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Auf die Laserkoalas!

Laserkoala-Ausstellung im Fin-Ger Concept Store.
Laserkoala-Ausstellung im Fin-Ger Concept Store.

Gestern hat Laserkoala, eine kreative interdisziplinären Arbeitsgemeinschaft in Würzburg, zur Vernissage der Fünf-Jahre-Laserkoala-Roter-Faden-Ausstellung  geladen. Das wollte ich natürlich sehen und bin in den Fin-Ger Concept Store am Bürgerbräu Gelände, der ja Laserkoala Matthias Braun zur Hälfte gehört.

Auf großen Plakaten waren die alten Projekte zu sehen, dabei auch viele gute Bekannte wie zum Beispiel die Sitzschlange auf dem Umsonst & Draussen oder die riesigen Zahlen zum Cairo-Geburtstag.

Die Laserkoalas: Matthias Braun, Franziska Liebig, Christian Rudolph - Prost!
Die Laserkoalas: Matthias Braun, Franziska Liebig, Christian Rudolph – Prost!

Aber es gab auch eine Blick in die Zukunft, der rote Faden wird weitergezogen: Gestern wurde verkündet, dass Laserkoala im nächsten Jahr das Kunstprojekt zum zehnten Jubiläum des Würzburg Hafensommers — dann wieder an der Hafentreppe — machen darf. Bin schon sehr gespannt, die werden sich schon was schräg-schönes ausdenken. 🙂

Danke für die letzten fünf Jahre, liebe Laserkoalas, und danke für die Vernissage.

Laserkoala-Ausstellung 2010-2015

Laserkoala. 2010 – 2015

Der rote Faden – Große Retrospektive

Ausstellung 2015

Kunstausstellung in den Räumen des FIN-GER Concept Stores.
Im Rahmen einer großen Retrospektive wird erstmalig das umfassende Gesamtwerk von LASERKOALA ausgestellt. In dieser einmaligen Schau werden alle bisherigen Arbeiten der interdisziplinären Arbeitsgemeinschaft einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Neben zahlreichen originalen Ausstellungsstücken wird den Besuchern auch ein Blick hinter die Kulissen der oftmals kontrovers diskutierten Projekte ermöglicht.

Nutzen Sie diese einmalige Gelegenheit dem roten Faden durch alle Epochen des Schaffens von LASERKOALA zu folgen und gemeinsam mit den Machern zurückzublicken. Nach dem Motto „Tradition – Innovation“ nehmen die Künstler Sie mit auf eine Reise durch die Zeit von 2010 – 2015 und wagen auch den Blick in die Zukunft.

Die Ausstellung wird am 30. Januar 2015 um 19:00 Uhr mit einer Vernissage eröffnet und ist exklusiv für 2 Tage in den Räumen des FIN-GER Concept Stores im Pferdestall des Bürgerbräu Geländes in Würzburg zu sehen.

laserkoala-ausstellung2

Experimentell und stark gespielt: Lolita strikes back

Gestern war ich im Theater Ensemble. Genauer gesagt, in der neuen alten Studio-Bühne, wo ich mir das Stück “Lotila strikes back” angeschaut habe.

Lolita strikes backNun muss ich gestehen, dass ich den Roman “Lolita” von Vladimir Nabokov nie gelesen habe und die Verfilmung von Stanley Kubrick vor über 20 Jahren gesehen habe. Darum habe ich bestimmt einige Bezüge, Verweise und Anspielungen in “Lolita strikes back” nicht erkannt.

Aber das ist in meinen Augen nicht so wichtig. “Lolita strikes back” ist eher experimentelles Theater, eine wirklich klare Handlung im klassischen Sinn gibt es dort nicht. Es werden Fragmente und Szenen aneinander gereiht, die sich mit der Lolita-Thematik beschäftigen. Von Männern, die sich fast schon poetische-erotische zu jungen Mädchen hingezogen fühlen über das Benutzen von Frauen bis hin zum brutalen und inzestuösen Missbrauch einer Tochter, der an den Fall in Österreich erinnert. Lolita strikes backUnd über allem schwebt die älter gewordene Lolita, die das Geschehen kommentiert.  Schwerer Stoff also, der dem Zuschauer in großen Textflut teilweise bunt, schrill und stellenweise absurd serviert wird. Und wer Probleme damit hat, Worte wie “Ficken” und “Fotze” vorgesetzt zu bekommen, der dürfte bei dem Stück ein paar mal zusammenzucken. Ich habe nicht gezuckt! 😉

Es war für mich ein wenig schwer, dem Stück zu folgen. Leichter ging es für mich nach etwa einer Viertelstunde, als ich nicht mehr nachdacht habe, welche Schauspielerin jetzt wen oder was genau darstellen soll — “Lolita strikes back” muss man einfach geschehen und sich mitreißen lassen. Scheinbar muss man experimentelles Theater auch als Zuschauer erst mal lernen.

Lolita strikes backDas “Mitreißen lassen” wird dem Zuschauer nicht schwer gemacht — die Leistung aller  Schauspielerinnen — Annika Bentele, Christina Miceli, Christina Strobel, Christel Riedel, Denise Wieser, Edith Saldanha und Franziska Wirth — war enorm. Ich würde mir schwer tun, Einzelkritiken zu vergeben, denn es waren nicht nur die einzelnen Künstler, die durch ihr intensives Spiel dem Stück die Wucht verliehen haben, sondern auch das Zusammenspiel des ganzen Ensembles. Da muss ich auch vor Regisseurin Karolin Benker den Hut ziehen, das aus den Künstlerinnen herauszukitzeln.

Auch wenn ich nun eine Nacht über “Lolita strikes back” geschlafen haben, bin ich mir nicht sicher, ob ich das Stück inhaltlich gut oder weniger gut finden soll, vielleicht muss es sich aber immer noch setzen. Auf jeden Fall ich bin aber froh, dass ich ins Theater Ensemble bin, denn alleine die Spielfreude der Schauspielerinnen und die manchmal leicht in den Wahnsinn abgleitende Inszenierung waren es wert. Und ich bin auch froh, dass das Ensemble das Stück gestern auch gespielt hat — was nicht selbstverständlich ist, wenn auf der Bühne mehr Künstler als Zuschauer auf den Sitzen sind.

“Lolita strikes back” ist noch am 7.11., 13.11., 14.11, 08.12, 15.12. und am 16.12.2014 zu sehen. Karten kann man auch online beim Theater Ensemble reservieren.

 

Einladung von Christian

Post vom Kulturreferat der Stadt Würzburg? Eine Anfrage für einen Workshop? Nein, besser. Christian lädt mich zur Verleihung des Kulturpreises der Stadt ein. Das ist ja nett, aber wie komme ich zu der Ehre?

Ach, klar — Christian liest ja bestimmt immer das Würzblog und hört sich auch den Podcast an. Da hat er bestimmt in der Folge 9 mitbekommen, dass ich den Künstler und Architekten Matthias Braun kenne, der in diesem Jahr einen Kulturförderpreis verliehen bekommt. Und um mir eine Freude zu machen, lädt mich der Christian zur Preisverleihung ein. Das finde ich total nett von ihm.

Christian, ich komme! 🙂

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Zugeschaut, wie vor dem Kulturspeicher Kunst entsteht

Gestern war ich am Kulturspeicher. Genauer gesagt vor der BBK-Galerie im Kulturspeicher. Dort haben nämlich Streetart-Künstler — im Rahmen des “Streetmeet”, einen mehrtägigen  Treffen von Streetart-Künstlern in Würzburg — ein Live-Painting-Event veranstaltet und ich durfte Zeuge werden, wie Kunst entsteht.

Ich bin ja schon immer voller Staunen und Erfurcht wenn ich sehe, wie schnell wundervolle Kunstwerke entstehen, wenn man es einfach kann. Denn mir sind viele Talente nicht zu eigen, unter anderem zu zeichnen und zu malen.

Leider konnte ich die Fertigstellung der Gemälde und Zeichnungen nicht mehr erleben, ich musste zum Podcasten ins FabLab. Aber die Werke stehen meines Wissens in den Räumen der BBK, da werde ich nochmal vorbei schauen.

Fred Frith

Fred Frith: Musik aus der Dose, Bürste und Kette

Fred Frith
Fred Frith pinselt die Gitarre

In der Kellerperle spielte am Montagabend der britische Musiker Fred Frith. Obwohl er schon öfter in Würzburg war — schon vor etwa 30 Jahren –, hab ich noch nie die Gelegenheit gehabt, ihn einmal live zu hören. Also bin ich mal hin.

Auf dem Tisch neben Fred Frith sah es aus, als wäre ein Einkaufswagen aus dem Baumarkt in ein Schaufenster eines Musikgeschäfts gerauscht.

Fred Frith
Fred Friths Gemischtwarenladen.

Und der Künstler griff das ganze Konzert über wahllos Gegenstände von dort heraus und probierte aus, was für Töne man der Gitarre damit entlocken kann. Pinsel und Bürsten werden über die Saiten gestrichen, Metalldosen darauf gelegt und mit dem Geigenbogen oder Metallketten bearbeitet, die Tonabnehmer mit unförmigen Eisenteilen oder Stahlklammern aus dem Sado-Maso-Studio bekannt gemacht.

Fred Frith
Fred Frith mit Gitarre, Dose und Bogen.

Fred Frith gab in der Kellerperle den Testpiloten für Gitarren. Wie klingt es, wenn ich beim Spielen die Gitarrensaiten mit einer Schnur wegdehne? Schon gemerkt, dass die Klicken der Glieder einer Kette, die ich langsam in eine Metallschachtel gleiten lasse, ein Geräusch wie ein kleines Schlagzeug macht?

Aus all diesen ungewöhnlichen Tönen und Geräuschen bastelte er mit Hilfe einer Batterie von Effektgeräten beeindruckende Soundräume und Kompositionen.  Ja, auch wenn das alles beim Durchlesen nach einem einzigen großen infernalischen Krach klingen mag, klang es doch Musik. Keine zum Mitsingen — obwohl Fred Frith auch gesungen hat –, aber auf einer tiefen Ebene Musik.

Fred Frith
Fred Frith singt.

Frith wollte nicht, das während des Konzerts fotografiert wird — das Klacken der Kamera hätte auch in einer Atmosphäre gestört, in der die Zuhörer auf jede noch so kleine akustische Nuance gelauscht haben. Darum war ich schon vorher beim Soundcheck in der Kellerperle, um ein paar Bilder zu machen.

Der Vorteil, drei Stunden vor dem Konzert schon da zu sein, war, dass ich dann noch mit Frith, seiner Frau und noch ein paar Leuten der Kellerperle draußen vor der Stadtmensa saß und wir geplaudert haben — ein sehr netter Abend mit netten und unkomplizierten Menschen.

Des Künstlers Essen.
Des Künstlers Essen.

Und ich durfte mal sehen, was Künstler in der Kellerperle vor dem Konzert so zum Essen vorgesetzt bekommen. Und da möchte ich doch fast mal ein Instrument lernen und dort auftreten, um auch so einen Traumsalat aus Sepianudeln und Roter Bete mit einer Himbeeressig- und Walnußölvinaigrette mit Schalotten und frischen Himbeeren zu bekommen.
Ich hab es nicht probiert, aber es sah wahnsinnig lecker aus. 😀

Fred Frith
Fred Frith grinsend nach dem Soundcheck.

Beim Soundcheck sagte Fred Frith, dass er mit 50 Zuhörern ganz zufrieden wäre. Mit den vor mir grob gezählten 90 Besuchern dürfte er wohl noch zufriedener gewesen sein. Die Kellerperle war vor der Bühne gut voll, alle Sitzplätze belegt und an den Seiten drängten sich die Leute, um den Meister bei der Arbeit zu sehen.

Tolles Konzert, toller Abend, ich bin glücklich und zufrieden nach Hause gegangen. 🙂

Als Schmankerl gibt es noch ein Video, das mir gestern nach dem Konzert der Musiker Ralph Nebl empfohlen hat: Der Dokumentarfilm “Rivers And Tides” über den britischen Landartkünstler Andy Goldsworthy, zu dem Fred Frith die Musik machte.

Die Wanne ist toll

Heute war ich endlich mal in Randersacker und habe mir Balthasars Badewanne angeschaut. Das Kunstwerk von Matthias Braun ist schon jetzt sein Geld schon wert gewesen ( Nein, nicht 1,2 Millionen Euro, wie der Bayerische Rundfunk mal behauptet hat), denn am spricht darüber. Und hat es Randersacker zuletzt geschafft, in den Stern, Focus, Süddeutsche und Münchner Merkur zu kommen — und auch gleich einen Geocache dazu? Und welche Gemeinde hat schon so einen originellen Hingugger?

Ich konnte mich der Meinung des älteren Ehepaars neben mir nicht anschließen. Statt “So ein Blödsinn” bin ich eher für “So ein Schönsinn” oder “So ein Frohsinn”.
Aber dass die genetisch verkümmerte oder deformierte fränkische Humordrüse mit dem Kunstwerk Schwierigkeiten hat, kann ich mir schon vorstellen.

Für “Ich da rein will” war es heute leider zu kalt. Ich hol das aber nach, bevor das Sicherheitskonzept greift. 😉

Balthasars Badewanne in Randersacker
Balthasars Badewanne in Randersacker
Balthasars Badewanne in Randersacker
Balthasars Badewanne in Randersacker

Weißt du mehr zum Thema "Balthasars Badewanne"? Dann schreibe dazu etwas im WürzburgWiki.

Kunst und Raum, Matthias Braun

Kunst und RaumDer Architekt und LP10-Blogger Matthias Braun eröffnete am Freitag seine Ausstellung als Debütant im Berufsverband Bildender Künstler, dem BBK. Er arbeitet als Künstler vor allem im Bereich Kunst am Bau und im öffentlichen Raum, bekannt dürfte er in Würzburg für seine Installationen für den Hafensommer sein.

Ich habe von seinen Arbeiten der letzte Jahre eigentlich ziemlich viel schon gekannt, war aber erstaunt, mal alle gebündelt an Stellwänden und im Katalog zu sehen. Der hat ganz schön was geschafft. 🙂

Coole Vernissage mit einen grandiosen Absturz in der MS Zufriedenheit hinter dem Kulturspeicher. 🙂 Auch die Musik von Rob & Sky in der Galerie war toll — so gut, dass manche dachten, das käme von CD. 😉

Bis Anfang März kann man sich noch in der BBK-Galerie neben dem Kulturspeicher anschauen, Öffnungszeiten sind Mittwoch bis Samstag von 14 Uhr bis 18 Uhr, Sonntag von 11 Uhr bis 18 Uhr.

Von den Reden am Abend hab ich mal ein Video gemacht, der Ton ist leider nicht so toll geworden, aber man versteht es einigermaßen. 😉