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Land’s End in Würzburg

Manchmal, wenn ich alleine sein und und meinen Gedanken nachhängen will, gehe ich zu Land’s End in Würzburg. Zumindest heißt der Ort so in meinem Kopf. Andere — oder eigentlich alle außer mir– nennen ihn das Ende der Hafenmole am Alten Hafen.

Um da hin zu gelangen, muss man einen halben Kilometer über bemooste und sehr krumme Steine laufen, sich an zwei Brückenpfeilern vorbeikuscheln, an einem Papagei und einer schönen Metallfrau vorbei. Und dann steht man am Ende des Alten Hafens und hat nur noch den Main vor sich.

Am vergangenen Donnerstag war ich auch wieder dort. Etwa zu der Zeit, als ein Tornado durch Kürnach zog — das Wetter wurde also auch in Würzburg nicht besonders gut. Dunkle Wolken zogen auf, Regen prasselte herunter — aber irgendwie hatte es da draußen was.

Wackliger Weg
Papagei an der Hafenmole am Alten Hafen in Würzburg.
Trockener Papagei an der Hafenmole am Alten Hafen in Würzburg.
Noch in weiter Ferne: “Belladonna” von Herbert Mehler.
Der Himmel zieht zu.
Am Ende der Hafenmole: Land’s End.
Der Sturm zieht über Belladonna.
Kurz wurde es mal richtig düster.
Papagei im Regen.

Aus dem Gestaltungsbergwerk 2016.1

Eigentlich wollte ich am Samstag zur Semesterausstellung der Gestalter, aber die Neugier hat mich auf den Berg zur FH getrieben — und als Belohnung für mich, dass ich meine Steuer so ziemlich fertig gemacht habe.

Rote Blutkörperchen im Herz - dargestellt im virtuellen Raum mit einer 3D-Brille (eine Oculus Rift)
Rote Blutkörperchen im Herz – dargestellt im virtuellen Raum mit einer 3D-Brille (eine Oculus Rift)

Ein sehr inspirierender Besuch, bei dem ich viel gesehen habe. So viel, dass ich kaum darüber schreiben kann — das muss einfach jeder selbst mal anschauen. Nur ein paar wenige Beispiele:

Eine ersten Entwurf einer Augmented-Reality-Schnittstelle für eine bessere Arzt-Patient-Kommunikation hab ich mir zeigen und erklären lassen  — und sie auch ausprobiert.

Über einen Bleistift in einer Musikkassette — Ältere erinnern sich nur zu gut an diese gewohnte Bewegung — habe ich Texte zur Snowden-NSA-Affäre auf einem Bildschirm gesteuert.

Plakate - mit viel Humor und Nachdenklichkeit.
Plakate – mit viel Humor und Nachdenklichkeit.

Auf einem Riesen-Display habe ich mit der Bewegung meiner Hand — über Sensoren — Punktwolken verwirbelt.

Hunderte Fotografien,  und Plakate habe ich angeschaut — und war manchmal tief beeindruckt und fast ein wenig neidisch ob des Könnens.

Eine Studentin hat mir das Konzept eines kind-orientierten und konsum-pädagogischen Supermarkts erklärt — inklusive einer Holzkurbel, mit dem ich auf einem iPad virtuell Mehl mahlen konnte.

Überall in den Gängen und den Zimmern gab es etwas zu sehen, fühlen, blättern und ausprobieren. Mehr als ich aufnehmen konnte. Nach eineinhalb Stunden musste ich wieder gehen, ohne wirklich alles gesehen zu haben.

Wer am Samstag, 6. Februar 2016, Zeit hat, sollte sich die Ausstellung “Bergwerk 2016.1” auf jeden Fall anschauen. Es lohnt sich. Geöffnet ist von 10 Uhr bis 18 Uhr.

Der Werkberg ruft

Bergwerk 2016.1
Bergwerk: Semesesterausstellung  2016.1

Am Freitag und Samstag — 5. und 6. Februar 2016 — zeigen Würzburgs angehende Gestalter auf dem Berg ihre Werke des vergangenen Semesters an der FH Würzburg (ja, ich weiß: an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt).

Ich gehe immer gern zu der Ausstellung der Arbeiten der Studenten und kann jedem nur empfehlen, den Weg ins Bergwerk mal zu wagen. Man fördert da auch mal Braukohle zutage, aber oft ist auch viel Gold und Silber dabei.

Man kann sich auf jeden Fall die Augen rausgucken und vieles entdecken: Illustrationen, Fotografien, Filme, Plakate, Buchcover, Schriftspielereien, interaktive Medien, Grafikdesign und kunstvolles Gebastel.  Einen Überblick über die Semesterausstellung 2016.1 gibt es hier.

Gezeigt werden die Arbeiten in der Fachhochschule am Sanderheinrichsleitenweg zwischen Adami-Bad und Hubland-Uni. Am Freitag kann man zwischen 12 Uhr und 19 Uhr zu Gucken kommen, am Samstag zwischen 10 Uhr und 18 Uhr. Eintritt kostet die Ausstellung keinen.

 

FIN-GER Art Collection Exhibition: Schneekette und Rückblick

Begrüßung auf der Leiter
Begrüßung auf der Leiter

Im finnisch-deutschen Fin-Ger auf dem Bürgerbräu-Gelände in Würzburg kann  man seit der Vernissage gestern das vergangene Kunstjahr des kleinen Raums Revue passieren lassen. Juhani Karanka und Matthias Braun haben das Beste ihrer Kunstsammlung aus dem Jahr 2015 an die Wände gehängt.

Vollbildaufzeichnung 17.01.2016 200518Streetart, Gemälde, Fotografie und anderer Kunstkram von zehn Künstler(gruppe) werden in der Mini-Galerie gezeigt und können teilweise auch gekauft werden.

Die Ausstellung geht noch bis zum 29. Januar 2016 und ist von Montag bis Freitag  immer zwischen 12 Uhr und 17 Uhr geöffnet.

Neben der Kunst zum Anschauen gab es auch noch kleine leckere aber unaussprechliche Schweinereien der finnischen Küche zu Essen und zu Trinken.

Und eine gute Nachricht – das legendäre Fin-Ger-Getränk Panzerkette hat eine kleine saisonale Schwester gekommen: Die Schneekette. Etwas milder als Panzerkette, aber sehr griffig auf dem Weg durch die winterliche Blutbahn.
Die Schneekette kann man wie die Panzerkette auch im Fin-Ger kaufen.

Die Geschwister Panzerkette und Schneekette
Die Geschwister Panzerkette und Schneekette

Impressionen vom Vernissage-Abend im Fin-Ger.

Zellerauer Kulturtage, Resterampe

Die vier Zellerauer Kulturtage in Würzburg waren gut. Bestimmt. Glaube ich. Denn  war ich die meiste Zeit nicht dabei — ging aus verschiedenen Gründen leider nicht.

Bauschaumfrau in Tür
Bauschaumfrau in Tür

Doch heute konnte ich wenigstens noch den Sonntag mitnehmen, der auf dem Bürgerbräu-Gelände stattfand. Bei dem für Oktober fast schon beschämend schönem Wetter kamen auch viele Besucher — die sich im freien aber vor allem im Sonnenschein herumstanden.

In der Maschinenhalle bin ich über den Design- und Kunstmarkt Artbrew geschlendert,  und hab mal wieder bemerkt, was es für schöne Sachen Made-in-Würzburg zu kaufen gibt. Und nebenan im Sudhaus irrte ich durch den interessanten Türen-Irrgarten von Max Gehlofen, den die Leerraum-Pioniere organisiert haben.

Artbrew in der Maschinenhalle
Artbrew in der Maschinenhalle

Musikalisch habe ich Mucho Mojo zwar verpasst, dafür aber Kids of Adelaide gehört, die waren auch gut und spielen Ende Januar noch mal im Cairo.

Kids of Adelaide
Kids of Adelaide

Schöner letzter Zellerauer Kulturtag, ich hoffe im nächsten Jahr bekomme ich auch von den anderen Tagen mehr mit.

Walter Braun, Würzburger Ansichten in Wasser

Der Hotelturm in Würzburg, gedrucktes Aquarell auf Leinwand von Walter Braun.
Der Hotelturm in Würzburg, gedrucktes Aquarell auf Leinwand von Walter Braun.

Nachdem ich beim Frühling International war, bin ich weiter zum Bürgerbrau Gelände. Dort stellte zum ersten Mal Walter Braun im Fin-Ger aus, der Vater von Matthias Braun, unter dem Motto “Bilder eines Architekten”.

Im Ruhestand hat der ehemalige Architekt die Leidenschaft fur die Aquarell-Malerei entdeckt. Allerdings eben nicht (nur) für die sonst üblichen Bildern von fränkischen Weinbergen, sondern auch von vielen modernen Stadtansichten, gerade aus und um Würzburg. Zumindest habe ich vorher noch nie ein Aquarell vom Hotelturm oder dem Müllkraftwerk gesehen.

Ausgestellt hat Walter Braun auch nicht die Aquarelle direkt. Nach bester Crossover-Manier hat der die Wasserfarben eingescannt, am Computer bearbeitet und dann groß auf Leinwand drucken lassen. Warum auch nicht?

Auf Leinwand ebenso bunt wie in echt: Das Müllheizkraftwerk
Auf Leinwand ebenso bunt wie in echt: Das Müllheizkraftwerk

Ganz unbelastet ist Walter Braun ohnehin nicht, wie er mir vorhin erzählt hat. Das künstlerische Talent hat er geerbt. Nein, nicht über eine Zeitmaschine von seinem Sohn Matthias Braun. Sondern von seinem Vater, Wilhelm Braun, ein recht bekannter Münchner Künstler, der unter anderem auch ein Fenster in der Marienkapelle gestaltet hat.

Am Sonntag war leider gleich auch Ende der am Freitag eröffneten Ausstellung, wer die Bilder sehen will, muss auf eine andere Gelegenheit warten.

Am Montag kann man die Bilder noch zwischen 12 und 18 Uhr dort anschauen, dann war es das erst mal.

Acht Bilder am Stück im Fin-Ger in Würzburg
Acht Bilder am Stück im Fin-Ger.
Architekt im Ruhestand und aktiver Maler: Walter Braun
Architekt im Ruhestand und aktiver Maler: Walter Braun
Die Original-Aquarelle von Walter Braun
Die Original-Aquarelle von Walter Braun
Acht Bilder am Stück im Fin-Ger in Würzburg
Acht Bilder am Stück im Fin-Ger.

 

Kreativ gefüllte Leerräume

LeerRaumPioniere Team Eigentlich sollte das die Ankündigung einer Ausstellung sein, dann kam mir die Grippe dazwischen. Und wie!

So reicht es nur noch für den Hinweis, dass eine Ausstellung bereits läuft und noch einige Tage laufen wird. Ein Ausstellung in einem besonderen Raum.

Im Grunde ist die Idee der Leerraumpioniere so naheliegend, dass es fast schon beschämend ist, dass bisher noch niemand so ein Konzept in Würzburg durchgezogen hat: Die nicht so wenigen leerstehenden Gewerbeflächen sollen als vorübergehende Ausstellungsräume für Kreative genutzt werden.

Der erste kreaktiv besetzte Leerstand ist im Moment die Adresse Sterngasse 6, da wo früher unter anderem der Bang & Olufsen-Laden drin war. Weiß gar nicht, welche Geschäfte da sonst noch daheim waren?

Bis zum 8. März 2015 sind dort Werke des Holzbildhauers und Designers Daniel Grimme aus Sommerhausen zu sehen, immer mittwochs bis sonntags von 16 bis 20 Uhr.Kunstwerke von Daniel Grimme

Weißt du mehr zum Thema "LeerRaumPioniere"? Dann schreibe dazu etwas im WürzburgWiki.