Bloggen und Beleidigen: Was tun?

Der August 2005 war heiß. Nicht nur das Wetter, auch die Gemüter und er Wahlkampf liefen heiß. Da hat sich Bloggerkollege Al Gore zu einer unüberlegten und beleidigenden Äußerung gegen den FDP-Kandidaten Moritz Kracht hinreissen lassen. Und nun durfte er (Al Gore) dafür büßen. Er wurde zu einer Zahlung von 300 € an einen wohltätigen Zweck verurteilt wurden, dazu kommen noch 603,20 € für die Abmahnung.

Was Al geschrieben hat, war sehr beleidigend. Da muss man nicht um den heißen Brei herumreden. Und dass sich Herr Kracht darüber aufregt, ist wohl auch sehr verständlich.
Schade finde ich nur, dass sowas immer vor Gericht landen muss. In einer idealen Welt wäre das so abgelaufen:

Telefon läutet

“Ja, Hallo? Hier Al!”

“Hallo Al, hier ist Moritz. Ich hab heute dein Blog gelesen. Sag mal, hast du sie noch alle? Was schreibst du da einen Scheiß über mich? Willst du mir ans Bein pinkeln?”

“Ach Moritz! Ich war heute schlecht gelaunt und die FDP geht mir zur Zeit eh auf den Sack. Da wollte ich halt ein bisschen auf die Kacke hauen.”

“Ja, und jetzt ist sie am Dampfen.”

“Moritz, sorry, da hab ich wohl ein bisschen über die Stränge geschlagen. Ich nehm’s auch gleich raus und schreibe eine Entschuldigung ins Blog.”

“Mach das! Aber so leicht kommst du mir nicht davon. Wir gehen diese Woche einen Trinken und DU zahlst die Schoppen. Und du lässt dir von mir das FDP-Wahlprogramm erklären ohne dazwischen zu quatschen. Dann sind wir quitt, ok!”

“Ja, ok. Das ganze Wahlprogramm?”

“Ja, das Ganze.”

Kurze Stille.

“Ja, geht ok! Nun nochmal Moritz: War nicht so gemeint! Sorry!”

“Schwamm drüber. Bis die Woche dann.”

“Bis dann! Servus!”

So einfach könnte die Welt sein. Ich könnte wegen der Gerichtsverhandlung nicht mal böse auf Moritz Kracht sein, denn Al hat die Grenze des Anstands, die auch in einem Blog gelten sollten, weit überschritten. Aber ob man wegen einer Beleidigung in einem Blog, das vermutlich nicht von Millionen Menschen gelesen wird (da liege ich doch richtig, oder Al? ;-)), gleich unsere ohnehin überlasteten Gerichte bemühen muss? Und schafft Geld eine Beleidigung aus der Welt? Ich weiß nicht!

Vielleicht sollten solche Fälle vor dem Würzburger Bloggertreff verhandelt werden. Als Strafe hätte es dann ein halbes Jahr Ping- und Trackbackvebot gegeben und Sternchenentzug bei Isnochys gegeben. Und eine unterwürfige Entschuldigung bei dem anwesenden Herrn Kracht vor versammelter Runde (wird natürlich von allen gebloggt :-)) mit anschließender Ramazotti-Runde für das Hohe Bloggergericht. 🙂

Nachtrag I: Zu dem Thema gibt es auch einen Beitrag im Folksblatt.

Neues Jahr im Blog

Ich habe der Beginn des neuen Jahres genutzt, um das Würzblog ein bisschen zu erweitern und zu aktualisieren.

Die wesentlichste Änderung, die aber kaum auffällt, war das Upgrade der Blogsoftware WordPress auf die Version 2.0. Die Umstellung ging, soweit ich es bisher getestet habe, völlig reibungslos über die Bühne. Äußerlich hat sich eigentlich nichts geändert, das Template konnte ich übernehmen. Aber unter der Haube ist vieles neu und gerade die Administration hat sich etwas gewandelt.

Der Zähler von Blogcounter wurde aus moralischen Gründen von der Seite genommen. Der Betreiber hat vor ein paar Tagen versucht, über den Zähler zu spammen. Auch wenn dieser Spamversuch wieder aufgegeben wurde, so traue ich der Sache nicht mehr. Ich habe nun einen Zähler bei counter.blogscout.de.
Solchen Zählern kann man ohnehin nur begrenzt trauen, was die Genauigkeit der Auswertung angeht. Aber für eine ungefähre Zahl reichen sie. Der Endstand bei blogcounter: 7.683 Besucher, 16.741 Seitenaufrufe seit Ende Juni 2005. Meine eigenen Aufrufe sind schon rausgerechnet.

Da ich das Gefühl habe, das manchmal Besucher, die von Suchmaschinen auf das Würzblog kommen, mit der Seite wenig anfangen können, habe ich auch eine Hilfe-Seite eingerichtet. Bin noch nicht so wirklich zufrieden damit, aber ich werde noch dran arbeiten.

Wieder vorne sitzen

Die Rücksitzgeneration, das Internetradio aus Würzburg, stellt ab 1. Januar 2006 den Betrieb ein.

[…] Die große Resonanz und das vielfältige Programm würden einen Umbau zu einer sehr professionellen Struktur erfordern. Mit den bisherigen Grundsätzen, z.B. die Radioarbeit als Hobby zu sehen oder auch die Werbefreiheit zu erhalten, wäre das Ganze nicht mehr vereinbar.

Keiner von uns hatte im Vorfeld damit gerechnet, dass die Sache einen so großen Umfang annimmt. Aber die Rücksitzgeneration als Internetradio fand schnell solchen Anklang, dass wir zum einen bald über die Grenzen Würzburgs hinaus bekannt wurden und damit auch die Verpflichtung gegenüber den Hörern und den Kunden stark anwuchs. […]

Ein Ende also wegen zu großem Erfolg? Das wäre wirklich tragisch!

Vielen Dank, Rücksitzgeneration, für viele Stunden (meist) guter Musik und einige skurrile Moderationen. Ich hoffe wir hören uns wieder – lasst uns wissen wann und wo!

Einträge von extern nicht möglich

So kann man es natürlich auch machen! Der Kulturspeicher scheint das Spamproblem im Gästebuch radikal zu lösen. Man kann im Moment keine Einträge machen, der entsprechende Link liefert ein Einträge von extern nicht möglich. Aber der Spampegel ist weiterhin bei 87,5%.

Bleibt es bei dieser radikalen Lösung? Oder ist es ein Zeichen, dass da an einer sinnvollen Technik zur Spamvermeidung gearbeitet wird?

Die Macht der Medien

Am morgigen Mittwoch findet in Haus der Burschenschaft Germania ein Vortrag über “Die Macht der Medien” statt. Frau Dr. Gabriele Goderbauer-Marchner vom MedienCampus Bayern referiert hier über den Einfluß von Film, Funk und Fernsehen, von Presse und Onlinemedien auf die Gesellschaft und über die Theorie der “Vierten Gewalt
Ob da auch auf die Stellung der Blogs eingegangen wird? Vielleicht als die “Fünfte Gewalt”?

Der Vortrag beginnt um 20 Uhr bei der Würzburger Burschenschaft Germania in der Nikolausstraße 21.

Bier aus Franken(tipps)

Kitzmann von frankentipps.deEs ist ja fast schon Bestechung. Aber eine sehr nette! 🙂
Heute morgen trudelte bei mir im Büro ein Paket ein. Beim Öffnen fand ich einen Brief – und zwei Flaschen Kitzmann-Bier! In dem Brief bedankte sich Frankentipps.de bei mir für die Verlinkung ihrer Seite.

Danke Jungs! Ich trinke zwar überhaupt kein Bier (dafür um so mehr Wein 😉 ), aber ich habe mich trotzdem sehr gefreut. Und meine Kollegen im Büro auch! 🙂

Dafür gibt es auch einen kurzen Text (aber keine Werbung) über frankentipps.de.
Frankentipps.de ist ein Veranstaltungsportal für den fränkischen Raum. Und damit ist schon ein Nachteil erwähnt: für den Würzburger Raum finden sich nicht sooo viele Veranstaltungen (was aber vor allem an den Veranstaltern liegt, die sich dort nicht eintragen), dafür aber teilweise Events, die auf den anderen Portalen nicht erwähnt werden, vor allem im Bereich Kunst und Kultur.
Das mit der Personalisierung klappt auch noch nicht so wirklich. Wenn nach der Personalisierung der Hinweis steht

Ihr Suchgebiet wurde nun angepasst. Alle Informationen Ihrer nun personalisierten Frankentipps.de Startseite sowie den Kategorieansichten beziehen sich jetzt auf:
Würzburg (97070) und 30 km im Umkreis

und in den Kategorien erscheinen Veranstaltungen in Erlangen, Nürnberg, Ansbach oder Dinkelsbühl, dann kann hier geographisch etwas nicht ganz stimmen. Wobei man dadurch natürlich auch interessante Termine entdecken kann! 🙂

Alles in allem ist frankentipps.de noch ausbaufähig. Es ist aber auf jeden Fall einen regelmäßigen Besuch wert, denn es ist schon jetzt mindestens eine Ergänzung zu den lokalen Portalen wie wuewowas.de oder wuevita.de. Und wenn das die Veranstalter auch mal geschnallt haben, könnte frankentipps.de richtig durchstarten.

Ade Google?

Google hat mir gestern meinen GoogleAdsense-Account deaktiviert mit der Begründung:

“Uns ist aufgefallen, dass für Anzeigen auf Ihren Webseiten ungültige Klicks ausgeführt wurden. Aus diesem Grund haben wir Ihr Google AdSense-Konto deaktiviert. Diese Maßnahme wurde ergriffen, um die Interessen der AdWords-Kunden zu wahren.

Auf der Website eines Publishers dürfen keinesfalls unzulässige Klicks auf Anzeigen generiert werden. Dazu zählen unter anderem Klicks, die von einem Publisher auf seinen eigenen Webseiten generiert werden, Klicks, die durch die Verwendung von Robots, automatischen Klick-Tools oder sonstiger betrügerischer Software generiert werden.”

Hmmm, ich verwende keine Robots oder sonstige Software und ich klicke auch nicht selbst auf die Anzeigen – das wurde mir ja ausdrücklich untersagt. Somit verstehe ich nicht ganz, was da passiert sein soll. Oder will Google sich einfach um die Zahlung – wobei das überhaupt nicht viel ist – drücken? Google hat bisher noch nicht auf meine Rückfragen reagiert.

Hat jemand schon ähnliche Erfahrungen mit Google gemacht? Nicht dass ich scharf auf die paar Euro im Monat wäre, aber wissen, was da schief gelaufen ist, würde ich schon gerne.