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Hoffest im Cairo mit Crumbs, Kaktussen, Bratze, Ira Atari & Rampue und I Heart Sharks. Uff!

Verdammte Hacke, die Zeit vergeht viel zu schnell. Nur noch 10 Tage, dann beginnt das Hoffest im Cairo — und ich habe noch immer keine Karten für die Crumbs & Kaktussen am 30. April 2010 besorgt. Ich habe leider schon die Show im Neunerplatz verpasst, da will ich mir den traditionellen Cairo-Hoffest-Auftritt mit den Kaktussen auf keinen Fall entgehen lassen.

Wer immer noch keinen Schimmer hat, von dem ich Rede: Die Crumbs sind ein Improtheater-Duo aus Kanada — hervorragende Schauspieler und vor allem wahnsinnig witzig! Empfehlenswert auch für Impro-Neulinge und Kaum-Englisch-Versteher.

Wo ich danach in den Mai tanze, das werde ich noch sehen. Vorschläge?

Musikalisch geht es auch am nächsten Tag gut weiter. Am 1. Mai spielen Bratze, Ira Atari & Rampue und I Heart Sharks mit anschließender Zündfunk-Party im Pleicher Hof.

Auf schönes Wetter und wenig Ascheregen ist zu hoffen, denn dann ist es im Innenhof vom Cairo wirklich schön. Für schlechtes Wetter gibt es Notfallpläne, lest sie euch auf den entsprechenden Seiten vom Cairo schon mal genau durch. Denn das ist wie mit dem Regenschirm — nimmt man einen mit, dann regnet es nicht.

Karten im Vorverkauf gibt es im Jugendkulturhaus Cairo oder im H2O in der Karmelitenstraße, für die Konzerte gibt es online Karten über KommKüssen auf Amiando.

Wir sehen uns beim Hoffest! 🙂

Sperrzone Innenstadt

So langsam kriege ich schon Pickel, wenn ich nur das Wort “Bürgerinitiative” in Würzburg nur höre. Selbst im Winter schießen die wie Pilze aus dem Boden.

Neuester Pilz ist die “Bürgerinitiative Würzburger Altstadt” — BIWA –, die ihre Mitglieder aus Bewohnern und Geschäftsleuten aus der Innenstadt rekrutiert. Sie fühlen sich vom Lärm, Dreck und überhaupt vom ganzen Rummel des Nachts in der Stadt gestört. Das Ganze hat gestern darin gegipfelt, dass sich Vertreter der Stadt, der Polizei und der Gastronomie im Odeon getroffen haben, um zu besprechen, wie man mit den Problemen umgehen soll. Die daraus entstandene Idee geht dahin, dass die Sperrzeiten — also die Zeit, in der ein gastronomischer Betrieb geschlossen sein muss — am Wochenende wie bisher auf 5 Uhr früh bleiben, aber während der Woche auf 1 Uhr verlängert wird. Für Leute wie mich, die es nicht gewohnt sind in Sperrzeiten zu denken, sondern in Öffnungszeiten: Während der Woche darf ein Lokal maximal bis 1 Uhr nachts geöffnet haben, am Wochenende maximal bis 5 Uhr.

Bisher ist das nur eine Diskussionsgrundlage, entschieden ist noch nichts, es kann auch noch ganz anderes kommen — in jede Richtung.

Liebe Innenstadtbewohner, es ist nicht so, dass ich eure Anliegen grundsätzlich nicht verstehen oder sogar teilen würde. Wobei ich — auch wenn sie das nicht hören wollen — den Innenstadtbewohnern eine höhere Schmerzgrenze zumuten möchte. Mich regen selbst an Nicht-Innenstadtbewohner ein paar Sachen auf. Das Scherbenmeer, durch das ich manchmal knöcheltief waten musste, geht mir auch auf den Sack. Aber noch mehr auf den Sack geht mir euer Maßnahmenkatalog.

Es ist ein schwieriges Problem. Würzburgs Innenstadt soll lebendig und attraktiv sein, aber gleichzeitig ein ebenso ruhiges Wohngebiet wie im Frauenland. Ich sag es nur ungern: Das wird schwierig. Die Stadt profitiert letztlich auch vom Nachleben in der Innenstadt, der Begriff “Szenestraße” wird sogar werbetechnisch auf der Webseite des BIWA-Mitgründers Bernd Mars verwendet:

Und neue, vor allem auch junge Leute entdecken das Traditionsgeschäft für Stahlwaren, Sportwaffen, Feuerzeuge und Rasierer in der belebten Szene-Straße.

Hmm, und viele der jungen Leute haben das Traditionsgeschäft nachts um 3 Uhr zum ersten Mal gesehen. Das scheint geschäftlich kein Nachteil zu sein.

Ja, der Lärmpegel nachts in der Stadt hat auch für mich in den letzten Jahren zugenommen. Für mich liegt der Hauptgrund beim hochgelobten Nichtraucherschutz. Man geht gern oder ungern zum Rauchen nach Draußen und behält die Kneipensprechlautstärke bei. Früher blieb man eben in der Kneipe. Nichtraucherschutz gegen Ruhestörungsschutz.

In ihren Hauptforderungen nennt die BIWA den Punkt “Konsequente Präsenz von Ordnungskräften, wie z.B. kommunaler Ordnungsdienst, Bereitschaftspolizei und Polizei”. Ordnungsdienst, ok. Polizei und vor allem Bereitsschaftspolizei? Ich sehe schon Hundertschaften in schusssicheren Westen durch Würzburgs Innenstadt patroullieren und sobald Zimmerlautstärke überschritten wird kommt der Wasserwerfer zum Einsatz?

Die BIWA fordert auch konsequente Umsetzung des Jugendschutzgesetzes, was ja nicht schlimm ist. Aber liebe BIWA: Auch ich bin gerne mal nachts in Würzburg unterwegs und ich die wenigsten — wenn überhaupt — denen ich begegne sind Jugendliche, vielleicht gehe ich da in die falschen Lokale. Die meisten sind Studenten, die in Regelfall über 18 Jahre sind. Und noch schlimmer: Gar nicht mal so wenige sind nicht mal Studenten, sondern einfach Erwachsene, die im Arbeitsleben stehen, so wie ich.   Ja, man kann fast 40 sein und trotzdem ein Nachtschwärmer — und ich bin selten der Älteste. 😉

Und gerade mich als steuerzahlender, arbeitender, reifer und erwachsener Bürger dieser Stadt würde mich eine Begrenzung der Öffnungszeit auf 1 Uhr während der Woche ärgern, aus einem ganz egoistischen Grund: Ich arbeite hin und wieder mal bis spät in der Nacht im Büro. Und ich freue mich schon immer darauf, dann endlich das Büro zu verlassen und irgendwo in der Stadt noch einen Absacker zu trinken — manchmal auch zwei. Und das darf ich dann nicht mehr?
Das heißt, ich muss mir tagsüber eine Flasche Schnaps kaufen, die ich dann auf dem Heimweg trinken darf, flankiert von Männern in Uniform? Und wenn ich einen Platz passiere, an dem Alkoholverbot herrschen wird, muss sich sie verstecken? Nicht dass mich die Videoüberwachung dabei erwischt, die die Daten wahrscheinlich gleich zum Heuchelhof leiten wird.

Ne BIWA, ich glaube mit euren Forderungen schießt ihr über das Ziel hinaus. Man soll schon etwas tun, um die “Zustände” in der Innenstadt für die Anwohner erträglicher zu machen. Die Gastronomen sollen sich was überlegen, was sie gegen den Lärm machen können, manchmal kann ein “Hey, jetzt plärrt mal net so rum” von der richtigen Person schon Wunder wirken — hab ich schon erlebt. Mit dem Dreck wird es schon schwieriger, in einigen Lokalitäten darf man ja schon keine Gläser mit nach draußen nehmen. Das Problem sind die Glasimporteure, die mit einem oder mehreren Sixpacks auf den Straßen unterwegs sind, die sie von daheim mitgebracht oder nachts im Straßenverkauf erworben haben. Warum es so cool ist, die Flaschen zu zertrümmern, hat sich mir bis heute nicht erschlossen, aber das ist ein Problemfeld, an dem vielleicht Psychotherapeuten arbeiten müssen. Der Ordnungsdienst könnte da natürlich eingreifen, aber wer zahlt denn die zusätzlichen Nachtschichten?

Nein, ich bin deutlich gegen eine Verlängerung der Sperrzeiten. Damit brächte man Würzburg mal wieder noch näher an die Provinz.

Mittlerweile wurde auch das Blog “Sperrstunde” eingerichtet, hier soll laufend über den Stand der Dinge berichtet werden. Auf Facebook gibt es auch eine Gruppe dazu.

Die Inflation des Klatschens

Gestern nachmittag habe ich mich zum Südwild-Bus am Markt begeben, um den Kollegen von LP10 zu lauschen, die dort im Filmbeitrag und Live-Interview vertreten waren. Wer die Sendung verpasst hat — ob daheim oder am Markt –, der kann sie sich auch online anschauen — besonders der witzige Film von und mit LP10 ab Minute 42. 🙂

Erstaunt und angenervt hat mich, dass es bei der Livesendung wirklich einen Claquer bzw. eine Claquese gegeben hat. Immer am Ende eines Filmbeitrags zählte eine Dame des Südwild-Teams einen Countdown, an dessen Ende sie zu klatschten anfing und das Publikum dazu aufforderte. Arghhhhh! So etwas kann ich ja gar nicht leiden. Die Zuschauer sollen applaudieren wenn ihnen danach ist und nicht auf Kommando. Sonst wird damit der Wert des Beifalls auf Null gebracht. Klatschen auf Befehl ist kein Zeichen des Gefallens, sondern nur noch ein zufälliges Aufeinandertreffen von Handinnenflächen. Da kann man ja gleich das Lachen in Sitcom-Manier vom Band einspielen. Und das in einer Sendung, die so locker, flockig, jugendlich sein will.

Der Südwild-Bus ist in Würzburg

Südwild ist wieder in Würzburg

Der Südwild-Bus ist in Würzburg

Ja, auch wenn manche meinen, dass der Südwild-Bus das erste Mal in Würzburg ist — sie waren schon mal da.

Diesmal steht der Bus der Jugendsendung (und für jung gebliebene) des Bayerischen Fernsehens am Unteren Markt und darf auch besucht werden. Am Freitag fährt er dann ein paar Meter weiter und parkt auf dem Umsonst & Draussen-Gelände. Jeden Tag wird zwischen 15.00 Uhr und 16.00 Uhr live vom Bus gesendet, wer also mal in die Kamera winken will … 😉 Heute sind Architekten von LP10 mit ihrem Film zu Gast

LP10 goes TV

Das mobile Büro, die zentrale Requisite
Das mobile Büro, die zentrale Requisite

Erst waren sie im Radio, nun kommen sie ins FernsehenLP10, Zusammenschluss von jungen Architekten in Unterfranken. Am kommenden Dienstag, 16. Juni 2009, wird am Nachmittag bei Südwild ein kurzer Dokumentarfilm über LP10 gezeigt — naja, wohl mehr eine Dokusatire. Ab 15.00 Uhr kann man die Darsteller und den Filmemacher live beim Südwild-Bus am Unteren Markt in Würzburg bewundern, sich Autogramme geben lassen und Kinderwünsche äußern. 😉

Ich hatte die Freude und Ehre einen Teil der Dreharbeiten begleiten zu dürfen. Faszinierende Szenen an exotischen Plätzen: der Würzburger Stein, das ehemalige Sudhaus am ehemaligen AKW-Gelände, das Augustinerhochhaus, die Spiegelstraße, der Hotelturm, der Kupsch und ein Baustellenklo in der Zellerau und wilde Autofahrten durch den Alten Hafen.

Ungenutzte Gebäuden wurde endlich ein Sinn und Zweck gegeben -- als Filmkulisse
Ungenutzte Gebäuden wurde endlich ein Sinn und Zweck gegeben — als Filmkulisse

Mit Matthias Braun und Manfred “Chester” Ring agierten zwei überaus vielseitige Schauspieler in der Rolle zweier mobiler Architekten auf der Wanderschaft durch Würzburgs Architektur auf Weltniveau.

Der hochprämierte Dokumentarfilmer Erik Asch, bekannt durch den Film “Der rote Teppich“, hat viele Stunden Film auf Kassetten gebannt und die undankbare Aufgabe übernommen, das alles auf vier Minuten einzudampfen — auf das Ergebnis bin ich selbst gespannt.

Es war für mich schon interessant, mal bei Filmarbeiten dabeizusein und habe unterschätzt, wie anstrengend so etwas sein kann, selbst für mich, der ich — außer Requisisten zu schleppen — nicht wirklich was zu tun hatte.
Tonnenweise Bilder vom Dreh gibt es im 23hq-Album, die kann ich ruhig schon vor dem Ausstrahlung zeigen, da man überhaupt nicht erkennen kann, wie der fertige Kurzfilm mal aussehen wird. 🙂

Kameramann Erik Aschs gewohnte Pose
Kameramann Erik Aschs gewohnte Pose
Gefährliche Dreharbeiten unter Einsatz der persönlichen Freiheit
Gefährliche Dreharbeiten unter Einsatz der persönlichen Freiheit
Erkenntnisse über Geschäftsmodelle und Ernährungsgewohnheiten in Franken
Erkenntnisse über Geschäftsmodelle und Ernährungsgewohnheiten in Franken

Mit dem Szene-Forum-Bus zu Rockin’ MSP

Wenn Würzburg eine Provinz auf Weltniveau ist, dann liegt der Schluss nahe, dass außenrum mal gar nichts los ist. Stimmt aber nicht. Denn in der Provinzprovinz Mainspessart findet am Freitag, 7. November 2008, Rockin’ MSP 2008 statt (nix für Nummernschildrassisten 😉 ), ein Nachwuchsbandfestival. Die Veranstaltung ist nicht, wie manchmal geschrieben, in Erlenbach, sondern in der Spessarthalle in Esselbach, wo immer das sein mag.

Tja, wie kommt man von Würzburg dahin? Gute Frage. Und da hat sich das Szene-Forum eingeschaltet und einen Shuttlebus organisiert, der von Würzburg nach Esselbach und nachts wieder zurück fährt. Nette Idee, die vielleicht auch ein paar Provinzgroßstädter dazu bringt, sich das mal anzuhören.
Abfahrt ist am Freitag um 18.30 Uhr am Taxiparkplatz des Würzburger Hauptbahnhofs (wenn man auf den Haupteingang schaut, rechts) und um 1 Uhr nachts geht es wieder nach Würzburg zurück. Busfahrt und Eintritt kosten nichts.

An Bands buhlen Fuel Excess, Ashes in the Fall, Retaliation, Forporget, Enuff, Dreamfield, und Jester kills fat CatSurfing Hundekuchen um die Gunst der Jury und des Publikums.  Die Gewinner des Jurypreises bekommen Geld für Studioaufnahmen, die Publikumspreisträger die Ehre, im nächsten Jahr das Soundbad-Festival in Lohr zu eröffnen.