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Heinz Strunk und der tiefschwarze, goldene Handschuh

Am Samstag bin ich spontan zu Heinz Strunks Lesung in der Kellerperle. Beinahe zu spontan, denn eigentlich war ausverkauft. Doch ich hatte Glück oder das Wetter war zu schön — zumindest tauchten ein paar der Kartenbesitzer nicht auf und ich konnte noch einen Platz ergattern.

Heinz Strunk las aus seinem neuen Buch “Der goldene Handschuh”. Das handelt zu einem guten Teil von Fritz “Fiete” Honka, einem Serienmörder in den 70er-Jahren in Hamburg. Und auch von einem einem Rechtsanwalt mit … nun, etwas ungewöhnlichen sexuellen Vorlieben und einem pickelzerfressenen und pubertierenden Reederei-Erben. Und der Kneipe “Zum Goldenen Handschuh“, in der alle Fänden zusammenlaufen.

Heinz Strunk bei der Lesung in der Kellerperle
Heinz Strunk bei der Lesung in der Kellerperle

Das Buch ist tiefschwarz. Schwarz im Sinne der dunklen Seite des Lebens, der gescheiterten und verdrehten Existenzen, des Bösen und Abscheulichen. Und tief im Sinne, das Heinz Strunk hinter die menschlichen Kulissen schaute. Trotz seiner grausamen Taten kommt im Buch Mitgefühl für Fritz Honka auf, der sein Leben einfach nicht in den Griff kriegen kann und immer tiefer in einen Strudel und Irrsinn versinkt.

Heinz Strunk hat eine tolle Lesung hingelegt. Als gebürtiger Hamburger erweckt er mit seiner Stimme die Gäste des goldenen Handschuhs zu Leben, oft mit viel absurdem Sprachwitz, manchmal mit Traurigkeit und sicher nichts für Zartbesaitete. Knapp zwei Stunden, die im Flug vergingen und mir beinahe Lust machte, mir ein erstes Hörbuch zuzulegen.

Spielstättenprogrammpreis 2014 geht auch ans Cairo

Gestern Abend wurden in Hamburg 31 Clubs aus ganz Deutschland mit dem Spielstättenprogrammpreis Rock, Pop, Jazz 2014 ausgezeichnet. Darunter auch das Jugendkulturhaus Cairo in Würzburg. Glückwunsch an das Cairo-Team!

Das Cairo war einer von elf Preisträgern der Kategorie 2 (Spielstätten mit durchschnittlich einem Konzert pro Woche), die sich nun über ein Preisgeld von  jeweils 15 000 Euro freuen dürfen. Zum Hauptpreis in der Kategorie hat es leider nicht gereicht, der ging an den Bunker Ulmenwall in — Ha! — Bielefeld.

Steffen Deeg vom Cairo wird in der Pressemappe der Initiative Musik so zitiert:

Wir freuen uns sehr, dass die Arbeit unserer überwiegend ehrenamtlich aktiven VeranstalterInnengruppen mit dem Preis gewürdigt wird. Wir werden einen Teil Preisgelds in die Erneuerung der Technik investieren, der größere Anteil soll den Programmgruppen zur Aufrechterhaltung ihres anspruchsvollen Live-Musik-Programms zur Verfügung gestellt werden.

Der Spielstättenprogrammpreis Rock, Pop, Jazz  wird von der Initiative Musik in Zusammenarbeit mit der Bundeskonferenz Jazz, der LiveMusikKommission und dem Verband der Musikspielstätten in Deutschland e.V. vergeben. Ich habe allerdings keine Ahnung, ob man für den Preis in einer der Organisationen Mitglied sein muss.

Glückwunsch und an dieser Stelle auch mal einen Dank an das Cairo-Team, die mir als Besucher in den letzten Jahren viele tolle Konzerte ermöglicht haben — und wie ein Blick in das aktuelle Programm zeigt, auch in Zukunft ermöglichen werden. Aber das ist eine ganz eigene Geschichte … 🙂

Hamburg 2010

Hamburch, mei Berle

Ach, Hamburg, schön war’s.

Ab in den Norden

Wer sich gewundert hat, dass in den letzten Wochen so wenig im Würzblog geschrieben wurde, obwohl so viel in Würzburg passiert ist — ich habe seit Wochen hart auf den heutigen Tag hingearbeitet, denn heute nehme ich meinen Jahresurlaub: eine Woche Hamburg.

Mit der Frage ob es sich lohnt, sich wochenlangem Stress auszusetzen nur um dann eine Woche zu verreisen zu können, beschäftige ich mich nach dem Urlaub. Dann geht es mit dem Würzblog auch wieder normal weiter.

Jetzt freue ich mich erst mal auf eine Woche hohen Nordens. Bis dann, passt mir gut auf Würzburg auf! 🙂