Vorschläge für einen Februarabend

Nach einer stressigen Woche kehre ich heute Würzburg mal den Rücken und entspanne mich bei Deep Purple und Alice Cooper in Stuttgart.

Wer diese Ehre nicht hat, der kann sich natürlich auch in Würzburg vergnügen.

Für die Schwermetaller gibt es “Würzburg meets” mit The Slightest Evil, Human Destroyer und Beyond Tomorrow um 20 Uhr im Café Cairo.

Die es zarter und witziger mögen, die sind heute im Theater am Neunerplatz gut aufgehoben. Heike Mix singt Lieder von Claire Waldoff, und wer Heike kennt, der weiß, dass es bestimmt sehr unterhaltsam wird.

Das Michael Arlt Special Project jazzt um 21 Uhr wieder im Tiepolo-Keller. Ich war damals sehr begeistert von den Jungs. Empfehlenswert!

Anspruchsvolleres? Ok! Im Kunstkeller wird heute Stawrogins Beichte aus “Die Dämonen” von Dostojewskij gelesen und gespielt. Beginn ist um 20 Uhr.

Was immer ihr macht – viel Spaß dabei! 🙂

Tiepolo jazzt!

Kellerraum. Dunkles Holz. Kleine Tische. Regale voll Flaschen. Rauch liegt in der Luft.
Zeit für Jazz!

Gestern war, wie jeden Donnerstag, Livemusik im Keller der Vinothek Tiepolo. Der Keller dort ist nett. Nicht sehr groß, aber ganz hübsch eingerichtet.
Die Band des Abends war das Michael Arlt Special Projekt, ein Jazz-Quartett bestehend aus Michael Arlt an der Gitarre, Rudi Engel am Kontrabass, Sebastian Nay am Schlagzeug und Hubert Winter am Saxophon. Jeder von ihnen ein exzellenter Musiker, gemeinsam aber ein Traum in Jazz. Sie harmonierten sehr gut miteinander und brachten die Füße zum Wippen. Jeder der Musiker bekam oft Gelegenheit, sein Können in Soli zu zeigen. Ein besonderer Augenschmaus war jedes Solo von Rudi Engel, der den Bass dabei quasi mit seiner ekstatischen Mimik spielte.
Es war ein einfach guter Abend. Leckeren Wein trinken (Tiepolo Rotwein aus dem Staatlichen Hofkeller) und einer exzellenten Jazzband zwei Stunden lang lauschen – toll!

Den Tiepolo-Keller werde ich auch jeden Fall im Kopf behalten. Und die Musiker, in welcher Besetzung sie auch spielen, werde ich mir auch merken.
Das Programm für die nächsten Wochen klingt gut, vor allem Markus Geiselharts „Beatles Project“ klingt sehr verlockend. 😀

Webdesigner-Kollege Alex, der auch da war, hat einen kurzen Clip erstellt. Trotz suboptimalem Equipement und schlechter Ausleuchtung ist er doch ganz nett geworden. Ich bin sogar mal kurz zu sehen! 😉

Li- La- Lumen

Strand und FestungFast 3 Jahre habe ich nun schon mein Büro in der Veitshöchheimerstraße. Und beinahe zum selben Zeitpunkt hat damals das Lumen im Kulturspeicher eröffnet.
Ich hätte allen Grund zu feiern, tu es aber nicht; das Lumen feiert das Jubiläum, aber …

… zurück zur Lumen-Party. Eingeladen wurden alle, die das recht moderate Eintrittsgeld von 8 € zahlen wollten. Für das Geld konnte man am Buffett teilnehmen und der Live-Band lauschen.
Wir waren schon gegen 19:30 im Lumen und haben noch den Sonnenuntergang in den Liegestühlen genossen. Ok, eigentlich sind wir so früh gekommen, um unseren Hunger zu stillen. Doch das Buffett ließ noch auf sich warten.
Wir genossen die Cocktails und die Weine, die ich wie immer im Lumen aber etwas teuer fand. Man hat immer irgendwie das Gefühl, dass man das selbe Getränk woanders entweder besser oder günstiger bekommen würde.

Greg L. May himselfSpäter am Abend begann der musikalische Teil mit Greg L. May Combo. May war teils Songschreiber, teils Sänger für Bands wie Earth, Wind & Fire, für die Temptations oder die Four Tops. Der Mann aus Los Angeles tat sich aber mit dem unterfränkischen Publikum schwer, das doch recht unmusikalisch über dem Lumenstrand verteilt war.
Die Musik war eigentlich fast schon Perlen vor die Säue geworfen.

Gleichzeitig mit der Band startete auch das italienisch angehauchte Buffett, was wirklich nicht schlecht war, besonders das Porchetta, das italienische Spanferkel, hat mir sehr gut geschmeckt. Und ich darf an dieser Stelle dem Koch nochmals widersprechen: Das Fleisch war nicht zu weich. Es war goldrichtig!

Greg May spielt so bis um halb elf, danach übernahm DJ Zottel das musikalische Kommando.

So sollte es eigentlich ein netter Abend gewesen sein.
Aber wie immer im Lumen, war er eher zwiespältig. Da war eine tolle Band, gutes Essen, nette Leute, schönes Ambiente – die perfekten Zutaten für eine Megaparty!
Aber es waren nicht sehr viele Gäste da, zu wenig um genug Stimmung für Band zu schaffen, die sich dann auch mehr quälte. Auch das Buffett fast zeitgleich mit dem Bandauftritt zu starten war nicht sehr clever. Greg May gab mit seinen Jungs alles, aber die Besucher waren gerade bei der Nahrungsaufnahme bzw. beim Verdauen.

Ach Lumen,
schön dass es dich gibt, aber irgendwas ist doch immer bei dir …