• Gastronomie,  Kultur,  Musik,  Politik

    Wie es weitergeht mit dem Pleicher Hof – ausnahmsweise eine Pressemitteilung

    Ich veröffentliche eigentlich nie Pressemitteilungen im Ganzen, selbst Zitat daraus mag ich nicht, lieber schreibe ich selbst etwas. Aber in diesem Fall geht es um den Pleicher Hof, bei dem alle Außenstehenden schon genug Wischiwaschi-Informationen über die „Schließung“ des Kellers haben. Darum hier 1:1  Pressemitteilung (ohne Titel und Kontaktdaten) ganz frisch vom Pleicher Hof bzw. dem Chef Udo „Ued“ Walter. Mit Bescheid vom 11.06.2010 hatte die Stadt Würzburg dem Betreiber des „Pleicher Hof“, Udo Walter den Betrieb einer Diskothek untersagt. Die Stadtverwaltung ist der Auffassung, dass in den Kellerräumen des „Pleicher Hof“ eine Diskothek betrieben wird, für die keine Genehmigung vorliegt. Demgegenüber ist Betreiber Udo Walter der Meinung, eine Musikbar…

  • Gastronomie,  Kultur,  Politik

    Pleicher Hof a cappella

    Im Keller des Pleicher Hofs ist ab sofort die Musik aus. Und das Licht auch. Am Sonntag, dem Tag des Nichtraucher-Volksentscheids, kam schon eine Mail vom Pleicher-Chef Ued, der als eine Konsequenz des Rauchverbots in Clubs, dass der Laden dadurch „vermutlich bald wieder in die drohende Insolvenz“ geschickt würde. Und am Montag war dann kommentarlos auf der Website zu lesen, dass es ab sofort keine Musikveranstaltungen im Pleicher Hof geben wird. Warum und wieso wurde bei Kalimba und Kampfkoloss gerätselt. Bei Facebook gab es heute kleine Einblicke, port01 zitiert den Pleicher Hof mit den Worten „Ich habe eben vom Ordnungsamt der Stadt Würzburg einen Bescheid erhalten, der uns alle discoähnlichen…

  • Zeuch

    Würzblog-Bilderrätsel #2

    Auch das zweite Würzblog-Bilderrätsel hat einen aktuellen Bezug, sogar in zweifacher Hinsicht. Zum Einen steht die Statue eines Fischerstechers, die der Verschönerungsverein vor mehreren Jahrzehnten der Würzburger Fischerzunft gestiftet hat, an der Leonhard-Frank-Promenade und blickt von dort suchend über den Main. Und just dort feiern seit mehreren Jahren gerne junge Menschen in großer Zahl, gerne auch mit größeren Mengen alkoholischer Kaltgetränke. Grund genug für die Stadtverwaltung, die vor einigen Jahren erlassene Sicherheitssatzung um den Passus eines expliziten Alkoholverbots auf der Leo-Frank-Promenade zu ergänzen. Der Bau- und Ordnungsausschuss des Stadtrats wird am Dienstag darüber beraten. Zum Anderen sorgt auch die Fischerzunft in diesem Jahr für (positive) Schlagzeilen, sie kann nämlich ihr…

  • Gastronomie,  Politik

    Bürgerversammlung im Ratssaal

    Am kommenden Dienstag, 23. Februar 2010, findet um 18.30 Uhr mal wieder eine Bürgerversammlung statt. Die Tagesordnungspunkte sind potenziell explosiv: Interessenskonflikt „Wohnen versus Gastronomie“ in der Würzburger Altstadt Nutzung Mozart-Areal Entwicklung Straßenbahn Linie 6 Verschiedenes Gut, bei „Verschiedenes“ weiß man nicht, was kommt. Aber die Punkte 1 – 3 versprechen hitzige Debatten, ich empfehle Nacktscanner am Eingang des Würzburger Ratssaals. Ja, am Eingang des Ratssaals, nicht am Eingang des Mozart-Gymnasiums, wie man vermuten könnte. Denn Stadtrat Michael Gerr hat kritisiert, dass das Mozart-Gymnasium nicht zu alle zugänglich – sprich: nicht barrierefrei – ist, womit er Recht hat. Und eine Bürgerversammlung soll für alle zugänglich sein – womit er auch Recht…

  • Gastronomie,  Kultur,  Politik,  Wirtschaft

    Sperrzone Innenstadt

    So langsam kriege ich schon Pickel, wenn ich nur das Wort „Bürgerinitiative“ in Würzburg nur höre. Selbst im Winter schießen die wie Pilze aus dem Boden. Neuester Pilz ist die „Bürgerinitiative Würzburger Altstadt“ – BIWA – , die ihre Mitglieder aus Bewohnern und Geschäftsleuten aus der Innenstadt rekrutiert. Sie fühlen sich vom Lärm, Dreck und überhaupt vom ganzen Rummel des Nachts in der Stadt gestört. Das Ganze hat gestern darin gegipfelt, dass sich Vertreter der Stadt, der Polizei und der Gastronomie im Odeon getroffen haben, um zu besprechen, wie man mit den Problemen umgehen soll. Die daraus entstandene Idee geht dahin, dass die Sperrzeiten – also die Zeit, in der…

  • Politik,  Zeuch

    Hammer und Hose

    Ja lieber Würzburger Stadtrat, da hat ihr wieder mal gezeigt wo der Hammer hängt und wer die Hosen an hat. Ihr könnt euch doch nicht bieten lassen, dass der Bau- und Ordnungsausschuss einfach gegen euren Beschluss vom letzten Jahr stimmt und dem Augustinerhochhaus eine Höhe von 35,90 Meter gönnt. Ist ja bloß der Bauausschuss, was weiß der schon vom Bauen. Da muss man schon das Weltbild des Ausschusses und die Höhe des Hauses zurechtrücken – und zwar auf 33,90 Meter. Was ja immer noch 1,25 Meter höher als das jetzige Haus ist. Aber dass das dem Investor vielleicht nicht genug sind und der Entwurf des Neubaus von 2007 auch schon…

  • Zeuch

    Entwaffneter Sheriff

    Ja ja, der Stadthausmeister. Der hat mir auch gleich einen Anruf beschert. Nein, keine versuchte Abmahnung, sondern eine Richtigstellung eines Mitglieds des Einzelhandelsverband in Würzburg, der mit dem Mainpostartikel – und der Reaktion darauf in den Blogs – nicht glücklich war. Der Einzelhandelsverband, Würzburg macht Spaß und das Sozialreferat planen wirklich etwas, was unter dem Arbeitstitel „Stadthausmeister“ läuft.  Es soll aber kein Ordnungsdienst werden, mehr ein Säuberungs- und Pflegedienst für Plätze, Orte und Aufgaben in Würzburg, für die niemand zuständig ist. Kaugummis von der Straße kratzen, Aufkleber von Laternen entfernen und so einen Kram. Aber nicht die Leute zur Ordnung rufen und Wach- und Ermittlungsdienst der Stadt spielen, wie man…

  • Politik,  Zeuch

    Blockwart für Würzburg

    „Dusd du dei Füß nunner! Heb des soford auf! Setz dich fei grad hin!“ So stellt es sich wohl der Würzburger Sozialreferent vor, wenn seine Idee eines Stadthausmeisters umgesetzt wird. Stadthausmeister – ein Mann, eine Aufgabe. Diese Mischung aus Rambo, Beppo Straßenkehrer und Columbo (Bopobo) soll wieder Ordnung in diese verlotterte Stadt bringen. Die Einstellungsvoraussetzungen sind ein neurotischer Ordnungfimmel, robuste Stimmbänder und von Schulzeiten an ein Hang zum Petzen. Aber vielleicht sollte in dem Fall nicht mit „Würzburg macht Spaß“ zusammengearbeitet werden, sondern mit „Würzburg macht Ernst – jetzt erst recht!“. Zitat aus dem Mainpost-Artikel: „Hunderte von Sitzbänken in der Stadt“, so Stadtratsmitglied Erich Felgenhauer, seien verschmutzt, weil es mittlerweile…