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Therapeutischer Besuch auf dem Mars

Wie es aussieht, hab ich gerade nur noch Zeit zum Fotografieren, wenn es mit der Gesundheit bergab geht.  Am Sonntag hab ich mit Bronchitis und bösen Nebenhöhlen einen Ausflug zum Steinbruch nach Geroldshausen — das ist im Landkreis Würzburg, hinter Reichenberg — gemacht. Ich dachte, ein wenig Bewegung, Sonne und Tapetenwechsel würden dem Körper gut tun.

Stachliges

Das stimmte auch, wobei ich selbst nach dem nur kleinen Fußmarsch völlig erschöpft und durchgeschwitzt war — ob von der ungewohnten Oktoberhitze oder irgendwelchen fiebrigen Aktionen meines Körper, weiß ich nicht.

So ein Steinbruch ist schon faszinierend. Die verschiedenen Gesteinsarten mit ihren Strukturen, die ganz eigene Pflanzenwelt, die interessante Tierwelt … Moment! Welche Tierwelt? Ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass bei der Wärme auf allen Steinen Eidechsen zum Sonne liegen, oder zumindest mit ihren Handtüchern die Plätze reserviert hätte. Aber Pustekuchen.

Flauschiges

Abgesehen von den Pfanzen und ein oder zwei Vögelchen war der Steinbruch sehr unbelebt, das unterstrich aber nur noch seine Exotik. Wenn irgendwann mal die Mars-Landung gefälscht werden soll — hier in Geroldshausen werden dann bestimmt die Filmaufnahmen gemacht. 🙂

Zumindest konnte ich dort niemanden anstecken — von meiner zauberhaften Begleitung mal abgesehen, bei der es schon zu spät war. 😉

Einsames
Kartographisches
Matschiges
Vertrocknetes
Steinblumiges
Gegenlichtiges
Mysteriöses
Winkiges

Tomaten-Urenkel

Es ist schon fast Mitte Februar und damit langsam mal Zeit, die Tomaten für die neue Saison auf dem Balkon zu säen. Das werden die Urenkel der Tomaten sein, die ich damals von den Stadtgärtnern gekauft habe.

Dazu hab ich auch wieder Rucola gesät — das Zeug wächst wie Hölle. Und mal sehen, was mir noch einfällt. Ein wenig Platz ist noch auf dem Balkon. 🙂

Eierschalenkartons als Pflanzschalen für die Tomaten und den Rucola.

Urban Gardening für Drinnen mit Garten Fräuleins Buch

Schreibfleißige Würzburger Blogger! Jetzt hat das Garten Fräulein als Urban Gardening Bloggerin wieder ein neues Buch  geschrieben. Und netterweise bekam ich sogar eines vom Verlag geschenkt, ihr erstes Buch habe ich noch gekauft. Mit dabei war eine Karte, auf der mir — handgeschrieben — liebe Grüße von der Autorin ausgerichtet wurden.

Urban Gardening für Drinnen - also Indoor. Oder Innengärtnern.
Urban Gardening für Drinnen – also Indoor. Oder Innengärtnern.

Im vorherigen Buch vom Garten Fräulein ging es im Urban Gardening auf dem Balkon. Diesmal war Silvi wohl das Wetter zu schlecht und sie beschreibt im Buch, wie und was man in der Wohnung so alles anbauen kann — und das im besten Fall auch noch hübsch anzuschauen.

In “Indoor Gardening — Kreativ gärtnern  und ernten das ganze Jahr” zeigt das Garten Fräulein, wie und wo man Anbaufläche in der Wohnung hat oder selbst schaffen kann, zum Beispiel mit “Kompostgärtchen”. Ein Kapitel geht quer durch die ein paar Nutzpflanzen mit Tipps zum Anbau. Mit einer eher traurigen Nachricht für mich als Würzburger — Ingwer mag kalkfreies Wasser. Und in einem großen Abschnitt geht es um das Dekorative dabei — schließlich baut das Auge mit an, vor allem in der eigenen Wohnung. Rezeptvorschläge, was man mit dem angepflanzten Zimmergemüse kochen kann, gibt es auch in dem Buch.

Schön gemachtes Buch, ich als Balkongärtner hab ein paar Anregungen bekommen.

Im Online-Shop vom Garten Fräulein kann man das Buch handsigniert kaufen, unsigniert in Online-Shops der Würzburger Buchläden (Silvi wird bestimmt mal wieder eine Signierstunden in Würzburg machen)

Blümli und Bäumli angugg im Bodanischn Gaddn

Bääääng, und schon ist es warm. So schnell geht das! Und nachdem der sonnige Tag bei mir schon am Vormittag unter einem botanischen Motto stand, bin ich auch mit meiner zauberhaften Begleitung mittags wieder mal in den Botanischen Garten der Uni Würzburg. Der ist jetzt ab April wieder geöffnet.

Osterglocken
Osterglocken

Uns so bin ich im T-Shirt durch den Garten geschlendert, habe Fotos von Blüten, Flechten und Borken gemacht und einfach das schönes Wetter genossen. Sogar das Tropenhaus  hab ich besucht. Das ist mit seinen exotischen Pflanzen wirklich toll, nachdem man dort nach ein paar Minuten wieder atmen kann und der Kreislauf wieder hochgefahren ist.

Gut zwei Stunden hab ich im Botanischen Garten verbracht und mir danach wie immer vorgenommen, auch außerhalb der Frühlingszeit wieder vorbeizuschauen, wenn ganz andere Pflanzen blühen.

Jahr des Kümmels

Nicht vergessen: Die Arzneipflanze des Jahres 2016 kann fränkischer kaum sein — der Echte Kümmel.  Der Studienkreis “Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde” an der Universität Würzburg mit dem Klostermedizin-Guru Johannes Gottfried Mayer hat sich im vergangenen Oktober für den Kümmel entschieden.

Samen des Echten Kümmel, der Arzneipflanze des Jahres 2016
Samen des Echten Kümmel, der Arzneipflanze des Jahres 2016

Auch wenn es manchem Rheinländer die Tränen in die Augen treibt, gehört Kümmel eigentlich in jedes gute fränkische Brot. Oder ins Sauerkraut. Oder in den Krautsalat. Oder ins Gulasch.
Dem Ruf nach ist in jedem fränkischen Essen Kümmel drin. Das stimmt natürlich nicht. Ich habe sogar eher den Eindruck, als gäbe es auch immer weniger Brot mit Kümmel in Würzburg zu kaufen. Immer öfter werde ich in gerade beim Kaufen von belegten Brötchen in der Metzgerei gefragt, ob das Brötchen mit Kümmel sein darf. Vor 30 Jahren war so eine Frage undenkbar. Also würde man beim Wasserkaufen gefragt wird, ob da H2O drin sein darf.

Und gesund ist der Kümmel, wie man bei klostermedizin.de lesen kann:

“Nachgewiesen ist eine krampflösende und antimikrobielle Wirkung. Daneben wirkt Kümmel appetitanregend, fördert die Sekretion des Magensaftes und die Durchblutung von Magen- und Darmschleimhaut, vor allem vertreibt er Blähungen.”

Kein Wunder, dass man Kümmel gern bei Krautgerichten verwendet. 😉

Hat jemand gute Rezepte mit Kümmel? Dann immer her damit! 😀

Erntedank

Tomatenpflanzen neben Minze und BasilikumDer letzte Beitrag hier im Blog ist schon eine ganze Weile her. Die Arbeit hat mich einfach seit Anfang Juli so sehr in Beschlag genommen, dass ich einfach nicht zum Bloggen kam — und manchmal vor lauter Erschöpfung einfach keine Lust hatte. Doch nun habe ich ein wenig Urlaub und die Welt sieht wieder etwas freundlicher aus! 🙂

Die Wärme und Hitze der letzten Wochen in Würzburg hatten auch etwas Gutes: Die Tomaten auf meinem Balkon werden endlich rot beziehungsweise orange. Das wurde nach etlichen hundert Sonnenstunden und Hektolitern an Wasser auch einmal Zeit.

Auriga Orange
Auriga Orange – und grün

Die ersten Tomaten habe ich jetzt geerntet, die Sorten König Humbert, Auriga Orange und Andenhörnchen. Ist schon ein schönes Gefühl — die Tomaten sind aus den Samen der Pflanzen des Vorjahres gewachsen und gereift. Echte Familienmitglieder! 😉

Groß, kein, rot und orange - 48 Tomaten in der Schüssel
Groß, kein, rot und orange – 28 Tomaten in der Schüssel

Und geschmeckt haben sie auch noch … 🙂

Domadendeller
Domadendeller

 

Tomaten: Alles muss raus!

IMG_20150526_073612Langsam passen die Tomatenpflänzchen nicht mehr auf die Fensterbretter meiner Wohnung. Zeitpunkt Abschied zu nehmen!

Wer von euch eine oder mehrere Tomatenpflanzen will:

Ich bin heute Abend spätestens ab 19 Uhr beim Blogger- und Twitterstammtisch im Gehrings in der Neubaustraße. Dahin nehme ich eine Kisten mit Pflanzen mit. Wer welche haben will — kostenlos –, kommt dort einfach vorbei.

Gebt vielleicht in einem Kommentar an, wie viele ihr wollt und ob ihr einen Sortenwunsch — König Humbert, Auriga Orange und Andenhörnchen — habt. Die Tomaten sind übrigens samenfeste Pflanzen, das heißt, aus den Kernen könnt ihr im nächsten Jahr die gleichen Sorten pflanzen. (Genau so sind die in diesem Jahr entstanden)

Nur solange der Vorrat reicht! 😉