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Das Grombühler Weinspektakel

Ach, eigentlich muss man das selbst erleben, das Weinfest in Grombühl. Obwohl ich da seit Jahrzehnten zu Gast — schließlich habe ich etwa ein Viertel meines Lebens wundervoll in Grombühl gewohnt –, kann ich es immer kaum fassen, dass es so ein Fest in einer “Großstadt” wie Würzburg gibt.

Grombühler Weinfestglas - von denen schon etliche in meinem Küchenregal stehen. Aus Gründen.
Grombühler Weinfestglas – von denen schon etliche in meinem Küchenregal stehen. Aus Gründen.

Allein- und Zweifachunterhalter spielen auf, vor der Bühne wird getanzt bis kein Platz mehr ist, spontane Line-Dance-Einlagen inklusive. Der Schoppen geht zu extrem fairen Preisen über die Theke, hinter der nette TSV-Mitglieder ausschenken. Man sitzt an den Tischen mit ehemaligen Nachbarn, Arbeitskollegen, Freunden oder wildfremden Menschen, ertrinkt in einer weinseligen Zufriedenheit und kuschelt sich in den fröhlichen Lärm des Festes.

Danke Grombühl, es war mir wie immer ein Weinfest! 🙂

Zwiebelix und Grombülix

In den nächsten Tag sollen zwei Ur-Würzburger Veranstaltungen eigentlich fest in den Kalendern der Bürger dieser Stadt eingemeiselt sein.

Am Mittwoch kommen — wie seit 369 Jahren am 24. August — die Kreuzbergwallfahrer von ihrerer spirituellen oder was-auch-immer Reise zurück nach Würzburg. In der Semmelstraße werden sie a) mit Blumensträußchen und b) mit einem Straßenfest empfangen. Die meisten Gäste bekommen den Durchzug der Wallfahrer gar nicht mit und stürzen sich gleich am Abend auf den eventuell ersten Federweißen und den Zwiebelblootz — und diverse andere Trinker- und Fresserereien.

Mit 43 Jahren hat das Weinfest in Grombühl nicht ganz die lange Tradition in Würzburg wie die Zwiebelkirchweih, sie gehört am letzten Augustwochenende aber auch fest zum Veranstaltungsreigen. Zumindest bei mir. Klar gibt es andere Weinfeste in Würzburg, manche davon sind sogar ganz schön. Aber das Grombühler Weinfest ist das ehrlichste von allen. Kein Schnickschnack und Blingbling. Da gibt es Bänke und Tische, fränkischer Wein und Alleinunterhalter auf der Bühne – und einen kompletten Querschnitt durch Würzburgs Einwohner, die dicht an dicht dort sitzen oder tanzen. Hach, was freue ich mich schon

Weg mit dem Weihnachtsbaum, bevor die Luftschlangen fliegen

Heute hab ich in der Sanderau den ersten Weihnachtsbaum aus dem Fenster fliegen sehen — Dreikönig ist schließlich hier der klassische Tag dafür. Es sei denn, man hat soviel Möbel von Ikea daheim, dass man sich nach dem schwedischen Brauchtum richtet.

Und man beachte dabei:

Auch wenn ich mangels Weihnachtsbaum nicht davon betroffen bin, hab ich mal nachgeschaut, wann die nadeligen Dinger in Würzburg von den Stadtreinigern abgeholt werden. Aber nur, wenn sie völlig entschmückt sind — schließlich sollen sie kompostiert werden.

Woche vom 11. bis 14. Januar 2016

  • Montag, 11.01.2016, im Frauenland
  • Dienstag, 12.01.2016, in der Sanderau und der Altstadt ohne das Mainviertel
  • Mittwoch, 13.01.2016, in Versbach und der Zellerau mit dem Mainviertel
  • Donnerstag, 14.01.2016, Ober- und Unterdürrbach und die Dürrbachau mit Hafen

Woche vom 18. bis 21. Januar 2016

  • Montag, 18.01.2016, im Steinbachtal, am Heuchelhof und in Rottenbauer
  • Dienstag, 19.01.2016, in Heidingsfeld
  • Mittwoch, 20.01.2016, in Grombühl und der Lindleinsmühle
  • Donnerstag, 21.01.2016, in Lengfeld

Via Wuerzburg.de

Fundsachenversteigerung für mich, Fahrräder für Flüchtlinge

Die Blätter verfärben sich bunt und die Wundertüten werden mit Fundsachen gefüllt — der Herbst ist in Würzburg. Am Samstag, 17. Oktober 2015 werden ab 10 Uhr im Felix-Fechenbach-Haus in Grombühl wieder die Dinge in einer Auktion versteigert, die im Fundbüro der Stadt Würzburg abgegeben wurden.

Traditionell ist das meine Chance, endlich mal ein Fahrrad bei einer Fundsachenversteigerung zu bekommen. Diesmal leider nicht. Denn wie auf der Website des Auktionshauses Gilz-Thein zu lesen ist:

“Die Herbstauktion der Fundsachen der Stadt Würzburg und ihrer Randgemeinden ist bekannt für den großen Zustrom der Neu-Studierenden an Uni und FH.
Sehr viele von ihnen suchen alljährlich einen Drahtesel um damit in ihrer neuen Heimat Würzburg auf Erkundungstour zu gehen.

Das ist ganz ähnlich der Motivation unserer Flüchtlinge die in Würzburg aufgenommen wurden. Auch sie möchten doch gerne und schnell ihre neue Wahlheimat erkunden und da ist das Geschenk eines Fahrrads sicher sehr willkommen und wertvoll. So sah man das auch in der Stadtverwaltung und das hatte Vorrang.

Deshalb kommt bei der Fundsachenversteigerung in diesem Herbst nicht die gewohnt  große Anzahl von Fahrrädern zum Aufruf. Statt üblicherweise mit 100 bis 150 Stück sind es diesmal nur 6 Fahrräder und 2 Kinderräder.”

Was? Nehmen mir die Flüchtlinge denn alles weg?  Da bleiben mir bei der Auktion ja nur noch

  • etwa 30 geprüfte Handys/Smartphones
  • Regenschirme
  • Sonnen- und optische Brillen
  • einige Bücher
  • Modeschmuck
  • viele Schwimmutensilien
  • Spielzeug
  • eine Spiegelreflex Camera Canon EOS
  • ein Marshall Verstärker
  • ein Gitarren-Lern-Computer (was es nicht alles gibt)
  • ein Sony-Laptop
  • ein Quattrocopter ohne Steuerung (kann man vielleicht an einen Drachen binden)
  • ein großes Ceran-Kochfeld (wer verliert bitte ein … ich will es gar nicht wissen)
  • Bierkrüge und Vasen
  • hochwertige “Küchenhelfer” (was immer damit gemeint ist)
  • Gläser und Kaffeegeschirr

Na gut, macht also nix! Ein Monatsticket der WVV hab ich ja noch! 😉 Ich gebe mein potenzielles Fahrrad gerne an Flüchtlinge weiter. Besser als an Neu-Studenten — die haben ja ein Semesterticket! 😉

Wer mal was in Würzburg verloren hat — eine gute Übersicht über die vielen Fundbüros mit Adressen und Telefonnummern gibt es im WürzburgWiki.

Fundsachen werden versteigert – mit Fahrrad und Mercedes

Am Samstag ist es wieder soweit — eine neue Chance für mich, nach endlosen Versuchen an ein günstiges Fahrrad zu kommen. Denn am 25. April 2015 ist  ab 10 Uhr wieder Fundsachenversteigerung im Felix-Fechenbach-Haus in Grombühl.

70 verlorene und nie abgeholte Fahrräder will das Auktionshaus Gilz-Thein unter den Hammer bekommen, da müsste doch ein bezahlbares für mich drin sein. Neben den üblichen Fundsachen wie Regenschirme, Handys und Schmuck sind auch zwei iPads und sieben iPhones dabei — und ein Mercedes Benz CLK 270 CDI. Wer verliert denn ein Auto? 😉

Wer noch nie bei einer Fundsachenversteigerung war, sollte sich das mal gönnen, alleine aus Gründen der Unterhaltung. Der Auktionator macht das immer sehr lustig! 🙂

Mehr Infos und ein paar Bilder gibt es auf der Webseite des Auktionshauses.

Wer übrigens mal was in Würzburg verloren hat — eine gute Übersicht über viele Fundbüros mit Adressen und Telefonnummern gibt es im WürzburgWiki.

Naturgewalt aus Würzburg

Es wurde mal wieder ein Film in Würzburg gedreht. “Naturgewalt”, ein Kurzfilm von Preis-für-junge-Kultur-in-Würzburg-Preisträger Steffen Boseckert und produziert vom Würzburger Natural Bodybuilder, Youtuber und eBook-Autor Flavio Simonetti, der auch die Hauptnebenrolle spielt.

Inhaltlich eine Mischung aus einem Jugendmilieu-Film und Karate Kid. Und wohl nebenbei auch ein wenig Werbung für Flavio Simonetti. Die Story ist nicht ganz so mein Ding, aber filmerisch wirklich gut gemacht. Und man sieht ein bisschen vom Heuchelhof, von Grombühl und von der Maschinenhalle im Bürgerbräu Gelände.

Nachgebloggt: Weinfest mit Tanzbein

Ach, fast vergessen: Ich war ja am letzten Wochenende auch wieder auf dem Weinfest in Grombühl — und habe mich zum wiederholten Male in das Fest verliebt. Auf welchem Weinfest in der Stadt wird denn noch spontan vor der Bühne getanzt? Großartig!

Auf der Weinparade am Markplatz war ich noch nicht. Nicht dass ich es boykottieren würde, aber wenn ich es nicht schaffe, mal hinzugehen, dann breche ich auch nicht in Tränen aus. Bei Weinfest am Wagnerplatz wäre das anders gewesen.

Weinfest in Grombühl

 

 

Würzburg verliert nix: Fundsachen zu ersteigern

Es ist ein Grundsatz des Universums — nichts verschwindet wirklich, außer einzelne Socken in der Waschmaschine.

Und ein Teil des Krempels, der im Winter 2012/2013 in Würzburg verloren wurde, taucht am 12. Oktober 2013 im Felix-Fechenbach-Haus in Grombühl auf. Denn dann ist wieder Fundsachen-Versteigerung. Ab 9 Uhr ist Einlass und Besichtigung, ab 10 Uhr wird der Hammer geschwungen.

Bei den Fundsachen ist so ziemlich alles dabei: Von wirklichem Schrott bis zu wirklich wertvollen Dingen. Interessant für mich sind die etwa 70 Fahrräder, die versteigert werden sollen. Vielleicht wird ja eines davon mir gehören.

Handys und Smartphones, auf denen die Daten gelöscht wurden,  kommen laut Ankündigung unter den Hammer. Die Klassiker Brillen, Schmuck, Armbanduhren und natürlich Regenschirme wird es wohl reichlich geben und in diesem Jahr auch zwei iranische Kamel-Satteltaschen.

“Amüsant wird es dann wieder, wenn unser Auktionator, auch hochwertige Kleidungsstücke oder Kleinteile in den berühmten Wundertüten entdeckt und entsprechend kommentiert …”
Aus der E-Mail vom Auktionshaus Gilz-Thein

Ja, wer schon mal bei der Fundsachen-Versteigerung war, weiß, das hat auch schon Unterhaltungswert. Die im Zitat erwähnten Wundertüten sind immer der Renner. Da packen die vom Auktionshaus wahllos irgendwelche Fundsachen — vorwiegend Klamotten — in eine Plastiktüte, die man dann ersteigern darf. Ob da irgendwas Wertvolles oder Brauchbares drin ist, bleibt dann Glückssache.

Ich war schon ein paar Mal bei der Fundsachen-Versteigerung dabei und frage mich, warum so manches Stück dort landet. Vermisst niemand sein iPhone oder sein Notebook, die es schon zu ersteigern gab? Teuere Kleidung oder wertvoller Schmuck sind weg — fragt man da nicht mal beim Fundbüro nach, ob die Dinge da abgegeben wurden (das Online-Fundbüro der Stadt Würzburg funktioniert leider gerne mal nicht)? Ganz verstehen kann ich das oft nicht.