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Weg mit dem Weihnachtsbaum, bevor die Luftschlangen fliegen

Heute hab ich in der Sanderau den ersten Weihnachtsbaum aus dem Fenster fliegen sehen — Dreikönig ist schließlich hier der klassische Tag dafür. Es sei denn, man hat soviel Möbel von Ikea daheim, dass man sich nach dem schwedischen Brauchtum richtet.

Und man beachte dabei:

Auch wenn ich mangels Weihnachtsbaum nicht davon betroffen bin, hab ich mal nachgeschaut, wann die nadeligen Dinger in Würzburg von den Stadtreinigern abgeholt werden. Aber nur, wenn sie völlig entschmückt sind — schließlich sollen sie kompostiert werden.

Woche vom 11. bis 14. Januar 2016

  • Montag, 11.01.2016, im Frauenland
  • Dienstag, 12.01.2016, in der Sanderau und der Altstadt ohne das Mainviertel
  • Mittwoch, 13.01.2016, in Versbach und der Zellerau mit dem Mainviertel
  • Donnerstag, 14.01.2016, Ober- und Unterdürrbach und die Dürrbachau mit Hafen

Woche vom 18. bis 21. Januar 2016

  • Montag, 18.01.2016, im Steinbachtal, am Heuchelhof und in Rottenbauer
  • Dienstag, 19.01.2016, in Heidingsfeld
  • Mittwoch, 20.01.2016, in Grombühl und der Lindleinsmühle
  • Donnerstag, 21.01.2016, in Lengfeld

Via Wuerzburg.de

Naturgewalt aus Würzburg

Es wurde mal wieder ein Film in Würzburg gedreht. “Naturgewalt”, ein Kurzfilm von Preis-für-junge-Kultur-in-Würzburg-Preisträger Steffen Boseckert und produziert vom Würzburger Natural Bodybuilder, Youtuber und eBook-Autor Flavio Simonetti, der auch die Hauptnebenrolle spielt.

Inhaltlich eine Mischung aus einem Jugendmilieu-Film und Karate Kid. Und wohl nebenbei auch ein wenig Werbung für Flavio Simonetti. Die Story ist nicht ganz so mein Ding, aber filmerisch wirklich gut gemacht. Und man sieht ein bisschen vom Heuchelhof, von Grombühl und von der Maschinenhalle im Bürgerbräu Gelände.

Würzburg, was geht diese Woche?

Aktualisierung vom 10.11.14 um 18.50 Uhr

neue_faelle_fuer_sherlock_holmesSo, was ist denn in dieser Woche in Würzburg los? Außer Sankt Martin und dem Beginn der vermaledeiten Faschingszeit.

Fangen wir doch mal mit Theater an. Über “Lolita strikes back” hab ich schon geschrieben, das kann man sich in am Donnerstag und Freitag im Theater Ensemble anschauen.

Auf meiner persönlichen To-Do-Liste steht auch noch “Neue Fälle für Sherlock Holmes” auf der kleinen KuZu-Bühne unter dem Chambinzky. Regisseurin Cornelia Wagner hat mir gesagt, dass das Stück toll ist, welch eine Überraschung! 😉

Wer es ein bisschen lockerer braucht, der kann sich am 11.11. zum Tag der Salzstangen — ja, den gibt es wirklich — um 19.50 Uhr Improtheater von der Gruppe “10 vor 8” gönnen. Ebensfalls im KuZu/Chambinzky.

Falls es jemand noch nicht mitbekommen hat — das Land feiert 25 Jahre Mauerfall. Und deswegen darf man am Montag für den Frieden laufen, beim “Walk for Peace” vom Berliner Ring zur Posthalle.

1-Bitcoin-Qt 09.11.2014 201355Musik gibt es auch. Am Freitag kann man sich zum Beispiel zwischen linken Hiphop mit “Neonschwarz” im Cairo oder der Afro Night im B-Hof entscheiden.

Oder in den Staatlichen Hofkeller gehen. Da ist der Benfiz-Abend der deutsch-finnischen Gesellschaft. Es gibt argentinischen und finnischen (!) Tango und Jazz von und mit Tuija Komi und Vlad Cojocaru, die Schauspielerin Maria Brendel vom Mainfranken Theater liest noch Texte aus und über Finnland. Ob es Wodka geben wird, weiß ich nicht.
Der Eintritt kostet stolze 23 Euro — es ist eben eine Veranstaltung für zwei gute Zecken, dem Mwanza e.V. und die Heuchelhof Dragons.

Wird noch ergänzt … Vorschläge willkommen! 🙂

Update 1

Dankenswerterweise gab es noch ein paar Vorschläge:

Am Dienstag trifft sich im Weinkeller des Greifensteiner Hof wie alle Nase lang die Würzburger Sprachrunde, wo ich auch schon mal referieren durfte. Das Thema lautet diesmal:  Was macht eigentlich ein Synchronsprecher? Und wie ist die Ausbildung dazu? Daniel Klein weiß Antworten darauf, darum ist er Gast an diesem Abend.

Die Neuauflage der Poetry-Slam-Show “Bube, Dame, Ritter” mit Marvin Ruppert, Pauline Füg und eben Christian Ritter gibt es am Mittwoch ab 20.15 Uhr in der Kellerperle. Als Gast ist diesmal noch mit dabei Stefan Dörsing, “lebende Beatbox und Rap-Poet aus Wetzlar”.

Tommi hat mich im Kommentar beschämt, denn wie konnte ich das nur vergessen? Am 15. November — also an diesem Samstag — feiert die Band Q.Age im Rahmen von “Wü meets” im Cairo ihren 15. Geburtstag. Als Gäste mit auf der Bühne sind Starprimate und die drei Irren von Grombira. 😉

Wahlplakate ohne Klimaschutz

Ach, wenn wir doch schon mal beim Thema Wahlplakate sind: Das Gewitter heute nachmittag hat mal klar Schiff mit der Plakatflut in Würzburg gemacht. Dass auf den Bildern nur Wahlplakate der Grünen zu sehen sind, hat keine politische Bedeutung, es hängen nur gerade von deren Kandidaten die meisten Plakate — oder besser gesagt: hingen. Vielleicht sollte man die Dinger etwas wetterfester aufhängen — oder mit dem Aufhängen warten.

Dem Plakat von Patrick Friedl an der Berner Straße am Heuchelhof sieht man deutlich an, dass es für mehr Klimaschutz ist, es hätte sich wohl schon über einen Regenschirm gefreut.

Ein Wahlplakat ohne Klimaschutz
Ein Wahlplakat ohne Klimaschutz

Und das Martin Heilig am Sanderring ausgerechnet vom öffentlichen Personennahverkehr gezweiteilt wurde, hat er als Grüner auch nicht verdient, das ist nicht fair.

Von der WVV gezweiteilt - Martin Heilig

Wie ist das eigentlich, wer muss den Scheiß jetzt aufräumen? Die Partei? Oder machen das die Stadtreiniger?
Wahlplakate am Boden Wahlplakate am Boden

Strabaanzeige

Öffentlicher Qualverkehr

Ich bin wirklich gern mit dem ÖPNV unterwegs. Aber diese Woche hat mich die Straßenbahn in Würzburg genervt.

Fangen wir doch mal mit dem Thema Technik an. Ich will jetzt gar nicht auf die neuen Fahrkartenautomaten eingehen, die öfters nicht funktionieren. Das Ding brauche ich einmal im Monat — Ja, Django hat Monatskarte — und da geht das schon irgendwie.

StrabaanzeigeIch rede von den Anzeigen an manchen Haltenstellen. Am Anfang dachte ich, die Dinger zeigen an, wann die nächste Straßenbahn an der Haltestelle ankommt. Mittlerweile habe ich gelernt, dass die Anzeige lediglich angibt, dass irgendwann man eine Straßenbahn kommen wird. Vermutlich.
Wenn ich hier früh in der Arndtstraße auf die Straba warte, dann wird die Minutenanzeige runtergezählt, bis die betreffende Zeile spöttisch das Blinken anfängt. Minuten lang blinkt das Ding vor sich hin, ohne das eine Bahn auch nur in Sichtweite ist. Wo verspätet sie sich denn großartig, die End- bzw. Starthaltestelle ist 800 Meter weit weg.

Noch schlimmer war es am Mittwoch. Da bin ich am Sanderring aus der Straba vom Heuchelhof ausgestiegen und habe wieder mal der Bahn Richtung Sanderau beim Abfahren zugeschaut. Die nächste Straßenbahn sollte in sechs Minuten kommen — laut Anzeige. Wohlgemerkt, das war gestern. Bei -12 Grad Celcius. Und Wind. Nach Einsteins Spezieller Relativitätstheorie vergeht die Zeit bei hohen Geschwindigkeiten langsamer. Hätte er noch eine Ganz Spezielle Relativitätstheorie nachgelegt, dann hätte er bemerkt, dass der selbe Effekt auch bei niedrigen Temperaturen eintritt.
Noch fünf Minuten, die Fingerkuppen prickeln.
Noch vier Minuten, die Nase läuft.
Noch drei Minuten, die Nase läuft nicht mehr, weil der ganze Rotz festgefroren ist.
Noch zwei Minuten und ich frage mich, ob ich überhaupt nicht eine Nase und Fingerkuppen habe.
Noch eine Minute und ich weiß, dass ich noch Nase und Fingerkuppen habe, weil die beiden beim Nasenertasten aneinandergefroren sind.
Die Anzeige blinkt, die Hoffnung auf Wärme und Wohlbefinden lässt meinen Körper erschauern. Oder ist es die Kälte? Egal, gleich wird alles gut, gleich wird alles warm. Wärme, Wärme, Wär … Moment! Was ist jetzt los? Die Anzeige ist wieder auf zwei Minuten zurückgesprungen. Warum das denn? Ist die Straßenbahn einfach wieder zurückgefahren? Hat der Fahrer etwas an der Haltestelle vorher vergessen und halt das jetzt? Kann doch nicht wahr sein?

Aber das war noch nicht alles für diese Woche …

Straßenbahn des Wahnsinns

Die Hoffnung stirbt zuletzt beim Umsteigen

Heute Abend ist schon wieder passiert. Ich fahre mit der Straßenbahn 5 vom Heuchelhof nach Hause. Die Straba rollt munter über die Löwenbrücke ohne einen Fußgänger anzufahren — alles war eitel Sonnenschein, und das kurz vor 20 Uhr. Keck legt sich die Bahn in die Kurve zur Haltestelle Sanderring — und ich sehe und ahne schon das Unglück. Die Straba der Linie 4 steht an der Haltestelle in Richtung Sanderau — und genau da will ich auch hin.

Obwohl ich mir aus Erfahrung der Sinnlosigkeit meiner Handlung bewusst bin, versuche ich das Unmöglich möglich zu machen. Ich springe zur Tür, hämmere noch während die Straßenbahn bremst auf den Türöffner ein, quetsche mich durch den Spalt, sobald die Tür aufschwingt und spurte wie bekloppt zur Straba, die noch an der gegenüberliegenden Haltestelle steht. Nach drei Schritten hat sich das “noch” in ein “nicht mehr” verwandelt, denn die Straba tuckert fröhlich und mit hämisch quietschenden Rädern in Richtung meiner Wohnung, nur leider ohne mich. Also bin ich zehn Minuten zu Fuß heimgelaufen, als eine Viertelstunde — oder wäre es noch länger gewesen? — auf die nächste Bahn zu warten.

Ich werde wirklich wahnsinnig! Kann denn die Straba nicht noch 30 Sekunden warten, wenn schon eine Bahn von einer anderen Linie ankommt? An so einem Kreuzungspunkt zweier bzw. mehrerer Linien wäre das absolut sinnvoll. Das wirft doch den Fahrplan nicht durcheinander!  Und der Sanderring ist die erste Möglichkeit in eine andere Linie zu wechseln, wenn man vom Heuchelhof kommt. Aber so fühle ich mich — und andere vermutlich auch, manchmal renne ich auch nicht alleine —  jedesmal völlig verarscht, liebe WVV.