20 Jahre B-Hof

Der B-Hof feiert an diesem Wochenende sein 20. Geburtstag und ist damit gerade mal halb so alt wie ich. Die Party dazu läuft heute schon seit 16 Uhr im Bechtolsheimer Innenhof, heute Abend steigen da ab 19 Uhr noch ein paar Open-Air-Konzerte — Hip Hop mit Casper, Maurice und Sicksteez — für 15 Euro an der Abendkasse. Morgen geht es ab 14 Uhr weiter mit 5Bugs, At The Farewell Party, Deathjocks, Limit of Tolerance, Harlekins Traum und Kryptofied — ebenfalls für 15 Euro Eintritt an der Abendkasse.

Danke B-Hof, für die vielen tollen Konzerte wie Perennial Quest (auch für den Massen-Podcast dort), Dead United oder Panzerballett. Und irgendwie auch Danke, dass es bei euch Alkohol nur in Bierform gibt, so erlebe ich alle Konzerte immer völlig nüchtern — auch nicht schlimm.

Weiter so und alles Gute! 🙂

Paddy’s Day in Würzburg

Die deutsch-irische Freundschaft hat in Würzburg eine lange Tradition. Sie begann, als vor gut 1300 Jahren drei Iren freundschaftlich der Kopf abgeschlagen wurde — sowas verbindet. Unterfranken hat seit diesen Tagen eine tiefe Verbindung zu Irland. Der Heilige Ire Kilian gilt als Gründer des Bistums Würzburg, zu dessen Ehren im Sommer Kiliani gefeiert wird. Der Heilige der Iren, Patrick, wird seltsamerweise vor allem im unterfränkischen Waigolshausen gefeiert, aber auch in Würzburg ist an dem Tag immer was los.

Heute werden Iren in Würzburg nicht mehr geköpft, aber der Alkoholkonsum am St. Patricks-Day, heute am 17. März, führt zu ähnlichen Ergebnissen. Da gibt es zum Beispiel Livekonzerte mit Heiter bis Folkig im Irish Pixie und mit der Black Velvet Band im Omnibus und — zwar nicht live, aber dafür um so punkiger — Irische Volksweisen im Stag Tiny Tavern in der Münzstraße Peterstraße. Feiern nach dem alten irischen Paddy’s-Day-Motto “Grün zu tragen ist keine Pflicht, blau zu sein schon”, die christlichen Iren sind an diesem Tag sogar offiziell von der Fastenzeit befreit. Was einiges an diesem Tag erklärt.

Zündfunk Ulla & Fusion Zaubi

Bevor ich nach einer mehr als arbeitsreichen Woche gleich nach Köln verschwinde, möchte ich allen, die am Wochenende in Würzburg bleiben, zwei Veranstaltungen ans Herz legen.

Da wäre zum einen da die Zündfunk-Sendung “Stadtwerke”, die heute live von Ulla Eisbrecher, besser bekannt unter ihrem Mädchennamen Arte Noah, gesendet wird. Da wird ein wenig über Hochwasser, Musik, Programmkino, Basketball, Theater und Afrika geplaudert, anschließend gibt es Musik von Dinosaur Bubbles und Life Of An Owl und danach Zündfunkparty mit den Hanni und Nannis der Plattenteller, Björnstar und Achim 60 Bogdahn. Das wird ein laaanger Abend auf dem Schiff hinter dem Kulturspeicher.

Was noch sehr interessant klingt, ist die Fusion4 im Zauberberg. Da legen DJs auf — Disco also — und währenddessen machen dort Künstler … Kunst. Oder was auch immer. Es wird performed und gemalt, während die Masse tanz und feiert. Oder umgekehrt. Klingt zumindest in der Theorie recht witzig, schade dass ich die Praxis heute nicht erleben kann.

Ich wünsche euch einen schönen Samstagabend in Würzburg — wo auch immer –, ich werde einen eben solchen in Köln haben! 🙂

Tanfastik Kalban am Freitag

Wenn ich mir schon Balkan-Musik in die Gehörgänge einflößen lasse, dann soll das auch originell und stilvoll sein. Und dafür gibt es am Freitag, 14. Januar 2011, wieder Gelegenheit, denn die Fantastik Balkan gastiert wieder im Tanzcafé Ludwig in Würzburg.

Wer gerne den Osten musikalisch erleben und dazu tierisch abtanzen will, der kann jetzt die Gunst der Stunde nutzen und zwei Gästelisteplätze ergattern — sprich, zweimal freier Eintritt. Um genau zu sein: zweimal zweimal freier Eintritt.

Die Aufgabe: Ein (deutsches) Anagramm aus “FANTASTIK BALKAN” bilden — wir wollen schließen keine Doofen auf der Tanzfläche sehen! ;).  Alle Buchstaben müssen genau einmal verwendet werden. Mehr nicht. Die ersten zwei Kommentare mit einem Anagramm dürfen für umme abhotten! 😉

Dreiklangdimensionen

Die Zeiten sind hart geworden, da müssen selbst die ganz Kleinen ran und arbeiten. So wie bei den Kommunikationsdesignern der FH, da müssen am Freitag die Erstsemestler ran und eine Party veranstalten. Das ist aber keine Erstsemesterfeier, wie man sie sonst kennt, denn sie ist nicht für Erstis sondern nur von Erstis.

Hin zu der Party in die Posthalle darf jeder, der auf Indiepop, Electro oder Minimal steht und 5 € Eintritt zahlen kann. Und die Kommdesigner wären nicht die Kommdesigner, wenn sie dafür nicht noch ein kleines Schmankerl hätten — beim Eintritt bekommt jeder eine 3-Brille und darf damit sich auch visuell verwöhnen lassen. Und man kann damit dreidimensional tanzen, man stelle sich das mal vor …

Also, für die älteren Semester nochmal zusammengefasst: Freitag, 26. November 2010, ab 22.00 Uhr Party in der Posthalle, Eintritt 5 €.

Man sieht sich — dreisimensional (und später am Abend vielleicht auch mehrdimensional)

Des Pleichers Ende

Der Pleicher Hof wird zwar noch das Morgengrauen des Jahres 2011 erleben, das Durchwischen nach der Silvesterparty kann man sich dort aber eigentlich sparen — denn alle Etagen des Pleicher Hof machen zu. Endgültig.

Nachdem die Stadt alle Tanzaktivitäten im Keller wegen fehlender Genehmigung untersagt hat, hat sich der Pleicher allein mit dem Kneipenbetrieb nicht halten können. Eine Nutzungsänderung “ist nun daran gescheitert, dass im Bebauungsplan für das Areal, in dem sich der Pleicher Hof befindet, eine Nutzung als Vergnügungsbetrieb explizit ausgeschlossen ist“. Im Dezember können alle Freunde des Pleichers das Defizit minimaler zu trinken.

Zwei tanzbare Sonderveranstaltungen — hoffentlich genehmigt — werden im Dezember 2010 noch im Pleicher Hof stattfinden. Am 23. Dezember 2010 wird es ein Konzert mit Saalschutz & DJ Patex geben, und Silvester kann man ab 23.55 Uhr mit dem Pleicher noch einen Totentanz auf’s Parkett legen. An einigen Dezembertagen wird der Pleicherkeller als Musikbar betrieben — aber ohne Tanz eben.

Ach, ich finde es schon schade um den Pleicher. Ihn gibt es ungefähr genauso lang wie das Würzblog und wurde ebenso mit großen Idealismus und wenig wirtschaftlichen Erfolg betrieben.
Im Pleicher wurde der 1. Geblogstag des Würzblog gefeiert und auch etliche Bloggertreffen und Pl0gbars veranstaltet. Im Pleicher habe ich nachts etliche Male getanzt, habe Konzerte gehört (das Kopfhörerkonzert werde ich so schnell nicht vergessen), habe viele My favourite tracks gehört, eine Filmparty gefeiert und was weiß ich noch gemacht. Und damit ist es dort nun endgültig vorbei. Wieder ein Laden abseits des Mainstreams weg aus der Würzburger Kulturlandschaft. Kampfkoloss ist deswegen auch traurig, ansonsten hält sich die Medienlandschaft in der Stadt seltsam still.

Und obwohl bei der ganzen Genehmigungsaktion von Seiten der Stadt Würzburg vermutlich alles mit juristisch rechten Dingen zuging, so bleibt bei mir doch ein schaler Nachgeschmack und die leise Frage, ob man das alles  nicht hätte auch anders regeln können — wenn man gewollt hätte.

Danke Pleicher Hof, für alles!

Vorgezogenes Halloween und tiefe Dankbarkeit

Heute Nacht wird die Uhr um eine Stunde auf Winterzeit zurückgestellt. Und die Halloween-Partys in Würzburg drehen die Uhr im Gegenzug um einen ganzen Tag nach vor. Halloween ist eigentlich die Nacht vor Allerheiligen (daher der Name), also in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November. Aber um den üblichen Ärger um das Tanzverbot an Allerheiligen zu umgehen, wird in diesem Jahr scheinbar Halloween um einen Tag vorverlegt. Wenn das auch mit Heilig Abend und dem 1. Mai so gemacht wird, dann bin werfe ich meinen Kalender endgültig weg.

Halloween ist ja nicht so mein Ding. Zum einen bin ich damit einfach nicht aufgewachsen, zum anderen hasse ich Verkleidungen, was zum Teil auch meine Abneigung Fasching gegenüber erklärt. Doch ich gestehe offen, dass ich in den letzten Jahren gern auf eine Halloween-Party– unverkleidet — gegangen bin, nämlich die im Immerhin. Dort wurde Halloween immer sehr stilvoll gefeiert, da waren Grusel & Horror nicht nur kleine Etiketten, sondern im wahrsten Sinne greifbar. Ich weiß nicht, wie es in diesem Jahr im Immerhin sein wird. Es gibt eine Halloween-Party, aber es kann sein, dass in den neuen Räumen — deutlich näher an der Innenstadt — die schauderhafte Intimität der Nacht verloren geht. Mal sehen, vielleicht wühle ich mich heute dort mal durch Blut und Gedärm! 😉

Wohin ich heute auch müsste, das ist das Laby. Nicht aus Halloween-Gründen, sondern um meinen Dank und meine Huldigung zu überbringen. Denn dort spielt heute Dead United, die Band, die mich in den letzten Wochen durch Nachschichten im Büro gerettet hat. Wenn JQuery verrückt spielt, der Internet Explorer wieder zickt oder die Variable, die im Programm seit Stunden nicht das Ergebnis liefert, das sie liefern sollte, einfach einen Tippfehler enthält — dann haben mich Lieder wie “Tentacles” oder “We are the fiends” den Lebensmut nicht verlieren lassen. Neben der Horrorpunk-Band mit der schaurigen Bühnenshow spielen dort heute noch The Crimson Ghosts, Staatspunkrott und Deathtrap auf der Bühne, Eintritt 8 €.

Ach ja: Die Haydnstraße hält sich an die Tradition und feiert von Sonntag auf Montag. Brav! 🙂

Update: Ok, das wufzentrum gruselt auch am Sonntag. 😉

Fantastique, Fantastik und der Schalldämpfer

Am letzten Freitag war ich im Tanzcafé Ludwig bei der Premiere von Balkan Fantastik — war sehr gut, musikalisch deutlich hörbarer als ich vermutet habe.

Es war auch mein erster Besuch im Ludwig nach dem absoluten Rauchverbot vom 1. August 2010. Und ich habe bemerkt, dass dadurch ein ganz neuer Beruf entstanden ist — der Schalldämpfer. Im Ludwig geht man zum Rauchen nicht auf die Straße, sondern durch ein kleines Türchen auf eine kleine Terrasse, die von sehr hohen Mauern umgeben ist. Die Mauern sind wie in einem Tonstudio mit Schaumstoff verkleidet, um Lärm zu schlucken. Getränke darf man auch nicht mit raus nehmen, dafür gibt es vor der Tür ein Tischchen zum abstellen. Damit der Anwohner, die es auch dort gibt, trotzdem nicht gestört werden, gibt es den Schalldämpfer. Das ist ein Bulle von Mann im modischen und zeitlosen Securityoutfit, der den ganzen Abend im Raucherbereich steht und charmant “Pschhhht” und “Ssssssst” von sich gibt. Damit braucht man für den Beruf nicht nur eine eindrucksvolle Statur, sondern man darf bestimmt auch nicht Lispeln, was dem Ganzen den nötigen Ernst nehmen würde. Das klappt soweit aber ganz gut und ist erstaunlich unterhaltsam.

Heute Abend kann man bestimmt den Schalldämpfer wieder in Aktion erleben, denn da ist im Tanzcafé Ludwig wieder Disco Fantastique, der große, erfahrene und sehr heiße Onkel der Balkan Fantastique. Musikalisch gibt es good old Funk, Soul & Boogaloo bis das Vinyl glüht. Um beim Rauchen daran denken: Psssssssssssssssssssssst! Aber auch nur beim Rauchen!