Der wilde Grimm

Am kommenden Samstag, 19. April 2008, spielt Markus Grimm den Wilden Mann Oscar Wilde im Bronnbach Künstlerkeller in Würzburg. In dem Stück “Wildes Staunen” stellt Markus “das große Leben und kleine Sterben des Oscar Wilde in Szenen, Briefen und Texten” dar. Der Versuch eines Blickes hinter die Maske des geistreichen Erzählers und Zitatenspenders.

Beginn ist um 19.30 Uhr, Karten gibt es im Falkenhaus, an der Abendkasse, Reservierung ist per Mail möglich. Die Karte kostet 14 €, ermäßigt 12 €.

Putzige Theaterleute

Wie süß! Heute kam eine E-Mail von den Organisatoren des Improtheaterfestivals in Würzburg, dass die Veranstaltung “Pfadfinder der Liebe” im Bronnbachkeller erst um 22.45 Uhr anfängt, also 15 Minuten später als geplant. 15 Minuten? In Worten — Fünfzehn Minuten? Ach Gott, wie putzig.

Wer rechnet denn noch ernsthaft damit, dass eine Veranstaltung zur angegebenen Uhrzeit losgeht? Und selbst wenn es heißt “beginnt pünktlich”, dann bedeutet das meist nur, dass es nicht viel später als geplant los geht. Also so ungefähr 15 Minuten. Man kann deshalb sagen, die Veranstaltung “Pfadfinder der Liebe” wird pünktlich beginnen. 🙂

Noch so nebenbei zum Improfestival: Wer gern zu einer Vorstellung will, der sollte sicherheitshalber mal langsam schnell Karten im Vorverkauf besorgen. Denn es sind schon die ersten Veranstaltungen ausverkauft und der Vorverkauf endet morgen abend.

Mozart Grimm

IMG_8775Gestern war Premierenabend im Bronnbach Künstlerkeller. Premiere im doppelten Sinne. Der Künstlerkeller wurde eröffnet, ein neuer Ort für kulturelle Veranstaltungen aller Art. Das Amiente im Keller des ehemaligen Meyer’s (da wo früher das Piano stand) ist gediegen, aber doch recht ansprechend. Viel Publikum passt nicht rein, aber wie wir Männer wissen, kommt es ja nicht auf die Größe an.

IMG_8850Und dort hatte auch das neue Stück von Markus Grimm Premiere. Es heißt schlicht und einfach “Mozart”. Das “poetische Theater-Kabarett” handelt natürlich von dem wohlbekannten österreichischen Musiker. Und der erzählt an diesem Abend. Über sein Leben als “Wunderkind”, über seinen Vater, über s’Bäsle, über seine Frau. Und da bröckelt vieles von der Geniusmaske ab und lässt einen obszönen, rotzfrechen, eitlen und trotzigen Wolferl durchblicken.

Markus Grimm spielt den Wolfgang Mozart mit einer sympathischen Leichtigkeit. Die Rolle passt ihm wie eine Jeans nach einem Vollbad. Mit einem österreichischen Akzent und einer Atze-Schröder-Perücke lässt er den Mozart auferstehen und ihn mit sich selbst aufräumen.

Es waren sehr unterhaltsame 90 Minuten, obwohl es kein oberflächliches Stück war. Ich kann es nur empfehlen.

Nicht empfehlen kann ich, nichts zu essen und viel zu viel Wein trinken. Aber da habe ich mich wohl vom Wolferl inspirieren lassen. 😉

Update: Mittlerweile habe ich das Flickr-Set mit Bildern (bessere als meine) von meinem Freund und Kollegen Alex Deß ergänzt – vielen Dank Alex! 🙂