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Schlittenschnee, Skischnee oder Speicherschnee?

Schneeweiße Dächer in Würzburg
Schneeweiße Dächer in Würzburg

Weiter geht es mit dem Winter. Heute Nacht hat es in Würzburg wieder ganz gut geschneit — und es schneit immer noch. Das könnte sogar für eine eine Schlittenfahrt reichen.

Im WürzburgWiki sind ein paar Schlittenbahnen in und um Würzburg eingetragen. Wer da noch weitere Bahnen hinzufügen will oder schöne Bilder von Schlittenbahnen hat — immer rein damit in Wiki. Historische Bilder von Schlittenbahnen sind auch gern gesehen. Links zu Videos von rasanten Schlittenfahrten im GoPro-Zeitalter darf man auch gern ins Wiki setzen.

Wem das Schlittenfahren in der Stadt zu langweilig ist — in der Rhön hat es auch ordentlich geschneit, es liegen bis zu teilweise 50 Zentimeter Schnee. Und die meisten Skilifte haben in der Rhön auch geöffnet.

Und wer es heute lieber kuschelig warm haben will und die Natur schonen will, der kann in den Kulturspeicher und sich den letzten Tag der Picasso-Ausstellung geben — da ist es bestimmt rappelvoll.

Schneeblumen auf dem Balkon
Schneeblumen auf dem Balkon

Hotelturmverwurschteln

Man kann dem Hotelturm viel vorwerfen — unter anderem dass er nicht fertig gebaut ist –, aber er dient doch als Quell der Kreativität in Würzburg. Ob er als vertikaler Bauernhof beackert wird oder als Museum dient, aus so einer Ruine kann man zumindest auf dem (virtuellen) Papier etwas machen.

Und so hat sich die Künstlerin und Grombühlerin Martina Jäger eine Aktion unter dem Motto “Babühlonischer Hotelturm verschönern” ausgedacht, bei der man Vorlagen, auf dem der Hotelturm gezeichnet ist, irgendwie kreativ verarbeitet. Die Vorlagen liegen in Würzburger Geschäften aus, wo genau weiß ich gar nicht, aber in Grombühl bestimmt gehäuft.

Die Arbeiten kann man sich unter anderem an den Offenen Ateliertagen in Grombühl — es gibt auch noch gleichzeitig die “normalen” Tage des offenen Ateliers — am kommenden Samstag und Sonntag anschauen. Grombühl ist ja eh ein Ort völlig unterschätzter Kultur — ich muss das ja wissen –, um das zu zeigen sind dort am Wochenende überall offene Kulturräume zu finden, an denen eben genau das passieren soll: Kultur.

Und hier kann man am 17. und 18. Juli von 14.00 -18.00 Uhr hin:

  • KunstForum, Martina Jäger, Schiestlstr.5 (neben dem Ernst-Reuter-Platz)
    M. Jäger, robART, Prof. B. Neumayer, Heidi Hotelm Fine-Art-Photography, Kiki & 3 Kölner Künstler / Objekte, MedienKunst, Malerei, Fotografie, Lyrik, Musik
  • Sabine Saam, Mechthild Hart, Grombühlerstr. 5 , Ateliergemeinschaft für Malerei und Fotografie
  • Park-Ausstellung am Ernst-Reuter-Platz / Kinder und Jugendliche erLEBEN. Kinder und Jugendliche aus Grombühl zeigen Acrylbilder
  • Schulkinder erLEBEN Form&Farben, Ernst-Reuter-Platz
    15./16.7. 16-18 Uhr, offenes Kreativangebot für Kinder mit Künstlern aus Grombühl
  • Brunch, “Zeit für Gedanken zur Wertschätzung”
    17.07. 11-13 Uhr, Zeitbank Grombühl stellt sich vor im KunstForum
  • Führung durch Grombühl & Weinberge
    17.07./ 18 Uhr, G. Schüttler, Treff am Kunstforum

Bis Ende Juli sind in etlichen Geschäften um den Wagnerplatz in Grombühl Ausstellungen von Künstlern zu betrachten. Also: Mal auf ins schöne Grombühl, die Sonnenseite Würzburgs — meine zumindest! 😀

Um Martina auch etwas für die Hotelturm-Aktion beizusteuern, habe ich eine kleine turmförmige Collage aus etlichen Bildern der Weihnachtsturm-Aktion gemacht — der Ruhm und Rum gebührt den damals teilnehmenden Künstlern. Dafür habe ich mich zwar nicht an die Vorlage gehalten, aber da ich Martina Jäger als wilde Kreative — oder kreative Wilde? — kenne, wird das schon in Ordnung sein. 😉

Gibt’s auch als PDF zum Ausdrucken und über’s Bett hängen. 😉

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(CC-BY-SA)

Open Art 08 in Würzburg

Gestern Abend war Shuttle-Party in Würzburg, und man darf gespannt sein, ob die verstärkten Sicherheitsmaßnahmen zu einer Party geführt haben, auf die unsere brave Stadt stolz sein kann.

Die Shuttle-Party heute Abend hört auf den Namen Open Art und geht bisher noch ohne Sicherheitspersonal. Bisher! Aber wehe, wenn sich ein Galeriebesucher nach dem Betrachten eines kitschigen Landschaftsbilds spontan erbricht, dann werden an den Eingängen Alkoholkontrollen durchgefürt, was einem raschen Tod der Kunstszene zur Folge haben wird.

Aber ich schweife ab.

Die Analogie zur Shuttle-Party ist, das man bei der Open-Art auch an einer “Location” beginnt (also einer Galerie oder einem Museum), dort Eintritt zahlt, ein Bändchen bekommt und dann mit dem Bus von Galerie zu Museum ziehen kann. Wenn man will auch zu Fuß, aber da es bei oft Sekt oder Wein umsonst gibt (ist das schon eine Flatrate-Party?) und die Wege manchmal recht weit sind, ziehe ich den Bus vor. 😉

Die Open-Art kostet 9 € und dauert von 18.00 bis 24.00 Uhr.

Schoppen und Festung ohne Läuse

Tja, nun steht der vergnügungssüchtige Würzburger zwar nicht im Regen, aber knietief in Blattlausscheiße. Was soll man mit der Zeit anfangen, die eigentlich schon für die Weinparade verplant war?

Alternativen gibt es wie Schlaglöcher in Würzburgs Straßen, nämlich unzählige.

Die Weintrinker können sich vom 31. August 2007 bis zum 3. September 2007 auf dem legendären Weinfest am Wagnerplatz in Grombühl den Schoppen hinter die Binde kippen. Hier ist die Welt noch in Ordnung, hier spielen noch Alleinunterhalter und vor der Bühne wird der Schieber getanzt. Hier gibt es montags noch Kesselfleisch und die Nachbarin verkauft die Käsebrötchen. Heile Welt.

Doch lieber die Zeit für ein bisschen Bildung in Verbindung mit Spaß nutzen? Ok, geht auch. Denn da wäre am Samstag und Sonntag noch das Festungsfest — nicht zu verwechseln mit dem in diesem Jahr nicht stattgefundenen Festungsweinfest. Das Mainfränkische Museum, die Burggaststätte, die Mainpost und die Bayerische Schlösserverwaltung bieten Führungen, Vorführungen, Essen, Kunsthandwerk, Kinderbelustigung und Musik auf dem gesamten Würzburger Festungsareal. Und zumindest das Festungsfest vor zwei Jahren war wirklich schön. Ein ausführliches Programm gibt es in der Mainpost-Beilage (PDF).

Na, da wäre das Wochenende schon mal blattlausfrei versorgt. Und am Wochenende drauf darf man sich schon mal auf das Straßenmusikfestival, die Internationalen Tanztage und — vor allem — auf das Bloggertreffen freuen.

Kulturpendler

2. DencklerblockfestDer Samstagabend war in Würzburg ja von zwei Kulturextremen gezeichnet — dem Dencklerblockfest und der langen Kulturspeichernacht.

Im Dencklerblock in der Zellerau haben wir uns mit Frau Schaaf getroffen und im Laufe des Abends auch noch über Matze und Flocu gestolpert.
Lockerer kann man sich eine Atmosphäre bei einem Fest kaum vorstellen. Die Leute haben sich einfach in den Hof gesetzt, gelegt oder gestellt, Decken, Stühle und Sofas mitgebracht und den verschiedenen Bands gelauscht. Und da war wirklich was geboten. Schwer begeistert war ich von den Bulletmonks, die hart, aber sehr fein abgerockt haben. Aber auch Paper Palace und Styckwaerk waren nicht von schlechten Eltern.
Ein leidiges Thema für mich bei solchen Festen ist die Getränkeauswahl. Bier gab es reichlich — aber damit kann man mich jagen. Wein gab es nicht, so musste ich mich über den Abend mit Jägermeister und Ramazzotti retten. Ein paar wenige nur. 🙂

Den UnterWeitergang des Fests kann man im Dencklerblog nachlesen.

Lange Kulturspeichernacht 2007Um kurz nach 23 Uhr habe ich mich auf die andere Mainseite begeben. Und damit in ein ganz anderes Ambiente. Anlässlich der langen Kulturspeichernacht wurde das Museum in ein wechslendes Farblicht getaucht — sah wirklich schön aus. Im Eingangsbereich erhielt man nach dem schmerzlichen Verlust von satten 9 € ein Armbändchen, mit dem man in den Kulturspeicher, Tanzspeicher und ins Bockshorn durfte. Bis auf einen kurzen Ausflug in den Tanzspeicher bin ich vor allem im Museum geblieben. Doch habe ich mich schon gefragt, warum?
Für die späte Uhrzeit war einfach zu wenig geboten. Der Saxophonspieler zur musikalischen Unterhaltung war nicht schlecht, aber zu so später Stunde einschläfernd.
Vielleicht war es auch nur der Kontrast zum Dencklerblockfest, aber ich fand die Speichernacht etwas langweilig. Da haben auch die Tänzer und Feuerschwinger nicht geholfen.
Entweder sollte die lange Kulturspeichernacht nächstes Jahr wieder früher beginnen, oder es müsste für meinen Geschmack ein fetzigeres Programm mit Wachhaltepotenzial her.

Bilder vom Dencklerblockfest
Bilder von der langen Kulturspeichernacht

Diagnose: Kunst

Diagnostizierte Kunst im Kulturspeicher

Diagnose: Kunst
Feiertag, trübes Wetter. Ein Tag, gebacken für einen Museumsbesuch. Und heute eröffnete im Kulturspeicher Würzburg die Ausstellung “Diagnose: Kunst. Die Medizin im Spiegel der zeitgenössischen Kunst”, die noch bis zum 15. Juli 2007 dauert.

Irgendwie hat mir etwas der rote Faden in der Zusammenhang in der Ausstellung gefehlt. Aber vielleicht fehlt mir einfach nur die Affinität zur Medizin, die Mathematik-Ausstellung hat mir damals besser gefallen.

Für die Ausstellung kann man sich auf der Website des Kulturspeichers übrigens 37 mp3-Dateien herunterladen (Nein lieber Kulturspeicher, deswegen ist das noch kein Podcast) und sich an bestimmten Werken den passenden gesprochenen Kommentar anhören. Nette Idee für Leute, denen es nicht peinlich ist, mit einem mp3-Player auf den Ohren durchs Museum zu laufen.

Kulturglotze

Ob es wegen dem 5. Geburtstag ist oder einfach nur so: Am 4. März 2007 wird der Würzburger Kulturspeicher für 15 Minuten überregionale(?) Berühmtheit erlangen. BR alpha zeigt einen Film von Niklaus Leuenberger Niklaus Leuenberger, in dem Werke aus den beiden Sammlungen vorgestellt, aber auch die sonstige Nutzung des Museums im Alten Hafen dargestellt wird.
Also um 15.50 Uhr den Fernseher einschalten, danach auf keinen Fall abschalten, sondern noch das Maultrommelsolo von “Zwischen Spessart und Karwendel” genießen. 😉