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Jahr des Kümmels

Nicht vergessen: Die Arzneipflanze des Jahres 2016 kann fränkischer kaum sein — der Echte Kümmel.  Der Studienkreis “Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde” an der Universität Würzburg mit dem Klostermedizin-Guru Johannes Gottfried Mayer hat sich im vergangenen Oktober für den Kümmel entschieden.

Samen des Echten Kümmel, der Arzneipflanze des Jahres 2016
Samen des Echten Kümmel, der Arzneipflanze des Jahres 2016

Auch wenn es manchem Rheinländer die Tränen in die Augen treibt, gehört Kümmel eigentlich in jedes gute fränkische Brot. Oder ins Sauerkraut. Oder in den Krautsalat. Oder ins Gulasch.
Dem Ruf nach ist in jedem fränkischen Essen Kümmel drin. Das stimmt natürlich nicht. Ich habe sogar eher den Eindruck, als gäbe es auch immer weniger Brot mit Kümmel in Würzburg zu kaufen. Immer öfter werde ich in gerade beim Kaufen von belegten Brötchen in der Metzgerei gefragt, ob das Brötchen mit Kümmel sein darf. Vor 30 Jahren war so eine Frage undenkbar. Also würde man beim Wasserkaufen gefragt wird, ob da H2O drin sein darf.

Und gesund ist der Kümmel, wie man bei klostermedizin.de lesen kann:

“Nachgewiesen ist eine krampflösende und antimikrobielle Wirkung. Daneben wirkt Kümmel appetitanregend, fördert die Sekretion des Magensaftes und die Durchblutung von Magen- und Darmschleimhaut, vor allem vertreibt er Blähungen.”

Kein Wunder, dass man Kümmel gern bei Krautgerichten verwendet. 😉

Hat jemand gute Rezepte mit Kümmel? Dann immer her damit! 😀

Spendenübergabe mit Artischocken

Am Samstag waren Rööö und ich in offizieller Würzblog-Mission unterwegs. Wir haben das Geld an den Verein “Hand in Hand gegen Tai-Sachs und Sandhoff” übergeben, das wir beim 10. Geblogstag gesammelt haben. Ganze 240 Euro sind dabei zusammengekommen, einen Dank nochmal an alle edlen Spender.

Spendenübergabe von Würzblog an Hand in Hand gegen Tay-Sachs und Sandhoff:<br/> Birgit Hardt und Folker Quack (oben), Rööö, Dario und Ralf (unten)
Spendenübergabe von Würzblog an Hand in Hand gegen Tay-Sachs und Sandhoff:
Birgit Hardt und Folker Quack (oben), Rööö, Mini-Glücksfee Dario und Ralf (unten)
Außen hart und innen hart - Artischocken, wie man sie nicht grillen sollte.
Außen hart und innen hart – Artischocken, wie man sie nicht grillen sollte.

Die Übergabe haben wir mit vegatarischen und fleischigen Grillen und Wein, Bier und Spezi gefeiert. Lecker war es! 😀 Nur das mit dem Grillen von Artischocken müssen wir noch etwas üben … 😉

Und der Hinweis an die Spender: Das versprochene Video mit Grüßen vom König oder der Glücksfee gibt es bald — der Juli lief arbeitstechnisch leider ganz anders als geplant.

Wer noch an den Verein spenden will, der kann das gerne noch machen! 🙂

Anhang 2b Anhang 2c

 

Diagnose: Kunst

Diagnostizierte Kunst im Kulturspeicher

Diagnose: Kunst
Feiertag, trübes Wetter. Ein Tag, gebacken für einen Museumsbesuch. Und heute eröffnete im Kulturspeicher Würzburg die Ausstellung “Diagnose: Kunst. Die Medizin im Spiegel der zeitgenössischen Kunst”, die noch bis zum 15. Juli 2007 dauert.

Irgendwie hat mir etwas der rote Faden in der Zusammenhang in der Ausstellung gefehlt. Aber vielleicht fehlt mir einfach nur die Affinität zur Medizin, die Mathematik-Ausstellung hat mir damals besser gefallen.

Für die Ausstellung kann man sich auf der Website des Kulturspeichers übrigens 37 mp3-Dateien herunterladen (Nein lieber Kulturspeicher, deswegen ist das noch kein Podcast) und sich an bestimmten Werken den passenden gesprochenen Kommentar anhören. Nette Idee für Leute, denen es nicht peinlich ist, mit einem mp3-Player auf den Ohren durchs Museum zu laufen.

Die Faszination des menschlichen Körpers …

… wird in der Ausstellung in Veitshöchheim nicht gezeigt.

Die auffälligen Plakate der Ausstellung “Die Faszination des menschlichen Körpers” waren ja in der ganzen Stadt zu sehen. Wir beschlossen, uns das doch mal anzuschauen, eine schöne Sonntagmittagbeschäftigung.
Der Eintritt kostet 7 €, erst später erfuhren wir, dass es auch Ermäßigungsgutscheine gab. Ärgerlich.
Ärgerlich vor allem aus dem einen speziellen Grund: die Ausstellung ist grauenhaft!

Ich habe selten eine so schlechte, billige und konzeptlose Ausstellung besucht. Die Veranstalter haben einfach all diese Kunststoffmodelle, die so in Arztpraxen herumstehen, gesammelt und mehr oder weniger unkommentiert in Vitrinen ausgestellt. Im Saal waren viele Tafeln aufgestellt, mit viel zu viel Text (teilweise winzig klein), schlechten Zeichnungen (die im allerselben Stil gemalt sind wie die Geisterbahnen und diverse Fahrgeschäfte auf dem Volksfest) oder Zeichnungen, die mit den ganzen lateinischen Namen versehen waren (war vermutlich aus einem Medzinstudienbuch herauskopiert und vergrößert worden).

Der informative Charakter der Veranstaltung war ein Witz. Kein Konzept führte den Besucher durch die Welt der Anatomie. Und einfach ein paar Kunststoffbrocken, winzige Texte (teilweile mit Rechtschreibfehlern) und miese Zeichnungne in einen Raum hineinwerfen klingt für mich nicht nach einer seriösen Ausstellung, das klingt nach Geldmacherei!

Das Geld wäre in einem Was-ist-Was-Buch “Der menschliche Körper” besser angelegt gewesen! 🙁