erLesen und erKaffeemachen

Zwei Sachen, die ich sehr gerne mag — Kaffee und Lesen — kann ich Samstagabend haben. In der Buchhandlung erLesen in Grombühl gibt es um 20.00 Uhr eine Veranstaltung “Espresso made in Italy”. Es geht um das gleichnamige Buch, um Kaffee- und Kaffeemaschinentheorie und um das richtige Zubereiten von Espresso und Cappuccino — im Selbstversuch bis zum Abwinken. Freiwilliger extremer Koffeinschock, zum Schlafen ist es eh zu warm … 😉

Tieffliegende Gummistiefel

Eine lachende Sonne, ein paar lachende Freunde und lach liegende Gummistiefel. Flach fliegende, meine ich, flach fliegende. Das alles reicht um einen schönen Nachmittag zu verleben. Wir waren am Sportplatz am Sanderrasen und haben uns die 1. Würzburger Meisterschaft im Gummistiefelweitwurf angeschaut.

Es waren doch recht viele Zuschauer da, trotz der Gefahr für Leib und Leben durch irrfliegende Gummistiefel. AlGore, Biffo und Rööö waren da und wir hatten Spaß. Und Kuchen. Und Zigaretten im Kaffeebecher.

Der Gewinner müsste so um die 32 Meter geworfen haben. Respekt.


Bilder im 23hq-Album. Und tonnenweise Bilder des Nachmittags gibt es in Rööös-Sevenload-Album.

Italienische Enklave

Bar und Gelateria D.O.C.Sogenannte italienische Cafés gibt es in Würzburg genug. Und nun gibt es noch eines — das ist allerdings wirklich italienisch.

Die Bar und Gelateria D.O.C., das heute in der Augustinerstraße eröffnet hat, ist eine Kombination aus Gelateria (Eisdiele) und einer Bar — es ist aber kein Eiscafé. Innen in dunklem Holz gehalten, erinnert es wirklich an eine der klassischen Cafébars, wie sie vor allem in weniger touristischen Straßen in Italien zu finden sind.

Und auch das Angebot der Bar ist ganz in dieser Tradition. Zuerst der Espresso, ein Muss in einer Bar. Der Kaffee von Costadoro, in einer 90% Arabica- und 10% Robusta-Mischung, ist angenehm würzig und nicht bitter. Faema-DetailDer Kaffee wird seeeeehr stilvoll mit einer herrlich glänzenden Faema-Maschine zubereitet, ein Augenschmaus. Für 1,60 € sehr gut und günstig.

Dann ein Prosecco. Relativ fruchtig, angenehme Perlage – viel zu süffig! 😉
Aber ein richtiger Aperitif wäre jetzt noch gut. Und da einer der beiden Besitzer Mailänder ist, bietet sich ein Campari-Soda natürlich an. Eine ausgewogene Mischung, ganz Mailand in einem kleinen, rotgefärbten Glas.
Zu den ganzen Getränken gab es etwas Kleines zu Essen, Tramezzini genannt. Diese leckeren belegten Weißbrote ohne Rinde gibt es dort mit Thunfischpaste, Capriciosa oder Salami-Mozarella belegt, aber das wechselt auch mal. Für die süßen Schleckermäuler gibt es auch verschiedene Pasticcini, kleine Gebäckstücken.

Aber neben der klassischen Bar ist das D.O.C. auch eine Gelateria. Zum Eis kann ich allerdings nicht viel sagen, dazu esse ich es zu ungern. Das Angebot an Eissorten ist dort die übliche, einzig die Sorte “fiore di latte” (Milchblume), eine Art Stracciatella ohne Schokolade, ist etwas ungewöhnlicher.

Cheffe trocknet GläserMir gefällt die Bar und Gelateria D.O.C. wirklich sehr. Sie ist das, was sie zu sein versucht, nicht mehr und nicht weniger. Eine Bar in italienischem Stil, nicht überkandidelt und nicht “billig” (im Sinne von “billig gemacht”), schlicht und ansprechend. Die angebotenen Speisen und Getränke sind von guter Qualität und auch gut zubereitet – und sehr bezahlbar. Dort kann man gern seine Mittagspause verbringen oder nach Feierabend mal hingehen. Bald wird es auch eine Außenbestuhlung geben — aber bei dem Wetter können sie sich damit noch etwas Zeit lassen.

Das D.O.C. befindet sich in der Augustinerstraße, am Ausgang der Dompassage (Kupschpassage), in den Räumen, in denen früher die Riemenschneider-Apotheke war. Geöffnet hat sie jeden Tag von 8 Uhr – 20 Uhr, nur am Sonntag ist geschlossen.

Ein paar Bilder gibt es hier.

Update I: Als ich den Betrag gerade nochmal durchgelesen habe, klingt er ja fast unglaubwürdig positiv. Um das zu mildern, muss ich auch einen Negativpunkt anbringen: der Deckel von der Zuckerdose auf der Theke geht viel zu schwer auf und zu. Der sollte einfach zuknallen. 🙂

5 Jahre Café Centrale

Wenn es einen Ort in Würzburg gibt, den ich von ganzem Herzen liebe, dann ist es das Café Centrale in der Bronnbachergasse. Auch wenn es ein bisschen versteckt liegt, ist es doch ein wertvoller Schatz für Seele und Magen. Hier gibt es den wohl mit Abstand besten Kaffee in Würzburg, serviert in einer sympathischen Umgebung.

In diesem italienisch angehauchten Stehcafé gibt es aber auch immer viel zu entdecken. Die Besitzerin Sabine Weber hat eine kleine, feine und oft wechselnde Auswahl von Accessoires, kleinen Geschenken, Weinen, italienischen Zutaten und hin und wieder ausgefallenem Kitsch (ich denke nur an die Weihnachtszwerge letztes Jahr :-)).

Mittags kann man dort auch eine frisch zubereitete Kleinigkeit essen und im Sommer den Kaffee draußen genießen. Und was mir persönlich immer sehr wichtig ist: Die Bedienungen sind extraklasse! 😀

Tja, und nun gibt es diese Oase des Kaffeegenusses schon 5 Jahre.
Alles Gute, Café Centrale, auf die nächsten 50 Jahre! Ich werde dir treu bleiben!