• Frängisch,  Politik,  Wirtschaft

    Würzburg ist halt Würzburg und bleibt halt Würzburg – und sonst nix

    Vorgestern hat sich der Stadtrat der Stadt Würzburg — ganz vorne die CSU — dafür entschieden, der Metropolregion Nürnberg nicht mehr anzugehören. Würzburg war in diesem Zusammenschluss fränkischer Städte bisher passives Mitglied, was ja schon eine geniale Entscheidung war — Geld für etwas geben, bei dem man nicht mitmachen kann. Aber immerhin: Die Stadt spart doch glatt 7.000 € im Jahr, für das Geld kann man Flyer drucken mit denen man die Region Würzburg voranbringt. Ich glaube ja, das Würzburg ruhig selbstbewusst auftreten kann. Das heißt aber im Umkehrschluss nicht, dass man alle Brücken, Netzwerke und Kooperationen mit Nachbarregionen abbrechen muss.Dass dieses Netzwerk nun den Namen “Nürnberg” und nicht “Würzburg”…

  • Zeuch

    Graf Zahl und Herzog de Optique

    Lieber Verschönerungsverein! Wir müssen reden! Nein, nicht über gute oder schlechte Architektur, auch nicht über guten oder schlechten Städtebau. Nein, diesmal über Zahlen. In eurer “Stellungnahme zum geplanten Hochhaus in der Augustinerstrasse 9, Februar 2009” (Straße übrigens mit scharfem S, das nur nebenbei) beklagt ihr euch, dass der geplante Neubau des Hochhauses in der Augustinerstraße mit seiner Trauflinie die Trauflinie des Altbaus um 5,50 Meter überragt. Die Trauflinie bzw. Traufhöhe ist — grob gesprochen (genauer hier) — die Höhe der Außenmauern bis zum Beginn des Dachs, oft ungefähr da, wo die Dachrinne sitzt. Bei einem Flachdachbau wie der geplante Neubau ist die Traufhöhe also ungefähr die Höhe des Gebäudes. So…

  • Politik,  Zeuch

    Hammer und Hose

    Ja lieber Würzburger Stadtrat, da hat ihr wieder mal gezeigt wo der Hammer hängt und wer die Hosen an hat. Ihr könnt euch doch nicht bieten lassen, dass der Bau- und Ordnungsausschuss einfach gegen euren Beschluss vom letzten Jahr stimmt und dem Augustinerhochhaus eine Höhe von 35,90 Meter gönnt. Ist ja bloß der Bauausschuss, was weiß der schon vom Bauen. Da muss man schon das Weltbild des Ausschusses und die Höhe des Hauses zurechtrücken — und zwar auf 33,90 Meter. Was ja immer noch 1,25 Meter höher als das jetzige Haus ist. Aber dass das dem Investor vielleicht nicht genug sind und der Entwurf des Neubaus von 2007 auch schon…

  • Wirtschaft,  Zeuch

    Türmchen, Türmchen, du musst wandern

    Ach, der Hotelturm in Würzburg. Für angeblich 25 Millionen wurde er gebaut (leider nicht fertig), für ungefähr 10 Millionen wurde er vor gut einem Jahr von der Würzburg Estate SA gekauft, das sind 40% der Bausumme. Und jetzt gibt es laut Mainpost gerüchteweise einen neuen Käufer. Rein rechnerisch müsste er nun wohl 4 Millionen — 40% von 10 Millionen– kosten. Wenn der Preisverfall mit diesem Faktor weiter geht, dann werde ich den Turm im Jahr 2020 für 26,84 € kaufen und mit Touristen durch das halb verfallene Gebäude eine Gruseltour veranstalten.