Ein Jahr, genannt 2013

Oh, was für ein Elend! Was wollte ich Ende des Jahre noch alles bloggen. Über Das Phänomen Andreas Kümmert, über das eher gruselige Phänomen Mainfrankentheater, über die anlaufende Kommunalwahl 2014 und etliche andere Sachen. Aber alles was ich in aller Eile zusammenbekommen haben, ist ein Jahresrückblick in Bildern, was im Würzblog, im Schwesterprojekt Würzmischung und überhaupt in Würzburg so los war — soweit die Bilder reichten.

Der sollte aber mit ganz anderer Musik ablaufen, denn eigentlich war das Video auf das Lied “You” von Jochen Volpert und Carola Thieme getaktet. Da ich ihn aber in eben genannter aller Eile nicht erreicht habe, um nach den Rechten zu frage, gibt es hat “normale” CC-BY-Musik.

Darum Musiker, merktet auf: Wenn ihr Musik auf eurer Website zum Download anbietet, gebt doch an, unter welcher Lizenz man die Songs verwenden darf oder auch nicht verwenden darf. Das erschließt unter Umständen völlig neue Verbreitungskanäle. Siehe dazu http://creativecommons.org/

Ich wünsche euch allen einen guten Beschluss, wir lesen uns spätestens im Jahr 2014 wieder.
Und vielleicht schaffe ich es in dem Jahr auch endlich mal, zeitlich wieder ein Gleichgewicht zwischen Arbeit und meinen eigenen Web 2.0-Projekten herzustellen. Wünschen würde ich es mir!

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Der süße und mixe Jahresrückblick

RetroshowHeute Abend wird Birgit Süß nicht zum Bloggerstammtisch kommen und sie hat ausnahmsweise mal eine gute Ausrede: Heute Abend steht sie mit Heike Mix, die vorhin wieder mit einem viel zu kurzem Rock Fahrrad gefahren ist, bei der Premiere des Süß & Mix-Jahresrückblicks Retroshow auf der Bühne. Los geht es um 20.00 Uhr (wie der Bloggerstammtisch) im Theater am Neunerplatz.

Tja Birgit, da heißt es am Mittwochabend mal arbeiten! Nicht sich lustig in Kneipen bei komischen Teesorten herumtreiben.

Wer es heute Abend nicht schafft, der muss sich keine Sorgen machen — es gibt noch 20 weitere Termine. Bis Mitte Januar. Da können sie ja fast schon mit dem Jahresrückblick 2010 anfangen. Besser die beiden als Kerner.

Das Jahr 2005 A.D. in Würzburg

Schnell war’s vorbei, das Jahr. Vielleicht liegt das auch an meinem fortschreitenden Alter. Aber viel ist passiert und nicht passiert in den letzen 365 Tagen, Zeit für einen Rückblick

Los ging es etwas politisch-historisch bzw. weltanschaulich. Am 16. März hatte sich die Bombardierung Würzburgs zum 60. Mal gejährt. Im Beisein von Edmund Stoiber, der in meinen Augen aber nur Nebenprogramm war, gedachten viele Würzburger diesen dunklen Stunden der Stadtgeschichte.
Am 19. März zogen dann 7000 Menschen bei der Anti-Nazi-Demonstration “Bunt statt braun” durch die Innenstadt und zeigten, dass Hirn und Herz in Würzburg scheinbar noch vorhanden sind.
Ein Sieg im Kampf um den Erhalt von Arbeitsplätzen wurde im Juni vor den Toren und hinter den Türen der Siemens VDO errungen. Vorläufig. Bis 2010. Wahrscheinlich.

Interessant war dieses Jahr auf jeden Fall im Bereich Stadtentwicklung. Und das in der vollen Bandbreite der Gefühle. Man konnte weinen und lachen, hoffen und bangen.
Arcaden nein, Arcaden ja mit Bahn, Mozartareal ja, Arcaden nein, Mozartareal nein, Arcaden ja, Arcaden wahrscheinlich. Knapp entschieden wurde es im Stadtrat, aber die ersten kleinen Zweifel über den Investor mfi kommen zum Jahresende auf. Die Presse war jedenfalls dankbar für diese Verwirrung.
Recht schnell klar war die Erweiterung des Congress Centrums Würzburg, das CCW+. Beim Architekturwettbewerb kam ein brauchbarer Entwurf heraus – und kurz danach war schon kein Investor mehr da. Naja, das Geld ging dann wahrscheinlich in die Magnetresonanzforschung.
Und dann gab und gibt es noch die Baustelle Hotelturm, kurzzeitig mal in Siebold-Tower umbenannt. Obwohl die zwielichtige Euro-Gruppe harmlosen Anlegern das Geld aus der Tasche gezogen hatte, reichte es wohl nicht für den Bau des Turms. Mehrere Mutmach-Parolen aus dem Hause Klaffenböck konnten mit der Zeit nicht mehr darüber hinwegtäuschen, dass sich das Gesellschafts-Netzwerk verspekuliert hat. Der Turm wurde verkauft. Oder besser: Es sah so aus, als wäre der Turm verkauft worden. An Thomas Reitmeier, bei dem sich herausstellte, dass er weder das Geld noch den Blick für die Realität hat. Und nun wird die Bauruine wohl bald bei eBay zu ersteigern sein.
Und IKEA wird wahrscheinlich in ein paar Jahren seine Pforten in Lengfeld öffnen. Das wurde komischerweise recht zügig Ende des Jahres beschlossen.

Auf der Positivseite der Stadt stehen natürlich immer die Weinfeste im Sommer. Da muss man nicht viel Worte darüber verlieren. Schön waren sie. Als Neuheiten stachen die neue Architektur am Weingut am Stein und das neue Weinfest an der Festung hervor.
Auch die traditionellen Musik- und Kulturevents Umsonst & Draussen und Afrikafestival gingen prima und gut besucht über die Bühnen. Und das Afrikafestival könnte sogar zur Entscheidung der Nationalmannschaft von Ghana beigetragen haben, zur Fußball-WM 2006 ihr Quartier in Würzburg aufzuschlagen.
Das Stadtfest hatte dieses Jahr leider etwas Pech mit dem Wetter, obwohl es recht gut geplant war. Und das Honky Tonk fasst in Würzburg auch langsam Fuß.

2005 war auch ein Jahr der Mainfrankenmesse. Aber dummerweise vor der Bundestagswahl. So war von dem vielbeschworenen Aufschwung noch nichts zu spüren. Mal sehen ob der Schwung bis zur nächsten Messe anhält.
Apropos Wahl: Die war natürlich auch dieses Jahr. Ziemlich spontan. Darum besuchten ein paar Politik-Promis die Stadt und die regionalen Promis trieben sich auf den Weinfesten herum.
Stadtpolitisch gab es ein paar umstrittene Entscheidungen. So bleibt der Trausaal auch weiterhin den Homosexuellen versperrt. Und versperrt werden sollen auch der Mainkai und andere Plätze, zumindest für feierlustige Jungendliche – Stichwort “Sicherheitsverordnung”.

Ja, es war kein langweiliges Jahr, dieser kurze Abriss lässt es ahnen. Obwohl in dem Jahresrückblick vieles vergessen wurde oder weggelassen wurde. Wie die Stichworte Weltjugendtag, A3-Tunnel, Mozartfest, Ex-OB Jürgen Webers Geldbeutel-Äußerung, Hochwasserschutzwand, Stadtstrand, Petrini-Haus.
Aber viele davon werden uns 2006 ohnehin wieder begegnen …

Ich bedanke mich in jedem Fall bei allen Lesern der fast 7 Monate im Jahre 2005 und freue mich darauf 2006 für euch zu schreiben und von euch zu lesen. Guten Beschluss und guten Rutsch ins neue Jahr.