Der Biermann ist weg

Ich als leidenschaftlicher Verabscheuer von Bier hatte ja immer persönliche Probleme damit, dass die Distelhäuser Brauerei soviel Engagement in der Kulturförderung in Würzburg gezeigt hat. Also, nicht damit, dass sie sich kulturell engagiert, sonder damit, dass es dadurch bei den Veranstaltungen, Pressekonferenzen und Gedöns immer Bier gab — und für mich halt Apfelschorle. Ok, auch nicht schlecht.

Peter Grethler

Was mich aber immer erfreut hat, war das Gesicht von Peter Grethler zu sehen, der sich von Distelhäuser Seite um das Kultursponsoring gekümmert hat. Und das hat er wirklich, war immer dabei, mit Herz und Seele. Und dabei hat er die Brauerei immer gut vertreten, er hat sogar mir glaubhaft machen können, dass Biertrinker doch auch irgendwie Menschen sind.

Tja, und nun ist Herr Grethler nicht bei bei Distelhäuser, aus betriebsinternen Gründen. Man munkelt über Differenzen, wie die Brauerei und die Marke in Zeiten rückläufigen Bierkonsums weiterentwickelt werden soll. Das ist natürlich nur ein Gerücht, was genau vorgegangen ist, weiß ich nicht. Fest steht nur, dass ich Herrn Grethler wohl nicht mehr mit seinem Distelhäuser-Hemdkragen sehen werde.

Ob diese personelle Entscheidung die Weiterentwicklung der Brauerei positiv vorantreibt, wage ich für mich persönlich zu bezweifeln, da damit der Marke Distelhäuser auch das sympathische Gesicht genommen wurde, mit dem ich sie in den letzten Jahren vor Augen hatte.

Ich wünsche Herr Grethler alles Gute für die Zukunft, und wenn die Weinbauern nicht doof sind, schnappen sie sich Peter Grethler und lassen ihn für sich arbeiten — die Weinwirtschaft würde es danken. Und ich auch! U&D, Hafensommer, Kulturförderpreis, Filmwochenende, Programmkino und tausend andere Veranstaltungen — überall gäbe es Wein! 🙂

Update: Auf der Website des Dachverbands freier Würzburger Kulturträger gibt es auch ein paar Worte zur Kündigung von Herrn Grethler.

Große Depressions-Depressionen?

Die große Depression - Plakat

Das Bild habe ich Ende Oktober in Würzburg aufgenommen. Ich fand es eine recht witzige Idee, für die Aufführung von Arthur Millers “Die große Depression” im Mainfrankentheater Plakate zu gestalten, bei dem ein Szenenbild und der Titel auf das neue VR-Bank-Gebäude (aka Forum aka Petrinihaus)am Unteren Markt projiziert wird. Die halbe Stadt war mit diesen Plakaten gepflastert. Seit ungefähr einer Woche aber gar nicht mehr so arg — und das war kurz vor der Premiere am 7. November 2009.

Zumindest Gerüchte besagen, dass die VR-Bank “not amused” über das Plakat war und die Plakate teilweise abnehmen ließ. Falls — und nur falls — das stimmen sollte, dann will ihr nur etwas mit auf den Weg geben: Sei es lokalarchitektonisch oder weltwirtschaftlich — wenn einem die gute Stimmung nicht unbedingt entgegenweht, dann wird die durch Humorlosigkeit und Dünnfelligkeit auch nicht besser.
Wenn das Gerücht nicht stimmen sollte, dann hebt euch den Satz mal trotzdem auf, man weiß ja nie, ob man ihn nicht doch mal brauchen kann. 😉

Preisverfall am Hotelturm, da geht noch was

Aus guter Tradition hat sich Montague Goldsmith, die Mutterfirma des jetzigen Besitzers des Hotelturms an der Schweinfurter Straße, einfach mal aufgelöst, aber die Würzburg Estate S. A. scheint das laut Mainpost nicht zu betreffen. Gerüchteweise gibt es einen neuen Interessenten für den Hotelturm — wieder einmal. Als Kaufpreis kursiert die Summe von 1.000.000 €. Falls es wirklich zum Kauf kommt, dann aber zu diesem Preis. Denn ich habe den Kaufpreis schon vor zwei Jahren mathematisch hergeleitet — und das sind in diesem Jahr 640.000 €. Ist so. Da kann man die Verhandlungen deutlich abkürzen.

Hoffentlich ist der Käufer der Ökobauernverband, der den kongenialen LP10-Plan mit dem Hotelturm umsetzt.

Trauerfall IV — Propeller

Gestern war ich noch Mitten im Berliner Flair — und hier in Würzburg geht ein Stück Berliner Flair dem Ende zu.

Es ist ein Gerücht, aber eines von der ganz hartnäckigen Sorte und eines, das ich von vielen verschiedenen Seiten gehört habe — der Propeller in der Karmelitenstraße macht nach diesem April zu. Es war ja bekannt, dass irgendwann mal Schluss sein wird, da das Haus abgerissen werden soll. Aber trotzdem ist es traurig, wenn es dann wirklich so weit ist.

Es bleiben zwei Hoffnungen. Einmal, dass das Gerücht eine gemeine, schamlose und hinterhältige Lüge ist. Allerdings ist das nicht sehr wahrscheinlich. Und dann, dass die Jungs sehr schnell eine neue Location in Würzburg auftun und dort wieder so eine Bar/Club/Kneipe/Disco/Dings starten, die den Begriff Lockerheit neu definiert.

MB aus WÜ bei GNTM? VMA.

Zwei Fakten:

A. Würzburg hatte mal eine Oberbürgermeisterin. Und die hat eine Tochter.

B. ProSieben hat eine Sendung namens Germany’s Next Top Model by Heidi Klum, die ich nie wirklich gesehen habe. Und die hat jetzt eine 4. Staffel. Und die wiederum hat jetzt die letzten 15 Dings Models Vielleicht-Models Möchtegern-Models Teilnehmerinnen.

Tja, und wenn man dem Beitrag und den dort verlinkten Seiten glauben darf, dann gehören A und B zusammen. Was heißen würde, dass Pia Beckmanns Tochter Maria ab Februar bei Dings … ähh, na … bei, bei … der Sendung mit dem langen Namen, zu sehen sein würde.

Maria, Pia, seid mir nicht böse und nehmt es nicht persönlich — ich werde es trotzdem nach wie vor vermeiden, die Sendung anzusehen. Meine Zeit auf dieser Erde ist begrenzt, warum sollte ich sie verschwenden.