaue Himmel spannte sich über Würzburg und wurde auch den ganzen Tag über nur manchmal von Wolken unterbrochen.

Bon's Balls and AssDer zweite Teil des Stadtfests begann für mich mit dem Höhepunkt (aus meiner Sicht) des Tages mit einer Band. DER Band. Mit Bon’s Balls. Die Jungs haben die AC/DC-Songs durch die Neubaustraße gerotzt, dass es nur so eine Freude war. Da flogen die langen Haare durch die Luft, selbst Leute über Vierzig begannen dezent mit dem Fuß zu wippen. Es hat einfach Spaß gemacht, die Menge hat getobt und gerockt. Und das Beste: Am Ende des Konzerts warfen sie Bon’s Balls-Kappen in die Menge – UND ICH HABE EINE GEFANGEN! 😀

Das Problem war nun, dass alle Bands nach Bon’s Balls einfach etwas fade klangen. Aber trotzdem gab es noch viele gute Gruppen für wohl jeden Geschmack. Nie gab es auf dem Stadtfest mehr Bands als dieses Jahr und ich fand das wirklich wunderbar.
Hilfreich wäre allerdings auch gewesen, wenn die Auftritte auch einigermaßen pünktlich begonnen hätten. So war es doch mehr ein Raten und Warten, wann eine Gruppe nun spielt.

Neben der Musik stellten sich Geschäfte, Vereine und Institutionen vor; die Parteien sind mir gar nicht so aufgefallen, ich habe nur einen einzigen Werbezettel von den Grünen bekommen. Die Semmelstraße wurde zur Spielstraße für Kinder umfunktioniert, auf dem Hof der Polizei wurde informiert und Kettcar gefahren, Blumenläden zeigten im Sonnenschein ihre Ware, Optiker machten Sehtests oder verkauften Cocktails. Essen und Trinken gab es in allen Geschmacksrichtungen und an allen Ecken.

Es war ein Stadtfest nach meinem Geschmack. Gute Musik, die Straßen waren voll, die Geschäfte zeigten sich mal von ihrer schönen Seite, alle waren friedlich und gut gelaunt. Nächstes Jahr muß es nur noch etwas wärmer werden, sonst könnte ich mir das Fest kaum schöner vorstellen.
Bilder von gesamten Stadtfest sind in einem Set auf Flickr zu sehen. Sehr viele von Bon’s Balls, am Samstagabend war dann leider der Akku der Digitalkamera leer – sorry. Wenn noch jemand gute Bilder hat und sie “spenden” will, kann sie gerne an mich mailen.