Keine Blubberbadewannen

Heute haben sich AlGore und ich über die Mainfrankenmesse geschleppt, im Auftrag für die Würzmischung. Und als wir die Tortour über das Gelände hinter uns gebracht hatte ist mir eingefallen, dass ich mich bei der letzten Mainfrankenmesse zwar im Vorfeld darauf gefreut habe, es danach aber totlangweilig fand. Und diesmal habe ich mich wieder darauf gefreut. Ich hoffe, dass dieses akustische und melodramatische Tondokument, das heute entstand, mich das nächste Mal davon abhält. Es sei denn, ich muss ein Dach decken.

Update: Was schreibe ich da? “Akustisches Tondokument”? Da sieht man, was die drei Stunden Messe angerichtet haben. Dachziegel.

Die Rückkehr des Blubberbadewanneneinsatzes

Genau wie der Halleysche Komet alle 76 Jahre am sichtbaren Sternenhimmel auftaucht, so taucht alle zwei Jahre die Mainfrankenmesse am wirtschaftlichen Firmament Würzburgs auf. Ein Komet ist ein festgefrorener Klumpen Staub, Eis und Dreck, der sichtbare Schweif lenkt von seinem weniger glänzenden Kern ab – hier geht der Vergleich mit der Mainfrankenmesse natürlich unglaublich weit auseinander.

Die Messe auf der Talavera zu erleben, ist jedes Mal ein faszinierendes Erlebnis. Meine Kenntnisse über Dachschiebefenster, Garagentore und Tütensuppen steigen bei jedem Besuch, mein Wissen über Brillenputzmittel, Labberwaffeln und Zimmerbrunnen schon nicht mehr von dieser Welt.
Wichtig ist es aber, dem eigentlichen Schrein des Messe zu besuchen: den Stand mit den Blubberbadewannen. Dort, in grünes Licht getaucht, blubbern mit Wasser gefüllte Wannen aus sich selbst oder aus Einsätzen heraus und verkünden mit jedem “Blubb” den wirtschaftlichen Aufschwung.

Allem Sarkasmus zum Trotz werde ich dieses Jahr – wie jedes Mal – auf die Mainfrankenmesse gehen – und ich freue mich darauf!

Ja, auch auf die Wannen! 😀