Regenglanz und Schirmlicht

Wenn man aus tierischen Gründen den Abend in der Außerngastronomie verbringen muss, kann man das auch bei strömenden Regen am Stadtstrand machen. Und hat gleich schöne Fotomotive inklusive.

Am Samstag hab ich mich mit meinem Brüderchen getroffen. Wer sich erinnert — in Würzburg war an dem Abend Pisswetter. Wo also mit Brüderchen und vor allem mit seinem Hündchen hin?

Es gibt ja den Stadtstrand in Würzburg. Klar war überhaupt kein Wetter, um in den Liegestühlen zu lümmeln und die Füße in den Sand zu stecken. Aber was man oft vergisst — der Stadtstrand hat auch bei Pisswetter bis 23 Uhr auf, schließlich muss gewährleistet sein, dass Fußgänger am Main entlang das Gelände durchqueren können. Und wenn eh Personal da sein muss, kann der auch gleich was den Gästen ausschenken.

Also saß ich in eine Decke gemummelt in einem der Pavillons, der Regen prasselt um mich herum. Ich konnte nicht nur den Spielen der Stadtstrandbeleuchtung mit den Regentropfen zuschauen, ich habe sie auch fotografiert. Und dazu noch ein wenig an der Langzeitbelichtung rumgefummelt.

Ein Schiff “rast” am Stadtstrand vorbei.

Dämmerdunst und Morgensonne

Manchmal lohnt es sich, in Würzburg ziemlich früh zum Main zu radeln und den sanften Zusammenstoß von Nachtdunkel und Morgenlicht zu sehen.

Manchmal lohnt es sich, ziemlich früh zum Main zu radeln und den sanften Zusammenstoß von Nachtdunkel und Morgenlicht zu sehen.

Der Verlust des Himmels

Sternschnuppen beobachten macht Spaß. Nur ist das im nachthellen Würzburg kaum noch möglich.

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag bin ich unruhig durch den Ringpark in Würzburg gelaufen. Ich war auf der Suche nach einem möglichst dunklen Platz mit Sicht auf den Himmel, denn ich wollte die Perseiden-Sternschnuppen beobachten.

Foto des Sternenhimmels über Würzburg mit 30 Sekunden Belichtung. Links unten sieht man das "W" des Sternbilds Kassiopeia.
Foto des Sternenhimmels über Würzburg mit 30 Sekunden Belichtung. Links unten sieht man das “W” des Sternbilds Kassiopeia.

Es war ein Ding der Unmöglichkeit. Selbst wenn ich eine Stelle gefunden habe, die nicht direkt neben einer Lampe war, strahlte und streute viel zu viel Licht der Stadt außenrum. Es war nicht so, dass ich gar keine Sternschnuppen gesehen habe, so um die zehn waren es in der Stunde, in der ich im Ringpark dann auf dem Rücken lag. Aber da wäre sicher noch mehr drin gewesen.

Doch innerhalb von Städten und Dörfern in Mitteleuropa kann man eine gute Himmelsbeobachtung wegen der Lichtverschmutzung mittlerweile völlig vergessen. Da ist viel zu viel Licht von Straßenlaternen, Autos, Werbung und Industrie, die Glocke des Lichtsmogs hat einen Durchmesser von vielen Kilometern — und dann kommt schon die nächste Glocke.

Ich kann mich noch daran erinnern, als Jugendlicher bei einem Zeltlager im tiefsten Steigerwald zum ersten mal das Band der Milchstraße gesehen zu haben, ein phantastischer Anblick. Das ist fast 30 Jahre her, ich möchte gar nicht wissen, wie weit ich fahren müsste, um diesen Ausschnitt meiner Heimatgalaxis wieder sehen zu können. In der Stadt Würzburg und in deren Nähe muss ich gar nicht daran denken.

Da muss man schon etwa 100 Kilometer weit fahren — in den Sternenpark Rhön. Im August 2014 wurde der Rhön von der International Dark Sky Association der Titel „Sternenpark im Biosphärenreservat Rhön“ verliehen. Schön, dass es solche Sternenparks gibt — aber schade, dass man sie braucht.

Dom und Laterne

Ins rechte Licht getaucht, ist Würzburg schon schön.

Ins rechte Licht getaucht, ist Würzburg schon schön.
1-DSC05023 3-DSC05033

Liebe Steinigkes

Das U&D 2012 ohne Twitterwall? Was für eine Vorstellung! Aber so sieht es wohl aus. Zeit für einen Bittbrief an den Verleiher des letzten Jahres, die Firma Steinigke.

Diese E-Mail ging vor wenigen Minuten an Steinigke Showtechnic GmbH in Waldbüttelbrunn:

Liebe Steinigkes,

ich weiß, wir haben und schon lange nicht mehr gesehen. Zuletzt, als ich vor knapp 20 Jahren bei euch im Laden stand und sechs PAR-56-Scheinwerfer gekauft habe. Und ich habe euch seitdem in angenehmer Erinnerung behalten.

Um so überraschter war ich dann, als ich gehört habe, dass ihr dem Umsonst & Draussen in diesem Jahr keine Twitterwall zu Verfügung stellt. Nicht dass ich deswegen auf euch sauer bin — es ist eure Twitterwall und ihr dürft damit natürlich machen was ihr wollt.

Ich kenne die Gründe nicht, warum ihr die LED-Wand für euch behaltet.  Aber bedenkt, was ihr damit anrichtet. Für uns gut gelaunte Twitteristas war die Twitterwall unsere Leinwand, unsere Bühne auf der Bühne. Die Lichter blitzen im Rhythmus unserer Bonmonts im Geiste des #udwue, unserer ASCII-Art-Spielereien, unserer Mini-Konzert-Rezensionen — und ja, ich gestehe, einmal habe ich über die Twitterwall erfolgreich eine Flasche Wein zur Drinnen-Bühne bestellt.

Und das alles wollen die Steinigkes nehmen? Das kann ich mir kaum vorstellen! Bestimmt hat einer eurer Buchhalter die Leihgabe gestrichen. Ich kenne solche Leute —  hohlwangig, bleich und bilanzbesessen. Was wissen die schon von Kunst, Kreativität und Shows?

Die Steinigkes waren schon immer für ihre Liebe für die Kreativität berühmt. Was hätte euer Ururgroßvater Frankensteinigke gemacht, hätte man ihm den Blitzableiter weggenommen? Oder Großonkel Steinigkeway, hätte er keine schwarze Farbe für die Klaviertasten bekommen?

Geht in euch, liebe Steinigkes, und überrascht die Twittergemeinde mit einem fröhlich hupenden Lastwagen, der den Weg zu den Mainwiesen entlangrumpelt — lasst diesen Weg einen steinigken sein und die Bühnenwand eine twitterigke! Wir werden den Hashtag #welovesteinigke in die Twittertrends blasen!

Königliche Grüße,
Ralf Thees, Blogger, Twitterer und U&D-Enthusiast

Headerbild von Rööö

Straßenschimmer und Doppelregenbogen

Als ich dann vom Wagnerplatz heimgelaufen bin, da hat es aufgehört zu regnen und die Sonne kam raus. Und in beiden Richtungen in der Matterstockstraße konnte ich schöne Bilder machen.

Licht, Schatten & Blendung

Grombühls Straßen

Der Doppelregenbogen

Doppelregenbogen

Dekoriert den Weihnachtsturm

Bei den Adventskalender wird das erste Türchen geöffnet, die Weihnachtszeit rückt näher, die Weihnachtsbäume werden langsam geschmückt.

Hier im Würzblog wird kein Weihnachtsbaum geschmückt, aber man kann den Weihnachtsturm schmücken. Da der Hotelturm noch leer steht, bietet er sich dafür an. Ihr könnt über Twitter die Lichter im Hotelturm an und aus schalten. Wie? Fast ganz einfach!

Schickt einen Tweet an @wuerzblog_xmas. Darin muss nun die An-Aus-Reihe der Lichter stehen. Es gibt 7 Reihen und 7 Spalten. Licht an ist eine 1, Licht aus ist eine 0. Eine komplette Reihe wird durch ein Leerzeichen getrennt. Um ein Quadrat mit einem Punkt in der Mitte auf den Hotelturm zu zaubern, muss der Tweet also so aussehen:

@wuerzblog_xmas 1111111 1000001 1000001 1001001 1000001 1000001 1111111

Ältere Semester werden sich in VC20- oder C64-Zeiten zurückversetzt fühlen, denn so hat man Sprites angelegt oder Zeichensätze verändert.

Statt dem “weißen Licht” mit der 1 kann man auch farbige Lichter mit den restlichen Ziffern setzen: 2=rot, 3=grün, 4=blau, 5=gelb, 6=braun, 7=violett, 8=pink, 9=orange.

Die Timeline wird ca. alle 10 Minuten ausgelesen und neue Tweets gespeichert. Die werden dann der Reihe nach angezeigt. Falls keine neuen Tweets eingetroffen sind, wird zufällig ein altes angezeigt.  Der Twittername wird auch angezeigt und ist mit dem Tweet verlinkt. Sobald ein Motiv von euch zum ersten Mal angezeigt wird, twittert wuerzblog_xmas eine Nachricht, die bei euch in der Mention-Timeline zu sehen sein sollte (da, wo die @benutzername-Tweets stehen), ihr müsst wuerzblog_xmas also nicht folgen — macht das lieber mit wuerzblog oder radiowuerzblog. 😉

Das Plugin hier im Blog und auch die Flash-Animation sind in den letzten Wochen in 10 Minuten pro Tag mit ziemlich heißer Nadel gestrickt worden, Quick & Dirty der übelsten Sorte. Falls also irgendwas nicht so klappen sollte, seid mir nicht böse — es geht auf Weihnachten zu. 😉 Aber vermutlich werde ich — auch nur nebenbei — in den nächsten Tagen noch dran rumschrauben.

Update:

Hier eine Collage der ganzen Ergebnisse:

Hotelturm-Weihnachts-Collage

Würzburgs Silhouette im Kerzenlicht

Na, das fällt ja auch fast unter Stadtmarketing. Im Café Centrale und im Eckhaus gibt es jetzt exklusiv das Stadtlicht Würzburg zu kaufen, um die Stadt luminativ auf eine Stufe mit anderen Provinzstädten wie Berlin, Hamburg, München oder Köln zu stellen. Die Herstellerfirma dekoop fand die Anfrage von der Centrale-Chefin auch nicht anstößig und hat eine Würzburg-Edition herausgebracht.

So kann Würzburg wenigstens mal seine Silhouette auf Weltniveau zeigen. 😉

Update 19.01.09: Mittlerweile gibt es das Stadtlicht wieder sowohl im Centrale als auch im Eckhaus.