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Dogumenta – Kunst für Hunde und alle, die es werden wollen

Die Documenta in Kassel hat am Samstag, 10. Juni 2017, eröffnet. Ebenso wie die Dogumenta im Fin-Ger auf dem Bürgerbräu-Gelände in Würzburg, die mindestens noch bis Sonntag gehen wird – wenn nicht noch länger.

Das müsste Kafka sein, der sich die Ausstellung anschaut.

Und der Name ist gar nicht fränkisch zu verstehen, sondern englisch — es geht um Hunde. Die kleine Fin-Ger-Galerie hat sich in eine Ausstellung für Hunde und über Hunde verwandelt.

Kleine und große Gemälde und Fotografien auf hängen nur wenige Zentimeter über dem Fußboden, in Augenhöhe für Vierbeiner.

Die ausgestellte Kunst geht quer durch die Jahrhunderte und Stilrichtungen — Hauptsache, Hunde sind darauf zu sehen.

Dogumenta und Kafka. Ein Stilleben.

Selbst an Häppchen und Getränke Matthias Braun und Juhani Karanka, wie bei Ausstellungen üblich gedacht. Vor der Fin-Ger-Galerie steht eine Regenrinne mit Trocken-Hundefutter und zwei große Schüsseln mit frischem Wasser.

Die Reaktion der hündischen Besucher war durchaus unterschiedlich. Während viele sich sofort auf das Kunststoff-Brathähnchen stürzten, liefen andere doch lieber ruhig herum und guckten. Wie die Hunde die Kunstwerke überhaupt wahrnehmen, ob sie überhaupt erkennen, dass dort überall Bilder von ihren Artgenossen hängen, darüber hinterließen sie keine Zeile im Gästebuch.

Dogumenta Doggystyle – auf allen Vieren Kunst betrachten.

Eigentlich ist die Ausstellung wirklich nur für Hunde gedacht. Aber ich bin mal als Hund rein und habe die Bilder angeschaut — Doggystyle-Witze bitte jetzt! 😉 — und auf allen Vieren durch die Galerie. Das war bei aller Albernheit, die dahinter steckte, durchaus interessant.

Als Mensch hat man bei Ausstellungen die Bilder immer in Augenhöhe, wenn man steht. Bei der Dogumenta hat man die gleichen Bilder nur auf Höhe der Augen, wenn man auf dem Boden krabbelt. Das war mal ein ganz neues Erlebnis der Betrachtung. Der Boden war viel näher, die Decke weit weg, die Haltung eher unbequem aber doch stabil. Solltet ihr mal ausprobieren.

Dogumenta. Das Plastikhähnchen. Es wird meistens das Plastikhähnchen.

Die Dogumenta ist noch am Sonntag, 11. Juni 2017, von 10 bis 18 Uhr zu für alle Vierbeiner zu besuchen.

Aber wie Juhani und Matthias sagten, überlegen die beiden, sie noch bis zur Sommerfest auf dem Bürgerbräu zu verlängern.

FIN-GER Art Collection Exhibition: Schneekette und Rückblick

Begrüßung auf der Leiter
Begrüßung auf der Leiter

Im finnisch-deutschen Fin-Ger auf dem Bürgerbräu-Gelände in Würzburg kann  man seit der Vernissage gestern das vergangene Kunstjahr des kleinen Raums Revue passieren lassen. Juhani Karanka und Matthias Braun haben das Beste ihrer Kunstsammlung aus dem Jahr 2015 an die Wände gehängt.

Vollbildaufzeichnung 17.01.2016 200518Streetart, Gemälde, Fotografie und anderer Kunstkram von zehn Künstler(gruppe) werden in der Mini-Galerie gezeigt und können teilweise auch gekauft werden.

Die Ausstellung geht noch bis zum 29. Januar 2016 und ist von Montag bis Freitag  immer zwischen 12 Uhr und 17 Uhr geöffnet.

Neben der Kunst zum Anschauen gab es auch noch kleine leckere aber unaussprechliche Schweinereien der finnischen Küche zu Essen und zu Trinken.

Und eine gute Nachricht – das legendäre Fin-Ger-Getränk Panzerkette hat eine kleine saisonale Schwester gekommen: Die Schneekette. Etwas milder als Panzerkette, aber sehr griffig auf dem Weg durch die winterliche Blutbahn.
Die Schneekette kann man wie die Panzerkette auch im Fin-Ger kaufen.

Die Geschwister Panzerkette und Schneekette
Die Geschwister Panzerkette und Schneekette

Impressionen vom Vernissage-Abend im Fin-Ger.

Bürgerbräu Weihnachtnacht

Weihnachtsmarkt auf dem Bürgerbräu-Gelände.
Weihnachtsmarkt auf dem Bürgerbräu-Gelände.

Wieder ein Schub für das Bürgerbräu-Gelände in der Zellerau in Würzburg. Gestern war dort die 1. Bürgerbräu Nacht Weihnacht.

Ein Weihnachtsmarkt also, wo es neben diversen Handwerkskram auch den pappsüßesten Glühwein der südlichen Nordhalbkugel zu kaufen gab. Das sah wirklich schön aus  — die kleinen Stände, die Weihnachtsbäume,  ein paar Stehtische und Feuertonnen und Elektro-Club-Musik mit einem DJ, das hatte schon fast was von Berliner Flair.

Aber der eigentliche Höhepunkt hat mit dem Advent und mit Weihnachten  eigentlich nichts zu tun — die Eröffnung der Geschäfte und Räumen im ehemaligen Pferdestall auf dem Bürgerbräu-Gelände. Wo früher die Brauereigäule gewohnt haben, ist renoviert worden.

1. Bürgerbräu Nacht Weihnacht

Da gibt es zum Beispiel Holzspielzeug bei Denk-Spiel …

Denk-Spiel
Denk-Spiel

… Bio-Obst und -Gemüse bei QuerBeet, …

QuerBeet
QuerBeet

… Gutes bei Lutz: Design, …

lutz: design
lutz: design

… italienische Feinkost bei Via del Gusto, …

Via del Gusto
Via del Gusto

… Kunst in der Galerie und im Atelier Silvia Muhr, …

Silvia Muhr
Silvia Muhr

… einen Raum für Ideen im “finnish-german concept store” FIN-GER, …

Fin-Ger
Fin-Ger

… und die Bar 87.

Bar 87
Bar 87
Panzerkette
Panzerkette – leckerer, als es klingt.

Besonders gespannt war ich natürlich auf FIN-GER, das Architekt, Künstler und Blogger Matthias Braun zusammen mit Juhani Karanka am Samstag eröffnet hat. Die beiden bieten einfach den Raum an, um alle möglichen Dinge dort zu machen. Ausstellungen, Kino, Modenschauen, Lesungen … alles denkbar um zum Teil auch schon geplant.

Sehr schön, dass es neben “normalen” Geschäften dort auch Platz für etwas leicht Schräges ist. Darauf habe ich ein Glas Panzerkette getrunken! 🙂

Zugeschaut, wie vor dem Kulturspeicher Kunst entsteht

Gestern war ich am Kulturspeicher. Genauer gesagt vor der BBK-Galerie im Kulturspeicher. Dort haben nämlich Streetart-Künstler — im Rahmen des “Streetmeet”, einen mehrtägigen  Treffen von Streetart-Künstlern in Würzburg — ein Live-Painting-Event veranstaltet und ich durfte Zeuge werden, wie Kunst entsteht.

Ich bin ja schon immer voller Staunen und Erfurcht wenn ich sehe, wie schnell wundervolle Kunstwerke entstehen, wenn man es einfach kann. Denn mir sind viele Talente nicht zu eigen, unter anderem zu zeichnen und zu malen.

Leider konnte ich die Fertigstellung der Gemälde und Zeichnungen nicht mehr erleben, ich musste zum Podcasten ins FabLab. Aber die Werke stehen meines Wissens in den Räumen der BBK, da werde ich nochmal vorbei schauen.

Kunst und Raum, Matthias Braun

Kunst und RaumDer Architekt und LP10-Blogger Matthias Braun eröffnete am Freitag seine Ausstellung als Debütant im Berufsverband Bildender Künstler, dem BBK. Er arbeitet als Künstler vor allem im Bereich Kunst am Bau und im öffentlichen Raum, bekannt dürfte er in Würzburg für seine Installationen für den Hafensommer sein.

Ich habe von seinen Arbeiten der letzte Jahre eigentlich ziemlich viel schon gekannt, war aber erstaunt, mal alle gebündelt an Stellwänden und im Katalog zu sehen. Der hat ganz schön was geschafft. 🙂

Coole Vernissage mit einen grandiosen Absturz in der MS Zufriedenheit hinter dem Kulturspeicher. 🙂 Auch die Musik von Rob & Sky in der Galerie war toll — so gut, dass manche dachten, das käme von CD. 😉

Bis Anfang März kann man sich noch in der BBK-Galerie neben dem Kulturspeicher anschauen, Öffnungszeiten sind Mittwoch bis Samstag von 14 Uhr bis 18 Uhr, Sonntag von 11 Uhr bis 18 Uhr.

Von den Reden am Abend hab ich mal ein Video gemacht, der Ton ist leider nicht so toll geworden, aber man versteht es einigermaßen. 😉

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Fischstäbchen, gut durchgebacken

Hochtemperatursauna aka BBK-GalerieMal wieder ein wenig der Kunst gefrönt. Gestern lud der Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler in Unterfranken — gute Freunde nennen ihn einfach BBK — zur Newcomer-Show ein. Die sieben Neuzugänge im Verband durften gemeinsam einen Teil ihrer Werke ausstellen — unter ihnen Bloggerkollege und Laserkoala Matthias Braun.

Auf dem Bild sieht man die BBK-Galerie im rechten Flügel des Kulturspeichers. Was man nicht sieht, ist Sauerstoff. Kann man auch nicht sehen, es war nämlich keiner mehr in dem Raum vorhanden. Diese BKK-Galerie ist der wohl der am schlechtesten belüftete Raum im gesamten mittleren Westen. Zum Glück hatte ich keinen Käfig mit einem Kanarienvogel dabei, den hätte es dermaßen von der Stange gewedelt.

Was schon ein wenig schade war. Nicht dass ich keinen Kanarienvogel dabei hatte, sondern dass so eine dicke, warme, feuchte Luft in der Galerie war. Denn ich hätte schon gern in Ruhe mal die Kunst angeschaut. Aber so habe ich das Trommelspiel, die drei Begrüßungen und die Gebärdensprachenlesung von John Cages “Lecture of nothing” mit einem Schweißrinnsal auf dem Rücken und Flimmern vor den Augen. Und danach — nichts wie raus aus der Saunahölle und ins Freie!

Der weiße HaiUnd ich muss sagen — Matthias’ Objekte haben ganz schön reingeknallt. Das Monsterfischstäbchen “Der weiße Hai”, das mit Kranz und Kerzen in der Galerie aufgebahrt war, hat den Raum einfach dominiert — man kennt es ja noch vom letzten Hafensommer, wo es im Hafenbecken vor sich hindümpelte. Und in dem Backofen der BBK-Galerie war das Fischstäbchen auch bestimmt gut durch.
In diesem Jahr darf er ja auch wieder die Kunstinstallation für den Hafensommer machen — Codename “Zaungast”. Bin gespannt, was der Herr bildende Künstler da auffährt.

Die Ausstellung kann man übrigens noch bis zum 5. August 2012 anschauen.

stein

Musik, Metal, Holz und Stein

Das neue Jahr bringt neue Folgen von My favourite tracks. Heute hat Dennis Schütze den Bildhauer Dierk Berthel aus Rannungen zu Gast. Mit ihm spricht er sein Leben und seine Arbeit als Künstler und Dierk spielt seine zehn liebsten Lieder vor — über die natürlich auch gesprochen wird. Dierk hat zum Beispiel am Bildhauer Symposium 2011 in Bad Salzhausen teilgenommen, in dessen Blog man Bilder seiner Arbeit sehen kann. Nebenbei ist Dierk Berthel auch noch Musiker und 1. Vorsitzender des Berufsverbands Bildender Künstler in Unterfranken.

Die Musiktalkshow findet heute, 3. Januar 2012, um 20.00 Uhr in der BBK-Galerie im Kulturspeicher in Würzburg statt. Der Eintritt ist frei, der Eingang zur Galerie ist im rechten Teil des Kulturspeichers, rechts neben dem Haupteingang.

My favourite tracks: Die 7. Staffel beginnt

Wenn die Blätter fallen, dann ist die Jahreszeit gekommen, um über Musik zu reden. Ab dem 4. Oktober 2011 beginnt die 7. Staffel der Musiktalkshow “My favourite tracks“.

Dennis Schütze ist nicht nur bekannt für sein gleichnamiges Trio, sondern auch für diese Talkshow. An jedem ersten Dienstag im Monat — wenn kein Feiertag — lädt Dennis einen Menschen aus der Kulturwelt in und um Würzburg ein. Der Gast darf seine zehn Lieblingslieder mitbringen, über die er dann mit Dennis redet — und über sein Leben und seine Arbeit.

In dieser Staffel muss ich bei diesem Text nicht “gendern”, ich muss nicht “seine/ihre Lieder” schreiben, denn diesmal handelt es sich um eine reine Männerrunde. Gäste sind die graue (nicht nur im Sinne seiner Haare) Kultureminenz Tilman Hampl, der Autor Sebastian Fickert, Bildhauer Dierk Berthel, Claus Peter Berneth von Artbreit und der Journalist Rainer Reichert.

Die Staffel beginnen wird am. 4. Oktober 2011 um 20.00 Uhr in der BBK Galerie im Kulturspeicher Johannes Engels, Fachbereichsleiter Kultur der Stadt Würzburg. Ich rechne mal mit einem hohen Klassikanteil bei seinen favourite tracks, aber es wäre nicht das erste Mal, dass ich da völlig überrascht werde.

Dieser Überraschungsmoment ist etwas, was ich bei der Veranstaltung immer recht spannend finde: Was bringen die Leute für Musik mit. Als ein ehemaliger Gast kann ich sagen, dass die Musikauswahl gar nicht leicht ist, von Matthias weiß ich, dass es ihm damals ähnlich ging. Die Auswahl ist eine Momentaufnahme von dem Tag, an dem man die aussucht. Einen Tag später könnte die Playlist schon wieder völlig anders aussehen.