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Italienisch Essen im Porta Nova – lecker!

Ich esse gern. Meistens koche ich selbst, in ein Restaurant gehe ich in Würzburg eher selten. Doch vergangene Woche war es wieder mal so weit. Freunde von mir — die Hälfte der Bar D.O.C.-Besitzer, meines Haus-und-Hof-Kaffee-und-Prosecco-Dealers — haben das ehemalige Restaurant “Fischzucht” in Heidingsfeld übernommen und neu eröffnet. Das kannte ich nur vom Vorbeifahren mit der Straßenbahn, zwischen Haltestelle Reuterstraße und Klingenstraße. Da sieht man von der Straße aus gut das Hotel Fischzucht, das es auch nach wie vor noch gibt, mit dem Restaurant aber nur räumlich etwas zu tun hat.

Gaetano, der Chef der Küche.
Gaetano, der gut gelaunte Chef der Küche.

Seit einer Woche heißt das Restaurant dort “Porta Nova” und da gibt es — wie vorher auch schon — italienische Küche. In der steht Und in der steht Gaetano, der Neffe des Besitzers Boris.

Überhaupt ist das Porta Nova zum großen Teil ein Familienunternehmen. Aber das muss nichts Schlechtes sein. Gaetano kann definitiv sehr gut kochen, trotz seines jungen Alters — gelernt ist gelernt.

Boris und Maria im Porta Nova.
Boris und Maria im Porta Nova – und die goldene Espressomaschine als Blickfang.

Ich war am zweiten Tag nach der Eröffnung dort. Noch lief da nicht alles perfekt, die Speisekarte war noch im Beta-Test, das Baustellenschild mit dem Hinweis “lavoro in corso” wies darauf hin. Aber alle waren freundlich und gut gelaunt und — nicht ganz unwichtig — das Essen auf den Tellern war einfach gut. 🙂

Als Vorspeise hatte ich Mariniertes aus dem Meer. Sehr leckerer Schwertfisch, nicht zu dünn geschnitten, Scheiben vom Oktopus und noch zarte Sardinen. Hat großartig geschmeckt.

Marinierter Schwertfisch, Oktopus und Sardinen.
Marinierter Schwertfisch, Oktopus und Sardinen.

Dann die Hauptspeise. Ich wusste, dass Gaetano super Pizza backt, so mit selbstgemachtem Teig. Und da ich schon ein bisschen im Fischmodus war und ich es einfach sehr mag, hab ich mir eine Pizza mit Sardellen — schön salzig — und Kapern bestellt. Toller Teig, schon cross gebacken, aber nicht bretthart. Bloß wie ich beim Fotografieren gemerkt habe — optisch hätte ich Spannenderes bestellen können. 😉 Aber egal, sie hat wunderbar geschmeckt und danach war ich wirklich pappesatt.

Pizza mit Sardellen und Kapern.
Pizza mit Sardellen und Kapern.

Meine zauberhafte Begleitung hat sich für die Linguini mit Muscheln entschieden. Muscheln esse ich seit vielen Jahren kaum noch, ich fand immer, dass diese harten, gummiartigen Klümpchen die Mühe nicht wert waren. Im Porta Nova wurde ich eines Besseren belehrt, das Muschelfleisch, dass ich probieren durfte, war schön zart und lecker. Mit der Tomatensoße schmeckte das wirklich richtig gut.

Linguini mit Muscheln
Linguini mit Muscheln

Nicht bestellt hatte ich die Nachspeise, denn eigentlich war ich satt. Aber wir sollten noch eine Nachspeise probieren, irgendwas mit Pistazien und Feigen. Hammergut, aber glücklicherweise nur ein Gläschen zu zweit.

Nachtisch: Irgendwas mit Pistazien.
Nachtisch: Irgendwas mit Pistazien und Feigen.

Klar bin ich etwas befangen mit meinem Urteil, da ich die Besitzer des Porta Nova gut kenne. Aber trotzdem habe ich ganz normal gezahlt — gut 50 Euro zu zweit inklusive Wein — und fand das Geld wirklich sehr gut angelegt, weitaus besser als bei manchem Durchschnitts-Italiener in Würzburg. Ich kann jedem empfehlen, das Porta Nova auf jeden Fall mal auszuprobieren. 🙂

Der Goldfinger 2016 geht an Anssi Lassila

Den Vortrag in der Residenz habe ich leider verpasst, aber die Vernissage der Fin-Ger-Architektur-Biennale auf dem Bürgerbräu-Gelände habe ich dann doch noch geschafft.

Der Fin-Ger-Concept-Store — das kleine Räumchen im ehemaligen Pferdestall — wurde mit über tausend Holzplatten in eine wellenartige Holzhöhle verwandet, ein interessanter Effekt, der den Fin-Ger-Jungs eine Menge Arbeit machte.

Die Holzhöhle im Fin-Ger-Concept-Store.
Die Holzhöhle im Fin-Ger-Concept-Store.

Der finnische Architekt  Anssi Lassila und “Goldfinger”-Preisträger 2016 vom Büro OOPEAA Office for Peripheral Architecture aus Helsinki — der viel mit Holz bei seinen Bauten arbeitet — war bei der Eröffnung der Ausstellung dabei und signierte auch einige Holzplatten.

Bis zum 24. Juli 2016 kann man das Holz-Kunstwerk noch im Fin-Ger anschauen.

Das Fin-Ger-Team mit dem finnische Architekt  Anssi Lassila (zweiter von rechts)
Das Fin-Ger-Team mit dem finnische Architekt Anssi Lassila (zweiter von rechts)
Licht, Schatten und Holz
Licht, Schatten und Holz

Bürgerbräu Weihnachtnacht

Weihnachtsmarkt auf dem Bürgerbräu-Gelände.
Weihnachtsmarkt auf dem Bürgerbräu-Gelände.

Wieder ein Schub für das Bürgerbräu-Gelände in der Zellerau in Würzburg. Gestern war dort die 1. Bürgerbräu Nacht Weihnacht.

Ein Weihnachtsmarkt also, wo es neben diversen Handwerkskram auch den pappsüßesten Glühwein der südlichen Nordhalbkugel zu kaufen gab. Das sah wirklich schön aus  — die kleinen Stände, die Weihnachtsbäume,  ein paar Stehtische und Feuertonnen und Elektro-Club-Musik mit einem DJ, das hatte schon fast was von Berliner Flair.

Aber der eigentliche Höhepunkt hat mit dem Advent und mit Weihnachten  eigentlich nichts zu tun — die Eröffnung der Geschäfte und Räumen im ehemaligen Pferdestall auf dem Bürgerbräu-Gelände. Wo früher die Brauereigäule gewohnt haben, ist renoviert worden.

1. Bürgerbräu Nacht Weihnacht

Da gibt es zum Beispiel Holzspielzeug bei Denk-Spiel …

Denk-Spiel
Denk-Spiel

… Bio-Obst und -Gemüse bei QuerBeet, …

QuerBeet
QuerBeet

… Gutes bei Lutz: Design, …

lutz: design
lutz: design

… italienische Feinkost bei Via del Gusto, …

Via del Gusto
Via del Gusto

… Kunst in der Galerie und im Atelier Silvia Muhr, …

Silvia Muhr
Silvia Muhr

… einen Raum für Ideen im “finnish-german concept store” FIN-GER, …

Fin-Ger
Fin-Ger

… und die Bar 87.

Bar 87
Bar 87
Panzerkette
Panzerkette – leckerer, als es klingt.

Besonders gespannt war ich natürlich auf FIN-GER, das Architekt, Künstler und Blogger Matthias Braun zusammen mit Juhani Karanka am Samstag eröffnet hat. Die beiden bieten einfach den Raum an, um alle möglichen Dinge dort zu machen. Ausstellungen, Kino, Modenschauen, Lesungen … alles denkbar um zum Teil auch schon geplant.

Sehr schön, dass es neben “normalen” Geschäften dort auch Platz für etwas leicht Schräges ist. Darauf habe ich ein Glas Panzerkette getrunken! 🙂

U&D 2014 – Mein Donnerstag

Ach, war das ein schöner Donnerstag auf dem U&D für mich. Nicht so viel Musik gehört, wie ich wollte, was aber daran lag, dass ich ständig irgendwelche Freunde und Bekannte getroffen und mich mit denen verquatscht habe. Toller Tag! 😀

Heute lass ich mal die Bilder sprechen …

Sasquatch

Sasquatch
Sasquatch

Eröffnung

Dr. Adi Bauer
Dr. Adi Bauer

The New Black

The New Black
The New Black

Shady Glamour

U&D 2014
Shady Glamour

Go Go Berlin

U&D 2014

Vermischtes

… more pix to come …

Fotoausstellung “10 Jahre Stramu”

Stramu 2013 Zu einem ordentlichen Jubiläum gehört auch ein ordentlicher Rückblick in Bildern. Das Stramu bekommt zum 10. Geburtstag eine Fotoausstellung im Foyer des Rathauses.

Heute um 17 Uhr ist Vernissage, die Ausstellung geht dann noch bis zum 7. November 2013. Zur Eröffnung gibt es — es geht ja um das Straßen-Musik-Festival — auch ein Mini-Konzert. Es spielt Lilly, die als Konzerttermin den gestrigen Montag im Kalender hatte und der ich glücklicherweise den freundlichen Wink gegeben hatte, dass die Vernissage am Dienstag ist. Ach, was würde die Welt ohne mich machen! 😉

Zum Einstimmen mal ein Video von Perlen.tv:

Die sechsundsechzig Gesichter hängen

Benjamin Brückner und Manu vom KÖR
Benjamin Brückner und Manu vom KÖR

Am Freitagabend war die Eröffnung der Ausstellung “Fifty Faces”, für die ich auch mein nobles Haupt hingehalten habe.

Es war natürlich vom Fotografen Benjamin Brückner ein schlauer Schachzug, 50 Menschen — zuletzt waren es dann doch 66 — zu porträtieren  weil dann natürlich zur Ausstellung auch viele Besucher kommen. 😉 Und es kamen viele!

Die Bilder sind wirklich gut geworden. Schwarzweiß und mit hartem Kontrast sieht einfach jedes Gesicht sehr interessant aus, selbst meines. Schaut doch einfach in den nächsten Tagen mal im KÖR (Kunst im öffentlichen Raum) vorbei und die Bilder an. Der Raum ist in Würzburg in der alten Buchhandlung “Neuen Weg” in der Sanderstraße Ecke Rotlöwengasse.

 

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6,7 Kilomenter später – Der 1. Tag des Filmwochenendes 2012

Gestern begann das 38. Internationale Filmwochenende in Würzburg.20120322_175531 Und ich bin fit! Und werde an diesem Wochenende noch fitter werden. Denn ich war gestern gut zu Fuß unterwegs.

Am späten Nachmittag habe ich mich für das Würzblog akkreditiert. Dazu durfte ich vom Rathaus zum Coworking Space laufen — 1,2 Kilometer unter schönster Frühlingssonne. Leider mit schwerem Rucksack auf dem Rücken (kam von der Arbeit) und einer schweren Jacke über dem Arm (früh war es kalt).

Im Coworking habe ich meinen Presseausweis in Empfang genommen, das Passbild male ich später mit einem Kuli noch rein. Einen doppelten Espresso, ein Brezel und eine Zigarette mit Tilman und Markus später war ich auch schon wieder auf dem Weg ins Central Programmkino — 1,6 Kilometer, natürlich mit Rucksack und Jacke. Zum Corso war es näher.

Leicht durchgeschwitzt kam ich dann zur Eröffnungsveranstaltung im Mozartgymnasium an. Den Film dabei wollte ich gar nicht unbedingt sehen, aber die Eröffnungsreden hören. Und vor allem Leute treffen — das gehört beim Filmwochenende unbedingt dazu. Die soziale Komponente des Festival ist mir mindestens genauso wichtig und lieb wie der cineastische Teil.

Hannes Tietze von der Filminititive hat das Publikum begrüßt, von Seiten der Stadt Würzburg hat Bürgermeisterin Marion Schäfer-Blake gesprochen. Und nicht dass ich etwas gegen Marion als Vertreterin der Stadt habe — aber OB Rosenthal war deswegegen nicht da, weil er lieber zur Zehnjahresfeier des Leporello gegangen ist. Aha. Tolle Prioritätenliste. Hier hat man ein Filmfestival, zu dem sogar Besucher aus ganz Deutschland und Künstler aus der ganzen Welt anreisen, der Oberbürgermeister geht aber lieber zu einer Feier eines Kulturblättchens, auf deren Website unter News im Bereich Literatur Anja Flicker als neue Chefin der Stadtbücherei vorgestellt wird — das ist zweieinhalb Jahre her. Da hätte Herr Rosenthal doch auch noch nach seinen Grußworten im Central hingehen können.

Wie dem auch sei: Nach den Reden hab ich mich nach ein paar Pläuschchen zurück in Richtung Cinemaxx aufgemacht. Ja, der Rucksack war wieder dabei, die Jacke auch, aber angezogen. Also wieder 1,6 Kilometer zurücklaufen.

Dann endlich mal einen Film schauen. Ich hatte mir für den Abend den spanischen Film “Extraterrestre” (Nacho Vigalondo) ausgewählt. Und wurde nicht enttäuscht.

In dem Film geht es um eine Vierecksbeziehung in Madrid. Frau, One-Night-Stand, Freund und verliebter Nachbar. So weit, so normal. Dummerweise hängt im Himmel der Stadt eine fliegende Untertasse und die Straßen sind menschenleer. Und ein absurd-komisches Lügendgespinst nimmt seinen Lauf. Freund denkt,  One-Night-Stand hat nur wegen dem UFO bei Frau Zuflucht gefunden. Nachbar kennt die Wahrheit und reibt sie One-Night-Stand auf Tennisbällen unter die Nase. Freund stürmt Fernsehsender und sprengt Häuser in die Lust. One-Night-Stand macht in einer fahrende Kaffetasse auf Außerirdischer. Großartig! 🙂

Im gesamten Film sind nur fünf Personen vor. Und trotz dem UFO — das nur viermal auschnittweise kurz zu sehen ist — ist Extraterrestre kein Science-Fiction-Film. Das UFO dient nur als Anlass, an dem sich der Wahnsinn entzündet.

Der Streifen wird im spanischen Original gezeigt — ich verstehe kaum ein Wort Spanisch — und mit englischen Untertitel. Das Englisch ist leicht verständlich, nur muss man dran bleiben, da sich die Schauspieler oft recht schnelle Wortgefechte liefern.

Der Film läuft am Samstag um 23.15 Uhr nochmal im Cinemaxx 1.

Nach dem Film hab ich mich auf den Heimweg gemacht, mit Rucksack und Jacke, und konnte dann am Sanderring die letzten Meter mit der Straßenbahn fahren. Gesamter Fußweg an dem Tag für das Filmwochenende: 6,7 Kilometer. Uff!

Ich bin für die Wiedereinführung des Shuttle-Service beim FIlmwochenende!

Heute geht es los: Coworking in Würzburg

Heute Abend gehe ich von meinem aktuellen Büro im alten Zollamt schräg über die Straße in mein altes Büro im Kopfbau der Frankenhalle — eine Reise in die Vergangenheit und gleichzeitig in die Zukunft. Denn in den wunderschönen Räumen des ehemaligen Verwaltungsbaus der Frankenhalle beginnt heute eine neue Ära des Arbeitslebens in Würzburg — der erste echte Coworking-Space in Würzburg.

Coworking heißt, dass es einen oder mehrere Räume mit einer Infrastruktur gibt, in der man arbeiten kann, und zwar mehr oder weniger spontan und zeitlich begrenzt. Quasi ein Stundenhotel für Selbstständige. Wie in jedem Hotel ist es natürlich möglich, sich dauerhafter einzumieten — man denke nur an Udo Lindenberg im Hotel Atlantic –, aber auch für Freiberufler, die mal einen Tag in Würzburg sind und mal schnell einen Arbeitsplatz mit Internetanschluss, Kaffeemaschine und Drucker brauchen, ist das eine feine Sache.

Der heutigen Auftakttag startet inhaltlich gleich um 19.00 Uhr mit einem Webmontag, wo sich Macher, Entwickler, Interessierte aus dem Web 2.0-Bereich treffen und miteinander plauschen und sich Neuigkeiten in Kurzvorträgen vorstellen. Und natürlich wird es um Coworking gehen — und die Eröffnung wird vorher und nachher auch gefeiert.

Eine tolle Sache, die von den Verantwortlichen, allen voran aus meiner Sicht wohl Markus Heurung, mit viel Herzblut und Engagement ins Leben gerufen wurde. Zwar bin ich noch glücklich in meiner Bürogemeinschaft (Nein, für mich ist eine Bürogemeinschaft kein Coworking, auch wenn sich mal öfters Gäste bei uns einnisten) bin, wer weiß — vielleicht hocke ich eines Tages wieder dort, wo meine Selbstständigkeit anfing. Es gäbe Schlimmeres! 😉 Und bis die Frankenhalle doch wirklich für das Stadttheater umgebaut werden wird, da werden vermutlich noch ein paar Hochwässer durch Würzburg rauschen. Für die Coworker wäre das fast zu hoffen (die Zeit, nicht das Hochwasser!).