Minimales Mozartfest

Das Mozartfest beginnt morgen in Würzburg, das ist auch der Grund, warum Oberbürgermeister Rosenthal nicht zum 5. Geblogstag des Würzblogs kommen kann. Aber vielleicht gibt mir Whole Lotta Rosie ja morgen in der Stadt einen aus ;-), denn da ist tagsüber auch Mozartfest. Von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr sollen die Würzburger an veschiedenen Orten in der Innenstadt “mit den Werken Mozarts und anderer Komponisten” beglückt werden. Klassik halt.

Aber für kein Geld wird sich vielleicht auch der Klassikabgeneigte ein paar Minuten Mozart um die Ohren hauen lassen.

Am  4. Juli 2010 gibt es auch wieder ein Picknick-Konzertder Kreis schließt sich — mit dem Streichquartett Saite 16, die Pop-Gassenhauer verklassiken. Musikalisch jetzt vielleicht nicht sooo anspruchvoll, aber dafür darf man Stühle, Decken und Picknickkörbe mitbringen und es sich im Rosenbachgarten gut gehen lassen.

Das wird wohl auch mein Mozartfest 2010 sein, denn Klassik und besonders Mozart ist nicht so mein Ding. Aber jedem, der sich dafür begeistern kann und zum Mozartfest geht, wünsche ich viel Spaß, es sei ihm oder ihr gegönnt.

Die zehn liebsten Lieder des Christian Kabitz

Morgen, 4. November 2008, ist wieder der erste Dienstag in Monat, und damit wieder Zeit für eine Folge “my favourite tracks“. Gast in Dennis Musiktalkshow ist diesmal Christian Kabitz. Ok, da musste ich auch erst mal nachschauen, wer das eigentlich ist. Aber doch, man könnte ihn kennen. Denn er leitet nicht nur den Chor in St. Johannis in Würzburg — was ja fast schon langweilig klingt 😉 –, sondern veranstaltet auch die Bachtage in Würzburg, ist seit September künstlerischer Leiter des Würzburger Mozartfestes und hat sogar einen eigenen Wikipedia-Eintrag, wer kann das schon von sich behaupten.
Das klingt nach 10 Lieblingsliedern aus dem Bereich Klassik, aber es wäre nicht das erste Mal, dass man sich da gewaltig täuscht. 😉

Los geht es wie immer um 20.00 Uhr, der Ort ist diesmal passenderweise St. Johannis, die “Raketenkirche” gegenüber der Musikhochschule in der Hofstallstraße. Eintritt ist ebenfalls wie immer frei.

Die keine Nachtmusik

Heute morgen habe ich mir wieder mal den Luxus erlaubt, vor der Arbeit schnell einen Cappuccino trinken zu gehen. Im Café konnte ich in Ruhe die Mainpost lesen. Und was las ich da? Beim Mozartfest wurde wieder gepicknickt!

Für die Unwissenden: Früher, auch während meiner Studentenzeit, gab es beim Mozartfest in Würzburg die “Kleine Nachmusik”. Letztendlich ein Open-Air-Klassik-Konzert, bei dem man im Rosengarten der Residenz im Gras saß, auf Decken, Stühlen oder Freunden bzw. Freundinnen (alles je nach Neigung und Vorlieben). Es wurde Essen und Trinken mitgebracht, ein lecker musikalisches Picknick in einem hochromantischen Ambiente, ein wundervoler Abend, der oft nur der Auftakt war zu … aber lassen wir das.

Tja, und vor vier Jahren war Schluß damit. So wirklich verstanden hat es niemand. Ok, der Rosengarten hat dabei schon immer etwas gelitten – aber das hat er seit 1922 schon.

Und plötzlich lese ich, dass ein “Picknickkonzert” (hieß das früher offiziell schon so?) mit einem tollen Programm stattfand und nur 300 Besucher statt den erwarteten 2000 da waren.
Mich wundert das nicht. Der Durchschnittswürzburger wie ich, der nur mäßig an klassischer Musik interessiert ist, weiß zwar, dass das Mozartfest zur Zeit läuft. Aber genauso weiß er, dass der “populäre” Teil des Festes nicht mehr stattfindet – oder zumindest dachte er das bis jetzt. Das Mozartfest ist aus dem Bewusstsein gestrichen geworden. Was Schade ist – wie sollen wir Mozartbanausen sonst in den Genuß dieser wunderbaren Musik kommen.

Also, liebe Mozartfestler:
Nächstes Jahr groooße Plakate drucken, mit noch größeren Buchstaben, die die Worte bilden “JETZT WIEDER MIT KLEINER NACHTMUSIK! ESSEN, TRINKEN UND KNUTSCHEN ERWÜNSCHT!