Mir stinkt der Würzburger Bahnhof

Würzburg hat weiß Gott keinen schönen Bahnhof. Von außen schon keine Augenweide, sind die Gleistunnel nichts für Menschen, die und Klaustrophobie oder schwachen Nerven leiden. Und auf dem Bahnhofsklo hat man auch den Eindruck, dass man mehr mitnimmt als dort lässt.
Aber was dem Ganzen noch die Krone aufsetzt, ist der widerlich Fischgeruch, der von diesem Verlaufsstand für tote Wasserbewohner kommt.

Versteht mich nicht falsch, ich esse wahnsinnig gern Fisch. Aber wenn es in dem abgeschlossenem Bahnhofsgebäude riecht wie in einer Sammelstelle für ausrangierte Krabbenkutter, dann möchte ich fast schon schnell zum Durchatmen aus Bahnhofsklo — und wer dort mal gewesen ist, weiß was das heißt.

Kann man da kein regionales Essen anbieten? Gerade ist Spargelzeit, da würde die Geruchsbelästigung dort landen, wo es eh schon egal ist — auf dem allseits bekannten Bahnhofsklo.

Duftende Disco

Oh, der WLAN-Router geht mal wieder, aber wer weiß wie lange, darum schnell was schreiben.

Selbst heute am Sonntag habe ich noch den Pullover vom Freitag an, obwohl er mit mir ins CU gegangen ist und danach ins Standard zur Disco Fantastique. Und in den letzten Jahren hätte man den Pullover nach ein paar Stunden im Keller des Standards für mehrere Wochen in den Proberaum einer Fabrik für Erfrischungtücher hängen dürfen, bevor man überhaupt wagen konnte, ihn in die Waschmaschine zu stecken. Ich gebe zu, das ist wirklich ein großer Vorteil des Rauchverbots in Kneipen und Discos.

Ich habe schon gelesen, dass nun in der rauchfreien Ära dafür andere vergessene Düfte wieder zum Vorschein treten — und so war es auch. Es hat Dank vieler tanzfreudiger Besucher (es war schließlich Jubiläumsparty, yeah! :-)) und einer niedrigen Decke hat es unglaublich nach Schweiß gerochen. Und mindestens ein größeres Grüppchen war vorher beim Inder essen.
Unangenehm für den Augenblick, aber zum Glück hängen sich diese Gerüche nicht so in die Klamotten. Also: weg mit den Zigarettenautomaten in Discos und her mit den Deoautomaten.

Gott sei Dank ist mit dem Rauchverbot kein Rauschverbot einhergegangen, darum bin ich auch nach einem missglücktem Versuch, mal wenigstens kurz noch das Immerhin zu besuchen, nach Haus gegangen — beinahe nach Flieder duftend … 🙂