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Verlassenes Raucherparadies

Ich bin Raucher. Das ist nichts, worauf ich stolz bin. Und dass man zum Rauchen seit einigen Jahren vor die Tür von Kneipen und Restaurants muss, stört mich auch nicht.

Auch wenn die Front geöffnet ist — ein Dach über dem Kopf machen im Martinz auch im Winter das Rauchen draußen erträglich.

Aber natürlich finde ich es gerade bei dieser Saukälte mal recht angenehm, wenn ich mich meinem Laster hingeben kann, ohne dass mit die Finger anfrieren.
So bin ich vor ein paar Wochen mal zufällig in den Wintergarten des Martinz gestolpert. Die haben da ganz guten Wein — und bei Bedarf auch ein paar Heizstrahler. Und da darf man rauchen. Irre warm ist es bei minus zehn Grad Außentemperatur in Würzburg da auch nicht, aber doch so erträglich, dass man doch ein bis zwei Stunden enspannt dort mit Jacke sitzen, trinken und qualmen kann.

Nun sollte das doch ein Paradies für Raucher in der Winterzeit sein. Aber ich war seit dem ein paarmal Abends zu bester Uhrzeit drin bzw. draußen im Wintergarten — und fast jedesmal waren alle anderen Tische leer. Auch leer von Nichtrauchern.

So ganz verstehe ich das nicht. Weiß niemand der Raucherfraktion, dass man im Wintergarten des Martinz rauchen kann? Oder weiß ich etwas über diesen Ort nicht? Was läuft da schief?

Perlentauchen beim Honky Tonk

Ach, Honky Tonk in Würzburg — ich bin immer hin und her gerissen. Für 15 Euro mich durch überfüllte Kneipen schieben und Covermusik zu hören … bringt es das wirklich? Aber andererseits entdeckt man da auch immer wieder mal eine Perle. Die im wahrsten Sinne funkelnde Perle des gestrigens Abends war für mich  Rocco Recycle, der im Rock-a-Hula — früher bekannt als “Casa” — gespielt hat. Letztlich auch nur eine One-Man-Cover-Band, aber mal ein sehr origineller Ansatz. 🙂

Rocco Recycle im Rock-a-Hula
Rocco Recycle im Rock-a-Hula

Hier noch eines der beliebten Hochformatvideos! 😉

Hans und Ralf in Kitzingens Stadt und Land

Abgeerntete Felder
Abgeerntete Felder

Am Mittwoch hat das Würzblog mal wieder das Kitziblog besucht — Ralf traf Hans. Es begann mit einem Roadmovie. Besser gesagt, mit einem Off-Road-Movie. Wir bretterten mit dem Auto über die schlaglöchrigen Feldwege des Kitzinger Lands, rauchten Zigaretten und waren auf der Suche nach einem Blaukrautfeld, das wir fotografieren wollten.

Blaukraut fanden wir keines, dafür viele abgeerntete Felder. Aber etwas Leben gab es für unsere Linsen doch noch, in Form von Apfelplantagen und Weinbergen.

Äpfel
Äpfel
Trauben
Trauben
Gräser am Landesgartenschaugelände im Kitzingen im Hintergrund.
Gräser am Landesgartenschaugelände mit Kitzingen im Hintergrund.

Nach der anstrengenden Landpartie gönnten wir uns Entspannung in der Stadt Kitzingen. Den ersten Schoppen gab es für uns im Biergarten der Goldenen Gans, nah am Landesgartenschaugelände. Dort sind wir auch noch ein wenig flaniert und haben uns mit unseren Fotoapparaten an der Kitzinger Stadtsilhouette versucht — bei eher mäßigem Licht.

Nachtfalter
Nachtfalter

Zweite Station war der “Nachtfalter” in der Rosengasse. Der Nachfolger unserer Stammkneipe “Kultour” hatte erst vor drei Tagen eröffnet, und so kamen wir in ein recht sympathisches Anfangschaos (“Was kostet der Wein?”). Die neue Besitzerin ist aber sehr bemüht, alles ordentlich zu machen und guten Wein auszusuchen — ich kann empfehlen, den leckeren Blaufränkischen mal zu probieren.

La Dolce Vita
La Dolce Vita

Zu späterer Stunde besuchten wir noch eine liebe Bekannte, die seit Kurzem im “La dolce vita” arbeitet — einem italienischen Restaurant in Kitzingen, von dem ich bis dahin nicht einmal gehört habe. Ich hatte eine typische Pizzeria erwartet und war angenehm überrascht, in einem recht schicken Restaurant zu landen.

Als wir ankamen, machte das Personal allerdings schon Feierabend, aber wir bekamen trotzdem noch einen Nero d’Avola zu trinken und einen Teller mit Antipasti zu essen. Der sah schlicht aus, schmeckte aber ausgesprochen gut.

Antipasti
Antipasti

Nach einem selbstgemachtem Limoncello und einem vorzüglichen Grappa ging es satt und zufrieden mit dem Zug wieder nach Würzburg zurück. Auf jeden muss ich ins La Dolce Vita mal wieder zu einer vernünftigen Uhrzeit gehen, denn ich glaube, das “normale” Essen könnte dort sehr gut sein.

Ach, ich muss doch wieder öfter mal nach Kitzingen fahren. Irgendwie hat es schon was …

Omniblues mit Jochen Volpert und Gedengeldingszeuch

Ende Juli veröffentlichte Jochen Volpert seine CD “Session 50.1” — von der ich ja schwer begeistert war — nun gab es endlich mal die Release-Party im Omnibus in Würzburg.  So kam auch ich nach vielen Jahren mal wieder in den Gewölbekeller des Omnibus — die Musikkneipe ist übrigens so alt wie ich.

Zumindest ich habe den Omnibus selten so voll gesehen, wie beim gestrigen Konzertabend von Jochen Volpert. Schon als ich knapp eine halbe Stunde vor Beginn ankam, waren schon längst alle regulären Sitzplätze belegt. Und später wurde selbst der Platz auf den Stufen und Absätzen knapp.

Gefühlt saßen rund 5000 Jahre Bühnenerfahrung im Pulikum, auf der Bühne an der Gitarre standen 35 Jahre Bühnenerfahrung in 120 70 140 90 einigen Kilo Lebendgewicht.

Um es kurz zu machen: Geiles Konzert, tolle Stimmung und einfach ein großer Spaß!

CD-Release-Party mit Jochen Volpert im Omnibus
Joachim “Chui” Lang, Linda Schmelzer, Stefan Schön und Jochen Volpert.

Im ersten Set spielte Jochen Lieder aus dem neuen Album, mit Stefan Schön am Schlagzeug, Joachim “Chui” Lang am Bass, Achim Gössl am Keyboard und mit Linda “Wahnsinnsröhre” Schmelzer und Carola Thieme als wechselnde Sängerinnen — also die Besetzung, die auch “Session 50.1” im Studio aufgenommen hat.

Marcus Volpert und Jochen Volpert

Dann begann der kleine Reigen der Gastmusiker. Zuerst blieb es in der Familie und Jochens Neffe Marcus Volpert durfte als zweiter Gitarrist auf die Bühne — der Onkel schien zufrieden und stolz! 😉

Gerd Hart, Jochen Volpert
Gerd Hart als Sänger
Gerd Hart und Jochen Volpert als Tänzer
Gerd Hart und Jochen Volpert als Tänzer

Funky wurde es mit Gerd “Gördi” Hart als Sänger — ein Arschtanz mit Jochen inklusive.

CD-Release-Party mit Jochen Volpert im Omnibus
Dennis Schütze und Jochen Volpert

Jochen als Diener zweier Herren — im letzten Set kamen zwei seiner Band-Chefs auf die Bühne. Zuerst Dennis Schütze …

Hugo Gündling und Jochen Volpert
Hugo Gündling und Jochen Volpert

… und zum Abschluss Hugo Gündling von Hugos Bluesladen/Hugo For Sale.

Wer die CD “Session 50.1” noch nicht hat — die kann man in der Musik-Butik in der Neubaustraße für 10 Euro kaufen, auch online. Oder natürlich im Radio Würzblog anhören.

Und weil es so schön war, gibt es auf der nächsten Seite ein paar animierte GIFs vom Abend. Nur als Warnung an die Mobilnutzer: das sind so etwa 10 MB.

Vernissage Hans Will im KulTour in Kitzingen

Zierrat im KulTour

Ausstellung Hans Will im KulTour in KitzingenFreitag war kein guter Tag für eine Vernissage. Wunderschönes Wetter, wer hat da schon um 18 Uhr Lust, sich irgendwo drinnen Fotos anzuschauen. Ich natürlich, denn wenn Hans “Haenson” “Kitziblog” Will mich zu seiner ersten Fotoausstellung einlädt, kann ich nicht Nein sagen.

Thema ist “Konzerte und Menschen”. Hans ist ja gern mal auf Konzerten oder Kulturveranstaltungen fotografierend unterwegs, mal für die Main-Post, mal aber auch nur für sich. Aus — angeblich — 200 000 Bildern hat er etwa 20 ausgewählt und an der Wände der Kneipe KulTour in Kitzingen gehängt.

So selbstbewusst Hans sonst ist, so süß war es mitanzusehen, wie er sich bei der Laudatio geziert hat — gehalten von keinem geringeren als Beinah-Blogger und Musikwissenschaftler ehrenhalber Gerald Langer von Music-On-Net. 🙂

Wirklich schöne Bilder hängen noch bis Anfang November im KulTour — klassische Konzertbilder, so mit E-Gitarren, aber auch gut eingefangene Porträts von Prominenten wie Iris Berben oder Harry Rowolth. Allein die Bilder können schon eine Reise nach Kitzingen wert sein.

Wert ist es auch, die Kneipe zu besuchen. Das KulTour ist ein nettes Lokal in der Rosenstraße, ziemlich frisch eröffnet und beinah fertig renoviert. Und da sie die beinah vergessene Kunst der Kneipenkonzerte aufleben lassen wollen, können sie auch wieder mit meinem Besuch rechnen. Schöne Wohlfühl-Kneipe ohne großen Schnickschnack, mit sehr netten Bedienungen inklusive Chefs.

P.S. Nur um Hans nicht die Schau zu stehlen, habe ich extra schlechte Bilder gemacht. Das hatte nichts mit mangelndem fotografischen Können oder ausder  Ausrüstung zu tun! 😉

Kein Tanzverbot an Fronleichnam

Liebe tanzwütige Googlenutzer!

Es freut mich, dass ihr auf der Suche nach einer Antwort auf die Frage, ob an Fronleichnam — also morgen — in Bayern Tanzverbot herrscht, scharenweise auf die Seiten des Würzblog strömt. Und ich kann euch beruhigen: Fronleichnam ist in Bayern kein stiller Feiertag! Wir wären doch nicht so verrückt und würden das Bloggertreffen auf einen Tag legen, wo wir nicht wieder bis zum Morgengrauen in einer Kneipe und/oder Disco in Würzburg herumhängen können (wobei Airport, Studio und Odeon ausscheiden — aus Gründen!).

Best of Suchbegriffe dazu:

  • “party verbort frohenleichna”
  • “darf man an vornleichnam feiern”
  • “tabzverbot frohnleichnamm”
  • “tanzverbort bayern”

Die Googles Toleranz gegenüber Rechtschreibfehlern wird den Deutschlehrern in den nächsten Jahren noch viel Nerven kosten.

Morgen wird gehonkt und gehonkt

Morgen ist Honky Tonk in Würzburg. 50 Bands spielen da in Würzburgs Kneipen und man kann von Kneipe zu Kneipe gehen — später am Abend auch torkeln — und sich Musik anhören. Leider bin ich, wie das Honky Tonk selbst auch, gebürtiger Schweinfurter. Und so bin ich bis heute kein glühender Verehrer des Würzburger Honky Tonks, denn in Schweinfurt ist es einfach besser. Was vor allem mit der Größe der Stadt zu tun hat. Denn in Schweinfurt kann man wirklich von einer Kneipe in die nächste fallen, in Würzburger muss man einfach ein bisschen weiter laufen.

Musikalisch gibt es einen deutlichen Überhang an Cover-Bands. Wobei ich “Cover-Band” nicht grundsätzlich als Qualitätsmerkmal sehe, es gibt durchaus gute und originelle Cover-Bands, leider aber auch das Gegenteil, die die Songs nur runterdudeln, weil sie bekannt sind. Aber das muss jeder selbst wissen — wenn man Spaß hat, hat man Spaß.

Apropos Spaß: Der Spaß kostet an der Abendkasse 14 Euro, dort bekommt man ein Bändchen, mit dem man in alle Lokalitäten reinkommt, die beim Honky Tonk in Würzburg mitmachen.

Für die Last-Minute-Knauser: Es gibt auch 3×2 Bändchen hier im Würzblog zu gewinnen. Rechtsweg könnt ihr vergessen, beantwortet lieber einfach diese Frage in den Kommentaren (gültige Mail-Adresse angeben!):

Es gibt neben den normalen Eintritts-Bändchen beim Honky Tonk in Würzburg noch eine andere Bändchenart, die für den Eintritt aussschließlich im B-Hof und Tanzcafé Ludwig sind. Wie wird das Bändchen genannt?