Den ganze Tag nur rumhocken und reden

Kabel und Mikrofon

Mensch, was ist an diesem Wochenende nicht alles in Würzburg los! Das Improtheater-Festvial tobt noch bis Sonntag durch die Stadt und am Samstag findet der all-hallowennliche Konzertabend mit hochkarätiger Besetzung statt. Zu all diesen Veranstaltungen wäre ich gerne gegangen, aber satt dessen hocke ich währenddessen mit Alex im Coworking herum, 25 verdammte Stunden lang.

Wir verwirklichen nämlich eine Schnapsidee, die ursprünglich Hazamel hatte: Ein 24-Stunden-Podcast mit der Würzmischung zu machen, der nun wegen der Umstellung auf die Winterzeit — konnte ja auch keiner ahnen — auf 25 Stunden angewachsen ist. Der Podcast läuft unter den Namen “Würzmischung/24”, wer bei Twitter oder sonstwo dazu was schreiben will, darf gerne den Hashtag #wuemi24 verwenden.

Morgen, 27. Oktober 2012, sitzen wir also im Coworking-Space in der Veitshöchheimer Straße und haben im Laufe der 25 Stunden 24 Gäste bei uns, mit denen wir plaudern. Aus diesem Marathon werden dann 25 Einzelepisoden, die man sich ein oder zwei Tage später anhören kann.

Wer sich das ganze Spektakel live anschauen will, der kann sich den Video-Livestream im Internet anschauen — der jeweils aktuelle Link ist ab morgen früh auf
und anderen Kanälen zu finden — oder ins Coworking gehen und dort zuschauen. Zuschauer sind also herzlich willkommen, aber — Pssst, Aufnahme! 😉

Last-Minute-Silvester-Party-Tipps für Würzburg

Na wisst ihr immer noch nicht, was ihr Silvester in Würzburg machen sollt? Ihr Armen! Ich bin versorgt! 😉

Aber wenn ich noch nicht vorhätte und wenn ich morgen nicht arbeiten müsste dann würde ich darüber nachdenken:

  • In der Posthalle tanzen die Moleküle. Indie mit den DJs Zweilicht, Lemoche und Souljacker auf dem NEON CLUBfloor toben sich die DJs Flowsen, Jazzu de Osaka, Frickler und Eleven. Abendkasse 8 €.
  • Auf dem Eisbrecher Ulla — also auf der Arte Noah im Hafenbecken hinter dem Kulturspeicher — wird der österreichischen Kultur gefrönt. Baaaam Oida! Abendkasse 9 €. (Vage Hinweise zu “Bam Oida” gibt es hier, hier oder hier).
  • Klassisch aber mag isch: Silvester im Laby mit DJ Chainsaw. Abendkasse 4 €.
  • Mal ein ganz anderer Ort: 80er-Party im … festhalten … Brückenbäck. Klingt witzig und vielleicht wird’s auch so. Eintritt 5 €.
  • Und natürlich das Café zum schönen René am Hauptbahnhof, da ist heute Café zum schönen René! 🙂
  • Wenn woanders schon das Putzlicht angeht, laufen im Club L erst die Plattenteller an. Ab 2.00 Uhr startet dort die Silvesterparty und die dauert vermutlich bis Ostern.

Noch Ideen?

 

Ich wünsche euch einen guten Beschluss und einen ebensolchen Rutsch ins Jahr 2012!

Vorgezogenes Halloween und tiefe Dankbarkeit

Heute Nacht wird die Uhr um eine Stunde auf Winterzeit zurückgestellt. Und die Halloween-Partys in Würzburg drehen die Uhr im Gegenzug um einen ganzen Tag nach vor. Halloween ist eigentlich die Nacht vor Allerheiligen (daher der Name), also in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November. Aber um den üblichen Ärger um das Tanzverbot an Allerheiligen zu umgehen, wird in diesem Jahr scheinbar Halloween um einen Tag vorverlegt. Wenn das auch mit Heilig Abend und dem 1. Mai so gemacht wird, dann bin werfe ich meinen Kalender endgültig weg.

Halloween ist ja nicht so mein Ding. Zum einen bin ich damit einfach nicht aufgewachsen, zum anderen hasse ich Verkleidungen, was zum Teil auch meine Abneigung Fasching gegenüber erklärt. Doch ich gestehe offen, dass ich in den letzten Jahren gern auf eine Halloween-Party– unverkleidet — gegangen bin, nämlich die im Immerhin. Dort wurde Halloween immer sehr stilvoll gefeiert, da waren Grusel & Horror nicht nur kleine Etiketten, sondern im wahrsten Sinne greifbar. Ich weiß nicht, wie es in diesem Jahr im Immerhin sein wird. Es gibt eine Halloween-Party, aber es kann sein, dass in den neuen Räumen — deutlich näher an der Innenstadt — die schauderhafte Intimität der Nacht verloren geht. Mal sehen, vielleicht wühle ich mich heute dort mal durch Blut und Gedärm! 😉

Wohin ich heute auch müsste, das ist das Laby. Nicht aus Halloween-Gründen, sondern um meinen Dank und meine Huldigung zu überbringen. Denn dort spielt heute Dead United, die Band, die mich in den letzten Wochen durch Nachschichten im Büro gerettet hat. Wenn JQuery verrückt spielt, der Internet Explorer wieder zickt oder die Variable, die im Programm seit Stunden nicht das Ergebnis liefert, das sie liefern sollte, einfach einen Tippfehler enthält — dann haben mich Lieder wie “Tentacles” oder “We are the fiends” den Lebensmut nicht verlieren lassen. Neben der Horrorpunk-Band mit der schaurigen Bühnenshow spielen dort heute noch The Crimson Ghosts, Staatspunkrott und Deathtrap auf der Bühne, Eintritt 8 €.

Ach ja: Die Haydnstraße hält sich an die Tradition und feiert von Sonntag auf Montag. Brav! 🙂

Update: Ok, das wufzentrum gruselt auch am Sonntag. 😉

Würzstock?

Am 15. bis 17. August vor 40 Jahren fand das legendäre Woodstock-Festival statt. Und was geht in Würzburg? Am Hafensommer spielt PeterLicht und am Sonntag ist Abschlusstag (der wenigsten woodstocklike umsonst), im Theater Ensemble wird der Kirschgarten wohl auch nicht unbekleidet gespielt, in den Discos läuft Normalprogramm (auch wenn ich eine kenne, die sich wie verrückt auf die 80er Pop & Wave im Laby freut :-)), nicht mal im Pleicherhof ist Flower-Power-Party (die ich — wenn sie wieder mal stattfinden sollte — wärmstens empfehlen kann) und im Lusamgärtchen treten zwar Leute auf, die wie Hippies aussehen, aber dann doch nur Walther von der Vogelweide singen. Also ist in den Tagen nix mit freier Liebe und Drogenexzessen — zumindest nicht mehr als sonst. Oder?

Siffwetter, Samariter und schwarze Sachen

Gestern Abend war ich im Cairo. Die hatten wahnsinnig Pech mit dem Beginn des Hoffests. Den ganzen Tag über war schönes Wetter, aber am Abend kam dann doch der Regen, aus der Traum eines Proceed On-Konzerts unter freiem Himmel. Das beim Konzert auch nicht so viele da waren, lag bestimmt auch daran. Denn sie waren gewohnt gut, ihr recht ungewöhnlicher Mix aus Punk, Rock, Elektro und Sonstwas fraß sich regelrecht ins Ohr.

Leider konnte und wollte ich das Konzert nicht ganz anhören, aus sehr persönlichen Gründen zog es mich zu meiner Frau — und damit ins Laby.

Aber dazu muss man erst mal im Laby ankommen. Denn als ich durch die Ludwigstraße lief, kam ich an einem Hauseingang vorbei, an dem ein Mann lag. Auf meine Frage, ob alles in Ordnung sei, gab er mir die — durchaus passende — Antwort –, dass natürlich nicht alles in Ordnung ist. Er war schätzungsweise sechzig Jahre alt, sturzbetrunken und konnte in seinem Suff nicht mehr aufstehen.  Sein Gesicht war blutverschmiert,  beim Sturz auf die Hausschwelle hat er sich wohl eine kleine Platzwunde an der Augenbraue zugezogen.
Ich schnappte mir seinen Schlüssel, der hinter im auf dem Boden lag und versuchte ihn auf die Beine zu bringen, was nach dem zehnten Versuch auch endlich klappte. Der Rest war dann gar nicht mehr so schwer. Ich stütze ihn, aber das Laufen, wenn auch langsam und zittrig, fiel ihm gar nicht so schwer. Zum Glück gab es einen Aufzug im Haus, mit dem wir zu seinem Stockwerk fahren konnten. Auf dem Weg in seine Wohnung schwor er mir ewige Dankbarkeit und versprach mir zehn, zwei oder sechs Bocksbeutel zu schenken, die Zahl schwankte wie er je nach Stockwerk. Ich sagte ihm, ich wolle sie nicht, aber er sollte sie besser auch nicht trinken. In seiner Wohnung habe ich ihm erst mal das Blut aus dem Gesicht gewischt und, als ich sah, dass er ganz gut zurechtkommt, die Wohnung verlassen. Ohne Bocksbeutel. 🙂

Dann kam ich endlich im Laby an, war über die zufällige schwarze Wahl meiner Kleider sehr dankbar, traf meine Frau und AlohaDan — und ein unschöner Tag fand noch ein sehr angenehmes Ende.

Maigetanze

Wird eigentlich nur in den Mai getanzt? Haben das die anderen Monate nicht verdient? Egal. Morgen Abend wird auf jeden Fall in den Mai getanzt, auch in Würzburg.

Die Alternativen tanzen bei der 90er-Eurodance-Disco im AKW in den Mai, ältere Semester im CinemaxX. Noch ältere Semester als im CinemaxX tanzen beim Midlife-Club in der Stadtmensa in den Mai, Schwule und Lesben beim gay.volution-Special im Zauberberg. Die Stylischen tanzen im Studio in den Mai, die Rocker rocken im Tirili. Ich tanze beim Hoffest des Cairo in den Mai, Frau Würzblog bei der 80er-Pop- & Wave-Classix im Laby.

Jeder tanzt also wo er will, hauptsache er kommt im Mai auch an.

Update: Wie ich gerade gesehen habe, gibt es bei Würzburg Connection noch weitere Anregungen.

Fasching 2006 überleben

Das Faschingswochenende naht unbarmherzig. Für die Einen sind das die ausgelassensten Tage im Jahr, die Anderen sind froh, wenn sie diese Zeit ohne Schaden an Physis und Psyche überleben.

In Würzburg dürften Veranstaltungen für jeden Geschmack dabei sein. Hier einige Vorschläge für die Wochenendplanung.

So findet am Freitag ganz narrenlos ein Konzert von Scallwags im Immerhin statt. Und die Rockfreunde können auch am selben Abend noch einmal die 70s in Rock im AKW wieder auferstehen lassen. Die Chatter von Radio Gong dürfen Luftschlangen blasend mal live im Café Dom@in miteinander reden und Polonaise tanzen.

Am Samstag findet der legendäre Tuntenball im Chambinzky statt. Verkleidungsmuffel, Geizhälse und notorische Nachtmenschen können hoffentlich auch dieses Jahr wieder ab 24 oder 1 Uhr eintrittslos mitfeiern. Die älteren Semester können auch zur Ü30-Faschingsparty in den Zauberberg und dort arthritisch das Tanzbein schwingen. Wer es etwas ernsthafter an diesem Samstagabend haben will, der kann zum Markus-Grimm-One-Man-Schauspiel “Goethes Werther” in die Werkstattbühne oder zu “Quick Stop” in den Kunstkeller gehen.
Update: Am Samstag findet Soundparkt Ost wieder eine Rockpalast Revival Party statt. Good old times, good old Rock!

Der Sonntag steht natürlich ganz im Zeichen des Faschingszugs durch die Würzburger Innenstadt, der um 12.55 Uhr startet. Anwohner sollten unbedingt noch vorher die Autos umparken und die Autofahrer sollten während der Zeit die Innenstadt weiträumig umfahren – sonst kostet es Geld und/oder Nerven. Danach ist wohl wie immer das kollektive Besäufnis in den Würzburger Kneipen – da können dann sogar Franken lustig werden.

Den Rosenmontag kann man abends entweder verkleidet im AKW bei der Pulp-Fiction-Party verbringen oder unverkleidet – also schwarz – im Laby bei der Faschingsmuffelparty. Rosenstolz-Fans sollten an dem Tag zum Gayvolution Special in den Zauberberg. Dort wird nämlich im Marrakesh-Zelt das neue Album “Das grosse Leben” exklusiv vorgestellt. Und eine Faschingsparty findet dort natürlich auch statt.

Also an euch alle ein “Helau” oder ein “Zähne zusammenbeißen und durch”! 🙂