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Futtern bei der Fischerzunft

Ich kann nicht dran vorbei - knusprige Meefischli.
Ich kann nicht dran vorbei – knusprige Meefischli.

Völlig zufällig und angenehm überrascht bin ich heute Vormittag am Vierröhrenbrunnen zum Tag der Fischerzunft Würzburg gestoßen. Und auch wenn es erst dreiviertel neun war — eine Portion heiße Meefischli und ein Glas Federweißer musste einfach sein.

Eigentlich wollte ich dort mittags noch frischen Fisch kaufen, konnte allerdings da noch nicht ahnen, dass der Podcast mit Charly Heidenreich, wegen dem ich erst noch mal heim musste, dermaßen lang dauert wird — aber dazu später mehr.

Also war es heute nichts mit frischem Fisch,  das muss ich im nächsten Jahr mal besser planen! 🙂

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Wochenende? Ohne mich!

Die Taschen und Koffer sind gepackt — ich mache mich auf, um in Italien Hochzeit zu feiern. Nicht meine Hochzeit, sondern die von Freunden, obwohl man fast schon von einer Bloggerhochzeit sprechen könnten.

Dabei gäbe es an diesem Wochenende eine so schöne Veranstaltung in Würzburg. Denn wie an jedem 24. August findet auch 2012 in der Semmelstraße die Zwiebelkirchweih zu Ehren der zurückgekehrten Kreuzbergwallfahrer statt. Trinkt für mich einen Federweißen mit — aber erst, wenn die Wallfahrer durch die Straße gezogen sind, vergesst das nicht. Soviel Anstand muss sein! 🙂

Gott sei Dank ist an dem Wochenende nicht auch das das Weinfest aller Weinfeste in Würzburg, wie ich zuerst noch gedacht habe! Nein, nicht das eher langweilige Paradeweinfest, sondern das Weinfest am Wagnerplatz in Grombühl, Aber das ehrlichste, lustigste und schöneste Weinfest in der ganzen Stadt beginnt erst nächste Woche, vom 31. August bis 3. September. Glück gehabt!

Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende! 🙂

Zwiebelkirchweih 2010

Kreuzbergwallfahrer: Die Rückkehr

Alex hat mit mir auf die Wallfahrer gewartet. Ich habe darauf gewartet, dass seine Haare so lang werden wie meine.
Zwiebelkirchweih 2010Um kurz vor halb zwei sind die Kreuzbergwallfahrer in die Semmelstraße eingebogen — erst die Männlein, dann die Weiblein, dann die gemischte Gruppe — und sind trockenen Fußes und trockener Kehle singend an dem Willkommensspalier vorbeimaschiert.

Zwiebelkirchweih 2010

Dann gab es für uns ein Glas Federweißer, der angeblich aus Nordheim stammte, obwohl es doch angeblich noch gar keinen 2010er gibt. Unsere Theorie war, dass er wirklich aus Nordheim kam, aber 2009 einfach tiefgefroren wurde und gestern morgen wieder aufgetaut.
Egal. Lecker war er schon. Und hat Lust auf mehr gemacht. Und den gab’s dann dort am Abend.

Stadtfest mit Rock und Kneipenpilgern


Da ist mal der Rokoko-Putz vom Falkenhaus gebröckelt, als AB/CD am Oberen Markt gestern Abend aufgedreht haben. Obwohl — für einen erfahrenen Original-AC/DC-Konzertgänger hätte man schon noch ein paar Briketts in den Verstärker werfen können. Das war ein netter Stadtfest-Auftakt, ich habe Bekannte, Freunde, verschollene Verwandte und ein paar Gläser Federweißen getroffen.

Der Abend ging noch recht lang über das CU, einem kurzen Abstecher in den Pleicherhof und ist vor dem Zauberberg geendet. Ja, vor dem Zauberberg, nicht im Zauberberg. Denn bei der GayVolution um 3 Uhr noch 5 € Eintritt zu zahlen, wo schon mehr Besucher gingen als kamen — das war uns doch zu teuer.

Ralf vom @wuerzblog gerade zum Besuch am Frankentipps-Stand #... on TwitpicHeute morgen war noch mal in der Stadt und auf dem Stadtfest — unter anderen, um mal bei Klaus von frankentipps.de vorbeizuschauen, der vor dem Kaufhof Kärtchen und Infos verteilt hat — oder das noch immer macht. Netter Kerl, nettes Gespräch, weniger nettes Bild. 😉

 

Weißt du mehr zum Thema "Federweißer"? Dann schreibe dazu etwas im WürzburgWiki.

… und es war Stadtfest

Fast hätte ich beim Stadtfest mit Glühweinständen gerechnet, denn es war schon recht frisch, gerade in den Abendstunden. Doch scheinbar hat es kaum jemanden ernsthaft abgehalten, mal in die Innenstadt zu schauen. Ich steuere ja vorwiegend die Musikveranstaltungen an, die es auch in diesem Jahr reichlich gab. Qualitativ war von sehr mäßig bis sehr gut alles vertreten.


Es ging altbewährt, aber gut los. Donny Vox und Federweißer. Der eine macht gut Musik, der andere gut blau. Hier merkte man wieder — auch Covern will gelernt sein, Gegenbeispiele für schlechtes Covern gab es beim Stadtfest auch genug.
Für die nicht allzu späte Stunde war in der Stadt auch schon einiges an Volk unterwegs, ob der überraschenden Sonne gut gelaunt. Bis auf die zwei rabiaten Renter, die mich anrempeln mussten, obwohl ich ganz allein auf weiter Flur stand.

Hervorragend war am Samstag der Auftritt der Steve-Roscoe-Band am Barbarossaplatz. Sehr geil! Blues vom Feinsten! Steve Roscoe selbst sah aus, als käme er gerade mal schnell nach der Arbeit an der Drehbank vorbei, aber das machte den bluesigen Auftritt eher noch besser. Der Würzmischungs-Gast Gunther “Markus” Schunk zupfte den Bass, wie schön.
Wer das Konzert verpasst, der kann sich die Band nochmal am 31. Oktober 2008 im Omnibus anhören. Ich überlege auch schon … 🙂

Bilder vom Stadtfest gibt es bei 23hq.

Viele Pilger, viele Besucher, wenig Federweißer

Sie sind wieder zurück, die Kreuzbergwallfahrer. Heute kurz nach halb drei zogen sie singend durch die Semmelstraße. Die volle Semmelstraße. Das war schon ein ungewöhliches Bild für den Beginn der Zwiebelkirchweih, denn in den letzten Jahren fand die sie immer an Werktagen statt, wo um die Mittagszeit eher nicht so viel Leute Zeit haben, die Wallfahrer zu begrüßen.

Ja, die Zwiebelkirchweih wird gefeiert, um die Wallfahrer zu begrüßen. Darum waren Alex und ich etwas enttäuscht, dass, als wir uns um 14 Uhr in der Semmelstraße getroffen haben, dort schon viele fleißig am Essen und Trinken waren. Wir haben aber tapfer bis nach dem Durchmarsch der Pilger gewartet, uns dann aber sofort auf den Federweißen gestürzt.

Viel zum Stürzen gab es aber leider nicht, denn es gab nur einen einzigen Stand mit Federweißen (zumindest haben wir keinen weiteren gefunden). Ein Stand. Entweder ist die Weinlese in diesem Jahr recht spät oder die Tradition, dass es bei der Zwiebelkirchweih den ersten Federweißen im Jahr gibt, stirbt langsam aus. Nun ja, der Federweiße, den wir dann getrunken haben, war Bio, aus Nordheim und schon mächtig in der Wirkung. So mächtig, dass ich abends gar nicht mehr nochmal in die Semmelstraße ging, weil ich auf dem Sofa eingeschlafen bin.

In der Pilgerschar habe ich kaum bekannte Gesichter entdeckt, selbst Pia Beckmann nicht. Dafür lief mir Blogger und FDP-Landtagskandidat Jens Brand vor die Linse, mit farblich passenden Sträußchen und Regenjacke. Was mir sonst vor die Linse lief, ist im 23hq-Album zu sehen.

Zwiebeln und Pilger

Gestern sind, wie jedes Jahr am 20. August, die Wallfahrer von der Bruderschaft zum Heiligen Kreuz in Würzburg und weitere “Mitläufer” in Richtung Kreuzberg losgezogen.

Selbst die Würzburger, die mit dem katholischen Brauchtum nicht viel anfangen können, wissen was nun vor der Tür steht: die Zwiebelkirchweih in der Semmelstraße. Dort werden immer am 24. August so gegen 14 Uhr die zurückkehrenden Wallfahrer wieder willkommen geheißen – und das auf vielfältige Weise.
Oft wird den Pilgern ein Blumensträußchen — selbst geplückt oder selbst gekauft (an diesem Tag gibt es in vielen Blumenläden eigene Wallsträußli zu kaufen) — in die Hand gedrückt.
Öfters wird wohl auf das Wohl der Wahllfahrer getrunken und gegessen. Nur leider sind die Pilger unter den Feiernden eher rar, die meisten sind nach dem Fünf-Tages-Marsch wohl zu müde.

Mit der Zwiebelkirchweih wurde das kulinarische Herbstprogramm in Würzburg eingeläutet. Da gab es neben Wein den ersten Zwiebelblootz und den ersten Federweißen. In den letzen Jahren ist diese Tradition leider ein wenig eingeschlafen, sowohl Zwiebelblootz als auch Federweißen muss man mittlerweile schon suchen – manchmal sogar erfolglos. (Wobei ich gar nichts sagen will, wenn der Federweiße noch nicht fertig ist. Aber mir ist ein sehr junger Federweißer lieber als gar kein Federweißer)

Ich finde es schade, dass diese fränkischen Grundnahrungsmittel immer mehr den — zugegebenermaßen auch leckeren — Cocktails, Prosecci und Asia-Nudel-Pfannen weichen müssen. Aber gerade zu solchen Traditionsanlässen sollte es auch traditionelle Leckereien geben.

Zwiebeln, Kirchweih, Peristaltik

Und ich freue mich schon auf die Zwiebelkirchweih am Mittwoch in der Semmelstraße. Da werden wir die Wallfahrer mit Wein und Zwiebelblootz empfangen, vielleicht sogar mit dem ersten Federweißen des Jahres 2005. Für Un-Franken: Zwiebelblootz ist ein Zwiebelkuchen, Federweißer – auch Bremser genannt – ist frischer Traubenmost. Der Federweiße hat zwei primäre Wirkungen, die in Wikipedia gut beschrieben sind:

Dadurch, dass sowohl Alkohol als auch Zucker enthalten sind, geht der Alkohol relativ schnell und unbemerkt in die Blutbahn über – die berauschende Wirkung des Federweißen wird oft erst spät bemerkt.

Das heißt: Man kann vieeeeeeel davon trinken, man sollte aber danach laaaaaangsam aufstehen. Auch sollte man um die zweite Wirkung wissen:

Der Federweiße enthält daneben Milchsäurebakterien und einen hohen Gehalt an Vitamin B1 und B2. Er hat eine positive Wirkung auf die Darmtätigkeit.

Da der Federweiße sehr gern mit dem Zwiebelblootz (ZWIEBELblootz!) zusammen konsumiert wird, potenziert sich die anregende Wirkung auf den Darm. Das Ergebnis kann sich jeder vorstellen. Aber es ist die Qualen wert! 😉