Würzblog-Bilderrätsel #8

Fast so wie vorher sieht er aus, der Würzburger Justizpalast in der Ottostraße nach seiner millionenschweren Sanierung. Allerdings nur von außen, denn das Gebäude wurde im Inneren komplett entkernt und an die Bedürfnisse der Würzburger Justiz angepasst, die hier an zentraler Stelle ab dem Frühsommer vereinigt wird.
Und im Gegensatz zum erst vor wenigen Jahren eröffneten Strafjustizzentrum direkt daneben darf man auch sicher sein, dass das Dach des in den Jahren 1889 bis 1892 entstandenen Justizpalastes dicht ist.

Die historische Fassade wurde aufgehübscht und komplett erhalten, an einigen Stellen sollen sogar noch Brandspuren von der Bombennacht des 16. März 1945 zu sehen sein.

Beim Luftangriff heute vor 65 Jahren brannte das Gebäude bis auf die Grundmauern aus. Der Wiederaufbau erfolgte in den Jahren 1947 bis 1953. Dabei wurde vor dem Haupteingang (in der Mitte des Bildes) ein mächtiger Vorbau als Windfang errichtet, der im Zuge der Generalsanierung wieder entfernt wurde.

Unsere heutige Frage: Wie wurde der Vorbau/Windfang im Volksmund genannt?

Der zweite Buchstabe des Begriffs steht in der Lösung an 25. Stelle.

30 Jahre Prozessende “Fall Klingenberg”

Heute vor 30 Jahren endete der Prozess um den Tod von Anneliese Michel, die in Würzburg lebte und an der der letzte bekannte Exorzismus in Deutschland durchgeführt wurde. Annelieses Eltern und zwei Priester wurden wegen “fahrlässiger Tötung durch Unterlassung” zu drei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.

Gestern lief die an diesen “Fall Klingenberg” angelehnte amerikanische VerfilmungDer Exorzismus von Emily Rose” im Fernsehen, der im Herbst 2005 im Kino lief. Ich habe ihn nicht angeschaut, einem amerikanischen Film über das Thema bin ich doch eher skeptisch eingestellt. Aber vielleicht zeigen sie ja auch mal die deutsche Variante “Requiem“.

Blauäugige WVV

Im Prozess um die verspekulierten Millionen der WVV wurde heute ein Urteil gefällt. Die Deutsche Bank muss fast eine Millionen Euro, knapp ein Viertel des Verlustes, an die WVV zurückzahlen.

Da ist die WVV nochmal mit einem blauen — sehr blauem — Auge davongekommen und lernt vielleicht, sich nicht auf Geschäfte einzulassen, von denen man keine Ahnung hat — oder die man gar nicht machen darf. Eine Idee, die man eventuell auch auf andere Bereiche ausdehnen könnte.

Wanted: Schöffen für Würzburg

Bis Ende März 2008 kann man sich bei der Stadt Würzburg noch um ein Ehrenamt als Schöffe oder Jugendschöffe bewerben. Für die Amtsperiode 2009 – 2013 werden 207 Schöffen und 78 Jugendschöffen gesucht. Wer zwischen 25 und 70 Jahre alt, seit mindestens einem Jahr in Würzburg wohnt und sich rechtlich nicht viel zu Schulden hat kommen lassen, der darf sich um das Amt bewerben. Über wirklich schwere Vergehen wird man da nicht richten müssen, das Schöffengericht bzw. Jugendschöffengericht ist eher für die kleinen Prozesse zuständig.

Um Erwin Pelzigs (heute kommt übrigens wieder “Pelzig unterhält sich“) Hartmut zu zitieren:

“Des is subber. Da kannste Leut verknack’ und der Chef muss dir freigeb!”

Mehr Informationen bei schoeffen.de