Ein Fitzelchen Straßenfest

Würzburg feierte am Wochenende sein Stadtfest in der Innenstadt. Da ich Freitag und Samstag arbeiten musste und noch bei Frau Schaafs Umzug geholfen habe, konnte ich mich erst am späten Samstagnachmittag in das bunte Treiben begeben.

Doch ich muss gestehen, viel habe ich nicht gesehen. Den Unteren Markt habe ich nur kurz gestreift, die Bühne am Vierröhrenbrunnen nicht westentlich länger. Mein Ziel war nämliche die Neubaustraße, um dem Konzert von Donny Vox zu lauschen. Er ist zwar nicht, wie angekündigt, um 18 Uhr aufgereten, sondern erst so um 19 Uhr. Das Warten war aber nicht schlimm, es gab ja genug Federweißen. Und Donny war dann wirklich schön anzuhören, auch wenn er Songs nur coverte. Eine sehr angenehme Stimme und ein leidenschaftliches Gitarrenspiel sorgen zusammen mit einem witzigen Bassisten und einem Drummer, der aussieht wie Harry Rowolth, sorgten für einen stimmungs- und singungsvollen Abend.

Das Stadtfest endete schon recht früh für mich, die Müdigkeit war zu groß. Doch groß war auch der Hunger, darum nutzen wir die Gelegenheit und testen das neue Deutsch-Spanische Restaurant De La Plancha in Grombühl. Die Räume, in denen sich früher das Ella Messa befand, wurden komplett umgebaut und haben einen warmen und hellen mediterranen Charakter. Die Preise sind nicht wirklich billig, aber auch nicht sehr teuer; die Portionen dafür aber recht üppig. Das Essen — zumindest die Fischplatte, die ich hatte — ware wirklich sehr, sehr lecker. Kann ich empfehlen.

Die wenigen Bilder vom Stadtfest gibt es natürlich im Flickr-Set.

Durch die Kneipen mit Musik

Honky Tonk Würzburg, Donny Vox im Café KlugSo ein Honky Tonk kann ganz schön anstrengend sein.
Pünktlich um 20 Uhr war ich im Café Klug, das Eintrittsbändchen habe ich noch im Vorverkauf erstanden. Die Tische waren schon alle besetzt, aber es waren noch Plätze an der Theke frei. Das sollte sich aber schnell ändern. Die Gäste strömten in Scharen in’s Klug um Donny Vox zu hören. Und war die Reise wert. Donny spielte mit einem zweiten Gitarristen und einem Schlagzeuger einen fetzigen und melodiösen Bluesrock, der sich wirklich hören lassen konnte. Der Andrang war zeitweise so groß, das viele potenzielle Besucher eine Weile vor der Türe warten mussten, da in der Kneipe kein Platz mehr war.

Aber das Platzproblem war auch in den anderen Lokalitäten ein Problem. Da merkt man doch, dass für Würzburger Größenverhältnisse immer noch zu wenig Kneipen am Honky Tonk teilgenommen hatten. So entstanden manchmal unangenehme Wartezeiten vor den Eingangstüren.

Im Gehrings gab es noch Platz. Leider wusste ich auch bald warum. Das Duo Pommes & Fritz waren nicht so der Renner. Sie gaben sich zwar Mühe, aber so richtig Stimmung wollte nicht aufkommen, der Sound war auch nicht so toll.
Besser war es dann wieder im Café Haupeltshofer mit U-Turn. Die Jungs rockten und poppten, dass die Hütte wackelte. Eine überraschend gute Zeit hatte ich dann im Chair, eine mir bisher unbekannte Kneipe in der Sanderstraße. Die Band Rüdiger Wolfs Acoustic Soul spielte alte und neue Fetenhits, das aber recht originell und solide. Auch war der After-Show DJ für so ein kleines Lokal wirklich gut.
Three Monkeys & a DogDanach machte ich einen kurzen Abstecher ins Fuego, wo Three Monkeys & a Dog kernigen Rock zum Besten gaben und einem noch kürzeren Besuch im Jenseits bei den Drei von der Tankstelle, die sich auch gut anhörten. Mein Abschluß fand dann im Zauberberg statt, wo ich noch zu den letzen Songs von The Bandits abtanzen durfte. Doch als mir dann der Cuba Libre geklaut wurden, bin ich heimgegangen. Es war ein Zeichen! 😉

Eigentlich war das Honky Tonk in Würzburg soweit ganz gut. Eine gute Mischung der Musikstile, weit über die Innenstadt verteilt. Schön wäre es, wenn mehr Kneipen daran teilnehmen würden, so müsste man sich keine Gedanken darüber machen, ob man in das entsprechende Lokal überhaupt reinkommt.
Es besteht eine gute Wahrscheinlichkeit, dass ich am 4. November 2006 wieder dabei bin!

[Fotos gibt’s bei Flickr]