Hafenverschiebungssommer — Markus Rill und Die Fräuleins

Wer gestern beim Würzburger Hafensommer zum Konzert von Markus Rill wollte, der stand vor verschlossenen Eingängen. Aber bei dem Pisswetter extrem hohen Luftfeuchtigkeit wollte vermutlich eh niemand ernsthaft hin. Denn wegen des unsommerlichen Klimas fängt jetzt die Verschieberei an. Das betrifft im Moment nur Markus Rill und die Fräuleins. Von Samstag bis Dienstag sieht das Programm am Alten Hafen also folgendermaßen aus:

Samstag wie angekündigt Burr & Klaiber (geile Geige und sexy Saxophon), ebenfalls nach Plan am Sonntag das Würzburg Jazz Orchestra. Dann kommen am Montag — statt heute am Freitag — die Fräuleins und am Dienstag Markus Rill.

Alles klar? Und Daumen drücken, dass es nicht noch schlechter und verwirrender wird …

Frühlingsfrisch

Es frühlingt in Würzburg, das macht doch Lust, mal wieder wegzugehen — sofern es die Arbeit zulässt.

Heute abend, Donnerstag, hätten wir z. B. im Angebot: ab 19 Uhr After-Work-Party von LP10 im Treffpunkt Architektur, um 21 Uhr wird von Komm Küssen im Cairo eine Lesung mit Konzert von Almut Klotz und Reverend Dabeler präsentiert. Ebenfalls um 21 Uhr jazzt Gerhard Schäfer im Tiepolokeller, ebenfalls Livejazz gibt es im Café Schönborn ab 20 Uhr. Und ab 22 Uhr kann im AKW bei der Indie-Disco abgetanzt werden.

Wer den Abend schadfrei überlebt, kann sich morgen, am Freitag, auch wieder ins Nachtleben stürzen.
Im Immerhin wird wieder mal der Hardbangersball gefeiert, rocken bis die Katze brennt. Für Freunde des Elektropop ist doch eher die Depeche Mode-Party im AKW Pflicht. Und die Hip-Hopper sollten ins Cairo stürmen, um an der langersehnten Release-Party der ersten Scheibe von “Geknickte mit” teilzuhaben. Außerdem kann man sich im Pleicherhof an gepflegtem Jazz Dub von Korridor erfreuen.

Aber nicht zu sehr verausgaben, denn nächste Woche steht es hartes Kulturprogramm ins Haus, unter anderem mit dem Zeltfestival und Disco Fantastique Deluxe.

Vorschläge für einen Februarabend

Nach einer stressigen Woche kehre ich heute Würzburg mal den Rücken und entspanne mich bei Deep Purple und Alice Cooper in Stuttgart.

Wer diese Ehre nicht hat, der kann sich natürlich auch in Würzburg vergnügen.

Für die Schwermetaller gibt es “Würzburg meets” mit The Slightest Evil, Human Destroyer und Beyond Tomorrow um 20 Uhr im Café Cairo.

Die es zarter und witziger mögen, die sind heute im Theater am Neunerplatz gut aufgehoben. Heike Mix singt Lieder von Claire Waldoff, und wer Heike kennt, der weiß, dass es bestimmt sehr unterhaltsam wird.

Das Michael Arlt Special Project jazzt um 21 Uhr wieder im Tiepolo-Keller. Ich war damals sehr begeistert von den Jungs. Empfehlenswert!

Anspruchsvolleres? Ok! Im Kunstkeller wird heute Stawrogins Beichte aus “Die Dämonen” von Dostojewskij gelesen und gespielt. Beginn ist um 20 Uhr.

Was immer ihr macht – viel Spaß dabei! 🙂

Tiepolo jazzt!

Kellerraum. Dunkles Holz. Kleine Tische. Regale voll Flaschen. Rauch liegt in der Luft.
Zeit für Jazz!

Gestern war, wie jeden Donnerstag, Livemusik im Keller der Vinothek Tiepolo. Der Keller dort ist nett. Nicht sehr groß, aber ganz hübsch eingerichtet.
Die Band des Abends war das Michael Arlt Special Projekt, ein Jazz-Quartett bestehend aus Michael Arlt an der Gitarre, Rudi Engel am Kontrabass, Sebastian Nay am Schlagzeug und Hubert Winter am Saxophon. Jeder von ihnen ein exzellenter Musiker, gemeinsam aber ein Traum in Jazz. Sie harmonierten sehr gut miteinander und brachten die Füße zum Wippen. Jeder der Musiker bekam oft Gelegenheit, sein Können in Soli zu zeigen. Ein besonderer Augenschmaus war jedes Solo von Rudi Engel, der den Bass dabei quasi mit seiner ekstatischen Mimik spielte.
Es war ein einfach guter Abend. Leckeren Wein trinken (Tiepolo Rotwein aus dem Staatlichen Hofkeller) und einer exzellenten Jazzband zwei Stunden lang lauschen – toll!

Den Tiepolo-Keller werde ich auch jeden Fall im Kopf behalten. Und die Musiker, in welcher Besetzung sie auch spielen, werde ich mir auch merken.
Das Programm für die nächsten Wochen klingt gut, vor allem Markus Geiselharts „Beatles Project“ klingt sehr verlockend. 😀

Webdesigner-Kollege Alex, der auch da war, hat einen kurzen Clip erstellt. Trotz suboptimalem Equipement und schlechter Ausleuchtung ist er doch ganz nett geworden. Ich bin sogar mal kurz zu sehen! 😉