Angie & Horst, TM Stevens und Kollegium Kalksburg

Heute kann man in Würzburg so einiges sehen und hören.

In der Nachmittagsmatinee gibt es am Marktplatz ab 17.00 Uhr eine Einlage von vom Duo Angie & Horst. Angela Merkel war das letzte Mal im Jahr 2 v. W. (vor Würzblog) in Würzburg, diesmal tritt sie in der Rolle der amtierenden Kanzlerin auf, gemeinsam mit ihrem bayerischen Sidekick Horst Seehofer als Ministerpräsident.

Das Abendprogramm wird anspruchsvoller. In der Posthalle spielt TM Stevens mit seinem Shocka Zooloo Project. Der Verrückte am Bass hat schon vor zwei Monaten bei SocialLybrium die Posthalle gefunkt, heute wird gerockt. Um 20.30 Uhr geht es los, der Eintritt kostet an der Abendkasse 19 €. Viel Geld, lohnt sich aber bestimmt!

Im Kulturspeicher spielt ab 19.30 Uhr das Kollegium Kalksburg. Humoristischer und musikalischer Wiener Schmäh von skurilen Künstlern. Veranstaltet wird der Abend von der Baucoop, darum heißt der Eintritt “Unkostenbeitrag” und beträgt 15 €.

Open Art 08 in Würzburg

Gestern Abend war Shuttle-Party in Würzburg, und man darf gespannt sein, ob die verstärkten Sicherheitsmaßnahmen zu einer Party geführt haben, auf die unsere brave Stadt stolz sein kann.

Die Shuttle-Party heute Abend hört auf den Namen Open Art und geht bisher noch ohne Sicherheitspersonal. Bisher! Aber wehe, wenn sich ein Galeriebesucher nach dem Betrachten eines kitschigen Landschaftsbilds spontan erbricht, dann werden an den Eingängen Alkoholkontrollen durchgefürt, was einem raschen Tod der Kunstszene zur Folge haben wird.

Aber ich schweife ab.

Die Analogie zur Shuttle-Party ist, das man bei der Open-Art auch an einer “Location” beginnt (also einer Galerie oder einem Museum), dort Eintritt zahlt, ein Bändchen bekommt und dann mit dem Bus von Galerie zu Museum ziehen kann. Wenn man will auch zu Fuß, aber da es bei oft Sekt oder Wein umsonst gibt (ist das schon eine Flatrate-Party?) und die Wege manchmal recht weit sind, ziehe ich den Bus vor. 😉

Die Open-Art kostet 9 € und dauert von 18.00 bis 24.00 Uhr.

Edwin Michel Retro

Retrospektive klingt immer, als wäre der betreffende Künstler schon verstorben. In diesem Fall trifft das ganz sicher nicht zu, denn Edwin Michel ist putzmunter. Nichtsdestotrotz ist heute um 19.00 Uhr im Künstlerhaus des Kulturspeichers (rechts neben dem Haupteingang, Treppchen hoch und rechts) die Vernissage des Rückblicks auf das Künstlerleben des fränkischen Malers.

Die Ausstellung ist bis zum 1. Mai 2008 geöffnet, mit den etwas schrägen Öffnungszeiten Mittwoch und Donnerstag 9.00 Uhr – 18.00 Uhr, Freitag 14.00 Uhr – 18.00 Uhr, Samstag 13.00 Uhr – 20.00 Uhr und Sonntag von 11.00 Uhr -18.00 Uhr. Und das Künstlerhaus ist natürlich auch bei der Open Art am 18. April 2008 dabei.

Der 1. Hafensommer am Alten Hafen Würzburg

Das ist ein Beitrag zu Hafensommer 2007.
Beiträge zum Hafensommer 2008 gibt es hier.

“Zwingend”, “zwingend” und … “zwingend” nannte Muchtar Al Ghusain die kulturelle Nutzung des Areals beim Heizkraftwerk im Würzburg. Und das kann ich nur unterstützen, liebe ich das Gelände schon länger.

schwimmende BühneEinen Anfang macht jetzt der Hafensommer im Alten Hafen, der vom 26. Juli 2007 bis zum 26. August 2007 fast jeden Tag Konzerte, Kabarett, Theater, Kino oder Tanz auf einer schwimmenden Bühne am Heizkraftwerk veranstaltet, mit weiterem Programm im Kulturspeicher, im Bockshorn und auf der Arte Noah. Apropos veranstaltet: Die Stadt gibt die Planung und Durchführung nicht an einen externe Eventagentur ab, sondern tritt mal selbst als Veranstalter auf.

Bei der gestrigen Pressekonferez im Lumen — wo man erfreulicherweise rauchen durfte, Hurra! — kam heraus, dass das Ganze recht kurzfristig geplant wurde. In nur drei Monaten wurde das Konzept und Programm auf die Beine gestellt. Da fragt man sich schon, warum das so knapp sein musste, schließlich ist die Treppe und der Platz am Kraftwerk schon eine ganze Weile fertig. Aber gut, besser so als gar nicht.

Als Zielgruppe hat die Stadt mehr das “Mittelalter” im Blick, also die 30 – 40-jährigen. Also mich. Obwohl mich das Programm nicht unbedingt auf die Knie sinken und mein demütiges Haupt in Richtung Rathaus neigen lässt, so gibt es doch für mich auch nette Programmpunkte. Dennis Schütze spielt mal wieder auf, zu dem ich jetzt ohne den Anschein der Hoffnung auf Gnade ins Konzert kann. 😉 Erika Stucky sieht und hört man auch nicht alle Tage in Würzburg mit ihrer Performance. Und den Würzburger Theaterklassiger “Der fliegende Würzburger” habe ich auch noch nicht gesehen.

Frau BeckmannIch bin gespannt auf den Hafensommer. Wenn das Wetter passen sollte, die Leute nicht zu knapp bei Kasse sind (Eintrittspreise von 6 € bis 14 €) oder die Stadt es organisatorisch vergeigen sollte, könnte das wirklich ein netter Sommer am Alten Hafen werden. Aber wenn es nach Frau Beckmann und Herrn Al Ghusain gehen sollte, dann wird der Hafensommer so oder so kein One-Hit-Wonder. Der Ausbau des Alten Hafens macht nur Sinn, wenn dort auch weiterhin etwas passiert. Das ist zwingend.
Schau mer ma!

Bilder von der Pressekonferenz hier. Das Programm des Hafensommers hier (fleißig scrollen ;-)).

Kulturpendler

Der Samstagabend war in Würzburg ja von zwei Kulturextremen gezeichnet — dem Dencklerblockfest und der langen Kulturspeichernacht.

Die Bulletmonks

Im Dencklerblock in der Zellerau haben wir uns mit Frau Schaaf getroffen und im Laufe des Abends auch noch über Matze und Flocu gestolpert.

Lockerer kann man sich eine Atmosphäre bei einem Fest kaum vorstellen. Die Leute haben sich einfach in den Hof gesetzt, gelegt oder gestellt, Decken, Stühle und Sofas mitgebracht und den verschiedenen Bands gelauscht. Und da war wirklich was geboten. Schwer begeistert war ich von den Bulletmonks, die hart, aber sehr fein abgerockt haben. Aber auch Paper Palace und Styckwaerk waren nicht von schlechten Eltern.

Ein leidiges Thema für mich bei solchen Festen ist die Getränkeauswahl. Bier gab es reichlich — aber damit kann man mich jagen. Wein gab es nicht, so musste ich mich über den Abend mit Jägermeister und Ramazzotti retten. Ein paar wenige nur. 🙂

Den UnterWeitergang des Fests kann man im Dencklerblog nachlesen.

Lange Kulturspeichernacht 2007Um kurz nach 23 Uhr habe ich mich auf die andere Mainseite begeben. Und damit in ein ganz anderes Ambiente. Anlässlich der langen Kulturspeichernacht wurde das Museum in ein wechslendes Farblicht getaucht — sah wirklich schön aus. Im Eingangsbereich erhielt man nach dem schmerzlichen Verlust von satten 9 € ein Armbändchen, mit dem man in den Kulturspeicher, Tanzspeicher und ins Bockshorn durfte. Bis auf einen kurzen Ausflug in den Tanzspeicher bin ich vor allem im Museum geblieben. Doch habe ich mich schon gefragt, warum?
Für die späte Uhrzeit war einfach zu wenig geboten. Der Saxophonspieler zur musikalischen Unterhaltung war nicht schlecht, aber zu so später Stunde einschläfernd.
Vielleicht war es auch nur der Kontrast zum Dencklerblockfest, aber ich fand die Speichernacht etwas langweilig. Da haben auch die Tänzer und Feuerschwinger nicht geholfen.
Entweder sollte die lange Kulturspeichernacht nächstes Jahr wieder früher beginnen, oder es müsste für meinen Geschmack ein fetzigeres Programm mit Wachhaltepotenzial her.


Bilder von der langen Kulturspeichernacht

Dencklerblock- und Kulturspeichernacht

Ach, morgen (16. Juni 2007) wird es wohl eine lange, anstrengende aber auch tolle Nacht geben.

Denn da finden im Kulturspeicher die Lange Kulturspeichernacht und im Dencklerblock das 2. Dencklerblockfest statt. Bei beiden Veranstaltungen gibt es Kunst, Kultur und was zu Essen. Beim dem einen sind die Leute eher “tschick” angezogen, beim anderen eher “löschär”. Hier mehr Jazz, dort mehr Indie. Und dummerweise will ich auf beide. Das gibt lange Fußmärsche …

Diagnostizierte Kunst im Kulturspeicher

Diagnose: Kunst
Feiertag, trübes Wetter. Ein Tag, gebacken für einen Museumsbesuch. Und heute eröffnete im Kulturspeicher Würzburg die Ausstellung “Diagnose: Kunst. Die Medizin im Spiegel der zeitgenössischen Kunst”, die noch bis zum 15. Juli 2007 dauert.

Irgendwie hat mir etwas der rote Faden in der Zusammenhang in der Ausstellung gefehlt. Aber vielleicht fehlt mir einfach nur die Affinität zur Medizin, die Mathematik-Ausstellung hat mir damals besser gefallen.

Für die Ausstellung kann man sich auf der Website des Kulturspeichers übrigens 37 mp3-Dateien herunterladen (Nein lieber Kulturspeicher, deswegen ist das noch kein Podcast) und sich an bestimmten Werken den passenden gesprochenen Kommentar anhören. Nette Idee für Leute, denen es nicht peinlich ist, mit einem mp3-Player auf den Ohren durchs Museum zu laufen.

Künstlerisches Frischfleisch

Ich bin nicht der einzige Blogger, der in dieser Woche in das Licht der Öffentlichkeit tritt. Am Freitag, 09. März 2007, wird in der BBK-Galerie im Kulturspeicher Würzburg Akurei in Begleitung seines Kunst-Leistungskurses eine Ausstellung eröffnen. Dort werden Arbeiten des LKs zu sehen sein. Hier kann man schon mal junge Künstler bewundern, die man ja vielleicht auch beim Kunstfrühling im Juli (warum dann eigentlich “Frühling”?) wieder sehen wird.

Die Ausstellung beginnt um 19 Uhr und ich schätze mal, dass sich die anwesenden Schüler ab 22 Uhr auf das benachbarte Boot und den Zauberberg verteilen werden. 😉