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Nachgebloggt: Preis für junge Kultur

Was für eine Woche. Ich hatte kaum Zeit, mich mal privat an den Rechner zu setzen und zu bloggen. Darum auch jetzt erst was zu den Preise für junge Kultur, die am Montag gemeinsam von der Stadt Würzburg, der Distelhäuser Brauerei und dem U&D-Verein vergeben wurden.

Ich bin mit den Preisträgern recht zufrieden. Der Stellwerck-Verlag hat einen Preis bekommen, die Kellerperle und die Bands Shaky Foundation und Black Suit Pilots. Gute Wahl.

Patrick Wötzel war da und hat ausführlich was für die Main-Post geschrieben, ich durfte den Abend ganz entspannt genießen — und das hab ich auch. Viele Leute der Kulturszene mal wieder gesehen, es war wirklich wie in kleines Klassentreffen in der Kellerperle.

Heute geht es los: Coworking in Würzburg

Heute Abend gehe ich von meinem aktuellen Büro im alten Zollamt schräg über die Straße in mein altes Büro im Kopfbau der Frankenhalle — eine Reise in die Vergangenheit und gleichzeitig in die Zukunft. Denn in den wunderschönen Räumen des ehemaligen Verwaltungsbaus der Frankenhalle beginnt heute eine neue Ära des Arbeitslebens in Würzburg — der erste echte Coworking-Space in Würzburg.

Coworking heißt, dass es einen oder mehrere Räume mit einer Infrastruktur gibt, in der man arbeiten kann, und zwar mehr oder weniger spontan und zeitlich begrenzt. Quasi ein Stundenhotel für Selbstständige. Wie in jedem Hotel ist es natürlich möglich, sich dauerhafter einzumieten — man denke nur an Udo Lindenberg im Hotel Atlantic –, aber auch für Freiberufler, die mal einen Tag in Würzburg sind und mal schnell einen Arbeitsplatz mit Internetanschluss, Kaffeemaschine und Drucker brauchen, ist das eine feine Sache.

Der heutigen Auftakttag startet inhaltlich gleich um 19.00 Uhr mit einem Webmontag, wo sich Macher, Entwickler, Interessierte aus dem Web 2.0-Bereich treffen und miteinander plauschen und sich Neuigkeiten in Kurzvorträgen vorstellen. Und natürlich wird es um Coworking gehen — und die Eröffnung wird vorher und nachher auch gefeiert.

Eine tolle Sache, die von den Verantwortlichen, allen voran aus meiner Sicht wohl Markus Heurung, mit viel Herzblut und Engagement ins Leben gerufen wurde. Zwar bin ich noch glücklich in meiner Bürogemeinschaft (Nein, für mich ist eine Bürogemeinschaft kein Coworking, auch wenn sich mal öfters Gäste bei uns einnisten) bin, wer weiß — vielleicht hocke ich eines Tages wieder dort, wo meine Selbstständigkeit anfing. Es gäbe Schlimmeres! 😉 Und bis die Frankenhalle doch wirklich für das Stadttheater umgebaut werden wird, da werden vermutlich noch ein paar Hochwässer durch Würzburg rauschen. Für die Coworker wäre das fast zu hoffen (die Zeit, nicht das Hochwasser!).

Immerhin im Keller

Der wue_reporter hat es vor drei Tagen über Twitter schon verkündet, ich habe noch abgewartet, bis sich die Macher zu Wort melden und selbst die frohe Nachricht verkünden: Das Immerhin hat ein neues Zuhause! Am Mittwoch hat der Bauausschuss der Stadt Würzburg einer Nutzungsänderung zugestimmt und dem Immerhin den Weg in die Keller der Posthalle freigemacht. Dort sind sie ab Mitte bis Ende April 2010 zu finden. Vermutlich werden sie dort auch nicht in den Ruhestand gehen, dafür ist die Zukunft der Posthalle selbst zu unsicher, aber ein paar Jahre lang kann man dort wieder auf guter Konzerte freuen.
Und ich melde schon mal ein Bloggertreffen dort an! 🙂

Café zum schönen René

Kaffee im Café zum schönen René

Café zum schönen RenéHeute Morgen kam ich kurz nach 10 Uhr auf dem Weg ins Büro am Bahnhof vorbei. Und im Pavillon neben der Kinderbespaßungsstätte sah ich doch tatsächlich Licht — das Café zum schönen René hat nun tatsächlich endgültig eröffnet!

Eröffnet hat der Propeller-Nachfolger schon am letzten Freitag, doch da war ich familiär verhindert. Aber da habe ich scheinbar ein Kommunikationsphänomen verpasst — ohne irgendwie Werbung zu machen, waren allein durch Mund-zu-Mund-Propaganda ungefähr 400 Leute im Laden. Café zum schönen RenéDa werden einige Stühle in Werbeagenturen wackeln. Die Eröffnungstage waren so heftig, dass das Café am Bahnhof gleich mal wieder ein paar Tage “zum Finetuning” geschlossen werden musste. Bis heute.

Aber heute haben sie wirklich aufgemacht, mir wurde die Ehre zuteil, der erste Gast zu sein. Die Frage, ob ich einen Cuba Libre will, habe ich gleich mal ignoriert, dafür war es mir noch eine Stunde zu früh. 😉
Das Café finde ich wirklich gut gelungen. Eine leicht trashig-alternative Wohlfühleinrichtung — nicht so angestrengt wie im Wunschlos Glücklich, sondern eine der entspannten Art. Oma-Zuckerdosen und Blümchen auf den türkisen Tischen, und ich durfte ausnahmsweise die zauberhafte Blumendecke im Damenklo bestaunen. Und geöffnet hat es wirklich jeden Tag außer sonntags vom 10 Uhr früh bis irgendwann nachts.

Schön, dass es die Propeller-Linie mit dem Café zum schönen René weitergeführt worden ist, noch schöner, dass es genau in meiner Einflugschneise liegt (kann auch zum Nachteil werden 😉 ). Und ich hoffe, wünsche und glaube, dass es wieder ein “besonderer Ort” wird, wo Menschen auf eine entspannte Weise zusammenkommen, wie es sonst in Würzburg nicht passiert. Ein Aufwertung des Würzburger Bahnhofsareals ist es allemal.

Update: Um SirBangs Tweet nachzukommen: Die Kaffeemaschine sah nach einer alten La San Marco 85 aus, der Kaffee der rauskam war … ok. Nichts um auf die Kaffeefetischistenknie zu sinken, aber durchaus trinkbar. Und bei einem Preis von 1,80 € für eine Tasse Kaffe ebenfalls ok.

Trauerfall IV — Propeller

Gestern war ich noch Mitten im Berliner Flair — und hier in Würzburg geht ein Stück Berliner Flair dem Ende zu.

Es ist ein Gerücht, aber eines von der ganz hartnäckigen Sorte und eines, das ich von vielen verschiedenen Seiten gehört habe — der Propeller in der Karmelitenstraße macht nach diesem April zu. Es war ja bekannt, dass irgendwann mal Schluss sein wird, da das Haus abgerissen werden soll. Aber trotzdem ist es traurig, wenn es dann wirklich so weit ist.

Es bleiben zwei Hoffnungen. Einmal, dass das Gerücht eine gemeine, schamlose und hinterhältige Lüge ist. Allerdings ist das nicht sehr wahrscheinlich. Und dann, dass die Jungs sehr schnell eine neue Location in Würzburg auftun und dort wieder so eine Bar/Club/Kneipe/Disco/Dings starten, die den Begriff Lockerheit neu definiert.

Björnstar, Bladden und Brobeller

Um die Qual der Wahl an diesem Freitag noch zu verschärfen, darf ein Event natürlich nicht unerwähnt bleiben: Björnstar — der Björnstar, Königtitulator und Sponsor-Leiher der Würzblog-Digitalkamera  — legt im Propeller auf. Um ihn zu zitieren:

freue mich auf euren besuch, launische beschwerden
und untragbare musikwünsche

Kann er haben! 🙂

Falls es wirklich jemanden gibt, der den Propeller in der Karmelitenstraße noch nicht kennt: Ein Synonym für “ich gehe in den Propeller” ist mittlerweile im Freundeskreis “ich gehe nach Berlin”. Der Propeller ist so eine undefinierbare Location, wie man sie nur aus irgendwelchen Berliner Hinterhöfen kennt. Ungestylt gestylt, eigenwillige Getränke (Mexikaner!), eigenwillige DJs mit ebenso eigenwilliger Musik und ein — ebenfalls  — undefinierbares Publikum. Es ist definitiv Geschmackssache, ob man das mag oder nicht, aber er sticht so oder so durch sein ungewöhliches Flair aus der Kneipen- und Clubszene in Würzburger heraus. Ich mag den Propeller und hoffe, dass es ihn noch lange geben wird, wobei die Tage des gesamten Gebäudes ja angeblich schon gezählt sind.

Also, Freitag am 22.00 Uhr in den Propeller und sich von Björnstar “DJ B” Milli Vanilli wünschen. 😉

Off The Wall Konzert, in Gedenken an Rick Wright

Was ich heute Nacht gelesen habe, ist ein perfekter, aber sehr trauriger Aufhänger für diesen Artikel. Rick Wright, der Keyboarder von Pink Floyd, ist gestern im Alter von 65 Jahren gestorben.

Und beinahe passend dazu findet am 2. Oktober 2008 in der Posthalle in Würzburg das Konzert “Off The Wall … The Spirit of Pink Floyd” statt. Die britische Band Off The Wall spielt Stücke von Pink Floyd. Ja, eine Coverband. Aber eine sehr gute, wie es im Promovideo klingt und aussieht.

Wenn ich schon Ende der 80er meine Karte für das Pink-Floyd-Konzert in Stuttgart verfallen lassen musste (zum Trost bin ich nun Besitzer eines Pink-Floyd-T-Shirts), dann will ich mir dann doch wenigstens diese Show anschauen, wenn Zeit und Geld vorhanden ist.

Karten kosten gut 30 € und die gibt es online oder bei den üblichen Vorverkaufsstellen wie H20, Mainticket, etc.

Ach ja, bei der Gelegenheit: Die Posthalle am Bahnhof startet mit diesem Konzert als Location für Konzerte und Veranstaltungen. Auch wenn die Dauergenehmigung bei der Stadt meines Wissens noch nicht durch ist, ich glaube, noch wird jede Veranstaltung einzeln genehmigt. Ich hoffe, dass sich die Posthalle etablieren wird, denn eine größere Veranstaltungshalle in Innenstadtnähe finde ich schon gut. Klar muss das Anwohnerverträglich sein, aber direkte Anwohner gibt es zum einen nicht so viel (aber scheinbar sehr beschwerdefreudige, wie sich beim Hafensommer gezeigt hat) und zum zweiten liegt, soweit ich weiß, schon ein positives Emmisionsgutachten vor. Das Parkplatzproblem ist in meinen Augen schon schwerwiegender, aber auch das müsste sich doch lösen lassen. Die Talvera ist nicht weit, das Parkhaus am Bahnhof auch nicht und die ÖPNV-Anbindung könnte kaum besser sein.
Ich persönlich und ganz egoistisch würde mich über eine dauerhafte Konzerthalle freuen, die zwischen meinem Büro und meinem Zuhause liegt. 🙂

Immerhin in die Neubaustraße

Wie WholeLottaPete bekannt gab, hat sich wohl eine neue Bleibe für das Immerhin gefunden. Vermutlich Ende des Jahres wird das Immerhin — wenn die Stadt zustimmt — in der Neubaustraße aufschlagen, gegenüber der Neubaukirche im Hof der Diakonie. Ein Stück näher zur Innenstadt also, was den Besucherzahlen sicher gut tun und hoffentlich keine Probleme mit den Anwohnern geben wird.

Und so bleibt nur weniges zu hoffen, nämlich dass alte Haus mit der Sonne mit einem brachialen Abrissfest ein würdiges Ende finden wird und dass das neue Immerhin sich auch eine Sonne auf die Fassade pinseln wird. Dann kann nämlich nix mehr schiefgehen. 😉