• Kultur,  Politik

    Kuschelrunde

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    Am Mittwochabend war ich bei der Podiumsdiskussion über die Frage, wie mit den Nachkriegsbauten der 50er und 60er Jahre in Würzburg umgegangen werden soll. Nein, halt — Diskussion hätte ja bedeutet, man wäre sich nicht einig gewesen und hätte Argumente ausgetauscht. Aber so war es nicht. Mit viel Mühe hätte man den Abend “Vier gegen Chrisi” nennen können, denn Denkmalpfleger Fiedler, Chefverschönerer Kummer, Stadtheimatlehrer Steidle und Architektin Scholder waren sich grundsätzlich über die Notwendigkeit der Erhaltung der Nachkriegsbauten einig, einiger “Gegner” war Stadtbaurat Christian Baumgart, der sich allerdings auch recht harmonisch und diplomatisch gab. Ich weiß gar nicht warum man Frau Scholder eingeladen hat, ein Architekt mit einer Weg-mit-dem-alten-Scheiß-Platz-für-was-Modernes-Einstellung hätte…

  • Events,  Kultur,  Politik

    Ja, was wird denn nun aus dem Nachkriegs-Würzburg?

    Heute schon mal ins Fernsehprogramm geschaut? Nein, ich auch nicht. Aber zur Primetime um 20.15 Uhr kann wohl nichts so Gutes kommen, dass es eine Konkurrenz zur Veranstaltung der VHS in der Mozart-Schule wäre. Dort findet heute nämlich eine Podiumsdiskussion mit dem Titel “Was wird aus dem Nachkriegs-Würzburg?” statt. Auf dem Podium befinden sich Rembrant Fiedler vom Landesamt für Denkmalpflege, der Stadtbaurat Christian Baumgart, Stadtheimatpfleger Hans Steidle, Stefan Kummer vom Verschönerungsverein und Gabriele Scholder vom Architekturbüro Stadt + Raum Würzburg. Moderieren wird den Abend Eberhard Schellenberger vom BR-Studio Mainfranken. Die einzige mir unbekannte Nummer ist Frau Scholder, aber wenn sie keine radikal-progressive Architektin ist, dann erscheint mir das Podium etwas sehr…

  • Politik,  Wirtschaft

    Die Geister, die ich rief

    Ich muss mal was zum Verhältnis Stadtslogan, Würzburg AG und Blogs etwas aus meiner ganz persönlichen und etwas verwirrten Sicht schreiben. Von Anfang an: Der erste Artikel im Würzblog zu “Provinz auf Weltniveau” kam nicht aus dem luftleeren Raum. Auf den damaligen Beitrag im Buenalog wurde ich Ende Oktober 2008 von Dieter Schneider persönlich per E-Mail hingewiesen. Nun halte ich Herrn Schneider nicht für dumm. Er konnte damals zwar nicht wissen, ob ich wohlwollend oder ablehnend darüber schreiben werden, aber im dürfte klar gewesen sein, dass wenn ich darüber schreibe, eine mehr oder weniger große Diskussion entstehen wird  und dass andere Blogs das Thema vermutlich aufgreifen werden. Und Blogs sind…

  • Events,  Familie,  Kultur,  Musik,  Politik,  Preview

    Der CSD in Würzburg im Schnelldurchlauf

    Oh Gott, ich bin ganz böse im Blogverzug. Morgen beginnt der Christopher Street Day in Würzburg und ich habe noch keine Silbe darüber verloren. Das hat er nicht verdient. Denn den CSD mag ich, er ist für mich nicht nur eine Veranstaltung für Schwule und Lesben, sondern auch ein Fest der Toleranz und Freundschaft, bei dem ich mich auch als unverbesserliche und unbelehrbare Hete immer wohl gefühlt habe. 🙂 Also wenigstens im Schnelldurchlauf: Morgen beginnt der CSD in der Stadt. Naja, morgen beginnt mehr das Vorspiel, der CSD, den die Bevölkerung am meisten mitbekommt, beginnt wohl eher am Freitag. Am Mittwoch startet der CSD zum ersten Mal mit einer Gala.…

  • Events,  Politik,  Wirtschaft

    Offen, ganz offen zu einer Marketingkampagne

    Und wieder eine Pressekonferenz. Diesmal im Weinkeller der Residenz. Eingeladen hat die Würzburg AG, um der Presse — und mir — den weiteren Weg zu einer Stadtmarketingkampagne zu zeigen. Die Würzburg AG hat im letzten Jahr den Slogan “Würzburg. Provinz auf Weltniveau” auf die Stadt losgelassen. Sie sieht dieses “Loslassen” heute als Erfolg, denn sie wollten nur die Diskussion um ein Stadtprofil anstoßen. Angeblich, auch wenn ich nach wie vor da meine Zweifel habe. Denn dann wäre das vehemente Verteidigen des Slogans ja wohl auch nur ein medienpädagogische und -taktische Maßnahme gewesen, klar. Aber egal. Sie will nun in einem “offenen Prozess” Ideen für eine Marketingkampagne entwickeln lassen. Bei der…

  • Zeuch

    Provinz auf … ach nö, nicht schooon wieder

    Als Stadtblogger hat man es nicht leicht. Das Blog wird direkt mit der Stadt in Verbindung gebracht und ich mit dem Blog. So durfte ich mir bei der re:publica in Berlin dazu gratulieren lassen, dass ich endlich mal einen Kaffee auf Weltniveau trinken darf. Oder ich werde mit den Worten “Ah, die Provinz ist endlich in der Weltstadt” begrüßt. Dem unwissenden Gesprächspartner darf ich ernsthaft erklären, dass es in Würzburg UMTS-Empfang gibt. Ja, der Entwurf des Slogans für Würzburg “Provinz auf Weltniveau” ist schon in Deutschland angekommen, zumindest in der Web2.0-Gesellschaft.  Und ja, man spricht über Würzburg. Aber wohl nicht so, wie es sich die Erfinder vorgestellt haben — zumindest…

  • Politik,  Zeuch

    Geliebte und ungeliebte Söhne und Töchter

    Die Würzburger SPD ruft zu Zivilcourage gegen Rechts auf. Ein Aufruf, den man nur unterstützen kann. In dem Zusammenhang stört sich die SPD daran, dass in dem Wikipedia-Eintrag von Würzburg unter der Rubrik “Söhne und Töchter der Stadt” auch Nazis aufgeführt werden. Die Auflistung „Söhne und Töchter der Stadt“ enthält laut Lexikoneintrag eine „Übersicht (über) bedeutende, in Würzburg geborene Persönlichkeiten“. „Wir wollen nicht, dass unsere Stadt sich im Internet mit Nazi-Verbrechern schmücken muss und haben daher die wikipedia-Betreiber aufgefordert, künftig genauer zu kontrollieren, was auf ihren Seiten geschieht“, so Schneider. „Natürlich muss man aus Chronistenpflicht auch diese Personen auflisten bzw. vermerken. Nur sollte das nicht in einem Kapitel geschehen, das…

  • Wirtschaft,  Zeuch

    Will wer Provinz sein? Oder bin ich es schon?

    Heute fand der Buisiness Lunch der Würzburg AG in der Autobahnraststätte statt. Da das Thema der Slogan für die Imagekampagne “Würzburg. Provinz auf Weltniveau.” auf der Tagesordnung stand, waren auch Gäste gern gesehen. So habe ich das gehofft, mich aber nochmal heute früh mit einer Mail abgesichert. Da gab es dann erst mal das Problem, als Nicht-Autofahrer zu einer Autobahnraststätte zu kommen (ohne ewigen Fußmarsch), aber da lohnen sich wieder die Bloggertakte und ich habe mich zusammen mit Jens hinfahren lassen. Moderiert wurde die Diskussion von Norbert Hufgart, Dieter Schneider stellte den Stand und die Entstehung der geplanten Imagekampgne vor. Das habe ich behalten bzw. kam bei mir so an,…