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Bloggertreffen auf dem Stramu, immerhin ausnahmsweise

Das wird ein wilder Ritt beim Herbstbloggertreffen am Samstag. Alles wird anders!

Aber fangen wir mal mit dem an, das sich nicht ändern wird:

  1. Am 9.9. ist wie in jedem Jahr Bloggertreffen in Würzburg.
  2. Eingeladen sind alle Blogger und Blogleser rund um Würzburg
  3.  … ähhhhh … das war eigentlich schon, was gleich bleibt 😀

Denn das Treffen wird zum ersten mal nach sieben Jahren nicht im Gehrings in der Neubaustraße. Robert, unser Wirt der Herzen, Lebern und Milzen und Meister der gepflegten Unfreundlichkeit macht einen angeblich verdienten Urlaub zu dieser Zeit.
Dazu kommt, dass wie so oft am Tag des Bloggertreffens das Stramu in Würzburg stattfindet.

Digitale Schnitzeljagd auf dem Stramu

Also: Chancen finden und nutzen! Das heißt, das Bloggertreffen wird auf dem Stramu in der Innenstadt abgehalten. Treffpunkt ist um 18.30 Uhr an der Bar/Eiscafé D.O.C am Anfang der Augustinerstraße. Ja, das ist zum einen mein Stammcafé, zum anderen wird da aber auch keine gigantische Menschenmenge sein, um eine Band zu hören. Von da aus ziehen wir einfach gemeinsam durch das Stramu und frönen ein wenig der Straßenmusik und -kunst. Genug Trinkpausen werden natürlich auch gemacht. 🙂

Aber was machen diejenigen, die erst später dazu stoßen wollen? Sehr gute Frage! Verrückterweise nutzen wir Blogger doch mal moderne Technik. Ich werde meinen Standort die ganze Zeit über die Glympse-App freigeben, sofern das Funknetz, die GPS-Satelliten und der Akku (Powerbank nehme ich aber mit) mitspielen. Den Link, unter dem ihr im Browser eures Smartphones meinen aktuellen Standort sehen könnt (die Glympse-App braucht ihr nicht), poste ich dann auf wuerzblog.de und auf den Würzblog-Accounts auf Facebook, Twitter und Instagram.

Was wenn es regnet? Dann treffen wir uns trotzdem im D.O.C — und schauen dann spontan, was wir wo machen.

Nach dem Stramu ist mittem im Bloggertreffen

Meine Idee wäre, dass wir vielleicht so bis 22 Uhr auf dem Stramu rumstreunen und uns dann irgendwohin verkrümeln und was trinken. Und meine weitere Idee wäre, dass wir dann das Immerhin unter der Posthalle heimsuchen. Denn wenn schon anders, dann auch richtig. Obwohl — so anders wäre das gar nicht. Zumindest die Überlebenden der ersten Würzburger Bloggergeneration wie Rööö und Tanky könnten sich daran erinnern, dass wir schon seeeeeehr nette Bloggertreffen im Immerhin hatten, wenn auch an anderer Stelle. Außerdem soll es ja wirklich noch Menschen geben, die noch nie im Immerhin waren. Das wäre die Gelegenheit, eine existenzielle Lücke in der Persönlichkeitsentwicklung zu stopfen. 😉

Aber das können wir noch spontan vor Ort entscheiden. Für die Nachzügler gilt dann nach wie vor: WürzblogFacebook, Twitter und Instagram checken.

Klassenbuch

Wie immer gibt es zum Treffen auch eine Veranstaltungsseite auf Facebook, sein Kommen, Fernbleiben oder die eigene Wankelmütigkeit darf man gern unverbindlich hier in den Kommentaren hinterlassen.

Es kommen

Es kommen vielleicht

Es kommen nicht

 

U&D am Sauheißpurzel – die Musik spielte auf der Garagenbühne

So, jetzt breche ich langsam mal die mir selbst auferlegte Blogpause, die ich mir für den Urlaub vorgenommen — und natürlich nicht ganz durchgehalten — habe.

Am vergangenen Freitag war ich beim Umsonst-und-Draussen-Festival in Karlstadt. Als ich zum letzten Mal dort war, gab es das Würzblog noch gar nicht und ich konnte mich auch kaum noch an das Gelände erinnern.

U&D Karlstadt am Saupurzel.

Erinnern kann ich mich auch jetzt kaum noch daran, dass es an diesem Freitag noch richtig heiß war, da trug der Sommer im Vergleich zu heute noch seinen Namen zu recht. Was auch seine Nachteile hatte. Ich bin mit dem Zug nach Karlstadt gefahren und dann zu Fuß vom Bahnhof zum Saupurzel gelaufen, dem Gelände des Festivals, etwas außerhalb auf einer Anhöhe. Und da hätte ich mir wirklich einen Shuttleservice gewünscht, denn der halbstündige Fußmarsch unter der sengenden Sonne war wirklich kein Spaß.

U&D Karlstadt: Mutabor

Gelohnt hat sich die Mühe. Das U&D in Karlstadt ist ein süßes kleines Festival. Der Freitag stand sehr unter dem Einfluss des Headliners J.B.O., die zum Schluss auf der Hauptbühne auftraten — und mich überhaupt nicht interessierten. Aber die vielen in knallpinke Shirts gekleideten Fans der Band ließen vermuten, dass etliche Besucher extra wegen der Erlanger Band, gekommen waren, die für mich ihren einzigen kleinen Höhepunkt Mitte der 90er Jahre hatte.

Überhaupt muss ich sagen, dass für mich die kleine Garagenbühne der Ort auf dem U&D war, wo die wirklich interessante Musik gespielt wurde. Crossing Borders oder Mutabor auf der Hauptbühne habe ich mir beide mal kurz angehört und fand sie auch ok, aber so richtig gekickt haben sie mich nicht.

U&D Karlstadt: Dryad

Anders auf der Garagenbühne. Jede der vier Bands an diesem Tag haben mich auf ihre Weise begeistert.
Die Würzburger Stonerrock-angehauchten Dryad, die Berliner Astroboys, das Odd Couple als Trio aus Berlin (die jetzt am Wochenende auf dem Herzberg-Festival spielen) und The Picturebooks aus Gütersloh legten wirklich beeindruckende Konzerte auf der kleinen Waldbühne hin.

U&D Karlstadt: The Paperbooks

Gerade The Picturebooks hauten mich weg, das Duo rockte mit kleiner elektronischer Unterstützung einfach dermaßen wuchtig, kraftvoll und mit vollem Körpereinsatz mit Gitarre und Schlagzeug. Wahnsinn! Sänger und Gitarrist Fynn sagte mir nach dem Konzert, dass sie an dem Abend schon für ein Konzert im Immerhin in Würzburg angefragt wurden. Ein Termin steht noch nicht fest, also in der nächsten Zeit mal die Augen aufhalten, das ist schon jetzt eine Konzertempfehlung.

Putzig war das Festival auch in Hinsicht der Organisation. Das Personal am Weinstand war wahnsinnig freundlich und lustig, aber auch ein wenig planlos. Darum durfte man ihnen als Gast auch gerne mal beratend zur Seite stehen, was die Bechergröße oder den Preis — das Weinschorle für zwei Euro, der Wein für drei Euro, auf dem Land ist die Welt noch in Ordnung 😉 –anging.

U&D Karlstadt: Der Stempel für die Hauptbühne.

Witzig für mich, für viele anderen Besucher eher nervig war, dass für den Platz den Hauptbühne plötzlich Stempel verteilt wurden. Den Platz konnte man nur noch über einen Zugang erreichen, eine Security-Mitarbeiterin stempelte im Sekundentakt Handrücken. Warum sie das tat, konnte sie mir nicht so wirklich erklären. Irgendwas, damit nicht zu viele Menschen vor der Bühne sind. So richtig gezählt hat meines Wissens aber niemand, es verließen ja auch ständig bereits gestempelte Leute den Platz und kamen gar nicht wieder. Sinn und Zweck dieser Aktion hat sich mir also nicht erschlossen, außer dass an der “Stempelstation” ein großes Gedränge entstand. Aber war nach ein paar Songs von Mutabur nicht mehr an der großen Bühne, sondern den Rest der Zeit an der Garagenbühne.

Unterm Strich hatte ich einen wirklich schönen Abend auf dem U&D in Karlstadt, der mir einfach Spaß gemacht hat. Und wundersamerweise bin ich sogar mitten in der Nacht noch nach Würzburg zurück gekommen, nachdem ich den letzten Zug verpasst habe. 🙂

 

U&D 2017 Tag 2: Praktikum, Soundbrei und das gallische Dorf

Nach einem extrem chilligen Tag bin ich am Freitag am späten Nachmittag nach einer kleinen Radtour zu meinem zweiten Tag auf dem Umsonst & Draussen eingelaufen. (Mehr Bilder gibt es übrigens weiter unten im Beitrag)

Umsonst & Draussen 2017 Tag 2 – Devil May Care

Musikalisch ging es für mich mit Devil May Care auf der Draussen-Bühne los. Für die Uhrzeit ganz ordentlich besucht, die Fanbase der Band ist wohl groß, die Familienquote allem Anschein nach sehr hoch. Die vier Jungs lieferten eine super Show ab und hauten gleich zu Beginn des Festivaltages ordentlich einen raus. Machte mit gleich gute Laune.

Soundbrei U25

Weniger gute Laune machte mir Rising End. Das heißt: Die Band schon. Aber der Sound auf der U25-Bühne, wo die Rockband auftrat, war wirklich unter aller Sau. Das klang wie durch eine mit stinkenden Socken gefüllte Blechdose gespielt. Gut, dass man für die “Nachwuchsbands” vielleicht nicht das feinste Tonequipment verwendet und den Godfather of Tontechnik ans Mischpult setzt … hm … mag ich ja noch verstehen. Aber mit so einem Soundbrei tut man niemanden einen Gefallen — weder den Bands, noch den Zuhörern.

Und Rising End hätte wirklich guten Ton verdient gehabt. Seit ich die sechs zufällig mal auf dem Stadtfest in Würzburg hörte, hab ich mal ein Auge auf die Band. Doppelte Frauen-Power im Gesang und vierfache Männer-Power an den Instrumenten.

Umsonst & Draussen 2017 Tag 2 – Rising End

WüRG-Praktikum

Praktikum am WüRG-Stand.

Mein Weg führte mich dann quer über den gesamten Platz in kleine gallische Dorf noch hinter der Drinnen-Bühne. Dort haben die ganzen Musik-Initiativen & Co ihre Stände. Unter anderem die WüRG, die Würzburger Rockgemeinschaft, wo ich meinen Kumpel Simon von der Band Sasquatch besuchte, der dort Standdienst hatte.

 

Ich hab da gleich mal ein spontanes Praktikum am WüRG-Stand gemacht, hab Demo-CDs und Feuerzeuge ans Volk gebracht, Simon in seiner Pinkelpause vertreten, erklärt, was die WüRG ist, Kinder musikalisch früherzogen und mit den netten Besuchern gesasquatscht. Hat Spaß gemacht! 😀

Über die Route 88 zu den Blues Pills

Zum 30. Umsonst & Draussen hat sich eine Jubiläums-Kombo namens Route 88 gebildet, um spaßeshalber Lieder aus dem Jahr 1988 zu spielen. U&D-Veteran Hartmut Emser war als Gründervater und — erstaunlicherweise für mich — passabler Sänger mit dabei. Klar, das waren “nur” Coversongs. Aber irgendwie hatten alle so einen Spaß auf der Bühne und auch im musikalischen Können so gut, dass es wirklich ein geiles Konzert im Zirkuszelt war.

Umsonst & Draussen 2017 Tag 2 -Route 88

 

Vielen Leute, die ich auf dem U&D getroffen habe, fehlte dem Festival der übliche “Headliner”, also eine relativ bekannte Band. Und das ging mir auch so. Was ein wenig in die Richtung für mich ging, waren die Blues Pills, die bei uns schon am Abend davor für eine orgiastische Wortspielrunde sorgten.

Umsonst & Draussen 2017 Tag 2 – Blues Pills

Die Schweden fand ich schon gut. Wirklich. Aber irgendwie hatte ich doch mehr erwartet, was ich so im Vorfeld von den Blues Pills mal gehört habe, hatte mehr … Rumms oder was auch immer.  Ok, ich wurde wirklich gut unterhalten und habe da überhaupt keinen Grund zum Klagen. Aber ein wenig tat es mit leid, dass ich das Route 88 so bald verlassen habe, um zu den Blues Pills gehen zu können.

Nach den Schweden blieb ich noch an der Draussen-Bühne. Da spielte dann Astrid North — und wir hatten keinen synchronen Biorhythmus. So gut ich ihren Jazzpopsoul im Grunde fand, ich war an diesem Ort, zu dieser Zeit, nicht bereit für ihre Musik. Astrid, nicht deine Schuld, ein andermal vielleicht.

Umsonst & Draussen 2017 Tag 2 – Astrid North

Gefüllte Poesie und gallisches Dorf

Umsonst & Draussen 2017 Tag 2 – Pauline Füg eröffnet den Poetry Slam im Drinnen-Zelt

Eigentlich wollte ich um Mitternacht ins Drinnen-Zelt zum Poetry Slam. Das habe ich zuerst auch gemacht. Also fast. Ich war nicht im Zelt, sondern davor. Denn das Drinnen des Drinnen-Zelt war höchst kompakt mit Menschen gefüllt. Schade für mich, schön natürlich für Pauline Füg, deren Poetry Slam sich als mehr als erfolgreich zeigte.

Von seitlich draußen sah und hörte ich die Slammer leider nicht sonderlich gut, also trollte ich mich und bin wieder nach nebenan zurück ins gallische Dorf, zum Stand des unbeugsamen Immerhins neben der Palettenbühne. Und da habe ich dann bis um 2 Uhr den Rest der Nacht verbracht, mit netten, interessanten und lustigen Gesprächen mit netten, interessanten und lustigen Menschen — und Musik. Irgendwie ist dort, etwas abgeschieden zwischen Haupteingang und Drinnen-Zelt, ein kleines Festival im großen Festival. Und eine Reise wert!

Alles in Allem: Ein sehr, sehr geiler und entspannter U&D-Tag! 😀

P.S. Mein Selfie-Sammel-Projekt ging auch weiter, obwohl ich noch immer eine hohe Ausfall-Quote vor lauter Vergesslichkeit dabei habe. 🙂 Also wenn ich euch treffe und kein Selfie mit euch mache — erinnert mich daran! 😀

Umsonst & Draussen 2017 Tag 2 – Alles endet im Immerhin, auch ich.

Hier noch ein paar Bilder vom U&D-Freitag 2017

Scallwags, 20 Jahre Rock’n Roll

Nach dem Stramu ging es am Samstag noch mal kurz mit Herrn Nutzschall und Schwester C.   ins Immerhin. Die Fun-Ska-Punk-Rock-Band Scallwags aus Schweinfurt, die noch auf ihrer “20 Years of Rock’n’Roll”-Tour sind, spielte mal wieder in Würzburg.

Scallwags im Immerhin
Scallwags im Immerhin

Ja, die Jungs spielen wirklich so lange, und ich kann mich noch an ihren — soweit ich weiß und mich erinnere — ersten Auftritt im Jugendhaus in Schweinfurt erinnern. Da muss ich wohl so 25 Jahre alt gewesen sein. Schon toll, wenn man so Mitte/Ende Dreißig schon sein 20-jähriges Bühnenjubiläum feiern kann. 😉

Und 20 Jahre danach hat Scallwags eine fette Show im Immerhin abgeliefert, bei Temperaturen, die sogar die Außentemperaturen übertroffen haben.

Es war mir wie immer eine schweißtreibende Freude! 😀 Jane Doe hab ich leider verpasst. 🙁

U&D 2016, Tag 1

Umsonst & Draußen 2016, Tag 1
Umsonst & Draußen 2016, Tag 1

Das war eine Hetzerei, bis ich am Donnerstag endlich zu Umsonst & Draussen-Festival kam. Im Schneckentempo kroch ich mit dem Auto von Marktheidenfeld nach Würzburg. Bis ich dann endlich — mit der Straßenbahn — auf den Mainwiesen angekommen bin, ging es im Schneckentempo zu Fuß weiter.

Das Immerhin-Zelt
Das Immerhin-Zelt

Alle paar Meter habe ich jemanden getroffen und zumindest kurz gequatscht und hin und wieder auch jemanden umarmt. Aber auch das ist das Umsonst  & Draussen — ein großes Klassentreffen. Der Preis, den ich für diese soziale Freude zahlen musste, war, dass ich erst mal kaum ein Konzert gehört habe. Aber das war ein Preis den ich sehr gerne zahle! 🙂

Zumindest kurz konnte ich mir aber mal Yousef Junid auf der U25-Bühne anhören. Ein schönes Saitenzupfen hat er mit seinem Bruder da hingelegt.

Yousef Junid
Yousef Junid

Dann ging es weiter zu Die Nerven. Hammerkonzert mit einer Mischung aus Punk, Prog-Rock, eine Prise Joy Division und diversen anderen Einflüssen. Und eine geile Show, die drei Jungs da auf der Draussen-Bühen abgeliefert haben, die nicht mal ein gerissenes Fell der Basedrum stoppen konnte. Danke Nerven, Danke, Danke, Danke! 😀

Die Nerven
Die Nerven

Showman das Abends — Die-Nerven-Drummer Kevin Kuhn.

Die Nerven-Dummer Kevin Kuhn
Die Nerven-Dummer Kevin Kuhn

Nur ganz kurz konnte ich Egotronic anhören.

Egotronic
Egotronic

Ein paar Bilder

U&D mit 2016 und hoffentlich mit mir

Morgen beginnt das Umsonst & Draussen in Würzburg. Und obwohl ich im Job gerade viel zu tun und den Kopf damit voll habe, fängt so langsam mein Festival-Zeh zu zucken an. Denn nach etwa fünf Jahren könnte ich vielleicht in diesem Jahr mal mehr als nur kurz vorbeischauen.

Im Moment sieht es zumindest ab Freitag für mich einigermaßen gut aus (falls ich nach der Arbeit zum ersten Mal überhaupt zum U&D fahren würde, vielleicht am späten Donnerstagabend auch schon 😉 ) .  Der Wetterbericht meldet für Würzburg in den U&D-Tagen irgendwas zwischen Sonnenschein und Unwetter, manchmal sogar gleichzeitig. Wir werden sehen, für mich persönlich ist das Festival noch nie am Wetter gescheitert.

Ich würde ja freuen mal wieder in aller Ruhe ein paar Tage über die Mainwiesen zu schlendern, mir bekannte und unbekannte Bands auf der Draussen-, Drinnen- oder U25-Bühne und natürlich auf der Paletten-Bühne des Immerhin anzuhören. Oder die Stände der Initiativen besuchen und ein bisschen mit den Leuten dort zu quatschen. Oder zu schauen, was die Laserkoalas wieder an Kunst auf die Beine gestellt haben. Oder, oder, oder …

Und vor allem freue ich mich darauf, einem ganzen Haufen an netten Leuten dort zu begegnen. Ja, lieber Leser, auch du bist gemeint … 😉

“Psychodelischer” Besuch bei Tante Immerhin

Am Freitag war ich wieder mal im Immerhin. Das war ein bisschen so, als würde man eine liebgewonnene Tante besuchen, die weit weg wohnt. Nur ohne Kaffee und Kuchen. Dafür mit Alkohol und Rock ‘n Roll! Und wurde auch gleich von sehr netten, mir bis dahin unbekannten Menschen erkannt — als die Glücksfee. Ich muss unbedingt mal wieder zum Frisör gehen! 😉 Grüße an M. aus W.! 😉

Sunder und Harsh Toke haben im Keller aufgespielt, so ganz arg “psychodelische” Sachen. Aber sehr cool. Harsh Toke hat nur einen seeeeeeeeeehr langen Song gespielt, Sunder ein paar mehr. Und ich konnte fast den ganzen Text mitsingen! 😉

Sunder aus Frankreich.
Sunder aus Frankreich.
Sunder aus Frankreich.
Sunder aus Frankreich.
Harsh Toke aus den USA
Harsh Toke aus den USA
Harsh Toke aus den USA
Harsh Toke aus den USA

Wenn die Gitarren klingen und die Synapsen schwingen

Charly “Freakshow” Heidenreich hat mal kurzerhand ein Nachwuchs-Jazz-Progressive-Rock-Gitarren-Festival ins Leben gerufen, von Charly auf “Shut up and play your Guitar”-Festival genannt. Gestern bin ich nach Feierabend ins Immerhin gehuscht, um wenigstens den ersten Tag mitzuerleben.

Krebszucht auf Amrum
Krebszucht auf Amrum

Die Hetzerei hat sich gelohnt. Nach sehr kurzweiligen eineinhalb Stunden des Wartens ging es mit der ersten Band los. “Krebszucht auf Amrum” hießen die drei Jungs, die sich auf Abschiedstour befanden — nach zehn Jahren wird das Projekt aufgelöst, da die Drei genug andere Bands und Projekte am Laufen haben.
Aber nichts desto trotz hauten die Nordlichter uns Unterfranken die Gitarre, Bass und Schlagzeug mit Lieder wie “Lindenmulch”, “Es ist ein b, du Arsch” oder “Dampfsauna” in die Ohren. Es war ein lustiges Konzert im dunklen und fotounfreudlichen Keller. Aber in den kühlen Katakomben war es eigentlich sehr angenehm in dieser warmen Sommernacht.

Mister Trief
Mister Trief

Weiter ging es nach einer Umbaupause mit Mister Trief, einer Formation aus drei Musikstudenten, wovon zwei ehemalige und einer aktuell einer ist — aber es wurde nicht verraten, wer nun der Noch-Student ist. Und Mister Trief legte nochmal eine Schippe drauf. Fetter Bass, ein hyperaktives Schlagzeug und Gitarre mit teilweise angedockten Synthesizer ließen mit ihrer krude Mischung aus Experimentellem und  “Herkömmlichen” machen Kiefer tiefer hängen. Auch sie neigten — wie viele Bands in dem Metier — zu lustigen Songnamen wie “Schnee sei frisch gefallen” oder “Farben des Uterus – rot und blau”. Für mich waren die drei Dresdner das Highlight des Abends.

Counterworld Experience
Counterworld Experience

Zum Abschluss gab es Counterworld Experience, bei denen es härter zu Sache geht und die einen Hammer-Bassisten hatten. Hut ab. Leider konnte ich deren Konzert nicht mehr zu Ende hören, die letzte Straßenbahn fuhr ich war nach dem langen Tag auch völlig fertig.

Es war wirklich ein toller Abend. Im Immerhin konnten man gut zwischen den Konzerten rumlungern und mit den Leuten quatschen, die Kerls hinter der Theke waren nett und Charly war halt Charly. Nur schade, dass so wenig Besucher da waren — ich schätze mal optimistisch um die 20. Klar ist das keine Musik für die Massen, was da gespielt wird. Aber ich kann jedem empfehlen, sich mal auf solche Konzerte einzulassen und die von Radio und Fernsehen gequälten Ohren dort wieder durchspülen zu lassen.Guitar-Challenge im Immerhin in Würzburg 12.06.2015 21-43-31 5456x3632

Klar sind ist die Karte nicht billig. Aber Charly muss natürlich auch kalkulieren: Die Bands wollen Gage, Essen und Unterkunft. Neun Musiker waren gestern da, Da bleibt nicht mehr viel. Würden mehr Besucher kommen, wäre der Eintritt auch billiger. Aber im Grunde: Gut sechs Euro für je ein Konzert sind auch nicht die Welt.

Heute am Samstag (13. Juni 2015) gibt es für Mutige und Interessierte noch eine Gelegenheit, bei dem Gitarren-Fesitval zuzuhören: Der zweite Teil findet ab 16 Uhr — plant mal kurz vor 18 Uhr für die erste Band 😉 — im Blauen Adler statt mit vier Bands: Die Arroganz Allianz, Uhl, Zodiak Trio und als Special-Guest Alfie Ryner aus Frankreich.

Fotos hab ich auch gemacht, aber das Immerhin hat für Fotos die mit Abstand am schlechtesten beleuchtete Bühne Würzburgs. Ich gab mein Bestes beim Knipsen. Gute Bilder gibt es von Monika bei Artrockpics.com – und ich hab mich sehr gefreut, sie mal wieder zu sehen! 🙂