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Prost Neukraut, Würzburg!

Den Jahreswechsel habe ich gemütlich im Gehrings und im DOC gefeiert und war so gegen 2 Uhr im Bett. Jetzt wird das neue Jahr nach guter unterfränkischer Tradition — so habe ich es von meinen Eltern gelernt — mit Sauerkraut kulinarisch begrüßt. Sauerkraut, damit das Geld in dem Jahr nicht ausgeht, ist doch klar! 🙂

Ich esse mal eine doppelte Portion!

Allen Lesern ein friedliches, gesundes und erfüllendes Jahr 2016! 😀

Sauerkraut und Knöchli
Sauerkraut und Knöchli

Spielstättenprogrammpreis 2014 geht auch ans Cairo

Gestern Abend wurden in Hamburg 31 Clubs aus ganz Deutschland mit dem Spielstättenprogrammpreis Rock, Pop, Jazz 2014 ausgezeichnet. Darunter auch das Jugendkulturhaus Cairo in Würzburg. Glückwunsch an das Cairo-Team!

Das Cairo war einer von elf Preisträgern der Kategorie 2 (Spielstätten mit durchschnittlich einem Konzert pro Woche), die sich nun über ein Preisgeld von  jeweils 15 000 Euro freuen dürfen. Zum Hauptpreis in der Kategorie hat es leider nicht gereicht, der ging an den Bunker Ulmenwall in — Ha! — Bielefeld.

Steffen Deeg vom Cairo wird in der Pressemappe der Initiative Musik so zitiert:

Wir freuen uns sehr, dass die Arbeit unserer überwiegend ehrenamtlich aktiven VeranstalterInnengruppen mit dem Preis gewürdigt wird. Wir werden einen Teil Preisgelds in die Erneuerung der Technik investieren, der größere Anteil soll den Programmgruppen zur Aufrechterhaltung ihres anspruchsvollen Live-Musik-Programms zur Verfügung gestellt werden.

Der Spielstättenprogrammpreis Rock, Pop, Jazz  wird von der Initiative Musik in Zusammenarbeit mit der Bundeskonferenz Jazz, der LiveMusikKommission und dem Verband der Musikspielstätten in Deutschland e.V. vergeben. Ich habe allerdings keine Ahnung, ob man für den Preis in einer der Organisationen Mitglied sein muss.

Glückwunsch und an dieser Stelle auch mal einen Dank an das Cairo-Team, die mir als Besucher in den letzten Jahren viele tolle Konzerte ermöglicht haben — und wie ein Blick in das aktuelle Programm zeigt, auch in Zukunft ermöglichen werden. Aber das ist eine ganz eigene Geschichte … 🙂

Screenshot: Startnext-Video der Shaky Foundation

Shaky Foundation im Cairo … und das liebe Geld

Die Shaky Foundation spielt heute, 24. März 2014, um 20 Uhr im Cairo als Support für Be Forest. Wer die Würzburger Indiepop-Youngsters noch nicht kennt, sollte vielleicht mal in Ohr ins Konzert werfen.

Denn die vier Jungs sind am Geld sammeln für ihr neues Album. Und weil das bei der letzten (und ersten) CD mit Crowdfunding über Startnext so gut geklappt hat, versuchen sie es diesmal wieder.

Ich habe mir durch meine Unterstützung einen Platz auf der Gästeliste der Releaseparty und ein mir persönlich überreichtes und handsigniertes Exemplar des neuen Albums erkauft. 🙂
Wer das CD-Projekt unterstützen will: http://www.startnext.de/shaky-foundation-cd

Um Stimmung zu machen, gibt es das recht aufwändig produzierte Crowdfunding-Video der Shaky Foundation.

Ins neue Jahr ohne Lorbeer

Der Pulverdampf zieht langsam aus dem Würzburger Kessel ab, das Jahr 2014 ist schon 15 Stunden alt.

Neubaukirche mit Feuerwerk
Neubaukirche mit Feuerwerk

Hinter mir liegt eine enspannte Nacht. Ein bisschen mit dem Bloggerstammtisch im Gehrings getrunken, gelacht und gefeiert. Dann im Mitternacht auf die Neubaustraße raus, angestoßen, umarmt, geküsst und dem Feuerwerk zugeschaut, das es über die Hausdächer der Innenstadt geschafft hat. Versucht einen Tinnitus durch die Böllerorgie um die Ecke in der Peterstraße zu vermeiden, wo versucht wurde, die Schlacht von Stalingrad akustisch nachzustellen. Danach wieder rein ins Gehrings und noch ein wenig getrunken, gelacht und gefeiert. Und dann mit der Straßenbahn heim — Danke an die WVV für den Silvester-Service — und ins Bett gefallen. Ich war einfach müde, aber auch zufrieden.

Rippchen mit Kraut
Rippchen mit Kraut

Und an Neujahr kommt mal meine traditionsbewusste Seite zum Vorschein.  Auch wenn der wissenschaftliche Beweis noch aussteht — wenn man an Neujahr Sauerkraut isst, geht einem im restlichen Jahr das Geld nicht aus. Leider waren mir schon am ersten Tag im Jahr die Lorbeerblätter ausgegangen, aber ich hoffe, dass das Ganze auch ohne diese Zauberzutat funktioniert.
Zum Kraut gab es — auch wenn ich damit gleich am ersten Tag im Jahr meine Absicht unterlaufe, meinen Fleischkonsum weiter zu reduzieren — ein paar leckere Schweinerippchen.

Darum wünsche ich euch  jetzt mit vollem Bauch ein gutes, neues Jahr! 😀

Das – Ha! – Sommerbloggertreffen in Würzburg mit Medien mal sozial

Der 8. Geblogstag des Würzblog steht an. An dem Tag wird natürlich auf das Blog angestoßen und ich laufe traditionell in albernen Königsklamotten herum. Aber an dem Tag treffen sich aber auch zum 29. Mal die Blogger in und um Würzburg und auch Blog-Leser tauchen da gern mal auf.

Jede und jeder, der oder die ein Blog — groß oder klein — betreibt und aus Würzburg und Umgebung kommt, wird hiermit per königlichem Dekret aufgefordert, sich am 6.6.2013 ab 18.30 Uhr im Gehrings in der Neubaustraße einzufinden und Spaß zu haben! Zuwiderhandlungen werden mit Link-Entzug geahndet! 😉

Zum Programm des Abends: Es gibt keins! Freistil-Quatschen und -Trinken ist angesagt!

Da die Blogs aber zu den Sozialen Medien zählen, gibt es auch einen kleinen sozialen Nebenschauplatz:

Während wir hier fast schon knietief im Wasser stehen und mit unseren schicken Notebooks, Tablets und Handys Spaß haben, sieht das 6238 Kilometer weiter südlich ganz anders aus. Foodbloggerin Sammelhamsters Tante Christiane “Christl”  Spannheimer ist als Missionsbenediktinerin in Kenia und leistet dort Hilfe. Wasserversorgung sicherstellen, medizinische Infrastruktur aufbauen oder Bildung und Technik fördern — das alles kostet Geld, von dem nie genug vorhanden ist, auch wenn Projekte wie der Missiochor oder Linux4Africa ihr unter die Arme greifen. Konkret plant sie gerade ein neues Brunnenprojekt, für das sie Geld und Sponsoren sucht.

Darum gibt es beim Bloggertreffen, wie vor zwei Jahren schon, eine Spenden-Fotoaktion “Königs-Bilder für Kenia-Brunnen“. Jeder darf gegen eine Geldspende in beliebiger Höhe von sich ein Bild mit mir im Königs-Outfit machen lassen. Das Geld geht dann an “Tante Christl”, die, wie wenig es auch sein mag, es sicher für ihre Arbeit brauchen kann. Veröffentlicht werden die Bilder dann im Würzblog — und wenn mehr als 100 Euro zusammen kommen, dann gibt es schöne Abzüge, die die Spender bekommen. Die zahle ich natürlich aus eigener Tasche. Und ein dezenter Wink mit dem Zaunpfahl an die Blogger, die in jedem Jahr das königliche Outfit erweitern — des Königs Schatzkammer könnte in diesem Jahr gebaut werden …  und gleich ausgeraubt! 🙂

Letzte Worte zum Bloggertreffen:

Wie immer darf jeder sein Kommen oder Fernbleiben in der Kommentaren ankündigen — darf, nicht muss. Spontanität in jede Richtung ist erlaubt. Bei Facebook oder Google+ geht es natürlich im Notfall auch! 😉

Es kommen

Es kommen vielleicht

Es kommen nicht

 

Headerbild von Rööö

Podiumsdiskussion “Was ist Kultur wert?”

Heute Abend beginnt eine dreiteilige Veranstaltungsreihe des Dachverband freie Würzburger Kulturträger zum Thema “Der Preis der Kultur”. Das Thema des heutigen Abend lautet “Was ist Kultur wert?”, das Ganze findet um 20 Uhr im Bockshorn statt, der Eintritt ist frei — auch schon ein Statement zu “Was ist Kultur wert”. 😉

Darf es Kultur umsonst geben? Muss es Kultur umsonst geben? Ist das, was nichts kostet, nichts wert? Für welche Kultur ist man bereit Geld auszugeben und wie viel? Wer macht die Preise? Ist die Förderung über Croudfunding die einzige gerechte Möglichkeit? Oder muss es eine Kulturflatrate — digital undoder nicht-digital — geben? Was fällt überhaupt unter Kultur und was unter Kommerz? Schließen sich die beiden Sachen überhaupt aus?

Das sind mögliche Fragen, über die im Bockshorn Jojo SchulzDierk BerthelRalf Duggen und Ulli Heinlein diskutieren werden. Wirtschaftsjournalist und Blogger Johannes Eber wird als Gast den Einführungsvortrag halten und danach mitreden.

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Wozu Amazon? Bücher kaufe ich in Würzburg!

Nicht erst seit der ARD-Reportage “Ausgeliefert! Leiharbeiter bei Amazon” dürften die möglichen Schattenseiten des Online-Versandriesen in das Bewusstsein der Konsumenten getreten sein. Aber man muss gar nicht gleich an die Problematiken der Leiharbeit oder an rechtsradikale Sicherheitsfirmen denken. Die Folgen des Über-20-Prozent-Anteils am deutschen Online-Versandhandel sind ganz konkret in der eigenen Stadt zu spüren — den kleinen, unabhängigen Buchhandel trifft es.

Ich habe gerade mal in meinem Amazon-Account gestöbert: Meine letzte Buchbestellung war am 9. Oktober 2007, der 7. Harry Potter (danach außer einem Bluetooth-GPS nur noch kostenlose eBooks und kostenlose Musik — und das Verzweiflungs-Weihnachtsgeschenk-2012, das aber eine eigene Geschichte wert ist und mir den Onlineversand endgültig versaut hat). Seit dem habe ich alle Bücher in Buchhandlungen gekauft.

Ein Grund, warum ich meine Bücher in Würzburger Buchhandlungen kaufe, ist auch, weil ich die lokale Wirtschaft unterstützen will. Ja, warum auch nicht? Ich wohne in Würzburg und arbeite in Würzburg. Ich freue mich, wenn es dem lokalen Einzelhandel gut geht. Oder der Kulturszene. Oder der Gastronomie. Ok, ganz besonders der Gastronomie. Ich gebe hier mein Geld aus und hoffe, dass es möglichst lange in der Stadt bleibt.

Und ehrlich — es gibt für mich kaum einen Grund, warum ich Bücher bei Amazon bestellen sollte. Ich finde Buchhandlungen einfach toll. Das Papier riechen, mit den Buchhändlern plaudern, herumstöbern … ich mag das einfach.

Lass den Klick in Deine StadtVier Würzburger Buchhandlungen haben sich Ende letzten Jahres zu dem Aktionsbündnis “Lass den Klick in Deiner Stadt” zusammengeschlossen. Die Buchhandlungen Dreizehneinhalb, Knodt, Neuer Weg und Schöningh bieten auch Online-Shops an. Vielleicht nicht so ausgefeilt wie der von Amazon, aber sie tun ihren Dienst und ersparen denen, die ihren Hintern auf Biegen und Brechen nicht aus dem Sessel bekommen, einen anstrengenden Marsch in eine Buchhandlung.  Übrigens geht digital lustigerweise auch andersrum — im Laden vor Ort kann ich ein eBook kaufen. Verrückte Welt! 🙂

Shop Wuerzburg erleben
(Screenshot: http://wuerzburgerleben.de)

Das klappt natürlich nur, wenn es auch unterstützt wird — was aber anscheinend nicht jeder machen will. So hat die Würzburger Bildzeitung Würzburg erleben gleich mal einen ganzen Amazon-Shop auf seiner Seite. Dass die beiden Macher von “Lass den Klick in Deiner Stadt” nie etwas gehört haben, ist eher unwahrscheinlich, da die eine Hälfte Geschäftsführer des Vereins “Würzburg macht Spaß” ist, dessen Ziel es unter anderem ist, “die Attraktivität Würzburgs als Wohnstadt und Einkaufsstandort (zu) unterstreichen“.  Ich sehe da zumindest einen Interessenskonflikt.

Im WürzburgWiki wurde die schon 2010 die ISBN-Suche auf eine lokale Buchhandlung — in dem Fall Schöningh — umgestellt, und seit der Lass-den-Klick-Aktion auf die vier Online-Shops. So kann man zum Beispiel einen Roman-Rausch-Roman direkt aus dem WürzburgWiki bestellen — und den Klick trotzdem in der Stadt lassen.

(Headerbild by txeski, CC-BY-SA-NC)