Perlentauchen beim Honky Tonk

Ach, Honky Tonk in Würzburg — ich bin immer hin und her gerissen. Für 15 Euro mich durch überfüllte Kneipen schieben und Covermusik zu hören … bringt es das wirklich? Aber andererseits entdeckt man da auch immer wieder mal eine Perle.

Ach, Honky Tonk in Würzburg — ich bin immer hin und her gerissen. Für 15 Euro mich durch überfüllte Kneipen schieben und Covermusik zu hören … bringt es das wirklich? Aber andererseits entdeckt man da auch immer wieder mal eine Perle. Die im wahrsten Sinne funkelnde Perle des gestrigens Abends war für mich  Rocco Recycle, der im Rock-a-Hula — früher bekannt als “Casa” — gespielt hat. Letztlich auch nur eine One-Man-Cover-Band, aber mal ein sehr origineller Ansatz. 🙂

Rocco Recycle im Rock-a-Hula
Rocco Recycle im Rock-a-Hula

Hier noch eines der beliebten Hochformatvideos! 😉

Morgen wird gehonkt und gehonkt

Morgen ist Honky Tonk in Würzburg. 50 Bands spielen da in Würzburgs Kneipen und man kann von Kneipe zu Kneipe gehen — später am Abend auch torkeln — und sich Musik anhören. Leider bin ich, wie das Honky Tonk selbst auch, gebürtiger Schweinfurter. Und so bin ich bis heute kein glühender Verehrer des Würzburger Honky Tonks, denn in Schweinfurt ist es einfach besser. Was vor allem mit der Größe der Stadt zu tun hat. Denn in Schweinfurt kann man wirklich von einer Kneipe in die nächste fallen, in Würzburger muss man einfach ein bisschen weiter laufen.

Musikalisch gibt es einen deutlichen Überhang an Cover-Bands. Wobei ich “Cover-Band” nicht grundsätzlich als Qualitätsmerkmal sehe, es gibt durchaus gute und originelle Cover-Bands, leider aber auch das Gegenteil, die die Songs nur runterdudeln, weil sie bekannt sind. Aber das muss jeder selbst wissen — wenn man Spaß hat, hat man Spaß.

Apropos Spaß: Der Spaß kostet an der Abendkasse 14 Euro, dort bekommt man ein Bändchen, mit dem man in alle Lokalitäten reinkommt, die beim Honky Tonk in Würzburg mitmachen.

Für die Last-Minute-Knauser: Es gibt auch 3×2 Bändchen hier im Würzblog zu gewinnen. Rechtsweg könnt ihr vergessen, beantwortet lieber einfach diese Frage in den Kommentaren (gültige Mail-Adresse angeben!):

Es gibt neben den normalen Eintritts-Bändchen beim Honky Tonk in Würzburg noch eine andere Bändchenart, die für den Eintritt aussschließlich im B-Hof und Tanzcafé Ludwig sind. Wie wird das Bändchen genannt?

Keine Kunst, keine Meefischli – dafür viele Menschen

Auch wenn es am Samstag nicht zur Kunst gereicht hat und es beim essen auch leider keine Meefischli gab – der Abend war doch recht interessant.

IMG_9013In der Stadt tobte das Honky Tonk. Als wir gegen 22 Uhr in der Innenstadt aufschlugen, hatte die Kneipen schon den Siedepunkt erreicht. Dieses Jahr scheint die Honky Tonk-Idee endlich mal in Würzburg angekommen zu sein. Von Kneipe zu Kneipe wanken gehen, mal reinhören, was trinken und wieder weiterziehen. Leider ist das Festival fast zu gut angekommen, denn in den Kneipen, in denen ich war, waren heillos überfüllt. Da sollten nächstes Jahr doch vielleicht noch mehr Lokale mitmachen und den Pegelstand etwas zu entspannen.

Musikalisch darf man natürlich keine Wunder erwarten. Es ist Partytime für die Massen mit Partymusik für die Massen. Es sind zwar viele Stilrichtungen vertreten, aber nur wenige Bands spielen keine Coversongs. Aber um orginelle Musik zu hören gibt es in der Stadt ja sonst auch genug Möglichkeiten. Bewusst gehört habe ich nur The Bandits im Vivas, die mehr alte Rockklassiker gespielt haben, und Breitner im Jimmy’z, die die neueren Rocksongs zum Besten gaben. Die Ü30-Party im Zauberberg war skurril wie immer und im Boot gingen dann schon langsam die Lichter aus (die vom Boot, nicht meine ;-))

Auch empfiehlt es sich nicht, das Honky Tonk mit einer große Gruppe zu besuchen. Es ist recht anstrengend, alle beisammen zu halten. Besser ist es als kleine Gruppe oder allein zu gehen, da man eh ständig Bekannte trifft oder sich neue Bekannte macht.

Honky Tonk 2006

Noch keine Karten für das Honky Tonk morgen? Dann aber schnell. Heute kann man noch Karten für das Kneipen-Musik-Festival für den Preis von 10 € ergattern, am Samstag gibt es aber bis 17 Uhr noch Vorverkaufskarten in der Galeria Kaufhof.

Im Programm auf der Website des Honky Tonk stehen eine Menge Bands, die ich noch nie gehört habe, aber das macht den Abend ja nur interessanter. Auch in den letzten Jahren war die Musik stilistisch und qualitativ bunt gemischt, auch in diesem Jahr wird der Samstag Abend ein wenig Trial & Error-Charakter haben.

Karten bzw. Bändchen gibt es im Vorverkauf bei allen Main-Post-Geschäftsstellen, in der Galeria Kaufhof und in den teilnehmenden Kneipen für 10 €. Die Kurzentschlossenen können natürlich am Honky Tonk selbst die Bändchen dann in der ersten Kneipe kaufen — allerdings für 12 €. Los geht es ab 21 Uhr, Einlass ist schon ab 20 Uhr.

Durch die Kneipen mit Musik

Honky Tonk Würzburg, Donny Vox im Café KlugSo ein Honky Tonk kann ganz schön anstrengend sein.
Pünktlich um 20 Uhr war ich im Café Klug, das Eintrittsbändchen habe ich noch im Vorverkauf erstanden. Die Tische waren schon alle besetzt, aber es waren noch Plätze an der Theke frei. Das sollte sich aber schnell ändern. Die Gäste strömten in Scharen in’s Klug um Donny Vox zu hören. Und war die Reise wert. Donny spielte mit einem zweiten Gitarristen und einem Schlagzeuger einen fetzigen und melodiösen Bluesrock, der sich wirklich hören lassen konnte. Der Andrang war zeitweise so groß, das viele potenzielle Besucher eine Weile vor der Türe warten mussten, da in der Kneipe kein Platz mehr war.

Aber das Platzproblem war auch in den anderen Lokalitäten ein Problem. Da merkt man doch, dass für Würzburger Größenverhältnisse immer noch zu wenig Kneipen am Honky Tonk teilgenommen hatten. So entstanden manchmal unangenehme Wartezeiten vor den Eingangstüren.

Im Gehrings gab es noch Platz. Leider wusste ich auch bald warum. Das Duo Pommes & Fritz waren nicht so der Renner. Sie gaben sich zwar Mühe, aber so richtig Stimmung wollte nicht aufkommen, der Sound war auch nicht so toll.
Besser war es dann wieder im Café Haupeltshofer mit U-Turn. Die Jungs rockten und poppten, dass die Hütte wackelte. Eine überraschend gute Zeit hatte ich dann im Chair, eine mir bisher unbekannte Kneipe in der Sanderstraße. Die Band Rüdiger Wolfs Acoustic Soul spielte alte und neue Fetenhits, das aber recht originell und solide. Auch war der After-Show DJ für so ein kleines Lokal wirklich gut.
Three Monkeys & a DogDanach machte ich einen kurzen Abstecher ins Fuego, wo Three Monkeys & a Dog kernigen Rock zum Besten gaben und einem noch kürzeren Besuch im Jenseits bei den Drei von der Tankstelle, die sich auch gut anhörten. Mein Abschluß fand dann im Zauberberg statt, wo ich noch zu den letzen Songs von The Bandits abtanzen durfte. Doch als mir dann der Cuba Libre geklaut wurden, bin ich heimgegangen. Es war ein Zeichen! 😉

Eigentlich war das Honky Tonk in Würzburg soweit ganz gut. Eine gute Mischung der Musikstile, weit über die Innenstadt verteilt. Schön wäre es, wenn mehr Kneipen daran teilnehmen würden, so müsste man sich keine Gedanken darüber machen, ob man in das entsprechende Lokal überhaupt reinkommt.
Es besteht eine gute Wahrscheinlichkeit, dass ich am 4. November 2006 wieder dabei bin!

[Fotos gibt’s bei Flickr]

Honky Tonk, jetzt mal richtig?

Am morgigen Samstag findet das 6. Honky Tonk in Würzburg statt. Die Idee des Honky Tonk ist einfach. Viele Bands spielen in vielen Kneipen, aber gezahlt wird dafür nur einmal. In der Praxis sieht das so aus, dass man irgendwo in einer Kneipe das Eintrittsbändchen kauft (12 €) und dann beliebig durch die Kneipen und Musikrichtungen ziehen kann. Studenten werden das Prinzip von der Shuttelparty kennen.

Ich bin kein großer Anhänger des Würzburger Honky Tonks, schließlich bin ich in der Geburtsstadt dieser Veranstaltung, in Schweinfurt, aufgewachsen.
Hier in Würzburg war immer das Problem, dass es für die Größe der Stadt viel zu wenig Kneipen gab, die mitgemacht haben. Das soll sich dieses Jahr geändert haben. Es sind 26 Örtlichkeiten (nicht nur Kneipen) beteiligt, mal sehen ob damit das mir bekannte “Schweinfurter-Honky-Tonk-Gefühl” aufkommt.

Das Eintrittsbändchen kann man bis Freitag im Vorverkauf für 10 € bekommen, in der Galeria Kaufhof sogar noch am Samstag bis 17 Uhr.
Ein Programm und weitere Informationen gibt es auf den Mainpost-Seiten und bei honky-tonk.de.