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Gastspiel von Simone Dalbert im Börsenblatt

Beim Bloggertreffen in Würzburg hat Simone “Papiergeflüster” Dalbert noch erzählt, dass sie einen Gastbeitrag für das Börsenblatt geschrieben hat. Aber aus irgendeinem Grund hab ich es wieder vergessen. Bis ich heute durch einen ganz anderen Tweet daran erinnert wurde.

In Simones Beitrag “Angst als Umsatzkiller” im Börsenblatt geht es um ein Thema, bei dem bei ihr üblicherweise die Halsschlagader deutlich anschwillt: Der harte Kopierschutz (DRM) bei eBooks. Den mag Simone als eBook-Liebhaberin gar nicht. Vom dem rücken etliche Verlage nun wieder ab:

Bastei Lübbe war einer der ers­ten größeren Verlage, die komplett darauf verzichteten, und man höre und staune: Die Umsätze mit digitalen Produkten sind nicht gesunken, im Gegenteil: Sie steigen jährlich.
Angst als Umsatzkiller / boersenblatt.net

Nur ganz kurz was dazu: Das ist aus meiner Sicht wenig verwunderlich. Ich habe zwar noch nichts von Bastei Lübbe gekauft, aber von einem seiner Verlagskollegen. Bei Pabel Moewig habe ich schon etliche hundert Euro für Perry-Rhodan-eBooks gelassen.

Und das hätte ich nicht gemacht, wenn die Bücher und Hefte mit einem DRM versehen worden wären. Ich will einfach lesen, auf welchen Geräten auch immer, und mich nicht mit so einem DRM-Kram herumschlagen. Und ich vermute, ich bin nicht der einzige, dem es so geht.

#Würzblog10 Erinnerung #9

1. März 2006 – Würzburg wurde blöd. Oder zumindest ein bisschen blöder. Duttenhofer macht seinen Foto- und Elektromarkt in der Domstraße zu, der Mediamarkt übernimmt den Laden und die Mitarbeiter. So hat man dort beim Media Markt zumindest das wohl fotofachkundigeste Personal in ganz Deutschland. Ob die aber nach neun Jahren nach wie vor dort arbeiten, weiß ich nicht.

Trotzdem kaufe ich meine Fotoausrüstung damals und noch immer in der Gasse rechts vom Media Markt — bei Foto Weber.

wuerzblog_erinnerungen_2006_029

Papiergeflüster-Podcast: Jubiläum mit Zimtschnecken

Simone vom Papiergeflüster-Podcast und -Blog hat mich heute zu eben einem Podcast zu sich geladen. Was ich nicht geahnt habe war, dass es sich um den 10. Podcast der Papiergeflüster-Reihe handelt. Und da ich angeblich Simone irgendwie inspiriert habe, den Podcast überhaupt zu starten, hat sie uns beide vor das Aufnahmegerät gesetzt.

Tja, Simone wollte wirklich nur reden! ;-)
Tja, Simone wollte wirklich nur reden! 😉

Natürlich kann ich auch etwas thematisch zum Thema “Bücher” beitragen — wir haben über das Verlinken von Büchern in Blogs geredet, und über mein Plugin für WordPress ,”WP-Stadtklick”, dass das Verlinken auf Büchern im lokalen Online-Buchhandel erleichtert.

Und wir haben die Zimtschnecken gegessen, die Simone gebacken hat. Leckeres Zeug! 🙂

Alles Gute zum Jubliläum, liebe Simone, auf viele weitere Podcasts über Bücher und den Buchhandel!

Zu Papiergeflüster der Podcast Nr- 10:  Blogger und der lokale Buchhandel

Auf den Sockel damit: Das Baustellen-Blog hat fertig.

Geht es euch auch so, dass es dem Leben gerade etwas an Sinn fehlt? Das liegt vermutlich daran, dass seit fünf Tagen nichts Neues im Baustellen-Blog von Hermkes Romanboutique zu lesen war. Das Baustellen-Blog wurde eingestellt, nachdem die Durchfahrt durch die Eisenbahn-Unterführung in der Valentin-Becker-Straße wieder möglich ist.

Seit dem 7. Januar 2014 gab Gerd Eibach seinen Senf zu den Baustellen vor dem Comic- und Spieleladen. Und in 156 Beiträgen — also beinahe täglich — durften wir Leser mitleiden und -lachen.  Die Troglodyten haben die Valentin-Becker-Straße übernommen und das Comicdealer-Team schaut fassungslos und fasziniert zu, wie diese Wesen aus einer anderen Dimension mit völlig anderen Naturgesetzen und Zeitabläufen ihren Aktivitäten nachgehen, die zu erfassen der menschliche Geist einfach nicht geschaffen ist.

Wer es noch nicht gelesen hat — das Baustellen-Blog von Beginn an. Am Besten hinten anfangen.

Danke an Gerd für das Baustellen-Blog, ihm gebührt es, auf den Blog-Sockel für das Jahr 2014 gestellt zu werden! 🙂

Huldigt ihm!

Gerd

Wozu Amazon? Bücher kaufe ich in Würzburg!

Nicht erst seit der ARD-Reportage “Ausgeliefert! Leiharbeiter bei Amazon” dürften die möglichen Schattenseiten des Online-Versandriesen in das Bewusstsein der Konsumenten getreten sein. Aber man muss gar nicht gleich an die Problematiken der Leiharbeit oder an rechtsradikale Sicherheitsfirmen denken. Die Folgen des Über-20-Prozent-Anteils am deutschen Online-Versandhandel sind ganz konkret in der eigenen Stadt zu spüren — den kleinen, unabhängigen Buchhandel trifft es.

Ich habe gerade mal in meinem Amazon-Account gestöbert: Meine letzte Buchbestellung war am 9. Oktober 2007, der 7. Harry Potter (danach außer einem Bluetooth-GPS nur noch kostenlose eBooks und kostenlose Musik — und das Verzweiflungs-Weihnachtsgeschenk-2012, das aber eine eigene Geschichte wert ist und mir den Onlineversand endgültig versaut hat). Seit dem habe ich alle Bücher in Buchhandlungen gekauft.

Ein Grund, warum ich meine Bücher in Würzburger Buchhandlungen kaufe, ist auch, weil ich die lokale Wirtschaft unterstützen will. Ja, warum auch nicht? Ich wohne in Würzburg und arbeite in Würzburg. Ich freue mich, wenn es dem lokalen Einzelhandel gut geht. Oder der Kulturszene. Oder der Gastronomie. Ok, ganz besonders der Gastronomie. Ich gebe hier mein Geld aus und hoffe, dass es möglichst lange in der Stadt bleibt.

Und ehrlich — es gibt für mich kaum einen Grund, warum ich Bücher bei Amazon bestellen sollte. Ich finde Buchhandlungen einfach toll. Das Papier riechen, mit den Buchhändlern plaudern, herumstöbern … ich mag das einfach.

Lass den Klick in Deine StadtVier Würzburger Buchhandlungen haben sich Ende letzten Jahres zu dem Aktionsbündnis “Lass den Klick in Deiner Stadt” zusammengeschlossen. Die Buchhandlungen Dreizehneinhalb, Knodt, Neuer Weg und Schöningh bieten auch Online-Shops an. Vielleicht nicht so ausgefeilt wie der von Amazon, aber sie tun ihren Dienst und ersparen denen, die ihren Hintern auf Biegen und Brechen nicht aus dem Sessel bekommen, einen anstrengenden Marsch in eine Buchhandlung.  Übrigens geht digital lustigerweise auch andersrum — im Laden vor Ort kann ich ein eBook kaufen. Verrückte Welt! 🙂

Shop Wuerzburg erleben
(Screenshot: http://wuerzburgerleben.de)

Das klappt natürlich nur, wenn es auch unterstützt wird — was aber anscheinend nicht jeder machen will. So hat die Würzburger Bildzeitung Würzburg erleben gleich mal einen ganzen Amazon-Shop auf seiner Seite. Dass die beiden Macher von “Lass den Klick in Deiner Stadt” nie etwas gehört haben, ist eher unwahrscheinlich, da die eine Hälfte Geschäftsführer des Vereins “Würzburg macht Spaß” ist, dessen Ziel es unter anderem ist, “die Attraktivität Würzburgs als Wohnstadt und Einkaufsstandort (zu) unterstreichen“.  Ich sehe da zumindest einen Interessenskonflikt.

Im WürzburgWiki wurde die schon 2010 die ISBN-Suche auf eine lokale Buchhandlung — in dem Fall Schöningh — umgestellt, und seit der Lass-den-Klick-Aktion auf die vier Online-Shops. So kann man zum Beispiel einen Roman-Rausch-Roman direkt aus dem WürzburgWiki bestellen — und den Klick trotzdem in der Stadt lassen.

(Headerbild by txeski, CC-BY-SA-NC)

Mehrfachkarten an den Weihnachtsbaum hängen

Erst seit Montag gibt es Mehrfachkarten für das Internationale Filmwochenende 2011 in Würzburg zu kaufen. Moment, was heißt eigentlich “erst”? Erstens ist das im Verhältnis deutlich früher als in den letzten Jahren (zur Erinnerung: Das FiWo 2011 findet vom 7.-10.4.2011 statt) und zweitens — wer kauft denn jetzt schon Weihnachtsgeschenke? Sind doch noch zwei Tage Zeit!

Der bayerische Einzelhandel jubelt jetzt schon? Viele aus meinem Bekanntenkreis habe bisher einen Geschenkkaufstatus von 0% (ich selbst 50%), da geht noch was. Und für diese Menschen mit Nerven aus Stahl könnte so eine Mehrfachkarte eine nette Geschenkidee sein. Die Fünferkarte kostet 25 €, die Zehnerkarte 40 €. Und neu in diesem Jahr sind die Geschenkgutscheine für einen Film beim Filmwochende, die gibt es für 6 €.

Auswärtige können die Mehrfachkarten auch im Büro der Filminitiative telefonisch (0931/15077) oder per E-Mail vorbestellen.

Würzblog-Bilderrätsel #12


Im Würzblog-Bilderrätsel Nummer 12 wird es wieder politisch. Das Bild zeigt die kürzlich gegründete lokale “Allianz für einen freien Sonntag”, die es geschafft hat, einen zweiten verkaufsoffenen Sonntag am 21. März zu verhindern – zumindest so lange, bis der LBE einen erneuten Antrag stellt.
Ganz links im Bild ist der Vorsitzende eines Stadtteil-Sportvereins zu sehen, der im Nebenjob seit einigen Jahren im Stadtrat sitzt. Er hat sich der Allianz unter anderem mit der Begründung angeschlossen, es sei doch sowieso “ein Horror für jeden Mann, mit seiner ganzen Familie zum Einkaufen zu gehen”.

Er ist einer von drei Stadträten mit dem gleichen Nachnamen und derzeit bei seiner dritten unterschiedlichen Partei/Gruppierung politisch aktiv.

Wir wollen aber nicht den Namen des Diplom-Betriebswirts (FH) wissen, sondern die Partei/Gruppierung, für die er zum ersten Mal (also nicht 2008) in den Stadtrat einzog.

Der zweite Buchstabe steht in der Lösung an 10. Stelle.

Gepächaufbewahrung und Lieferservice

Nachtragend

Gepächaufbewahrung und Lieferservice

Ab heute kann man sich in Würzburg zwar nicht den Arsch, aber doch die Einkaufstüten nachtragen lassen. Im ehemaligen Schokoladen in der Eichhornstraße, zwischen Hypobank und Schuh Leiser, kann man bis zum 23. Dezember 2009 alles, was man in Würzburg eingekauft hat, nicht verderblich ist und in eine Tüte passt, dort abgeben und der Krempel wird noch am selben Tag bis 21.00 Uhr nach Hause geliefert — allerdings nur ins Stadtgebiet Würzburg (wobei die Gerbrunner, Rimparer, Höchberger vielleicht mal feilschen sollten). Kostenlos, wobei Spenden wohl nicht abgelehnt werden. Die Aktion ist ein Pilotprojekt von Würzburg macht Spaß und kaufladen.de.

Das Ganze wird natürlich mit Freund Computer erledigt. Man muss sich bei bringbag.de (Fränglisches Wortspiel) anmelden — dabei helfen einem zur Not auch die freundlichen WümS-Praktikantinnen in der Annahmestelle –, die Tüte erhält eine codierte Banderole um die Henkel, Codierung einscannen, die Tüten den Damen geben, fertig. Wer die Selbstbedienungskasse bei IKEA gemeistert hat, der sollte mit dem System keine Probleme haben.
Man muss die Tüten aber nicht nach Hause liefern lassen, man kann sie auch einfach zu Aufbewahrung dort abgeben und bis 19.00 Uhr dort abholen und heimschleppen.

Ziel des Ganzen ist nicht nur den Konsumenten eine Tragehilfe zu bieten, vor allem sollen die Kunden dazu gebracht werden, nicht mit dem Auto, sondern mit Bus, Straba, Fahrrad oder zu Fuß zum Einkaufen zu gehen. Und das finde ich eine gute Idee — wobei ich skeptisch bin, ob die faule Würzburger Bevölkerung das auch so sieht. Und ich hoffe, dass WümS auf meinen heutigen Vorschlag nachkommt und die Nutzer des Services fragt, mit welchem Verkehrsmittel sie in die Stadt gefahren sind. Ich weiß, eine völlig absurde Idee, aber vielleicht wäre es nach der Aktion mal nett zu wissen, ob man eigentlich das erreicht hat, was man erreichen wollte.