Schlagwort-Archive: krimi

Wolfgang Mainka: Von Mäusen, Ratten und Priestern

Von Mäusen, Ratten, Priestern und Nachtwächtern

Dominik-Cam
Dominik-Cam

Aus dieser Perspektive hat Dominik die Lesung von Wolfgang Mainka und Cornelia Boese verfolgt. Dominik ist eine Kirchenmaus und einer der Protagonisten in Mainkas neuem Buch “Von Mäusen, Ratten und Priestern.”

Cornelia Boese und Wolfgang Mainka.
Cornelia Boese und Wolfgang Mainka.

Das InstiDUTT hat am Freitag zu einer Lesung in der Villa Jungnikl geladen, bei der Nachtwächter Mainka Stellen aus seinem Buch zum Besten gibt, unterstützt von “Mäus-Voice” Cornelia Boese. Und es war ein wundervoll warmer Frühlingsabend, was den Vorteil hatte, dass die Lesung spontan auf die Terasse verlegt wurde — und gleichzeitig den Nachteil, dass wohl viele potenzielle Gäste liebe in den Biergärten, am Grill oder auf der Alten Mainbrücke blieben, als den Weg auf das Bürgerbräu Gelände zu nehmen.

“Von Mäusen, Ratten und Priestern” wird vom Echter-Verlag als Krimi bezeichnet, wobei Wolfgang Mainka selbst das abschwächt. Das Buch handelt von den Mäusen, die im Dom und anderen Würzburger Kirchen leben, von einem weinverliebten Priester, von einem weinwundertätigen Kelch — und ja, dessen Diebstahl das Verbrechen in dem Buch ist –, einer Stockholm-Syndrom-verursachenden Ratte, Trittbrettfahrern, Kammerjägern und und und.

Den vorgelesenen Stellen nach klingt das nach einem unterhaltsamen Buch, dessen Logiklöcher völlig nebensächlich sind, da es mehr um den Spaß mit den unterfränkischen Menschen und Mäusen geht. Ich werde es mal lesen — und die fränkischen Dialoge mit laut im Kopf vorlesen. Dann klingt es besser! 😉

Das Buch gibt es unter anderem da gedruckt zu kaufen

oder als EBook.

Dadord Würzburch: Falschspieler spielt richtig

Dadord Würzburg: FalschspielerAm Samstag war es dann soweit — ich habe den neuen “Dadord Würzburch: Falschspieler” gesehen. Und das sogar am Premierenwochenende, wo doch sehr, sehr schnell keine Karten mehr zu bekommen waren.

Die Premiere fand in einem Raum im Hofbräukeller in der Zellerau statt — die tradionelle Premierenstätte für den Dadord, die Daxbaude in Versbach, gibt es nicht mehr.

Das Team von Radio Rimpar Television um Christian Kelle brachte einen neuen Regionalkrimi in Spielfilmlänge auf die Leinwand. Mit dabei: Der abgebrannte Detektiv Strick, der werdende Vater und Polizist Rabe, ein pornoproduzierender Schaschlik, gespielt von Andi Puhl in heißem Outfit, eine Leiche wie aus dem Splatterfilm, viel nacktes Fleisch in jeder Qualität, lustig offenes Product-Placement, eine Handlung, durchdachter als mancher Fernsehkrimi ist, der Fenstersturz des Jahres, einige künstlerisch wertvolle Filmsequenzen mit Stadtansichten, Tonprobleme in der ersten Szene, viele bekannte Orte in Würzburg, viele gewollte und ungewollte Gags, nicht so bis sehr viel  Schauspieltalent, Beteiligte, denen man den Spaß am Film anmerkt —
und ein Publikum, das ebenfalls Spaß mit dem Film hatte. Und nur darauf kommt es an.

Ulf Pieconka und Christian Kelle nach dem zweiten Premierenabend.
Ulf Pieconka und Christian Kelle lassen sich nach dem zweiten Premierenabend feiern.

Es gibt ja Leute, die finden die Dadord-Würzburch-Filme grundsätzlich furchtbar. Wobei diese Leute meiner Meinung nach einen ebenso grundsätzlichen Fehler machen — sie vergleichen den Dadord von Radio Rimpar mit dem Tatort der ARD.  Natürlich kann ein Dadord schon von der Produktion her nicht mit einem Tatort mithalten, der im Durchschnitt gut eine Millionen Euro kostet. Aber auch mit einer Millionen Euro würde ein Dadord wohl nicht zum Tatort werden — dafür ist er viel zu sehr ein Spaßprojekt, zu sehr überzogen, zu absurd, zu sehr und im besten Sinne nur den Launen der Macher ausgeliefert.

Ich habe mich an dem Abend mit dem Film köstlich amüsiert. 😀

Ab Montag läuft der “Falschspieler” noch 17 Mal bis 18. Februar 2014 im CinemaxX in Würzburg, Kartenpreis 9 Euro, Reservierung ist auch online möglich, mehr Informationen gibt es auf der Website von Radio Rimpar Television.

Wer mehr über die Geschichte des Dadord Würzburch erfahren will – wir haben mal einen schönen Podcast mit Christian Kelle gemacht.

Trash-Tod im Wengert

Heute habe ich den Webmontag sausen lassen, habe die Podiumsdiskussion um die Leiharbeiter der Mainpost links liegen lassen und habe der profanen Unterhaltung gefrönt — die öffentliche Premiere des neuen Dadord Würzburch “Tod im Wengert” im Cinemaxx.

Der Film brachte eine atmende Leiche, eine langweilige Auflösung, laienhafte Schauspieler, “subtiles” Product Placement, hochdeutschelnde Unterfranken, ein Massaker in der Posthalle, diverse Lokalpromis — und eigentlich ganz gute Unterhaltung. Man darf einfach nicht zu viel erwarten. Ein 90 minütiger Trashfilm — das meine ich gar nicht mal negativ — mit Herz, Liebe und Spaß gemacht. Hier wurde kein Kunstwerk geschaffen, keine Botschaft vermittelt, keine Charakterstudien betrieben. Hier wollten nur ein paar Leute mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln einen Regionalkrimi drehen. Und das haben sie getan, nicht mehr und nicht weniger.

Wer auf leichte und leicht trashige Unterhaltung steht, der kann sich den “Tod im Wengert” noch am 19., 24., 25. und 26. Januar und am 7. und 8. Februar im CinemaxX Würzburg schauen, und auch noch am 1. Februar im Theater am Neunerplatz.

Nachtrag: Dadort Würzburch geht  für mich natürlich nur in Begleitung von Erwachsenen. Das Kitziblog musste mir bei den gruseligen Szenen das Händchen halten — also eigentlich immer. 😉

Ein A für ein E vorgemacht

Tja, wir müssen uns damit abfinden, dass Würzburg von Ober- und Mittelfranken bevölkert ist. Zumindest laut dem Würzburg-Krimi “Freiwild”, der gestern im Fernsehn lief. Da hörte man viel zu viele “A”- und viel zu wenig “E”- und “I”-Laute. Es heißt hier nicht “Mädla” sondern “Mädle”, im Plural “Mädli”. Als Verneinung sagt man auch “Nää” statt “Naa”. Und so weiter, und so fort. Wenn man so einen Film schon Heimatkrimi nennt, dann könnte man den Schauspielern mal eine Dialektschulung zukommen lassen.

Aber genug gemäkelt. Wir haben uns beim Schauen ganz gut amüsiert. Die Schauspieler waren ganz gut, vor allem Thomas Schmauser als freundlich-mufflig-verklemmter Kommisar. Die Story war keine Ausgeburt an Originalität, der Täter war nicht wirklich überraschend, aber ich habe schon Filme mit schwächeren gesehen. Für einen Nicht-Würzburger wäre “Freiwild” also vermutlich noch als Durchschnittskrimi durchgekommen. Für Würzburger ist es natürlich witzig die Drehorte zu erkennen oder zu raten. Was war das für eine Disco? Wo wurde die Biergartenszene gedreht? Ist er an der Talavera richtig abgebogen? Welches Kloster war das? Kann man im Schloss Sommerhausen die Zimmertüren nicht abschließen?

Und man erkennt, dass, wenn man schon keinen schönen Blick auf das Petrini-Haus hat, man doch einen schönen Blick vom Petrini-Haus hat.

Einen zweiten Würzburg-Krimi bräuchte ich jetzt — erst mal — nicht, aber einen Fernsehabend habe ich schon viel schlechter verbracht. Kann natürlich auch an dem unterfränkischen Schoppen und der angenehmen unterfränkischen Gesellschaft gelegen haben. 😉

Update: Weitere einheimische Kritiken gibt es hier und hier.
Update II: Natürlich sagt auch der Popkulturjunkie was dazu.

Fränkische Kriminacht im BR

Nachdem die Pingbacks (ok, einer) und die E-Mails (ok, eine, Danke Katrin!) zu Thema hereinprasseln, muss ich wohl doch was schreiben.

Ob es daran liegt, dass Bayern einen fränkischen Minnisterpräsidenten hat? Zumindest rückt Franken wieder mehr in den Fokus in Bayern, und sei es nur für eine Nacht. Eine Mordnacht.

Das Bayerische Fernsehen zeigt am morgigen Samstagabend drei Krimis in Folge, die in Franken spielen. Der Polizeiruf 110 ergeht zweimal im mittelfränkischen Nürnberg, aber die Primetime 20.15 Uhr gehört uns Unterfranken in Würzburg.

Im Spielfilm “Freiwild. Ein Würzburg-Krimi” ermittelt Thomas Schmauser (kein Wikipedia-Eintrag? Tststs) als fränkischer Kriminalhauptkommissar Peter Haller in Würzburg. Ob die Rolle als die von Markus Söder geforderte Wiedergutmachung gelten kann, wird sich zeigen.

Vorabkritiken gibt es hier, hier und hier. Ob ich mir den Heimatkrimi anschauen werden, weiß ich nicht, ich bin weder ein großer Fernseh- noch Krimifan. Und wie Würzburg aussieht, weiß ich auch so.

Der Dadord Würzburch läuft an

Jetzt wird es aber fränkisch im Kino. Der Kinofilm mit Erwin Pelzig läuft schon ein paar Wochen in den Lichtspielpalästen und an diesem Wochenende startet auch der Regionalkrimi “Dadord Würzburch: Töchter & Söhne“, produziert von Radio Rimpar. Während des letzten Jahres konnte man die Dreharbeiten in Würzburg verfolgen und nun das Ergebnis in den Kinos bewundern.

Würzburg wird nun wirklich zur Krimihochburg. Zwei Bücherreihen mit Würzburg Krimis in den Buchregalen und nun noch einen Film. Vielleicht sollte die Würzmischung noch ein Hörspiel beisteuern? 😉

Freitag, 4. Januar 2008 um 20 Uhr im Hotel Daxbaude AUSVERKAUFT !!!
Samstag, 5. Januar 2008 um 20 Uhr im Hotel Daxbaude
Dienstag, 8. Januar 2008 um 19 Uhr im CINEMAXX
Sonntag, 13. Januar 2008 um 11 Uhr im CINEMAXX (Matinee)
Montag, 14. Januar 2008 um 19 Uhr im CINEMAXX
Dienstag, 15. Januar 2008 um 19 Uhr im CINEMAXX
Donnerstag, 17. Januar um 20 Uhr im Theater am Neunerplatz
Montag, 28. Januar um 20 Uhr im Theater am Neunerplatz

Ticketpreise: Hotel Daxbaude 6 €, CINEMAXX und Theater am Neunerplatz 7,50 €

Der Schoppen fetzt zum 6. Mal

Mein leiser Vorschlag, für den Erscheinungstermin des neuen Schoppenfetzer-Krimis auch eine Nachtveranstaltung durchzuziehen, ist ungehört verhallt. Darum darf ich heute wieder am helligten Tag mit den Frankenwein in die Birne knallen. Nun gut.

Wer die Schoppenfetzer-Reihe von Günter Huth nicht kennt, der sollte sich mal einen leisten. Ich lese sie ganz gerne. Sie sind bestimmt keine hohe, tiefsinnige Literatur und es gibt gewiss selbst im Genre Krimi Spannenderes zu lesen. Aber für Würzburger sind die Romane gespickt mit Anspielungen, Schauplätzen und Charakteren, die recht unterhaltsam und amüsant sind.

Heute wird von 16.00 Uhr bis 18.30 Uhr der Roman von Herrn Huth in der Buchhandlung Thalia vorgestellt und -gelesen, den Schoppen zum Fetzen gibt es vom Staatlichen Hofkeller.

Günter Huth liest

Freitag ist Krimitag. Nein, gemeint ist nicht der Tatort im Fernsehen! Am Freitag, 18. November 2005, liest Günter Huth aus seinem neuen Würzburg-Krimi “Der Schoppenfetzer und das Riesling-Attentat“. Der Tatort dieser Veranstaltung ist die Thalia-Buchhandlung in der Domstraße, Tatzeit ist 20 Uhr. Der Staatliche Hofkeller wird zur Lesung Riesling ausschenken und danch geht es direkt in den Staatlichen Hofkeller Würzburg. Was dort dann genau passiert weiß ich nicht, es soll aber eine Überraschung geben. Und Günter Huth. Und Wein. 🙂

Der Eintritt für die Lesung kostet 8 €, ermäßigt 6 €.