Ingress-Einladungen zu vergeben

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Update: Die Einladungen sind alle weg, sorry.

Fast hätte ich es vergessen — ich habe noch fünf vier drei zwei eine Einladungen für das Augmented-Reality-Spiel “Ingress” zu vergeben. Vorzugsweise an Leute aus Würzburg und Umgebung. Ein Android-Smartphone oder -Tablet ist nach wie vor Pflicht, außer man ist ein sehr experimentierfreudiger iPhone-Nutzer.

Wer also wohlüberlegt eine Einladung für das Spiel haben will: Einfach einen Kommentar zu diesem Artikel schreiben, mit der E-Mail-Adresse an die Einladung gehen soll und mit der man sich bei Ingress anmelden will. First come, first served! 🙂

 

4491 Artikel und eine Vereinsgründung später – das WürzburgWiki

Gestern fand im Café Journal ein denkwürdiges Ereignis statt: Der WürzburgWiki-Verein wurde gegründet. Sieben Menschen unterzeichneten die Satzung und wählten einen Vorstand. Der Verein kümmert sich um die Organisation, Entwicklung und den dauerhaften Weiterbestand des WürzburgWikis, dem Online-Lexikon über Stadt und Land Würzburg.

Ich habe mir, da ich bei der Gründung dabei war, gleich mal die frischgewählten Vorstände Julia und Daniel geschnappt und für heute früh zu einem Podcast verdonnert, in dem sie über das WürzburgWiki erzählten dürfen.

Und eines darf ich hinzufügen: Ich habe zwar das WürzburgWiki ins Leben gerufen, aber den Ruhm, dass es so engagiert damit vorangegangen ist, verdienen andere. Und denen gebührt auch mein Dank!

Wozu Amazon? Bücher kaufe ich in Würzburg!

Ein Grund, warum ich meine Bücher in Würzburger Buchhandlungen kaufe, ist auch, weil ich die lokale Wirtschaft unterstützen will. Ja, warum auch nicht? Ich wohne in Würzburg und arbeite in Würzburg. Ich freue mich, wenn es dem lokalen Einzelhandel gut geht. Oder der Kulturszene. Oder der Gastronomie. Ok, ganz besonders der Gastronomie. Ich gebe hier mein Geld aus und hoffe, dass es möglichst lange in der Stadt bleibt.

Nicht erst seit der ARD-Reportage “Ausgeliefert! Leiharbeiter bei Amazon” dürften die möglichen Schattenseiten des Online-Versandriesen in das Bewusstsein der Konsumenten getreten sein. Aber man muss gar nicht gleich an die Problematiken der Leiharbeit oder an rechtsradikale Sicherheitsfirmen denken. Die Folgen des Über-20-Prozent-Anteils am deutschen Online-Versandhandel sind ganz konkret in der eigenen Stadt zu spüren — den kleinen, unabhängigen Buchhandel trifft es.

Ich habe gerade mal in meinem Amazon-Account gestöbert: Meine letzte Buchbestellung war am 9. Oktober 2007, der 7. Harry Potter (danach außer einem Bluetooth-GPS nur noch kostenlose eBooks und kostenlose Musik — und das Verzweiflungs-Weihnachtsgeschenk-2012, das aber eine eigene Geschichte wert ist und mir den Onlineversand endgültig versaut hat). Seit dem habe ich alle Bücher in Buchhandlungen gekauft.

Ein Grund, warum ich meine Bücher in Würzburger Buchhandlungen kaufe, ist auch, weil ich die lokale Wirtschaft unterstützen will. Ja, warum auch nicht? Ich wohne in Würzburg und arbeite in Würzburg. Ich freue mich, wenn es dem lokalen Einzelhandel gut geht. Oder der Kulturszene. Oder der Gastronomie. Ok, ganz besonders der Gastronomie. Ich gebe hier mein Geld aus und hoffe, dass es möglichst lange in der Stadt bleibt.

Und ehrlich — es gibt für mich kaum einen Grund, warum ich Bücher bei Amazon bestellen sollte. Ich finde Buchhandlungen einfach toll. Das Papier riechen, mit den Buchhändlern plaudern, herumstöbern … ich mag das einfach.

Lass den Klick in Deine StadtVier Würzburger Buchhandlungen haben sich Ende letzten Jahres zu dem Aktionsbündnis “Lass den Klick in Deiner Stadt” zusammengeschlossen. Die Buchhandlungen Dreizehneinhalb, Knodt, Neuer Weg und Schöningh bieten auch Online-Shops an. Vielleicht nicht so ausgefeilt wie der von Amazon, aber sie tun ihren Dienst und ersparen denen, die ihren Hintern auf Biegen und Brechen nicht aus dem Sessel bekommen, einen anstrengenden Marsch in eine Buchhandlung.  Übrigens geht digital lustigerweise auch andersrum — im Laden vor Ort kann ich ein eBook kaufen. Verrückte Welt! 🙂

Shop Wuerzburg erleben
(Screenshot: http://wuerzburgerleben.de)

Das klappt natürlich nur, wenn es auch unterstützt wird — was aber anscheinend nicht jeder machen will. So hat die Würzburger Bildzeitung Würzburg erleben gleich mal einen ganzen Amazon-Shop auf seiner Seite. Dass die beiden Macher von “Lass den Klick in Deiner Stadt” nie etwas gehört haben, ist eher unwahrscheinlich, da die eine Hälfte Geschäftsführer des Vereins “Würzburg macht Spaß” ist, dessen Ziel es unter anderem ist, “die Attraktivität Würzburgs als Wohnstadt und Einkaufsstandort (zu) unterstreichen“.  Ich sehe da zumindest einen Interessenskonflikt.

Im WürzburgWiki wurde die schon 2010 die ISBN-Suche auf eine lokale Buchhandlung — in dem Fall Schöningh — umgestellt, und seit der Lass-den-Klick-Aktion auf die vier Online-Shops. So kann man zum Beispiel einen Roman-Rausch-Roman direkt aus dem WürzburgWiki bestellen — und den Klick trotzdem in der Stadt lassen.

(Headerbild by txeski, CC-BY-SA-NC)

erLesene Julia Schramm im Oktober

Am 19. Oktober 2012 um 20 Uhr könnte es in der kleinen Buchhandlung erLesen recht eng werden. Denn Julia Schramm, ihres Zeichens Beisitzerin im Bundesvorstand der Piratenpartei Deutschland, liest aus ihrem heute frisch erschienenen Buch “Klick mich: Bekenntnisse einer Internet-Exhibitionistin”

Julia Schramm
Julia Schramm bei Bundesparteitag der Piraten 2012.
Foto Ben de Biel, CC-BY-SA

Ach, das erLesen, auch wenn ich von Grombühl weg in die Sanderau gezogen bin, ist und bleibt es meine liebste Buchhandlung in Würzburg. Nicht nur weil man dort kompetent-menschlich bedient wird, sondern auch, weil sie neben Bücher verkaufen auch noch Ausstellungen oder Lesungen veranstalten.

Apropos Lesung: Am 19. Oktober 2012 um 20 Uhr könnte es im kleinen erLesen recht eng werden. Oder zumindest wäre es vermutlich voll, wenn die Lesung in diesen Tagen stattfinden würde. Denn Julia Schramm, ihres Zeichens Beisitzerin im Bundesvorstand der Piratenpartei Deutschland,  liest aus ihrem heute frisch erschienenen Buch “Klick mich: Bekenntnisse einer Internet-Exhibitionistin” — nach dem aktuellen Terminplan des Random House-Verlags ist Lesung die sogar zweite in Deutschland und die erste in einer Buchhandlung.

Und das ist fast schade, denn wenn Frau Schramm schon länger mit ihren Lesungen durch das Land getingelt wäre, dann könnte sie geübt auf die Frage antworten, die mir (und vielen anderen Menschen vermutlich auch) auf den Lippen liegt: Von Kulturoligarchien sprechen , die “Freiheit der Gedanken” in Gefahr sehen und dann bei einem großen Verlag ein Buch veröffentlichen, was doch eigentlich nicht im Sinne des Parteiprogramms der Piraten sein kann? Wie geht das zusammen? Und ich meine diese Frage gar nicht beleidigend, polemisch oder zynisch — ich würde mir das wirklich gerne erklären lassen, so dass ich es auch verstehen kann. Denn nachvollziehen kann ich das bisher nicht, aber das kann sich an diesem Abend ja ändern.

Wer das Buch vorher lesen will, für den gibt es folgende Möglichkeiten:

Zwei nachträgliche Bemerkungen:
  1. Zum Buch selbst habe ich deswegen nichts geschrieben, weil ich es noch nicht gelesen habe. Und irgendwelche Rezensionen von Leuten die ich nicht kenne, will ich nicht nachbeten.
  2. Das erLesen bittet, da es wirklich sehr voll bei der Lesung werden kann (wer das erLesen nicht kennt — es ist ein wirklich kleiner Laden), dass man sich für die Veranstaltung anmeldet, also anrufen, E-Mail schreiben oder vorbeigehen.

Headerbild von Tuxwurf, CC-BY-SA
Bild im Artikel von Ben de Biel (den ich übrigens mal interviewt habe), CC-BY-SA

Die Katzen auf der mainIT

Am Donnerstag, 13. September 2012, bin ich auf der mainIT in Eibelstadt. Nicht nur als Besucher der IT- und Medienkonferenz, sondern auch auf dem Podium bei der Diskussionsrunde “Wie Katzencontent unsere Timeline beeinflusst”.

Am Donnerstag, 13. September 2012, bin ich auf der mainIT in Eibelstadt. Nicht nur als Besucher der IT- und Medienkonferenz, sondern auch auf dem Podium bei der Diskussionsrunde “Wie Katzencontent unsere Timeline beeinflusst”.

Mit Katzencontent sind nicht nur die vielen Katzenbilder in den sozialen Medien gemeint, die manchmal zu wahren “Like-Orgien” führen, sondern auch die vielen harmlosen und inhaltlich kaum relevanten Nachrichten, die uns minütlich auf Facebook und Co um die Ohren gehauen werden. Aber solche Inhalten kommen an. Egal ob es der 10000. Foto eines Sonnenuntergang in Würzburg oder das 99999. Bild der Festung — eine hohe Zahl von “Gefällt mir” ist fast schon sicher. Darum, so behaupte ich, wird dieses Mittel gerne bewusst eingesetzt, um Aufmerksamkeit zu generieren — sei es “Würzburg erleben” auf Facebook, die Fanseite der Stadt Würzburg selbst oder auch ganz viele Firmen. Und da dem gemeinen Leser nicht mehr zugetraut wird, dass er Inhalte von sich aus kommentiert, wird auch schon mal plump und aufdringlich nahgefragt: “Was meinst du dazu?”

Ich bin kein Freund dieser Katzencontent-Posts auf den sozialen Netzwerken und entfolge oder blende auch gerne mal deren Macher aus. Und mit dem Würzblog bin ich auch relativ zurückhaltend, was solche Aufmerksamkeitshascherei angeht. Zu zurückhaltend, wie mir schon öfters gesagt wurde. Die Suchmaschinenoptimierer ermahnen mich immer, dass meine Überschriften viel zu schlecht für eine gute Potitionierung bei Google sind. Und ich sollte mir ein paar falsche Accounts bei Facebook und Twitter zulegen und darüber meine Inhalte teilen — andere würden das schließlich auch so machen.

Darüber diskutiere ich als Blogger am Donnerstag auf der mainIT. Was der Journalist in mir zu dem Thema sagt, steht auf einem ganz anderen Blog … 😉 (bzw. wird stehen, wenn ich mal zu schreiben komme) — wäre schön, dort viele von euch zu treffen! 🙂

 

 

Wenn der Blogopa Geschichten erzählt

Würzburgs Blogopa Hazamel war in der Würzmischung zu Gast und hat Geschichten aus der Zeit erzählt, als die Computer noch groß wie Häuserblöcke waren und die Datenpakete noch per Pony-Express transportiert wurden.

Würzburgs Blogopa Hazamel war in der Würzmischung zu Gast und hat Geschichten aus der Zeit erzählt, als die Computer noch groß wie Häuserblöcke waren und die Datenpakete noch per Pony-Express transportiert wurden.

Um uns von gefährlichen und investigativen Fragen abzulenken, hatte Hazamel eine große Tüte Gebäck dabei — mit Erfolg! 🙂 Und nebenbei wurde die Idee eines neuen Projekts geboren — Würzmischung/24!

Also: Reinhören in die Würzmischung #57!

Würzmischung mit Hazamel

Tschuldichung, wo kann ich hier mal flattern?

Das Würzblog flattert seit nun fast zwei Jahren schon. Über den Micropayment-Dienst Flattr kann man dem Blog ein wenig Geld zukommen lassen. Welche Blogs aus dem Raum Würzburg kann man noch flattern?

Das Würzblog flattert seit nun fast zwei Jahren schon. Über den Micropayment-Dienst Flattr kann man dem Blog ein wenig Geld zukommen lassen. Und das mit dem “ein wenig Geld” kann man ruhig wörtlich nehmen, denn es waren immer so zwischen 1,50 Euro und 4 Euro im Monat. Viel zu wenig also, um zu behaupten, ich verdiene Geld mit dem Blog.

Aber darauf kommt es auch nicht an. Flattr ist für ein Durchschnittsblog eine Möglichkeit, durch die man ihm einfach seine Anerkennung ausdrücken kann. So kann man vielleicht einmal im Monat auf Kosten der Flatterer ein Eis essen oder einen Schoppen trinken.

Unterm Strich bleibt mir eh noch weniger Geld übrig, da ich selbst ja auch flattere. Ich habe ein Geldbudget von 2 Euro pro Monat, dass ich über — vor allem — Blogbeiträge verteile, die mir gefallen haben. Und dieser Geldkuchen, den ich aufteile, wird direkt von meinem Flattr-Konto abgezweigt.

Da ich oft auf Blogs im Raum Würzburg unterwegs bin, habe ich mir mal eine Liste gemacht, welche Blogs überhaupt Flattr anbieten. Und das sind bei über 150 Weblogs nicht gerade viele:

(Falls ich ein Blog vergessen habe — bitte melden)

Ich vermute, dass sich einige der Blogs das Geld einfach hin und her schieben. Aber auch das macht ja nichts.

Was jetzt noch fehlt, sind ganz, ganz viele Leser, die über Flattr Blogs und andere Webprojekte unterstützen. Denn dann könnte Flattr eine mögliche Alternative zu anderen Einnahmequellen wie Werbung sein. Oder gar wirklich eine Art Kulturflatrate werden.

Gedrucktes ist tot? Scheinbar nicht!

Schon faszinierend: Da saßen gestern beim Stammtisch im Gehrings 14 gestandene Web 2.0-Freaks, die es zusammen auf über 20 Twitteraccounts und 10 Blogs bringen und hatten selbst die eBook-Fanboys fast Pipi in den Augen, nur weil ein gedrucktes Buch auf dem Tisch lag.

Moggadoddes BuchSchon faszinierend: Da saßen gestern beim Stammtisch im Gehrings 14 gestandene Web 2.0-Freaks, die es zusammen auf über 20 Twitteraccounts und 10 Blogs bringen, mit Facebook, Google+ und Diaspora verheiratet sind und zig Gigabyte an Texten und Bildern im Internet veröffentlicht haben. Doch hatten selbst die eBook-Fanboys fast Pipi in den Augen, als Moggadoddes gesammelten  Blog- und Twitterbeiträgen in Form eines 254-seitigen Buchs auf dem Tisch lagen. Das Blook Zeichen der Weisheit — 140 oder mehr war das Geburtstagsgeschenk des Stammtisch-Verlags an Moggadodde.

Etwas in gedruckter Form in der Hand zu halten, ist nach wie vor etwas Besonderes. Nicht nur, weil es Geld kostete so ein Buch zu drucken und man sich damit noch mal viel genauer überlegt, was als Inhalt reingepackt wird. Die Texte verlieren ihre “digitale Beliebigkeit”, sie sind von der virtuellen in die wirkliche Welt gewandert. Das Buch kann ich anfassen, und darin in einer Weise blättern, wie es kein iPad oder Kindle simulieren kann.

Ich glaube auch, dass diese Faszination nicht nur damit zusammenhängt, mit welchen Medien man aufgewachsen ist. In meiner Kindheit hatte ich noch keinen Computer, das Internet hielt in Deutschland Einzug, als ich schon erwachsen war. Ich bin also vorwiegend mit gedruckten Texten — Bücher, Zeitungen, Zeitschriften — aufgewachsen (Fernsehen hab ich nie sooo viel geschaut). Aber beim Blogger- und Twitterstammtisch waren ja auch deutlich Jüngere anwesend — die der selben Faszination verfallen sind.

Wohlgemerkt — wenn man Scheiße in Buchform presst, wird das kein gutes Buch werden, sondern nur streng riechen. Aber gute Texte in guter Form, das hat schon was.
Und im Fall von Zeichen der Weisheit hat ein mehrköpfiges Redaktionsteam einige Wochen lang Moggadoddes Blog- und Twitterbeiträge  gesichtet (sehr, sehr, sehr viele) und ausgewählt, korrekturgelesen und in Form gebracht. Ein Blog eins zu eins in Buchform gießen wird wohl selten gut gehen.

Inhalte werden sich meiner Meinung nach in Zukunft noch viel mehr ins Netz verlagern, was auch durchaus positiv zu sehen ist — was soll ich als Blogger auch anderes sagen? 😉 Im Netz kann auch viel mehr Leute erreichen und hat ganz andere Möglichkeiten.  Aber wenn man Texte so richtig veredeln und wertig machen will, dann klappt das nach wie vor besser mit einem Buch. Und Moggadoddes Texte waren einfach überfällig, dass man sie in Buchform präsentiert. Jetzt müssen wir sie nur noch zu einer öffentlichen Autorenlesung herumkriegen … 🙂

Übrigens: Die 1. Auflage ist schon vergriffen. Aber wenn es genug Interessenten gibt … wer weiß? 🙂

Update: Hazamel ist auch noch ganz gerührt.

Update 2: Emily hat das Buch bei Papiergeflüster auch schon rezensiert.

Update 3: Und die Autorin selbst kriegt sich nicht mehr ein. 🙂

Update 4: Leseratte und Schatzmeister des Buchs Rööö meldet sich auch zu Wort.

Moggadoddes Buch