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Entspannter Weihnachtsmarkt am Bürgerbräu

Während ein Großteil Würzburgs sich am Samstag dicht gedrängt beim Lichterglanz herumtrieb, zogen einige wenige doch die entspannte Atmosphäre beim Bürgerbräu-Weihnachtsmarkt vor.

Ich zum Beispiel, mit netten Erinnerungen an den Markt im vergangenen Jahr. Auch in diesem Jahr war es schön in der Zellerau, aber zumindest am Abend deutlich weniger besucht als im vergangen Jahr. Doch damals wurden auch die kleinen Läden in den Pferdeställen auf dem Bürgerbräu-Gelände eröffnet, das hat damals anscheinend viele Leute gezogen.

Weihnachtsmarkt auf dem Bürgerbräu-Gelände - mit dem DJ-Pult auf dem Dach.
Weihnachtsmarkt auf dem Bürgerbräu-Gelände – mit dem DJ-Pult auf dem Dach.

Trotzdem war es gestern sehr nett auf dem Bürgerbräu-Weihnachtsmarkt — oder auch gerade weil es nicht so voll war, obwohl das die Händler eventuell anders sehen. Das Areal war erleuchtet im Licht von Scheinwerfern, Holzfeuern und Wärmepilzen, die Besucher standen in Grüppchen und plauderten bei Glühwein und Bier.

Beschallt wurde der Markt mit unweihnachtlichem Disco-Sound — eine ungewöhnliche Musik für einen Weihnachtsmarkt, aber mal eine angenehme Abwechslung zu dem Adventsgedudel, das einem 24 Tage vor Heilig Abend schon auf den Sack geht. Die Superhelden-Medaille geht an DJ Jazzu de Osaka, der stundenlang in der Kälte auf dem Dach des Pferdestalls ausgehalten und aufgelegt hat! Bravo!

Die Veranstaltungsreihe Westend im Underground.
Die Veranstaltungsreihe Westend im Underground.

Gegen 22 Uhr ging es dann in den Unteruntergrund des Maschinenhauses ins oder zum Westend-Preview (die Veranstaltung heißt so, nicht der Ort) auf einen Absacker unter anderem mit Leuten von der Tanzmarie und mit Terebinthe. Nachdem gegen 23 Uhr schon der Rum und der Rotwein aus waren (nein, die sollten nicht in ein Glas 😉 ), habe ich mich doch mal auf den Heimweg gemacht.

Kann gut sein, dass das mein schönster Weihnachtsmarktbesuch in diesem Jahr war.

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Russendisko und die gewogenen Karten

 

Plakat Russendisko

Morgen ist ab 22 Uhr Russendisko in der Posthalle in Würzburg. Nicht irgendeine Russendisko. Die Russendisko. Zumindest von dem Russendisko-DJ Yuriy Gurzhy , der mit Russendisko-Autor Wladimir Kaminer vor über zehn Jahren die gleichnamige Tanzveranstaltung in Berlin ins Leben gerufen hat.

Und morgen eben soll so eine legendäre Russendisko in Würzburg sein
. Ich erwarte einen Abend, neben dem die sonst so orgiastische Fantastik Balkan wie die Abschlussveranstaltung des VHS-Kurses “Russisch für Hausfrauen” wirkt. 😉

Neben dem DJ gibt des auch eine Live-Band, die Cosmonautix mit ihrer wodkabetankten Speedfolk-Trägerrakete.

Flasche ungewogen

Der Eintritt kostet für Studenten 7 Euro für nützliche Mitglieder der Gesellschaft 8 Euro. Wer umsonst rein will — ich verlose dreimal je einen Gästelistenplatz für die Russendisko.

Die drei Kommentatoren, die  am besten schätzen können, wie viel diese teilweise mit einer klaren Flüssigkeit gefüllten Flasche wiegt,  bekommen einmal freien Eintritt. Bei Gleichstand entscheidet der Zeitpunkt des Kommentars — je früher desto gewinnt. Rechtsweg ist undenkbar.

Bis morgen um 9 Uhr könnt ihr eure Schätungen abgeben.

Lösung: Die Flasche wiegt 845 Gramm.

Flasche gewogen

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Wiederaufbereitung – 30 Jahre AKW

Bald 30 Jahre ist es her, als die Autonome Kulturwerkstatt — das AKW — in Würzburg in der Martin-Luther-Straße geboren wurde. Und knapp Jahre ist es her, dass es starb. Seitdem hat sich bisher auch kein größerer Ort für alternative Kultur in der Stadt mehr dauerhaft etablieren können.

Doch aller Trauer, allem Ärger und Frust zum Trotz wird der 30. Geburtstag des AKW gefeiert. Am 11. Februar 2012 und damit eigentlich drei Tage vor dem eigentlichen Jubiläum steigt die Party in der Posthalle — was vielleicht manchen nicht so passt, aber ich wüsste jetzt aus dem Bauch heraus auch keinen passenderen Ort. Denn es kann gut sein, dass es voll wird. Etliche der alten DJ-Heroen aus dem AKW stehen an dem Abend wieder am Plattenteller und viele der Kinder des AKW  — u.a. das WuF, der Midlife Club, Charlys Freakshow, Indie Hz — unterstützen den Abend.

Ich hoffe, es wird kein Abend voller sinnlosem Rumgeheule. Ich hoffe lieber, dass es ein Abend voller guter Musik und Spaß wird, ein Abend des Wiedersehens und möglicherweise sogar ein Abend, aus dem etwas völlig Neues entsteht. Ja, ich weiß, ein frommer Wunsch, eine naive Blauäugigkeit. Aber das Motto des Abends ist “Wiederaufbereitung”, vielleicht entsteht ein neuer Brennstab.

Ein vorläufiges Programm und mehr Informationen gibt es im akw30-Blog zu lesen.

Last-Minute-Silvester-Party-Tipps für Würzburg

Na wisst ihr immer noch nicht, was ihr Silvester in Würzburg machen sollt? Ihr Armen! Ich bin versorgt! 😉

Aber wenn ich noch nicht vorhätte und wenn ich morgen nicht arbeiten müsste dann würde ich darüber nachdenken:

  • In der Posthalle tanzen die Moleküle. Indie mit den DJs Zweilicht, Lemoche und Souljacker auf dem NEON CLUBfloor toben sich die DJs Flowsen, Jazzu de Osaka, Frickler und Eleven. Abendkasse 8 €.
  • Auf dem Eisbrecher Ulla — also auf der Arte Noah im Hafenbecken hinter dem Kulturspeicher — wird der österreichischen Kultur gefrönt. Baaaam Oida! Abendkasse 9 €. (Vage Hinweise zu “Bam Oida” gibt es hier, hier oder hier).
  • Klassisch aber mag isch: Silvester im Laby mit DJ Chainsaw. Abendkasse 4 €.
  • Mal ein ganz anderer Ort: 80er-Party im … festhalten … Brückenbäck. Klingt witzig und vielleicht wird’s auch so. Eintritt 5 €.
  • Und natürlich das Café zum schönen René am Hauptbahnhof, da ist heute Café zum schönen René! 🙂
  • Wenn woanders schon das Putzlicht angeht, laufen im Club L erst die Plattenteller an. Ab 2.00 Uhr startet dort die Silvesterparty und die dauert vermutlich bis Ostern.

Noch Ideen?

 

Ich wünsche euch einen guten Beschluss und einen ebensolchen Rutsch ins Jahr 2012!

Anstehen an der Kasse

Zehn Jahre und ein Todesfall: Disco Fantastique

Der 11.11.11: Für viel zu viele der Beginn der lustigen Zeit, für mich allerdings der Beginn einer sehr traurigen Zeit. Seit frühester Blogzeit hat mich die Disco Fantastique begleitet — genaugenommen schon lange vor der Geburt des Würzblogs, aber da habe ich noch nichts darüber geschrieben. Heute Abend ab 22.00 feiert die Disco Fantastique ihren 10. Geburtstag im Tanzcafé Ludwig — und gleichzeitig ihr Ende. Und verlässt eine der ganz großen und stilvollen Veranstaltungen in Würzburg die Bühne der Stadt.

Im LudwigJa, die Disco Fantastique hört auf. Gründe? Naja, ich vermute unter anderem Mal, dass sie in letzter Zeit nicht mehr so gut besucht war, vielleicht hat sie den Zwangsumzug ins Tanzcafé Ludwig nicht ganz verkraftet. Ich hoffe, dass wenigstens der Abschied gut gefeiert wird — ich bin auf jeden Fall dabei.

Hach, war das noch eine tolle Zeit, als die Fantastique im Keller des Standard stattfand. Spätestens ab 23 Uhr war es da rappelvoll, ab Mitternacht kam man wieder gut durch die Menge durch, da der Schweiß auf der Haut als natürliches Gleitmittel diente. Und — Ha! — da wurde noch geraucht, da hat man den Schweiß nicht so gerochen. Das Kondenswasser tropfte im Takt der Funkmusik von der Kellerdecke, alle tanzten, die 70s-Deko brannte angenehm in den Augen, die Stimmung war bis zum Morgengrauen fantastisch. Yeah babyUnd nicht zu vergessen die Disco Fantastique Deluxe, die mit Livemusik im AKW gefeiert wurden — ebenso gut gefüllt. Gute alte Zeit, die eigentlich noch gar nicht so lange her ist.

Nun ist es damit vorbei. Schade.

Danke an Jan, Sebastian, Christian und viele, viele andere, die mir schöne Freitagabende geschenkt haben. Und ich gebe den Glauben an einer Wiedergeburt nicht auf.

Hier gibt es alle Würzblog-Artikel zur Disco Fantastique

Und dazu noch ein paar Bilder aus den letzten sechs Jahres:

Zündfunk Ulla & Fusion Zaubi

Bevor ich nach einer mehr als arbeitsreichen Woche gleich nach Köln verschwinde, möchte ich allen, die am Wochenende in Würzburg bleiben, zwei Veranstaltungen ans Herz legen.

Da wäre zum einen da die Zündfunk-Sendung “Stadtwerke”, die heute live von Ulla Eisbrecher, besser bekannt unter ihrem Mädchennamen Arte Noah, gesendet wird. Da wird ein wenig über Hochwasser, Musik, Programmkino, Basketball, Theater und Afrika geplaudert, anschließend gibt es Musik von Dinosaur Bubbles und Life Of An Owl und danach Zündfunkparty mit den Hanni und Nannis der Plattenteller, Björnstar und Achim 60 Bogdahn. Das wird ein laaanger Abend auf dem Schiff hinter dem Kulturspeicher.

Was noch sehr interessant klingt, ist die Fusion4 im Zauberberg. Da legen DJs auf — Disco also — und währenddessen machen dort Künstler … Kunst. Oder was auch immer. Es wird performed und gemalt, während die Masse tanz und feiert. Oder umgekehrt. Klingt zumindest in der Theorie recht witzig, schade dass ich die Praxis heute nicht erleben kann.

Ich wünsche euch einen schönen Samstagabend in Würzburg — wo auch immer –, ich werde einen eben solchen in Köln haben! 🙂

Tanzen zu den Fantastik Balkan

Ein Neuzugang trifft am Freitagabend, 8. Oktober 2010,  in Würzburg im Tanzcafé Ludwig ein — die lang verschollene osteuropäische Cousine der von mir geliebten Disco Fantastique. Die Kleine hört auf den Namen Fantastik Balkan und hat auch ein paar hochkarätige DJs im Schlepptau: Balkanstyleee Sound Sistema! Auf den Plattentellern landet alles, was Osteuropa zu bieten hat. Ich kenne die Jungs nicht — Balkan-Beats sind nicht meine Haus- und Hofrhythmen –, aber wenn der BR schon einen Bericht über sie macht und sie am Samstag schon beim Oxjam in London auflegen, werden sie ihr Handwerk schon verstehen.

Die Familienzugehörigkeit zur Disco Fantastique erkennt man auch an der Deko-Leidenschaft. Es erwarten mich “ein riesengroßer Leuchtkasten mit Fantastik-Balkan-Logo, 20m goldener Glitzerstoff, zwölf riesengroße, mit Rosen umwickelte Sperrholzherzen und ein ausgestopfter Gockel“. Ich bin zumindest darauf schon gespannt! 😉

Der Eintritt kostet faire 5 €, wer sich die aber sparen will, sollte folgende Aufgabe lösen und die Antwort in den Kommentaren hinterlassen:

Nenne die Hauptstädte vierer osteuropäischer Länder, die 2004 der Europäischen Union beigetreten sind.
Aber keine, die in anderen Kommentaren schon genannt wurden. Es gibt jeweils zwei Plätze auf der Gästeliste zu gewinnen. (Es sind damals acht osteuropäische Länder beigetreten, damit dürfte klar sein: Es gibt insgesamt also 2×2 Gästelistenplätze zu gewinnen ;-))

Disco Phoenique

Noch vor ein paar Tagen sah es gar nicht gut für die Zukunft der Disco Fantastique aus. Als es bei der letzten Disco im Keller des Standard vor der Tür lauter wurde, standen plötzlich die Herren in Grün und eine Androhung eines Bußgelds vom 5.000 € im Wiederholungsfall im Raum.

Nun mussten die Fantasten das geliebte Standard — zumindest vorerst und beiderseits schweren Herzens– verlassen, das ihnen über 5 Jahre als lauschige Heimat gedient hat, um die Situation finanziell möglichst nicht eskalieren zu lassen.

Plötzlich war die Disco Fantastique also obdachlos, die BIWA wird wohl fröhlich kichernd eine Kerbe in ihr Lärmmessgerät geritzt haben.
Die Innenstadt wäre um eine lang etablierte Veranstaltung ärmer und ich sehr, sehr traurig gewesen.

Aber die Götter des Funk, Soul und Boogaloo hatten ein Einsehen. Sie schenkte der Disco Fantastique in kürzester Zeit ein neues Heim, welches dem Disco-Dekorateur Henri Chocolat die Tränen in die Augen treibt und in seinem Kopf orgiastische Vision in Plüsch und Spiegeln aufsteigen lässt — das Tanzcafé Ludwig in der Kaiserstraße. Mit genug Platz, um die vielleicht auch wieder mal eine Deluxe-Version der Disco Fantastique zu starten, welche es seit der Schließung des AKW nicht mehr gegeben hat.

Ich bin sehr gespannt, wie die Fantastiques sich in den für sie neuen Räumen einleben werden. Aber ich bin guter Dinge, denn die Jungs sind entspannt und werden das Ding schon schaukeln.

Geschaukelt wird im Tanzcafé Ludwig das erste Mal am 14. Mai 2010 um die gewohnte Zeit, mit den gewohnten Eintritts- und Cubapreisen, mit den gewohnten lässigen DJs — nur an einem vorerst ungewohnten Ort.

Weißt du mehr zum Thema "Tanzcafé Ludwig"? Dann schreibe dazu etwas im WürzburgWiki.