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U&D mit 2016 und hoffentlich mit mir

Morgen beginnt das Umsonst & Draussen in Würzburg. Und obwohl ich im Job gerade viel zu tun und den Kopf damit voll habe, fängt so langsam mein Festival-Zeh zu zucken an. Denn nach etwa fünf Jahren könnte ich vielleicht in diesem Jahr mal mehr als nur kurz vorbeischauen.

Im Moment sieht es zumindest ab Freitag für mich einigermaßen gut aus (falls ich nach der Arbeit zum ersten Mal überhaupt zum U&D fahren würde, vielleicht am späten Donnerstagabend auch schon 😉 ) .  Der Wetterbericht meldet für Würzburg in den U&D-Tagen irgendwas zwischen Sonnenschein und Unwetter, manchmal sogar gleichzeitig. Wir werden sehen, für mich persönlich ist das Festival noch nie am Wetter gescheitert.

Ich würde ja freuen mal wieder in aller Ruhe ein paar Tage über die Mainwiesen zu schlendern, mir bekannte und unbekannte Bands auf der Draussen-, Drinnen- oder U25-Bühne und natürlich auf der Paletten-Bühne des Immerhin anzuhören. Oder die Stände der Initiativen besuchen und ein bisschen mit den Leuten dort zu quatschen. Oder zu schauen, was die Laserkoalas wieder an Kunst auf die Beine gestellt haben. Oder, oder, oder …

Und vor allem freue ich mich darauf, einem ganzen Haufen an netten Leuten dort zu begegnen. Ja, lieber Leser, auch du bist gemeint … 😉

Daniel Biscan im Cairo

Am Samstag, 13. Februar 2016, spielt ein Kollege von mir im Cairo. Daniel Biscan ist Bildredakteur und Fotograf bei der Main-Post, aber auch schon seit seiner Jugend Musiker. Und Komponist. Und Texter. Für Peter Maffey. Und Nena. Aber jetzt wollte er wieder was ganz eigenes machen.

Daniel bei der Probe für den ersten Auftritt.
Daniel bei der Probe für den ersten Auftritt.

Nach langer Kinderpause hat Daniel die Gitarren und Verstärker abgestaubt und mit Kollegen ein Album aufgenommen — und Nena hat ihn direkt als Vorband für ihre aktuelle Tour gebucht. Wer sich für die recht verrückte Entstehungsgeschichte des Albums interessiert — ich habe neulich einen großen Artikel für die Main-Post darüber geschrieben. Und eine ausführliche Rezension der CD “Eine Frage von Raum und Zeit” gibt es bei Gerald “Music On Net” Langer zu lesen.

Dürfte ein guter Gig am Samstag werden, ich war im vergangenen Jahr bei der Probe vor ihrer Tour-Premiere dabei, die Jungs und Profimusiker waren gut drauf und hatten trotz aller Nervosität Spaß. Und nervös dürfte Daniel am Samstag beim ersten Auftritt in der Heimat auch sein — darum schließe ich da auch auf Spaß! 😉

Und auch nicht zu verachten ist die Support-Band: Kleeberg — ohne Genossen und mit akustisch.

Wer also Lust auf Pop-Rock hat, könnte am Samstag im Cairo gut aufhoben sein. Um 19.30 Uhr ist Einlass, die Karten kosten im Vorverkauf 10 Euro, an der Abendkasse 12 Euro. Online-Tickets gibt es bei TixforGigs. Einen Facebook-Event gibt es auch.

Das Video zu “Laut wie die Liebe”, aufgenommen im beliebtesten Drehort für Musikvideos in Würzburg — in der Harnröhre unter dem Bahnhofsgelände.

Aus dem Gestaltungsbergwerk 2016.1

Eigentlich wollte ich am Samstag zur Semesterausstellung der Gestalter, aber die Neugier hat mich auf den Berg zur FH getrieben — und als Belohnung für mich, dass ich meine Steuer so ziemlich fertig gemacht habe.

Rote Blutkörperchen im Herz - dargestellt im virtuellen Raum mit einer 3D-Brille (eine Oculus Rift)
Rote Blutkörperchen im Herz – dargestellt im virtuellen Raum mit einer 3D-Brille (eine Oculus Rift)

Ein sehr inspirierender Besuch, bei dem ich viel gesehen habe. So viel, dass ich kaum darüber schreiben kann — das muss einfach jeder selbst mal anschauen. Nur ein paar wenige Beispiele:

Eine ersten Entwurf einer Augmented-Reality-Schnittstelle für eine bessere Arzt-Patient-Kommunikation hab ich mir zeigen und erklären lassen  — und sie auch ausprobiert.

Über einen Bleistift in einer Musikkassette — Ältere erinnern sich nur zu gut an diese gewohnte Bewegung — habe ich Texte zur Snowden-NSA-Affäre auf einem Bildschirm gesteuert.

Plakate - mit viel Humor und Nachdenklichkeit.
Plakate – mit viel Humor und Nachdenklichkeit.

Auf einem Riesen-Display habe ich mit der Bewegung meiner Hand — über Sensoren — Punktwolken verwirbelt.

Hunderte Fotografien,  und Plakate habe ich angeschaut — und war manchmal tief beeindruckt und fast ein wenig neidisch ob des Könnens.

Eine Studentin hat mir das Konzept eines kind-orientierten und konsum-pädagogischen Supermarkts erklärt — inklusive einer Holzkurbel, mit dem ich auf einem iPad virtuell Mehl mahlen konnte.

Überall in den Gängen und den Zimmern gab es etwas zu sehen, fühlen, blättern und ausprobieren. Mehr als ich aufnehmen konnte. Nach eineinhalb Stunden musste ich wieder gehen, ohne wirklich alles gesehen zu haben.

Wer am Samstag, 6. Februar 2016, Zeit hat, sollte sich die Ausstellung “Bergwerk 2016.1” auf jeden Fall anschauen. Es lohnt sich. Geöffnet ist von 10 Uhr bis 18 Uhr.

Der Werkberg ruft

Bergwerk 2016.1
Bergwerk: Semesesterausstellung  2016.1

Am Freitag und Samstag — 5. und 6. Februar 2016 — zeigen Würzburgs angehende Gestalter auf dem Berg ihre Werke des vergangenen Semesters an der FH Würzburg (ja, ich weiß: an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt).

Ich gehe immer gern zu der Ausstellung der Arbeiten der Studenten und kann jedem nur empfehlen, den Weg ins Bergwerk mal zu wagen. Man fördert da auch mal Braukohle zutage, aber oft ist auch viel Gold und Silber dabei.

Man kann sich auf jeden Fall die Augen rausgucken und vieles entdecken: Illustrationen, Fotografien, Filme, Plakate, Buchcover, Schriftspielereien, interaktive Medien, Grafikdesign und kunstvolles Gebastel.  Einen Überblick über die Semesterausstellung 2016.1 gibt es hier.

Gezeigt werden die Arbeiten in der Fachhochschule am Sanderheinrichsleitenweg zwischen Adami-Bad und Hubland-Uni. Am Freitag kann man zwischen 12 Uhr und 19 Uhr zu Gucken kommen, am Samstag zwischen 10 Uhr und 18 Uhr. Eintritt kostet die Ausstellung keinen.

 

Würzmischung mischte wieder – diesmal über Bücher und Barcamps

Ralf Hintern (links) und Simone (rechts)
Ralfs Hintern (links) und Simone (rechts)

Das bayerische Kultusministerium hatte ein Einsehen, dass sie schuld am kulturellen Verfall Unterfrankens ist und schickte Alex wieder zurück nach Würzburg, damit er wieder regelmäßig bei den Podcasts der Würzmischung dabei sein kann.

Buchbloggerin Simone war am vergangenen Wochenende zu Gast bei der Würzmischung #97 und erzählte über die Frankfurter Buchmesse, deren Sinn und über Bloggertreffen, BookTuber und E-Books. Alex wird erklärt, wie Twitter funktioniert. Außerdem gibt es ein kleines Fazit über das Barcamp Würzburg Ende Oktober.

Also, anhören: Die Würzmischung #97: Simone, Bücher und Netzwerke

 

Impro pünktlich 10 vor 8

Nachdem ich schon das Improtheater-Festival leider komplett verpasst habe, bin ich heute wenigstens zur Ersten-Dienstag-im-Monat-Show der Gruppe 10 vor 8 im Kuzu Chambinzky. Ihr dürft raten, um wieviel Uhr es losging …

Was immer da gespielt wurde - ich weiß es nicht mehr. Bestimmt war es lustig.
Was immer da gespielt wurde – ich weiß es nicht mehr. Bestimmt war es lustig.

Sehr unterhaltsam war der Abend mit lustigen Episoden im Gefühlschaos in der Knastkantine, vom Aufstieg der Kickers in die 3. Liga, mit Dachdecker-Action-Helden, Origami-faltenden Schmetterlingen und Lehrer-Westernzeichentrickliebesfilmen.

Und, liebe 10-vor-8er, nun darf ich das Rätsel lösen, welcher mein Satz für die Kickers-Szene war:

Bananen sind wie Waschmaschinen: schmecken komisch, aber fliegen um so bessern.

Ja, ich möchte manchmal auch gern wissen, was in meinem Hirn vor sich geht. 😉

Danke an Martina, Silke, Alex und Wolfgang für den schönen Abend

Zellerauer Kulturtage, Resterampe

Die vier Zellerauer Kulturtage in Würzburg waren gut. Bestimmt. Glaube ich. Denn  war ich die meiste Zeit nicht dabei — ging aus verschiedenen Gründen leider nicht.

Bauschaumfrau in Tür
Bauschaumfrau in Tür

Doch heute konnte ich wenigstens noch den Sonntag mitnehmen, der auf dem Bürgerbräu-Gelände stattfand. Bei dem für Oktober fast schon beschämend schönem Wetter kamen auch viele Besucher — die sich im freien aber vor allem im Sonnenschein herumstanden.

In der Maschinenhalle bin ich über den Design- und Kunstmarkt Artbrew geschlendert,  und hab mal wieder bemerkt, was es für schöne Sachen Made-in-Würzburg zu kaufen gibt. Und nebenan im Sudhaus irrte ich durch den interessanten Türen-Irrgarten von Max Gehlofen, den die Leerraum-Pioniere organisiert haben.

Artbrew in der Maschinenhalle
Artbrew in der Maschinenhalle

Musikalisch habe ich Mucho Mojo zwar verpasst, dafür aber Kids of Adelaide gehört, die waren auch gut und spielen Ende Januar noch mal im Cairo.

Kids of Adelaide
Kids of Adelaide

Schöner letzter Zellerauer Kulturtag, ich hoffe im nächsten Jahr bekomme ich auch von den anderen Tagen mehr mit.