Zwischen Musik und Meerschweinchen

Auch an einem trüben Novemberwochenende ist in Würzburg so einiges los.

Kulturliebhaber können ab Samstag die “Statt-Galerie” geniessen, bei der viele Künstler ihre Werke in Geschäften und Lokalen in der Würzburger Innenstadt ausstellen. Eine Woche wird die “Galerie” geöffnet sein.

Musikalisch ist auch einiges geboten.
Am Samstag spielt Eric Rust & The Never Sleeps Band zu Ehren von Neil Youngs 60. Geburtstag im Café Cairo. Logischerweise gibt es da den ganzen Abend Songs des Altmeisters der Folk-Country-Rock-Musik zu hören.
Das Boot nimmt scheinbar immer stärker die etwas ältere Zielgruppe ins Blickfeld, am Freitag findet der wohl kleine Bruder des Midlife-Clubs statt, der Clup 27Up. Auch hier soll es einen “teeniefreien Dance-Event mit Hits von damals und heute” geben. Erstsemesterstudenten haben dort eigentlich nix zu suchen, aber trotzdem freien Eintritt! 😉
Ebenfalls am Freitag findet der ehemalige Geheimtipp “Disco Fantastique” in der Deluxe-Version im AKW statt. So geheim ist es ja inzwischen nicht mehr, aber hoffentlich noch genauso gut wie eh und je! Den Event muss man nicht erklären, ihn muss man erleben. Einzigartig!

Für wen das alles nichts ist, der kann immer noch in die Eichendorffschule nach Veitshöchheim gehen – zur Meerschweinchenausstellung! 😀

Kreuz und Quer durch Würzburg

Gestern bin ich extra aus dem Süden Bayern mit der Bahn zurückgefahren, um dem Sommerloch auf der Bastion beizuwohnen. Als der Zug nach Würzburg einfuhr, habe ich mich über das doch recht gute Wetter gefreut. Doch als ich – noch ausgerüstet mit Schlafsack und Rucksack – an die Bastion kam, musste ich feststellen, dass das Sommerloch ins Café Cairo verlegt wurde. Und wer das Cairo kennt der weiß, das dort nicht so wahnsinnig viel Platz ist. So dröhnte mir zwar gerade "Pippi Langstrumpf" von der Black Velvet Band entgegen, als ich ankam, aber in den Raum kam ich nicht – es war völlig überfüllt und überhitzt. Ganz klar ist mir nicht, warum das Sommerloch nach innen verlegt wurde. Das Wetter war nicht schlecht … und wieviel Umsonst & Draußens haben wir im strömenden Regen mitgemacht. Und ich hätte lieber durchnässt den Bands zugehört, als mich in klaustrophobische Vorhölle zu pressen. Ein bisschen geärgert habe ich mich schon, dass ich dafür extra von München hergefahren bin. Und so kamen meine Freunde raus an die frische Luft – wie viele andere auch. Und noch mehr gingen erst gar nicht erst rein, sondern gleich wieder weiter – so wie ich. Wohin also gehen? Wir entschieden uns spontan für die Weinparty am Pfaffenberg und fuhren vom Busbahnhof mit dem Shuttelbus hin. Der Bürgerspital Betriebshof war gut besucht, die Stimmung war ok, der Altersduchschnitt eher höher, die Band "Blue Moon" nicht sooo toll. Trotz dem heftig einsetzenden Regen waren die Stunden dort recht schön. Der Wein war ganz lecker, deutlich besser als die Hofkeller-Weine der letzten beiden Weinfeste in Würzburg. Später ging es nach einem kleinen Abstecher ins Café Klug noch zum Abtanzen ins Tirili. Es war nicht so irrsinnig voll, aber die Musik war gut. Was nicht so nett war, dass doch relativ bald ein großer Frauenschwund eintrat, so dass man am Schluß fast nur noch mit Geschlechtsgenossen auf der Tanzfläche war. Es war wieder ein Abend, der eigentlich völlig anders geplant war – aber trotzdem sehr gut. Wiederholbar! 🙂