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Musikalischer Aperitif für das U&D 2012

Noch knapp drei Monate bis zum Umsonst & Draussen 2012 in Würzburg. Das ist nicht mehr lange, aber noch lange genug. Und um diese Wartezeit zu überbrücken, kann man ja mal in das Radio Würzblog reinhören. Denn da laufen heute den ganzen Tag Lieder von 30 Bands, die in diesem Jahr auf den Bühnen des U&D zu hören sind.

In der Playlist sind Songs von Andreas KümmertAssonanzCäthe, Carolin No, Egotronic, 50m Freistil, Godzilla was a friend of MineHellsongsHolmesI Heart Shark, Kellerkommando, Leslie & Clyde,  Markus VollmerMax Prosa, Nump, Rehan SyedRetro StefsonScallwagsSolid GroundSoneros De Verdad, Spaceman Spiff, Straight FrankTallulah RendallThe AudienceThe Black Atlantic,  The Instant Voodoo KitThe Leadbelly ProjectVladiwoodstok, Wilson Jr. und Zwirbeldirn.

Carolin No, Loveland, Header

Ein Päckchen Neues von Carolin No

ventura, ca - Carolin NoAch, das mochte ich immer an Carolin No — man musste sie immer nur ein bisschen anstupsen, und schon wurde man mit Kram überschüttet.

So auch diesmal. Im Briefkasten war ein Päckchen mit der neuen Maxi-CD Ventura, CA, um die es mir eigentlich ging. Dazu gab es noch da aktuelle Loveland-Album, die Year Of November-EP und zwei Postkarten. Ich war beinahe enttäuscht, dass nicht noch ein selbstgebackener Kuchen dabei war. 😉

Was ist drauf, auf der neuen Scheibe der Halb-Berliner-Halb-Waldbüttelbrunner? Lassen wir sie doch mal selbst zu Wort kommen:

1. ventura, ca – radio edit:
eine neue version, featuring jesse grey siebenberg, aufgenommen in berlin, bretten und ojai, kalifornien!!
2. happy birthday:
die studioversion war bisher nur als download erhältlich, auf vielfachen wunsch jetzt auch auf dieser neuen cd.
3. bound to last:
zeigt unsere elektronische seite, einer unserer persönlichen lieblingssongs aus “loveland”.
4. emming – live:
ein stück von andis “lieder”-cd, das wir gerne auf unseren konzerten spielen, mit tilmann wehle am cello, als kleiner vorgeschmack auf unsere nächste live-cd.
5. ventura, ca:
die original studioversion schließt unser neues mini-album ab …

Diese CD und der Rest des Päckchens (bis auf die Postkarten) läuft auch ab heute im Radio Würzblog. Und live kann man die beiden wieder beim Umsonst & Draussen in Würzburg sehen und hören.

Hafensommer #5

Mein Gott, vor lauter Arbeit,Wohnungssuche, Hochzeiten und Geburtstagen hätte ich es fast verschwitzt:  Am Freitag beginnt zum fünften Mal der Sommer am Alten Hafen in Würzburg. Der Hafensommer erreicht damit das Vorschulalter und hat sich für mich zum festen Bestandteil des Würzburger Kulturlebens entwickelt — der Korken für das Sommerloch.

Ein kleines Jubiläum ist das schon und in seiner kurzen Geschichte war es ja nicht immer ganz sicher, ob es im nächsten Jahr so wieder stattfinden wird. Aber der kleine Pornodarsteller hat sich durchgebissen und Würzburg auch bei widrigem Wetter viele gute Konzerte beschert.

Zum Jubiläum wurde auf ein kleines Best-Of von Künstlern der letzten Jahre eingeladen —  Sophie Hunger, Beady Belle und Carolin No –,auch wenn sich dieses Best-Of nicht ganz mit meinem eigenen Best-Of deckt. Wo sind Panzerballett, ONJ und Hjaltalin. 😉

Auf meiner persönlichen Konzertliste stehen — Tage, an denen ich eh nicht kann, schon rausgerechnet — Phoneheads & das Philharmonisches Orchester Würzburg (Drum & Bass hämmern mit Klassik), Patty Moon (nur mit meinem geliebten Lindenstraßenfan), Klaus Doldinger’s Passport Today feat. Classic Passport (noch Fragen?), Erdmöbel (nachdem ich sie Dank Spamfilter vor sechs Jahren nicht gehört habe) und The Magnets (ich war noch nie bei einem A-capella-Konzert).

Der Hafensommer tobt sich im Web 2.0 bei Facebook und Twitter aus, was völlig in Ordnung. Schade finde ich aber, dass das Hafensommer-Blog in diesem Jahr noch unberührt geblieben ist (auch wenn dadurch der geile Cartoon von Matthias noch ganz oben steht! 😉 ). Ein Festival, dass eher abseits vom Mainstream ist, sollte sich nicht nur dem Mainstream verschreiben. “Mehr Individualismus” (aus: “The Kings Speech, das wirklich ganz arg echte Original”)

In diesem Jahr übrigens neu: Dauerkarten! Und Rabattkarten! Dauerhafengänger sollten sich das mal ernsthaft überlegen, das kann sich je nach Fanatismusgrad sehr rechnen.

Preis für junge Kultur 2010

Der Preis für mittelalte Kultur 2010

Gestern fand im Cairo wie in jedem Jahr die Verleihung der Preise für junge Kultur statt. Vergeben wird er von der Distelhäuser Brauerei, dem Umsonst & Draußen-Verein und der Stadt Würzburg, die den Preis besonders gerne verleiht, da Distelhäuser das Preisgeld und die Feier zahlt.
Und selten war es so seltsam wie in diesem Jahr. Nicht dass ich auch nur einem Preisträger die Auszeichnung missgönne, im Gegenteil, jeder hat sie in seinem Bereich verdient. Aber auch selten war der Altersdurchschnitt der “jungen Kultur” so hoch.
Preis für junge Kultur 2010Da kann man den Titel mathematisch und semantisch noch so sehr verdrehen — bei junger Kultur rechne ich persönlich mit Preisträgern, die jung sind oder explizit etwas für junge Menschen machen. Ich würde also den Preis nicht abschaffen, sondern vielleicht einfach mal den Namen ändern, wenn man keine jungen Künstler finden kann — oder will.
Musikalisch untermalt wurde der Abend von Carolin No.

Aber du den Preisträgern in diesem Jahr. Der Preis im Bereich Musik wurde geteilt. Zu einer Hälfte wurde er der altgedienten Punkband Shokei — aka Helden in Strumpfhosen –verliehen, die sich stilvoll einfach bei der Brauerei für ihr Bier bedankte.

Preis für junge Kultur 2010Teil zwei des Musikpreises ging an Joachim “Jojo” Schulz für seine langjährige Tätigkeit als Musiker und Konzertveranstalter, ganz besonders für die Posthalle. Der Preis entbehrt nicht einer gewissen Ironie, wenn man bedenkt, dass die Mitverleiherin Stadt Würzburg es der Posthalle nicht gerade leicht gemacht hat und macht. Die Hotel- und Gaststättenlobby wird wohl nicht applaudieren.

In der Sparte “Besonderes” ging — und darüber habe ich mich ganz besonders gefreut — an ein Blog, nämlich an das LP10-Blog. Damit dürfte es das erste prämierte Blog in ganz Würzburg sein! 🙂

Preis für junge Kultur 2010

Freundschaftliche und kollegiale Glückwünsche nochmal von mir! 🙂

Nach der Preisverleihung habe ich wieder mal gemerkt, dass ich in Würzburg bin. Am Buffett und beim Rauchen vor der Tür wurde gleich über die Veranstaltung genörgelt und die Preisträger schlecht gemacht. Spießig, brav, kitschig, angepasst und überhaupt haben die Falschen den Falschen Preise verliehen. Ich bin immer wieder erstaunt, wie verkniffen, engstirnig, neidisch und intolerant die sogenannte Kulturszene sein kann. Da soll sie sich ein Beispiel an der Mainpost nehmen, die die Berichterstattung über den Abend freimütig ganz allein den anderen Medien gegönnt hat.

Aber was soll’s! Ich gönne jedem Preisträger die Anerkennung und mir habe ich an dem Abend viel Käse, ein bisschen Wurst und Dank einer Brauerei als Sponsor viel Apfelsaftschorle gegönnt. 😉

Hier gibt es eine Zusammenfassung der Urkundentexte und hier gibt es noch ein paar Bilder vom Abend.

Schöne ruhige Welt

Ich gebe zu, im Herzen bin und bleibe ich ein Rocker. Aber hin und wieder darf es auch mal was Ruhiges mit Gefühl sein. Darum habe ich dankbar zwei Karten für das Carolin No-Konzert gestern — also Montag — Abend angenommen.

Als mit Carolin und Andi Obieglo gesagt habe, dass sie im März vier Konzert im Chambinzky geben werden, da dachte ich nur: Mutig! So dicht gedrängt Konzerte am Ort zu geben, das erfordert schon eine gewisse Risikobereitschaft oder großes Vertrauen in die Fangemeinde.
Aber das Risiko hat sich gelohnt und das Vertrauen auch — alle vier Konzerte sind ausverkauft und ein fünftes Zusatzkonzert einberufen.

Dementsprechend voll war auch der kleine Saal im Chambinzky. Ein Tipp für die, die in den nächsten Wochen zum Carolin No-Konzert gehen und sitzen wollen: Kommt rechtzeitig. Nicht so wie ich.

Ich kenne schon viel von Carolin No durch das Radio Würzblog, wo die beiden seit ein paar Wochen im Programm sind. Aber so ein Livekonzert ist doch immer etwas anderes. Gerade im relativ kleinem Chambinzky kam das heute gut rüber. Andi Obieglo spielte gewohnt virtuos und leidenschaftlich das Klavier, haute auf die Trommel und in die Gitarrensaiten und übte sich als Soundmischer, Electro-Musiker und Geber von trockenen Kommentaren. Besonders fasziniert hat mich so eine Art optischer Sequencer, ein Display mit 16×16 leuchtenden Feldern, das man programmieren und mit Tonmustern belegen konnte. Falls jemand noch eine Idee für ein Weihnachtsgeschenk braucht … 😉
Carolin setze ihre wundervolle Gesangsstimme sehr gefühlvoll ein, passend zu den oft eher melancholisch-romantischen Stücken und durfte auch hin und wieder an die Tasten des Klaviers oder Akkordeons. Überhaupt zogen die beiden auf der Bühne eine, für ein so ein eher kleines Konzert eher ungewöhlich, aufwändige Show ab. Gesampelte Rhythmen, live umgemischter Sound, Videoclips, akustische und optische eingespielte Chöre, fast schon in Electro abgleitende Stücke — da wurde ganz schön was geboten, was zumindest mir als kein großer Fan melancholisch-romantischer Musik den Abend sehr unterhaltsam gemacht hat.

Alles in Allem selbst für mich als E-Gitarren-Fetischist ein musikalisch gelungener Abend, ich war überrascht, wie gut es mir gefallen hat. Freunde der ruhigen Töne hätten am Konzert auf jeden Fall ihre Freude gehabt. Ich persönlich bräuchte es nicht jeden Abend, aber an diesem Abend hat es gepasst wie ein Handschuh.

Wer keine Karten für die ursprünglichen vier Konzerte bekommen hat, der kann schauen, ob er an dem spontan eingeschobenen Zusatztermin — 28. März 2010 — Karten bekommt, der Vorverkauf ist im Chambinzky. Wer das nicht schafft, der kann ja die Live-CD kaufen. Oder den Song “Happy Birthday” für umsonst an jemanden — auch sich selbst — verschenken. Oder Radio Würzblog hören.Oder auf das Umsonst & Draussen 2010 gehen, da spielen sie auch.