Schlagwort-Archive: Musik

WürVar: Gratulation und strümpfiges Ende

Ja, jetzt hat das WürVar wirklich Geschichte geschrieben. Die Nonstop-Varieté-Show hat ihr Ziel heute Nacht erreicht — über 100 Stunden lang standen ständig  Künstler auf der Bühne im Kulturkeller des Bürgerbräugeländes, der Weltrekord-Titel wandert — wenn er anerkannt wird — nach Würzburg.

Andy Sauerwein, am zweiten oder dritten Tag.

Super, dass so viele Künstler mit zwei bis zehn Minuten an der Show teilgenommen haben.

Aber der eigentliche Respekt gehört bei mir dem WürVar-Team, das nicht nur die sechs Tage im Dauereinsatz war, sondern schon noch die Tage davor und bestimmt auch noch ein paar Tage danach. Hut ab und schlaft euch jetzt aus!

Eigentlich sollte das WürVar am Sonntag noch auslaufen, von 8 Uhr bis 14 Uhr war noch ein festes Programm geplant. Und da wäre ich auch gerne dazugekommen, das wäre das einzige Mal gewesen, dass ich das WürVar länger als nur ein paar Minuten hätte besuchen können.

Doch als ich so um 10 Uhr in den Livestream schaute, was dort gerade so passiert, waren nur leere Stühle und vor allem eine leere Bühne zu sehen.  Also auf die Webseite geschaut und dann auf die Facebook-Seite.  Nichts zu lesen, dass irgendwas abgesagt worden wäre. Mehr Klarheit brachte ein Beitrag auf der Facebook-Seite der  Band Singvøgel, die eben bei diesem musikalischen Frühschoppen hätten auftreten sollen und wollen.

Tja, wir sind nun leider doch nicht Würvar. :-/Nachdem wir gestern zum Füllen der drohenden nächtlichen Programm-Lücke…

Posted by Singvøgel on Samstag, 25. November 2017

Dass die Musiker nun angepisst sind, kann ich völlig verstehen. Ebenso wie ich verstehen kann, dass das WürVar-Team vielleicht nach dieser Mammutaufgabe völlig platt ist. Das hätte aber allen im Vorfeld klar sein sollen.

Und auch wenn der musikalische Frühschoppen dann vielleicht nicht mehr zu dem Rekordversuch gezählt hätte, wäre es doch ein schöner Abschluss des WürVar gewesen. Doch sang- und klanglos nichts zu machen, fand ich nicht so nett.  Oder zumindest im Programm darauf hinweise, dass der Sonntagsprogramm nach den 100 Stunden nur stattfindet, wenn die Kräfte noch reichen. Aber so ist es — bei allem Respekt vor der und aller Freude über die Leistung — etwas strümpfig geendet.

Bloggertreffen auf dem Stramu, immerhin ausnahmsweise

Das wird ein wilder Ritt beim Herbstbloggertreffen am Samstag. Alles wird anders!

Aber fangen wir mal mit dem an, das sich nicht ändern wird:

  1. Am 9.9. ist wie in jedem Jahr Bloggertreffen in Würzburg.
  2. Eingeladen sind alle Blogger und Blogleser rund um Würzburg
  3.  … ähhhhh … das war eigentlich schon, was gleich bleibt 😀

Denn das Treffen wird zum ersten mal nach sieben Jahren nicht im Gehrings in der Neubaustraße. Robert, unser Wirt der Herzen, Lebern und Milzen und Meister der gepflegten Unfreundlichkeit macht einen angeblich verdienten Urlaub zu dieser Zeit.
Dazu kommt, dass wie so oft am Tag des Bloggertreffens das Stramu in Würzburg stattfindet.

Digitale Schnitzeljagd auf dem Stramu

Also: Chancen finden und nutzen! Das heißt, das Bloggertreffen wird auf dem Stramu in der Innenstadt abgehalten. Treffpunkt ist um 18.30 Uhr an der Bar/Eiscafé D.O.C am Anfang der Augustinerstraße. Ja, das ist zum einen mein Stammcafé, zum anderen wird da aber auch keine gigantische Menschenmenge sein, um eine Band zu hören. Von da aus ziehen wir einfach gemeinsam durch das Stramu und frönen ein wenig der Straßenmusik und -kunst. Genug Trinkpausen werden natürlich auch gemacht. 🙂

Aber was machen diejenigen, die erst später dazu stoßen wollen? Sehr gute Frage! Verrückterweise nutzen wir Blogger doch mal moderne Technik. Ich werde meinen Standort die ganze Zeit über die Glympse-App freigeben, sofern das Funknetz, die GPS-Satelliten und der Akku (Powerbank nehme ich aber mit) mitspielen. Den Link, unter dem ihr im Browser eures Smartphones meinen aktuellen Standort sehen könnt (die Glympse-App braucht ihr nicht), poste ich dann auf wuerzblog.de und auf den Würzblog-Accounts auf Facebook, Twitter und Instagram.

Was wenn es regnet? Dann treffen wir uns trotzdem im D.O.C — und schauen dann spontan, was wir wo machen.

Nach dem Stramu ist mittem im Bloggertreffen

Meine Idee wäre, dass wir vielleicht so bis 22 Uhr auf dem Stramu rumstreunen und uns dann irgendwohin verkrümeln und was trinken. Und meine weitere Idee wäre, dass wir dann das Immerhin unter der Posthalle heimsuchen. Denn wenn schon anders, dann auch richtig. Obwohl — so anders wäre das gar nicht. Zumindest die Überlebenden der ersten Würzburger Bloggergeneration wie Rööö und Tanky könnten sich daran erinnern, dass wir schon seeeeeehr nette Bloggertreffen im Immerhin hatten, wenn auch an anderer Stelle. Außerdem soll es ja wirklich noch Menschen geben, die noch nie im Immerhin waren. Das wäre die Gelegenheit, eine existenzielle Lücke in der Persönlichkeitsentwicklung zu stopfen. 😉

Aber das können wir noch spontan vor Ort entscheiden. Für die Nachzügler gilt dann nach wie vor: WürzblogFacebook, Twitter und Instagram checken.

Klassenbuch

Wie immer gibt es zum Treffen auch eine Veranstaltungsseite auf Facebook, sein Kommen, Fernbleiben oder die eigene Wankelmütigkeit darf man gern unverbindlich hier in den Kommentaren hinterlassen.

Es kommen

Es kommen vielleicht

Es kommen nicht

 

Mit Hut und ohne Peitsche am Dirigentenpult

Ich bin mit den Filmen von Steven Spielberg und Georg Lucas aufgewachsen und kenne daher auch die Werke des Komponisten John Williams, der die Musik zu vielen Streifen der Regisseure beigesteuert hat.

Würzburg Pops Orchestra spielt Musik von John Williams im Hofgarten der Residenz.

Darum hat es mich am Sonntagvormittag auch in den Hofgarten der Residenz gelockt, wo das Würzburg Pops Orchestra Werke von Williams — und Musik aus anderen Filmen — auf der grünen Wiese spielten.

Das hat wirklich Spaß gemacht. Die Zuschauer sammelten sich in den schattigen Bereichen, da die Sonne um die Uhrzeit schon ordentliche runterstach. Das Hobbyorchester spielte natürlich nicht fehlerfrei, die Musik von John Williams ist allerdings stellenweise keine einfache. Dirigent und Arrangeur Joseph Stengel hat seinen Musikern — deren Namen er teilweise gar nicht wusste 😀 — keine leichte Aufgaben gestellt.

Aber was soll’s! Die Musik aus Star Wars (mehrmals), Indiana Jones,  Herr der Ringe, Harry Potter und Findet Nemo kam super an, alle — Musiker und Zuhörer — waren mit viel Spaß dabei, das Ambiente und Wetter war wundervoll und ich bin danach wieder nach Hause — Indiana Jones fröhlich vor mich hin pfeifend. 🙂

Mehr Bilder

U&D am Sauheißpurzel – die Musik spielte auf der Garagenbühne

So, jetzt breche ich langsam mal die mir selbst auferlegte Blogpause, die ich mir für den Urlaub vorgenommen — und natürlich nicht ganz durchgehalten — habe.

Am vergangenen Freitag war ich beim Umsonst-und-Draussen-Festival in Karlstadt. Als ich zum letzten Mal dort war, gab es das Würzblog noch gar nicht und ich konnte mich auch kaum noch an das Gelände erinnern.

U&D Karlstadt am Saupurzel.

Erinnern kann ich mich auch jetzt kaum noch daran, dass es an diesem Freitag noch richtig heiß war, da trug der Sommer im Vergleich zu heute noch seinen Namen zu recht. Was auch seine Nachteile hatte. Ich bin mit dem Zug nach Karlstadt gefahren und dann zu Fuß vom Bahnhof zum Saupurzel gelaufen, dem Gelände des Festivals, etwas außerhalb auf einer Anhöhe. Und da hätte ich mir wirklich einen Shuttleservice gewünscht, denn der halbstündige Fußmarsch unter der sengenden Sonne war wirklich kein Spaß.

U&D Karlstadt: Mutabor

Gelohnt hat sich die Mühe. Das U&D in Karlstadt ist ein süßes kleines Festival. Der Freitag stand sehr unter dem Einfluss des Headliners J.B.O., die zum Schluss auf der Hauptbühne auftraten — und mich überhaupt nicht interessierten. Aber die vielen in knallpinke Shirts gekleideten Fans der Band ließen vermuten, dass etliche Besucher extra wegen der Erlanger Band, gekommen waren, die für mich ihren einzigen kleinen Höhepunkt Mitte der 90er Jahre hatte.

Überhaupt muss ich sagen, dass für mich die kleine Garagenbühne der Ort auf dem U&D war, wo die wirklich interessante Musik gespielt wurde. Crossing Borders oder Mutabor auf der Hauptbühne habe ich mir beide mal kurz angehört und fand sie auch ok, aber so richtig gekickt haben sie mich nicht.

U&D Karlstadt: Dryad

Anders auf der Garagenbühne. Jede der vier Bands an diesem Tag haben mich auf ihre Weise begeistert.
Die Würzburger Stonerrock-angehauchten Dryad, die Berliner Astroboys, das Odd Couple als Trio aus Berlin (die jetzt am Wochenende auf dem Herzberg-Festival spielen) und The Picturebooks aus Gütersloh legten wirklich beeindruckende Konzerte auf der kleinen Waldbühne hin.

U&D Karlstadt: The Paperbooks

Gerade The Picturebooks hauten mich weg, das Duo rockte mit kleiner elektronischer Unterstützung einfach dermaßen wuchtig, kraftvoll und mit vollem Körpereinsatz mit Gitarre und Schlagzeug. Wahnsinn! Sänger und Gitarrist Fynn sagte mir nach dem Konzert, dass sie an dem Abend schon für ein Konzert im Immerhin in Würzburg angefragt wurden. Ein Termin steht noch nicht fest, also in der nächsten Zeit mal die Augen aufhalten, das ist schon jetzt eine Konzertempfehlung.

Putzig war das Festival auch in Hinsicht der Organisation. Das Personal am Weinstand war wahnsinnig freundlich und lustig, aber auch ein wenig planlos. Darum durfte man ihnen als Gast auch gerne mal beratend zur Seite stehen, was die Bechergröße oder den Preis — das Weinschorle für zwei Euro, der Wein für drei Euro, auf dem Land ist die Welt noch in Ordnung 😉 –anging.

U&D Karlstadt: Der Stempel für die Hauptbühne.

Witzig für mich, für viele anderen Besucher eher nervig war, dass für den Platz den Hauptbühne plötzlich Stempel verteilt wurden. Den Platz konnte man nur noch über einen Zugang erreichen, eine Security-Mitarbeiterin stempelte im Sekundentakt Handrücken. Warum sie das tat, konnte sie mir nicht so wirklich erklären. Irgendwas, damit nicht zu viele Menschen vor der Bühne sind. So richtig gezählt hat meines Wissens aber niemand, es verließen ja auch ständig bereits gestempelte Leute den Platz und kamen gar nicht wieder. Sinn und Zweck dieser Aktion hat sich mir also nicht erschlossen, außer dass an der “Stempelstation” ein großes Gedränge entstand. Aber war nach ein paar Songs von Mutabur nicht mehr an der großen Bühne, sondern den Rest der Zeit an der Garagenbühne.

Unterm Strich hatte ich einen wirklich schönen Abend auf dem U&D in Karlstadt, der mir einfach Spaß gemacht hat. Und wundersamerweise bin ich sogar mitten in der Nacht noch nach Würzburg zurück gekommen, nachdem ich den letzten Zug verpasst habe. 🙂

 

U&D 2017 Tag 2: Praktikum, Soundbrei und das gallische Dorf

Nach einem extrem chilligen Tag bin ich am Freitag am späten Nachmittag nach einer kleinen Radtour zu meinem zweiten Tag auf dem Umsonst & Draussen eingelaufen. (Mehr Bilder gibt es übrigens weiter unten im Beitrag)

Umsonst & Draussen 2017 Tag 2 – Devil May Care

Musikalisch ging es für mich mit Devil May Care auf der Draussen-Bühne los. Für die Uhrzeit ganz ordentlich besucht, die Fanbase der Band ist wohl groß, die Familienquote allem Anschein nach sehr hoch. Die vier Jungs lieferten eine super Show ab und hauten gleich zu Beginn des Festivaltages ordentlich einen raus. Machte mit gleich gute Laune.

Soundbrei U25

Weniger gute Laune machte mir Rising End. Das heißt: Die Band schon. Aber der Sound auf der U25-Bühne, wo die Rockband auftrat, war wirklich unter aller Sau. Das klang wie durch eine mit stinkenden Socken gefüllte Blechdose gespielt. Gut, dass man für die “Nachwuchsbands” vielleicht nicht das feinste Tonequipment verwendet und den Godfather of Tontechnik ans Mischpult setzt … hm … mag ich ja noch verstehen. Aber mit so einem Soundbrei tut man niemanden einen Gefallen — weder den Bands, noch den Zuhörern.

Und Rising End hätte wirklich guten Ton verdient gehabt. Seit ich die sechs zufällig mal auf dem Stadtfest in Würzburg hörte, hab ich mal ein Auge auf die Band. Doppelte Frauen-Power im Gesang und vierfache Männer-Power an den Instrumenten.

Umsonst & Draussen 2017 Tag 2 – Rising End

WüRG-Praktikum

Praktikum am WüRG-Stand.

Mein Weg führte mich dann quer über den gesamten Platz in kleine gallische Dorf noch hinter der Drinnen-Bühne. Dort haben die ganzen Musik-Initiativen & Co ihre Stände. Unter anderem die WüRG, die Würzburger Rockgemeinschaft, wo ich meinen Kumpel Simon von der Band Sasquatch besuchte, der dort Standdienst hatte.

 

Ich hab da gleich mal ein spontanes Praktikum am WüRG-Stand gemacht, hab Demo-CDs und Feuerzeuge ans Volk gebracht, Simon in seiner Pinkelpause vertreten, erklärt, was die WüRG ist, Kinder musikalisch früherzogen und mit den netten Besuchern gesasquatscht. Hat Spaß gemacht! 😀

Über die Route 88 zu den Blues Pills

Zum 30. Umsonst & Draussen hat sich eine Jubiläums-Kombo namens Route 88 gebildet, um spaßeshalber Lieder aus dem Jahr 1988 zu spielen. U&D-Veteran Hartmut Emser war als Gründervater und — erstaunlicherweise für mich — passabler Sänger mit dabei. Klar, das waren “nur” Coversongs. Aber irgendwie hatten alle so einen Spaß auf der Bühne und auch im musikalischen Können so gut, dass es wirklich ein geiles Konzert im Zirkuszelt war.

Umsonst & Draussen 2017 Tag 2 -Route 88

 

Vielen Leute, die ich auf dem U&D getroffen habe, fehlte dem Festival der übliche “Headliner”, also eine relativ bekannte Band. Und das ging mir auch so. Was ein wenig in die Richtung für mich ging, waren die Blues Pills, die bei uns schon am Abend davor für eine orgiastische Wortspielrunde sorgten.

Umsonst & Draussen 2017 Tag 2 – Blues Pills

Die Schweden fand ich schon gut. Wirklich. Aber irgendwie hatte ich doch mehr erwartet, was ich so im Vorfeld von den Blues Pills mal gehört habe, hatte mehr … Rumms oder was auch immer.  Ok, ich wurde wirklich gut unterhalten und habe da überhaupt keinen Grund zum Klagen. Aber ein wenig tat es mit leid, dass ich das Route 88 so bald verlassen habe, um zu den Blues Pills gehen zu können.

Nach den Schweden blieb ich noch an der Draussen-Bühne. Da spielte dann Astrid North — und wir hatten keinen synchronen Biorhythmus. So gut ich ihren Jazzpopsoul im Grunde fand, ich war an diesem Ort, zu dieser Zeit, nicht bereit für ihre Musik. Astrid, nicht deine Schuld, ein andermal vielleicht.

Umsonst & Draussen 2017 Tag 2 – Astrid North

Gefüllte Poesie und gallisches Dorf

Umsonst & Draussen 2017 Tag 2 – Pauline Füg eröffnet den Poetry Slam im Drinnen-Zelt

Eigentlich wollte ich um Mitternacht ins Drinnen-Zelt zum Poetry Slam. Das habe ich zuerst auch gemacht. Also fast. Ich war nicht im Zelt, sondern davor. Denn das Drinnen des Drinnen-Zelt war höchst kompakt mit Menschen gefüllt. Schade für mich, schön natürlich für Pauline Füg, deren Poetry Slam sich als mehr als erfolgreich zeigte.

Von seitlich draußen sah und hörte ich die Slammer leider nicht sonderlich gut, also trollte ich mich und bin wieder nach nebenan zurück ins gallische Dorf, zum Stand des unbeugsamen Immerhins neben der Palettenbühne. Und da habe ich dann bis um 2 Uhr den Rest der Nacht verbracht, mit netten, interessanten und lustigen Gesprächen mit netten, interessanten und lustigen Menschen — und Musik. Irgendwie ist dort, etwas abgeschieden zwischen Haupteingang und Drinnen-Zelt, ein kleines Festival im großen Festival. Und eine Reise wert!

Alles in Allem: Ein sehr, sehr geiler und entspannter U&D-Tag! 😀

P.S. Mein Selfie-Sammel-Projekt ging auch weiter, obwohl ich noch immer eine hohe Ausfall-Quote vor lauter Vergesslichkeit dabei habe. 🙂 Also wenn ich euch treffe und kein Selfie mit euch mache — erinnert mich daran! 😀

Umsonst & Draussen 2017 Tag 2 – Alles endet im Immerhin, auch ich.

Hier noch ein paar Bilder vom U&D-Freitag 2017

Des U&Ds gar so guter erster Tag

Umsonst & Draussen 2017 Tag 1 – die Wiesen sind voll.

Komisch, ich hab selten Leute so oft über das Wetter reden hören, wie am ersten Tag des Umsonst & Draussen 2017. Dabei gab es eigentlich kaum einen Grund zu Klage, abgesehen davon, dass es am Nachmittag für meinen Geschmack vielleicht ein wenig zu heiß war. Aber alle Gewitter- und Unwettergerüchte lösten sich am Abend in ein paar einzelne Tropfen Regen auf.

Also, für mich war es ein toller Einstieg in das U&D. Zuerst hab ich mir 50 Meter Freistil gegönnt, die endlich mal wieder auch auf dem Festival gespielt haben. Gute Texte, fetzige Musik, noch erträgliche Temperaturen im nicht so vollen Drinnen-Zelt, da bin ich schon mal gut angekommen.

Umsonst & Draussen 2017 Tag 1 – 50 Meter Freistil

Beim Schlendern über den Platz kam ich auf die Idee, mit allen Leuten, die ich kenne und auf dem U&D treffe, ein Selfie zu machen. Bin gespannt, was da bis Sonntag zusammenkommt, ich muss aber noch die Ausfall-Rate reduzieren. Also nicht wundern, wenn ich mit dem Smartphone auf euch zu springe. 🙂

Umsonst & Draussen 2017 Tag 1 – Elinor Borchert

Musikalisch hab ich kurz an der U25-Bühne bei Elinor Borchert an Piano und Stimme vorbeigeschaut — bisschen zu ruhig für mich um die Uhrzeit (dafür kann sie nix), aber sehr schön.

Weiter ging’s zu Draussen-Bühne, wo mich Red Manhole schon auf mich gewartet haben. Naja, nicht so ganz, sie fingen sogar über fünf Minuten vorher als geplant zu spielen an.

Das war dann wirklich Gute-Laue-Musik. Die Mischung aus Polka, Elektro, Punk und manch bösem Text ließ mich sogar ein klein wenig hüpfen — und ich hüpfe selten bei Musik. 😉

Umsonst & Draussen 2017 Tag 1 – Red Manhole

Zurück im deutlich volleren und stickigeren — keine Wunder, wenn die Band einen Leuchter mit brennenden Kerzen auf der Bühne hat — Drinnen-Zelt gab ich mir dann das Konzert von Zeremony.  Mit Keyboard, Gitarre und Schlagzeug rockten sie stilvoll das Zelt. Schade nur, dass der Sound sich ein wenig matschig angehört hat.

Umsonst & Draussen 2017 Tag 1 – Zeremony in Action

Bei Oversense im Zirkuszelt bin ich eigentlich nur zufällig zu den letzten beiden Liedern vorbeigeschneit. Schade, denn die waren geil und ich hätte gern noch mehr gehört.

Umsonst &; Draussen 2017 Tag 1 – Oversense

Nicht lange halten konnte mich Amanda Rheaume spät am Abend. Das war mir zu langweilig. Vielleicht hätte es mir früher am Abend gefallen oder am Steuer eines Trucks auf einem US-Highway, aber so endete der erste U&D-Tag für mich in Sachen Konzerten.

U&D 2017 – Vorfeier und Nachzahlen

Bevor das 30. Umsonst & Draussen-Festival in Würzburg am Donnerstag losgeht, ging Umsonst & Draussen am Mittwoch los. Zumindest für einen erlesenen Kreis, zu dem ich in letzter Minute auch noch auserkoren wurde. Das runde Jubiläum des Festivals wurde mit einem Mini-Fest gefeiert.

Vegetarische Wraps

Ein bisschen scheiße kam ich mir ja schon vor. Außerhalb des Kunstzelts wurde noch geackert, geschwitzt und geschuftet, um die die letzten Arbeiten fertigzustellen, damit das U&D am Freitag beginnen kann. Und in und vor dem Kunstzelt gab es Sekt, Bier, Ciabattawürste (mein neues liebstes Wort in Fränkisch: Dschabbawoschd. Das zehnmal hintereinander sagen mag immer gute Laune und pflegt die Lippen) und vegane Wraps.

Ungewöhnlich hohe Politikprominenz hat sich da im Zelt versammelt. MdL Bärbel Stamm, MdL Oli Jörg, MdB Paul Lehrieder — aber die CSU/CDU ist ja bekannt als von Rock oder Punk oder alternativer Kultur.

Umsonst & Draussen 30-Jahre-Feier: Ein Teil der U&D-Macher

Und natürlich wurden auch Reden geschwungen. Aber ich muss zugeben — so schlimm waren die gar nicht. Es wurde kein großer Blödsinn erzählt in noch allzu langer Zeit gelabert, zwischendurch stellten sich U&D-Vereinsmitglieder vor und die junge Band Chapter 5 durfte ein paar Songs spielen. Und Christian Schuchardt spendierte dem U&D-Verein noch zu Feier des Tages die Ehrenmedallie des Oberbürgermeisters — oder war es die Kulturmedallie? Egal, das U&D bekam eine Scheibe in die Hand gedrückt und alle freuten sich, das reicht mir. (Das kommt davon, wenn man lieber mit Hazamel schwätzt).

Zum 30. U&D gibt es ein Fördermitglied mehr.
Zum 30. U&D gibt es ein Fördermitglied mehr – mich. (Foto: Rööö)

Ich kann nicht behaupten, dass ich seit 30 Jahren das U&D in Würzburg besuche. Aber es müssen 23 Jahre sein, soweit ich mich erinnern kann. Seit ich 1994 nach Würzburg gezogen bin, war ich als Besucher auf den Mainwiesen dabei. Und das Festival mittlerweile Teil meinen persönlichen Biorhythmus. Etwa zu Zeit der Sonnwende will mein Körper und Geist seine konzentrierte Dosis an Musik, Kultur, Spaß und Leute.

Dass ich als Besucher das Festival nicht unterstützt habe, kann wohl keiner von mir behaupten. Ich habe es in jeden Jahr ins persönliche Plus gesoffen, viel Wein und hin und wieder auch mal ein Wasser oder einen Kaffee waren mein Mittel zum guten Zweck.

Aber nach 30 Jahren ist es mal Zeit für mich, meine Liebe (obwohl ich durchaus oft was zu kritisieren habe) zum U&D mal anders auszudrücken. Und das hab ich gestern endlich gemacht. Seit dem 14. Juni 2017, 21.20 Uhr, bin ich Fördermitglied des Umsonst-und-Draussen-Vereins. Die 50 Euro im Jahr sind mir das wert. Und vielleicht kann ich als nicht stimmberechtigtes Mitglied mal erwirken, dass das “Draussen” endlich sein scharfes S bekommt.

U&D 2017 – Programmplanung

Noch eine Woche bis zum 30. Umsonst & Draussen in Würzburg. Nur für den Kalender: Am 15. Juni 2017, ein Donners- und Feiertag, geht es los und bis zum Sonntag, 18. Juni, dauert es. Und aktuell sieht es verrückterweise so aus, als könnte ich in diesem Jahr mal wirklich alle vier Tage auf das Festival auf den Mainwiesen — das erste Mal seit sieben Jahren wieder. Aber ich will mich mal nicht zu früh freuen, es kommt ja so gerne was dazwischen. Drückt die Daumen für mich! 🙂

Das Programmheft hat mir vor zwei Wochen die liebe Sandy in die Hand gedrückt. Ich hab es aber jetzt erst geschafft, es mal durchzublättern. Wie immer eine Qual für mich, und ich weiß auch gar nicht, warum ich mir die Mühe mache — es ist sehr selten vorgekommen, dass ich meinen U&D-Plan auch wirklich durchgezogen habe. Man trifft einfach zu viele Freunde, Bekannte und Unbekannte auf dem Platz, mit denen man quatscht und die Pläne umwirft.

Aber verkehrt ist es nicht, sich mal einen Überblick zu verschaffen. Und hier ist mein Planungsstand, Stand 7. Juni 2017. Auf die Machbarkeit hab ich mal gar nicht geachtet.

U&D17, Donnerstag

Red Manhole, 15. Juni, 19.40 Uhr, Draussen-Bühne
Zeremony, 15. Juni, 18.15 Uhr, Drinnen-Bühne
Brett, 15. Juni, 19.45 Uhr, Drinnen-Bühne
Kurzfilmnacht, 15. Juni, 23.59 Uhr, Drinnen-Bühne
Senseless Revolution, 15. Juni, 16 Uhr, U25-Bühne
Noctura, 15. Juni, 20 Uhr, Zirkuszelt

U&D17, Freitag

Blues Pills, 16. Juni, 21.35 Uhr, Draussen-Bühne
Inverted, 16. Juni, 19.40 Uhr, Drinnen-Bühne
Poetry Slam, 16. Juni, 23.59 Uhr, Drinnen-Bühne
Rising End, 16. Juni, 19.25 Uhr, U25-Bühne
Paperplanes, 16. Juni, 19.45 Uhr, Zirkuszelt
Route 88, 16. Juni, 21 Uhr, Zirkuszelt

U&D17, Samstag

Chapter 5, 17. Juni, 17.35 Uhr, Draussen-Bühne
Mundwerk Crew, 17. Juni, 21.15 Uhr, 21 Uhr, Draussen-Bühne
Jane Doe, 17. Juni, 13.15 Uhr, Drinnen-Bühne
Sasquatch, 17. Juni, 17.15 Uhr, Drinnen-Bühne
Christine Owman, 17. Juni, 22.50 Uhr, Drinnen-Bühne
Thales, 17. Juni, 18.45 Uhr, U25-Bühne
Grombira, 17. Juni, 20 Uhr, Zirkuszelt

U&D17, Sonntag

Spielmann In Bad Company, 18. Juni, 19.15 Uhr, Draussen-Bühne
Wegelagerei, 17 Juni, ab 15 Uhr auf dem Gelände