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Alter Hafen bei Nacht und Tag

Am Freitag bin ich nach Sonnenuntergang mal am Alten Hafen und der Treppe am Heizkraftwerk in Würzburg vorbeigekommen. Ich hatte nur kurz Zeit, die aber für lange Zeit bei der Belichtung der Bilder genutzt.

Das Hafenareal ist schon schön zu fotografieren, wäre schade gewesen, wenn der Hafensommer wirklich abgesagt und das Gelände wirklich komplett verwaist wäre. Denn abgesehen vom Hafensommer passiert da nicht viel.

Kulturspeicher und Kran
Kulturspeicher und Kran
Nacht über dem Hafen
Brücke der Deutschen Einheit und die Lichter der Nacht im Hafenbecken
Lichtwelle - das angestrahlte Heizkraftwerk am Alten Hafen
Lichtwelle – das angestrahlte Heizkraftwerk am Alten Hafen

 

Licht im Kran
Licht im Kran

Am Tag zuvor habe ich das Heizkraftwerk in Würzburg von der anderen Seite fotografiert. Da ist es, hinter der Taube. 😉

Tagü ber dem Heizkraftwerk und eine Taube davor
Tagü ber dem Heizkraftwerk und eine Taube davor

Würzblog-Bilderrätsel #16

Im Würzblog-Bilderrätsel Nummer 16 geht es um Energie und Wärme: Seit dem 11. November 1954 wird im Heizkraftwerk an der Friedensbrücke Strom produziert und mit der gewonnenen Fernwärme die Innenstadt beheizt. Seit einigen Jahren erfolgt die Stromproduktion nicht mehr durch Kohle, sondern mittels zweier moderner und effektiver Gas- und Dampfturbinenanlagen.

Im Jahr 2003 begannen die Umbauarbeiten, in deren Verlauf auch die drei “nur” 70 Meter Schornsteine auf unserem Rätselbild an die Stelle des früheren, erheblich höheren Schornsteins erbaut wurden.

Unsere Frage, heute wieder für Mathematiker: Wie hoch war der Turm des Heizkraftwerks, als statt Dampfwolken noch Kohle-Abgase vor den Weinbergen zu sehen waren? Die Quersumme der Zahl weist auf den Buchstaben hin, der in der Lösung an 31. Stelle zu finden ist.

Krass, krasser, Kresse

Obwohl ich mich aus gegebenen Anlass körperlich zwanzig Jahre älter fühlte, habe ich mich gestern doch zum Hafensommer an die Treppe des Heizkraftwerks geschleppt. Und ich hätte mich dermaßen geärgert, wenn ich das nicht gemacht hätte.

Das Wetter war ideal für ein Open-Air-Konzert. Nicht zu warm, nicht zu kalt. Weniger ideal war die musikalische Konstellation. Der Abend war als Doppelkonzert mit No Restrictions aus Würzburg und Panzerballett aus München geplant. Und so kam es auch.

Begonnen hat No Restrictions. Ich weiß nicht, ob die Band ausgewählt wurde, um sich mit dem Musikerstammtisch auszusöhnen, aber irgendwie passten sie nicht so recht. Sei sind einfach mehr ein Partyband, und das meine ich gar nicht abwertend. Wäre es ein Weinfest gewesen, dann hätte ich gesagt “Hey, extrem geile Band!”. Aber so, gerade mit dem Wissen, dass danach Panzerballett spielen wird, hab ich zwar ein wenig mit dem Fuß zur Musik gewippt, aber doch immer mal auf die Uhr geschielt, wann sie fertig sind.

Aber zum Hauptakt des Abends: Panzerballett! Ich grübel schon seit Tagen und vor allem seit gestern Abend, wie ich die Musik in Worte fassen kann. Jazz-Metal-Crossover ist nicht falsch, trifft den Kern der Sache aber überhaupt nicht. Aber um in der Sprache von Panzerballett zu schreiben: Sie verkrassen Lieder. Lieder aus allen Bereichen. Damit sind sie letztlich auch “nur” eine Coverband (sie haben aber auch viele eigene Stücke), aber es ist die Frage, wie man covert. Und sie covern “krass. Krässer. Die Krässe!”. Fünf unglaublich gute Musiker geben alles, um aus einem Lied Dinge rauszuholen, wie es ABBA oder ein Herr Siegel sicher nicht geplant haben. Und die Jungs haben einen irren Spaß dabei, was man auch in den kongenialen Ansagen zu den Stücken gemerkt hat.

Hammerkonzert!

Wer sich jetzt doch ein bisschen ärgert, dass er nicht zum Konzert ist (völlig zu recht), der hat am 27. September 2009 eine weitere Chance, Panzerballett live zu hören, nämlich bei Charly Heidenreichs viel zu wenig beachtetem Freakparade Festival. Und man sollte die Chance nutzen!

Auf der Treppe des Hafenkönigers

Was haben die auch einen Dusel mit dem Wetter bei der Eröffnung des Hafensommers 2009. Strahlend blauer Himmel, angenehme T-Shirt-Temperaturen — kein Wunder, dass die Hafentreppe prall mit Gästen gefüllt war.

Ok, verwunderlich war das der Besucherandrang natürlich nicht. Wenn’s nix kost’, dann geht selbst der gemeine Würzburger und sogar der Würzburger Stadtrat zu einem Klassik- und Jazzkonzert. Hey — “Classic meets Jazz”, gespielt von der Hauskapelle des Mainfrankentheaters. Verlang mal dafür Eintritt, dann sind die Karten aber nicht nach Minuten ausverkauft. Getreu dem Würzburger Motto, welches bald auf einer Bronzetafel in der Domstraße angebracht wird: “Es muss ned gud sei, hauptsach billich!

Tja, die Würzburger Philharmoniker waren aber —  obwohl kostenlos — gut. Ich muss zugeben, das viele Stücke nicht unbedingt mein Musikgeschmack  waren. Vor allem die Singerei hätte man für mich weglassen können, obwohl die Sängerin ein wirklich tolle Stimme hatte. Aber mein Ding war das nicht so. Deutlich mehr mein Ding war — als Jünger der Kirche des Progressive Rock — die Stücke aus der Peer-Gynt-Suite von Edvard Grieg. Da haben mich die WüPhilis wirklich begeistert, obwohl es Interpretationen gerade von “In der Halle des Bergkönigs” gibt, die mir noch besser ins Ohr laufen:
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=WV52YAhdJOk[/youtube]

Durch das Programm führte Fachbereichsleiter Kultur der Stadt Würzburg, Johannes Engels, dem ich förmlich ansah, dass er seit Tagen vor lauter Vorfreude nicht mehr schlafen konnte. Seine Erläuterungen zu den Stücken sagten mir gar nichts und interessierten mich deswegen nicht die Bohne, aber er ist dermaßen vor Musikbegeisterung und -wissen übergeschäumt, dass es trotzdem eine Freude war, ihm zuzuhören. Empathie kann Interesse ersetzten. 😉

Nach der ziemlich langen Pause kam der Jazz-Teil. Ich war im Vorfeld etwas skeptisch. Peter Getz hat gesungen, und wenn ich schon mal lese, dass einer der Sohn einer weltbekannten Musikerlegende ist, dann frage ich mich ja schon, aber er nicht nur wegen seines Namens Karriere gemacht hat. Mein Misstrauen war aber wieder mal völlig umsonst — Singen kann der gute Peter auf jeden Fall, klang ein bisschen nach Sinatra von der Stimmlage her. Aber ein unterhaltsamer zweiter Teil, man hätte fast ein wenig am Heizkraftwerk tanzen wollen.

So gesehen bis daheim ein an sich gelungener Abend, auch wenn ich von der Musik her nicht unbedingt hin gemusst hätte. Aber bereut habe ich’s dann auch nicht. Allein die Auswahl der Stück war mir ein bisschen zu tief in die Kiste gegriffen und schon fast zu gefällig.

Hab ich nicht oben was von einem schönen Sommerabend mit angenehmen Temperaturen geschrieben? Jaaaaa, für die Veranstaltung “Hafensommer” hat das zugetroffen. Aber sobald sie vorbei war, nämlich wirklich sobald das Echo des letzten Akkords verklungen war, fing es exakt auch schon zu regnen ab. Was heißt es fing zu regnen an? Windböen bliesen Stuhlreihen und Schirme um, die Luft kühlte spontan um 10 Grad ab, es goss aus Eimern — Apokalypse! 😉

Fotos gibt es (schlecht) in dem 23HQ-Album oder (gut) beim Kitzblog.

Kein Gabriel, nur Roth

Das hätte ein heißer politischer Dienstag in Würzburg werden können, zumindest was die Dichte der Politprominenz betroffen hätte. Aber Herr Gabriel wird das Heizkraftwerk nicht besichtigen, da er krank ist. Gute Besserung Sigmar, komm lieber im nächsten Jahr zum Hafensommer, da bis du auch ganz nah am Kraftwerk.

Doch Claudia Roth wird — wie schon so oft — in Würzburg sein und um 12.30 Uhr am Unteren Marktplatz sprechen. Ja, leider nur sprechen, auflegen wird sie diesmal nicht.

Heizkraftwerk im Abendlicht

So schön kann der Hafensommer aussehen, wenn man vom Lokalderby kommt und leider wieder ins Büro zu Arbeit muss. Scheinbar hatten sehr viele Menschen bei “Die Gitarre und der Mee” von Süß, Mix und Königer ihren Spaß. Ich leider nicht. Aber wenigsten schöne Fotos.

Heute Abend ist Zeep auf der schwimmenden Bühne, eine Gruppe, die auf jeden Fall mal wert wäre, sie von der anderen Seite der Treppe zu betrachten — und zu hören. Mal sehen …

Christian Prommer’s Drumlesson weht es ins Bockshorn

Wer sich darauf gefreut hat, beim Hafensommer heute Abend Christian Prommer’s Drumlesson unter freiem Himmel zu genießen, den muss ich enttäuschen. Keine Sorge, sie spielen schon heute Abend, nur nicht auf der schwimmenden Bühne am Heizkraftwerk sondern im Bockshorn. Für heute Abend sind nämliche starke Sturmböen gemeldet und man hat Angst, dass die die Bühne auseinanderlegen.

Im Bockshorn ist natürlich nicht so viel Platz wie auf der Hafentreppe. Wer noch keine Karte im Vorverkauf hat, sollte darum rechtzeitig dort sein — auh rechtzeitig vor dem Unwetter.