Die wenig wilden 13

Am Mittwoch wird das Würzblog 13 Jahre alt. Und ruhig ist es geworden. Aber nicht so ruhig, dass man nicht feiern könnte. 😉

Am Mittwoch wird das Würzblog 13 Jahre alt. In Menschenjahren sind das 91 Jahre, was seine Gebrechlichkeit in den letzten Monaten erklärt. 😉

Aber auch Senioren können noch feiern, und das mache ich auch ganz traditionell mit einem Bloggertreffen am 6.6. Geladen sind wie immer alle, die sich zu den Würzburger Bloggern zählen. Und ebenso wie immer, treffen wir uns ab 18.30 Uhr im Gehrings in der Neubaustraße. Ich hoffe, ich schaffe es rechtzeitig. Die Gründe für die Verspätung wären die selben, die für die wenigen Beiträgen in der letzten Zeit sorgen.

Und ja, wir können auch über die neue Datenschutzgrundverordnung reden und darüber diskutieren, ob der Wirt unsere Bestellungen — also persönliche Daten — anonymisiert aufnehmen muss. 😉

Ich gebe meine Daten für das Bloggertreffen frei. Ich heiße Ralf, ich schreibe das Würzblog, und ich komme zum Bloggertreffen. Und das alles werde ich auch weiterhin tun.

Wer will, kann seine Daten hergeben und in den Kommentaren sein Kommen, Fernbleiben oder seine Unentschlossenheit ankündigen.

Es kommen

Es kommen vielleicht

Es kommen nicht

 

Jetzt darf Microsoft mal filmen

So, es wieder an der Zeit die Fenster blickdicht zu verkleben, die WLANs abzuschalten oder lustige Grußbotschaften an die Häuserwände zu schmieren — denn Würzburg wird wieder gefilmt. Nach dem Google-Streetview-Auto, das im Sommer 2009 durch Würzburg fuhr, ist nun das Streetside-Auto von Microsoft ab Juli in Würzburg unterwegs und will alle Straßen in der Stadt für ihre Online-Karte filmen. Ab Mitte Juli soll man auf der Streetside-Seite schon mal vorab Widerspruch gegen die Veröffentlichung des eigenen Hauses bei Streetside einreichen können.

Bie Lideralen und bie Duchstaden

bie FDPJaja, bie FPB!

Hier bas ganze Plakat, und wer will, ber kann heute abenb um 19.30 Uhr ins Cheers und sich anhören, was Jimmy Schulz, Mitglieb des Bunbestages, zum Thema Batenschutz und Netzsperren zu sagen hat. Aber rechtzeitig hingehen, sonst haden die Piraten die ganzen Sitzplätze delegt. Und nicht vergessen: “Im lideralen Sinne ist lideral nicht nur lideral!” 😉

bie FDP

Elena, die kleine Datenkrake vom Heuchelhof

Seit vorgestern wohnt ja Elena in Würzburg. Neee, nicht die Elena, die andere. Unsere Elena wohnt bei der Deutschen Rentenversicherung, ich vermute mal in einem Appartement in der Berner Straße 1, Inneneinrichtung und Hausmeister wurden gestellt. Mit vollem Namen heißt sie “Elektronischer Entgeltnachweis” und sie lässt sich schon gerne mal alle “einkommensrelevanten Informationen” von ca. 40 Millionen Arbeitnehmern schicken. Also wer wann wie viel verdient hat zum Beispiel, praktisch, wenn man Arbeitslosengeld oder ähnliches berechnen will. Und weil Elena noch Platz in ihrer Wohnung hat, da hat sich die Regierung gedacht, sie lagern bei ihr im Keller noch gleich weitere Daten ein. Ob der Arbeitnehmer gestreikt hat, wie viel Fehlzeiten er hatte, ob es Abmahnungen gab und so weiter.

Nicht dass diese Daten vorher nicht irgendwo zu bekommen waren, aber hey — muss das alles in Elenas Keller gebunkert werden, ohne zu wissen, ob man sie mal braucht? Und mit solchen eingelagerten Vorratsdaten ist es wie mit eingemachten Obst. Wenn man es einkocht denkt man sich, die Einmachgläser werden erst aufgemacht, wenn der Schnee einen halben Meter hoch ist. Aber letztendlich sind nach zwei Wochen 80% der Gläser schon leergefuttert. Oder wie es das Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein 2008 geweisagt hat:

Sind Daten einmal vorhanden, sind diese schnell vielfältigen Begehrlichkeiten ausgesetzt, gegen die die Betroffenen keine Abwehrmöglichkeiten haben

Elena, du kleine Datenkrake vom Heuchelhof, merk dir wenigestens ein paar Sachen: Nicht gierig werden, die Haustüre immer schön abschließen, Fenster geschlossen halten, nicht besoffen auf Weinfesten ins Plaudern kommen. Vielleicht klingel ich mal irgendwann bei dir — darf ich ja.