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U&D 2017 – Vorfeier und Nachzahlen

Bevor das 30. Umsonst & Draussen-Festival in Würzburg am Donnerstag losgeht, ging Umsonst & Draussen am Mittwoch los. Zumindest für einen erlesenen Kreis, zu dem ich in letzter Minute auch noch auserkoren wurde. Das runde Jubiläum des Festivals wurde mit einem Mini-Fest gefeiert.

Vegetarische Wraps

Ein bisschen scheiße kam ich mir ja schon vor. Außerhalb des Kunstzelts wurde noch geackert, geschwitzt und geschuftet, um die die letzten Arbeiten fertigzustellen, damit das U&D am Freitag beginnen kann. Und in und vor dem Kunstzelt gab es Sekt, Bier, Ciabattawürste (mein neues liebstes Wort in Fränkisch: Dschabbawoschd. Das zehnmal hintereinander sagen mag immer gute Laune und pflegt die Lippen) und vegane Wraps.

Ungewöhnlich hohe Politikprominenz hat sich da im Zelt versammelt. MdL Bärbel Stamm, MdL Oli Jörg, MdB Paul Lehrieder — aber die CSU/CDU ist ja bekannt als von Rock oder Punk oder alternativer Kultur.

Umsonst & Draussen 30-Jahre-Feier: Ein Teil der U&D-Macher

Und natürlich wurden auch Reden geschwungen. Aber ich muss zugeben — so schlimm waren die gar nicht. Es wurde kein großer Blödsinn erzählt in noch allzu langer Zeit gelabert, zwischendurch stellten sich U&D-Vereinsmitglieder vor und die junge Band Chapter 5 durfte ein paar Songs spielen. Und Christian Schuchardt spendierte dem U&D-Verein noch zu Feier des Tages die Ehrenmedallie des Oberbürgermeisters — oder war es die Kulturmedallie? Egal, das U&D bekam eine Scheibe in die Hand gedrückt und alle freuten sich, das reicht mir. (Das kommt davon, wenn man lieber mit Hazamel schwätzt).

Zum 30. U&D gibt es ein Fördermitglied mehr.
Zum 30. U&D gibt es ein Fördermitglied mehr – mich. (Foto: Rööö)

Ich kann nicht behaupten, dass ich seit 30 Jahren das U&D in Würzburg besuche. Aber es müssen 23 Jahre sein, soweit ich mich erinnern kann. Seit ich 1994 nach Würzburg gezogen bin, war ich als Besucher auf den Mainwiesen dabei. Und das Festival mittlerweile Teil meinen persönlichen Biorhythmus. Etwa zu Zeit der Sonnwende will mein Körper und Geist seine konzentrierte Dosis an Musik, Kultur, Spaß und Leute.

Dass ich als Besucher das Festival nicht unterstützt habe, kann wohl keiner von mir behaupten. Ich habe es in jeden Jahr ins persönliche Plus gesoffen, viel Wein und hin und wieder auch mal ein Wasser oder einen Kaffee waren mein Mittel zum guten Zweck.

Aber nach 30 Jahren ist es mal Zeit für mich, meine Liebe (obwohl ich durchaus oft was zu kritisieren habe) zum U&D mal anders auszudrücken. Und das hab ich gestern endlich gemacht. Seit dem 14. Juni 2017, 21.20 Uhr, bin ich Fördermitglied des Umsonst-und-Draussen-Vereins. Die 50 Euro im Jahr sind mir das wert. Und vielleicht kann ich als nicht stimmberechtigtes Mitglied mal erwirken, dass das “Draussen” endlich sein scharfes S bekommt.

WühiWübeWä – OB-Wahl Würzburg 2014

Nur noch 3 Wochen bis zur Kommunalwahl.
Wer sich seine Meinung noch nicht gebildet hat und Sie sich auch nicht bilden lassen möchte, darf aber trotzdem am 16. März zur Wahl gehen.

Wie bei der letzten Kommunalwahl gibt es hier den Wahlwürfel als PDF:

wahlwuerfel2014

Zur nächsten Wahl sind auch wieder Würzmischungen mit den Kandidaten geplant, dieses Jahr war es leider terminlich nicht wirklich drin.

Die Stadt Würzburg sucht übrigens noch Wahlhelfer, zwischen 30 und 40€ Aufwandsentschädigung werden gezahlt, mehr Infos hier.

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6,7 Kilomenter später – Der 1. Tag des Filmwochenendes 2012

Gestern begann das 38. Internationale Filmwochenende in Würzburg.20120322_175531 Und ich bin fit! Und werde an diesem Wochenende noch fitter werden. Denn ich war gestern gut zu Fuß unterwegs.

Am späten Nachmittag habe ich mich für das Würzblog akkreditiert. Dazu durfte ich vom Rathaus zum Coworking Space laufen — 1,2 Kilometer unter schönster Frühlingssonne. Leider mit schwerem Rucksack auf dem Rücken (kam von der Arbeit) und einer schweren Jacke über dem Arm (früh war es kalt).

Im Coworking habe ich meinen Presseausweis in Empfang genommen, das Passbild male ich später mit einem Kuli noch rein. Einen doppelten Espresso, ein Brezel und eine Zigarette mit Tilman und Markus später war ich auch schon wieder auf dem Weg ins Central Programmkino — 1,6 Kilometer, natürlich mit Rucksack und Jacke. Zum Corso war es näher.

Leicht durchgeschwitzt kam ich dann zur Eröffnungsveranstaltung im Mozartgymnasium an. Den Film dabei wollte ich gar nicht unbedingt sehen, aber die Eröffnungsreden hören. Und vor allem Leute treffen — das gehört beim Filmwochenende unbedingt dazu. Die soziale Komponente des Festival ist mir mindestens genauso wichtig und lieb wie der cineastische Teil.

Hannes Tietze von der Filminititive hat das Publikum begrüßt, von Seiten der Stadt Würzburg hat Bürgermeisterin Marion Schäfer-Blake gesprochen. Und nicht dass ich etwas gegen Marion als Vertreterin der Stadt habe — aber OB Rosenthal war deswegegen nicht da, weil er lieber zur Zehnjahresfeier des Leporello gegangen ist. Aha. Tolle Prioritätenliste. Hier hat man ein Filmfestival, zu dem sogar Besucher aus ganz Deutschland und Künstler aus der ganzen Welt anreisen, der Oberbürgermeister geht aber lieber zu einer Feier eines Kulturblättchens, auf deren Website unter News im Bereich Literatur Anja Flicker als neue Chefin der Stadtbücherei vorgestellt wird — das ist zweieinhalb Jahre her. Da hätte Herr Rosenthal doch auch noch nach seinen Grußworten im Central hingehen können.

Wie dem auch sei: Nach den Reden hab ich mich nach ein paar Pläuschchen zurück in Richtung Cinemaxx aufgemacht. Ja, der Rucksack war wieder dabei, die Jacke auch, aber angezogen. Also wieder 1,6 Kilometer zurücklaufen.

Dann endlich mal einen Film schauen. Ich hatte mir für den Abend den spanischen Film “Extraterrestre” (Nacho Vigalondo) ausgewählt. Und wurde nicht enttäuscht.

In dem Film geht es um eine Vierecksbeziehung in Madrid. Frau, One-Night-Stand, Freund und verliebter Nachbar. So weit, so normal. Dummerweise hängt im Himmel der Stadt eine fliegende Untertasse und die Straßen sind menschenleer. Und ein absurd-komisches Lügendgespinst nimmt seinen Lauf. Freund denkt,  One-Night-Stand hat nur wegen dem UFO bei Frau Zuflucht gefunden. Nachbar kennt die Wahrheit und reibt sie One-Night-Stand auf Tennisbällen unter die Nase. Freund stürmt Fernsehsender und sprengt Häuser in die Lust. One-Night-Stand macht in einer fahrende Kaffetasse auf Außerirdischer. Großartig! 🙂

Im gesamten Film sind nur fünf Personen vor. Und trotz dem UFO — das nur viermal auschnittweise kurz zu sehen ist — ist Extraterrestre kein Science-Fiction-Film. Das UFO dient nur als Anlass, an dem sich der Wahnsinn entzündet.

Der Streifen wird im spanischen Original gezeigt — ich verstehe kaum ein Wort Spanisch — und mit englischen Untertitel. Das Englisch ist leicht verständlich, nur muss man dran bleiben, da sich die Schauspieler oft recht schnelle Wortgefechte liefern.

Der Film läuft am Samstag um 23.15 Uhr nochmal im Cinemaxx 1.

Nach dem Film hab ich mich auf den Heimweg gemacht, mit Rucksack und Jacke, und konnte dann am Sanderring die letzten Meter mit der Straßenbahn fahren. Gesamter Fußweg an dem Tag für das Filmwochenende: 6,7 Kilometer. Uff!

Ich bin für die Wiedereinführung des Shuttle-Service beim FIlmwochenende!

Würzblog-Bilderrätsel #39

Da steht er nun, der „Glaspalast“ auf dem Unteren Markt, um den es vor seiner Errichtung so viele Diskussionen gab. Der @wue_reporter bzw. die schreibmaschine haben mal ganz tief im Archiv gekramt und den damals für das Volksblatt verfassten Text über die Eröffnung gefunden.

Ein kleiner Auszug:

Wer bei der offiziellen Einweihung des „Glaspalastes und der neuen Verkaufsstände am Unteren Markt viele kritische Stimmen oder gar Unmutsäußerungen erwartet hatte, wurde enttäuscht. Gerade mal drei Unzufriedene brachten noch einmal ihre Meinung zu dem im Vorfeld heftig umstrittenen Projekt zum Ausdruck. „Wie häßlich soll Würzburg noch werden?“, fragten sie unter anderem auf Transparenten die Lokalpolitiker. Den Demonstranten wurde jedoch nur wenig Aufmerksamkeit der zahlreich versammelten Bürgerinnen und Bürger zuteil. Viel Gesprächsstoff und Diskussionen habe die Umgestaltung hervorgerufen, meinte Oberbürgermeister Jürgen Weber […] Allerdings müsse man sich auch einbringen und „sagen, was man will, nicht nur, was man nicht will“, hielt Weber den Kritikern des Projekts entgegen.

So war das damals, vor vielen Jahren an einem regnerischen 18. März. Unsere Frage: In welchem Jahr wurden „Glaspalast“ und Verkaufsstände eingeweiht? Die Quersumme der Jahreszahl weist auf den Buchstaben hin, der in der Lösung an 24. Stelle steht.

Würzblog-Bilderrätsel #17

Würzblog-Bilderrätsel Nummer 17: Schwierig für Menschen, die weniger als zehn Jahre in Würzburg wohnen. Aber zu lösen, wenn man alteingesessene Würzburger fragt. Das Bild zeigt heute den Dienstwagen von Oberbürgermeister Georg Rosenthal vor dem Rathaus.

Jürgen Weber, der Vor-Vorgänger Rosenthals und heute als Alt-OB Fraktionsvorsitzender der Würzburger Liste im Stadtrat, hatte während seiner letzten OB-Amtszeit eine Idee, um den angeschlagenen Stadthaushalt zu entlasten: Er verzichtete auf einen dicken Dienstwagen samt Fahrer und fuhr selbst in einem roten Kleinwagen der Marke VW.

Unsere Frage: Welches VW-Modell war der Vorgänger von Pia Beckmanns Dienst-Mercedes, der ab 2002 als OB-Fahrzeug im Einsatz war? Der letzte Buchstabe steht in der lösung an 39. Stelle.

Vorverkauf für das Lokalderby

Nächste Woche ist Lokalderby in Würzburg. Nein, das ist kein Rennen durch die Kneipen der Stadt, sondern ein Spiel zwischen zweier Würzburger Fußballvereinen, nämlich dem Würzburger FV und den Würzburger Kickers. Beide spielen in der Bayernliga und treffen am 13. August 2008 um 18.30 Uhr aufeinander. Und da werden die Würzburger Fußballfans bestimmt hinströmen. Darum gibt es ab heute mehrere Vorverkaufsstellen für die Eintrittkarten:

  • WFV-Gaststätte, Mainaustraße 32
  • Metzgerei Grünewald, Frankfurter Str. 36
  • WOB-Shop, Sterngasse 3
  • Metzgerei Grünewald, Höchberg – Hauptstraße 41

Die Karten kosten 7,50 € für Erwachsene und 5,50 € ermäßigt, an der Tageskasse kosten sie, sofern noch vorhanden, 1 € mehr. Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt.

Georg Rosenthal,  1. Vorsitzende des Würzburger FV und Oberbürgermeister der Stadt Würzburg in Personalunion, wird bestimmt auch da sein. Mal sehen, ob er sich noch an sein Versprechen erinnert, dass er der Würzmischung mal gegeben hat. Er wollte nämlich mit Alex und mir zu einem Spiel des Würzburger FV gehen und dort wieder mit uns podcasten. Dann werden wir sein diplomatisches Geschick auf die Probe stellen, denn als OB müsste er ja für beide Mannschaften sein, als Vorsitzender des FV aber für seinen Verein. Mal sehen, wie er sich da rauswindet … wenn es dazu kommt. 😉

Auf Pia folgt Georg

Gestern hat Frau Beckmann ihren Schreibtisch im Rathaus ausgeräumt, die Topfpflanzen noch mal gegossen, die Bürotür abgeschlossen und den Schlüssel in den Briefkasten geworfen. Heute ist Georg Rosenthal zwar schon Oberbürgermeister, vereidigt wird er aber erst morgen und seinen Schreibtisch wohl auch nicht schon am Feiertag mit Buntstiften befüllen.

Mach’s gut, Pia. Und viel Glück und Erfolg, Georg. Du wird es brauchen.

Wahlnachgewusel

Highlife im Sitzungssaal des Rathauses. Nachdem Herr Rosenthal die Wahl gewonnen und den Raum betreten hat, sah man ihn nicht wieder. Umringt von Fernsehen, Radio und Zeitung habe ich kleiner Blogger keine Chance, ihm mal auf die Schulter zu klopfen — oder mal ein Bild zu machen.

Frau Beckmann ist bisher noch nicht aufgetaucht, vielleicht dauert es auch ein bisschen, bis die Tränenspuren überschminkt sind.

Doch, Herr Rosenthal schiebt sich gerade durch die Menge und darf — muss — jedem die Hand schütteln. Wer einmal geheiratet hat, weiß wie anstrengend das ist.

Nun ist auch Pia Beckmann aus der Maske gekommen. Nun darf sie beim Bayerischen Rundfunk die Frage “Woran lag’s?” beantworten. Bestimmt.

Jetzt warten wir mal die nächsten sechs Jahre ab, ob Rosie einen guten OB abgibt. Aber motzen darf ich auf jeden Fall, denn ich habe ja gewählt.

Update: Ein Bildchen, wenn auch schlecht, gab es dann doch noch. 🙂