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Die drei ??? meet Ödipussi und Pulp Fiction und und und

Da gibt es noch was nachzubloggen: Am vergangenen Montag war ich in der Posthalle beim Vollplaybacktheater. Und wie immer — hab sie glaube ich schon fünfmal gesehen — war es ein großes, lustiges Kino für Ohren und Augen.

Peter Shaw, Bob Andrews und Justus Jonas fahren Fahrrad.
Peter Shaw, Bob Andrews und Justus Jonas fahren Fahrrad.

Grundlage des Stücks war das Hörspiel “Die drei ??? und der Phantomsee“, das wieder im passenden 60er/70er-Jahre-Outfit auf die Bühne gebracht wurde — mit eben dem Hörspiel als Playback.

Was bestimmt nicht einfach ist. Die Schauspiel haben eben nicht nur gespielt, sondern auch einigermaßen synchron die Lippen bewegt. Und gerade bei den Gags das richtige Timing auch exakt in Mimik und Gestik hinzubekommen, wenn es nicht  eigene Timing ist, stelle ich mir schwer vor. Man hängt mit den Lippen wie eine Puppe an den akustischen Fäden des Hörspiels und der Einspieler, hat aber die Freiheit über den Rest des Körpers. Verwirrend, aber dadurch entsteht auch viel Witz, wenn der Ton und die Schauspiel bewusst nicht zusammenpassen.

Angereichert wurde die Geschichte durch einen Remix mit Ödipussi, Pulp Fiction, Brokeback Mountain, Baywatch, Zurück in die Zukunft, etlichen anderen Film- und Hörspiel-Schnipseln und der wohl längsten Eiskarte der Welt.

Die zwei Stunden waren einfach unglaublich lustig, ich kann jedem empfehlen, sich das Vollplaybacktheater anzutun, wenn sich die Gelegenheit bietet. Und ich hoffe, dass sie bald wieder nach Würzburg kommen.

 

 

Parkway Drive vollgeparkt

Da hab ich noch trotz des für meine Verhältnisse hohe Eintrittspreises ein klein wenig mit dem Konzert von Parkway Drive in der Posthalle geliebäugelt — und jetzt ist es ausverkauft.

Das Vollplaybacktheater steigt aus dem Phantomsee

Mit großer Freude habe ich gelesen, dass das Vollplaybacktheater wieder auf Tour geht. Die Freude wurde noch größer, als ich auch Würzburg auf der Tourliste entdeckt habe.

Kassetten gucken

Das VPT interpretiert: Die drei ??? und der Phantomsee. Foto: Vollplaybacktheater
Das VPT interpretiert: Die drei ??? und der Phantomsee. Foto: Vollplaybacktheater

Das VPT macht genau das, was der Name sagt: Es spielt mit Playback Theater, bevorzugt zu den Drei-???-Hörspielen. Diesmal ist die Folge “Die drei ??? und der Phantomsee” dran, die 1979 als Hörspiel auf Kassette erschienen ist. Aber das VPT spielt die Folgen nicht nur einfach nach, die Auftritte sind gespickt mit Zitaten und Szenen aus anderen Hörspielen und Filmen, die mit verwurschtelt werden.

Ich war schon auf zwei mehr als schrägen Auftritten des VPT in der Posthalle und hab mich beinahe nass gemacht vor Lachen. Und ich wollte eigentlich auch zur letzten Tour, aber wegen finanzieller Probleme der Veranstalter wurde die komplette Tournee abgesagt und es sah mal gar nicht gut für das Vollplaybacktheater aus.

Doch jetzt sind die Jungs und das Mädel wieder mit einer neuen Show unterwegs — diesmal in Eigenregie — und am 21. März 2016 in der Posthalle in Würzburg. Absolute Empfehlung!

Karten für den Auftritt in Würzburg gibt es bei Tix4Gigs.

Flüchtlinge-Willkommen-Nachmittag in der Posthalle

Refugees Welcome AfternoonAm Sonntag, 20. September 2015,  gibt es einen Flüchtlinge-Willkommen-Nachmittag in der Posthalle in Würzburg — oder international: einen Refugees Welcome Afternoon.

Der Förderverein Bahnhofsmission Würzburg, Lions International, LEO Würzburg Julius Echter, die Wirtschaftjunioren Würzburg, das Projekt Würzburg e.V., Lauterbach Kreativbetreuung  und natürlich die Posthalle selbst  laden alle zu dem Nachmittag zwischen 15 Uhr und 20 Uhr ein, die in Würzburg leben — also Flüchtlinge und Nicht-Flüchtlinge.

In der Pressemitteilung wird die Veranstaltung  ein “interkulturelles Fest für Flüchtlinge, Fachkräfte, Organisatoren und Würzburger Bürger/innen” genannt. Da sind ja schon mal vier verschiedene Kulturen genannt! 😉

Es gibt was zu Essen, zu Trinken und Musik — bisher haben Mucho Mojo, Chris Mueller und Red Manhole als Bands zugesagt, da geht aber bestimmt noch was. Dass Red Manhole mit dabei ist, habe ich schon vermutet, bevor ich es gelesen habe — nach ihrem Auftritt mit syrischen Flüchtlingen beim Stramu.

Das mit dem Eintritt ist so geregelt: Wer kein Flüchtling ist, zahlt 5 Euro und für Essen und Trinken. Das gesamt Geld kommt der Flüchtlingshilfe in Würzburg zu, Speis und Trank wurden gesponsert und alle Beteiligten arbeiten ehrenamtlich.

Es soll ein Nachmittag zum Kennenlernen, informieren und vernetzen sein — aber auch zum gemeinsam Spaß haben.

Voller Sonntag

So, raus aus den Federn, es gibt viel an diesem Sonntag zu tun.

Auf dem Landesgartenschaugelände in der Zellerau kann man sich durch zig Nationen futtern, beim Frühling International.

In der Posthalle ist von 10 Uhr bis 17 Uhr der Handgemacht Kreativmarkt.

Wer was Kaputtenes daheim hat, heute öffnet wieder ein Repair-Cafe im neuen FabLab in der Veitshöchheimer Straße 14.

Ab 10 Uhr rasen die Seifenkisten die Wittelbacher Straße hinunter, beim Kiwanis Cup.

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Würzburg, KW 3 – Was geht?

Show20150113_kleinSchauen wir doch mal in die nächste Woche in Würzburg — was steht an?

Improtheater zum Beispiel. Am Dienstag, 13. Januar 2014, tritt die Impro-Gruppe “Zehn vor acht” auf der Kuzu-Bühne im Chambinzky gegen die Aschaffenburger von Zapzarab an. Um wieviel Uhr es losgeht? Wann wird die Show von Zehn vor acht wohl losgehen …?

Am selben Tag ist auch Impro auf der kleinen Studiobühne im CairoTisch 46” hat sich ab 19.30 Uhr  das Thema Jahreswechsel vorgenommen.

Das gleiche Thema, nur im Theater Ensemble und mit der Impro-Gruppe “Damenwahl” gibt es am am Samstag um 20 Uhr.

Wer dann von Impro noch nicht genug hat, der kann am Donnerstag, 15. Januar, in die Kellerperle. Denn da findet ab 20 Uhr Ein durchschnittlich großes Desaster” statt, ein Improwettstreit.

Jetzt aber mal zur Musik. Einfach nur entspannen und gemütlich zuhören kann man — und mache auch ich manchmal — am Montag bei der Jam-Session der Würzburger Jazz-Initiative im Wunschlos Glücklich in der Bronnbacher Gasse.  Um 19.30 Uhr geht es los, Mitspielen erlaubt.

Indie-Rock und -Pop ist am Samstag, 17. Januar, in der Kellerperle angesagt. Auf der Bühne unter der Stadtmensa stehen die Band “Drunken Bear” und die wundervolle Karo, die ich ja schon lange nicht mehr gesehen und — zumindest live — gehört habe. Einlass ist um 20 Uhr.

Im AKW habe ich sie kennengelernt und ich gestehe, ich freue mich über ihre Auferstehung —  die 68er-Party Children of the Revolution.  Am Samstag, 17. Januar, lebt die Musik, die sogar älter ist als ich, in der Posthalle wieder auf.

Wer Lesungen mag: Am Donnerstag, 15. Januar, lädt der Würzburger Autorenkreis ab 19.30 Uhr zum Literarischen Neujahrsempfang in den Max-Dauthendey-Saal der Stadtbücherei Würzburg. Es lesen aus ihren Texten: Amadé Esperer, Rainer Greubel, Johannes Jung und Ulrike Schäfer und Elisabeth Stein-Salomon erzählt was zu “Würzburg liest ein Buch“. Der Eintritt ist frei und Wein gibt es auch. 🙂

… wird fortgesetzt …

Noch’n Musikvideo: Kleeberg & Genossen “Fantasie”

Es hagelt gerade Musikvideos von Künstlern Würzburg. Ok, Hagel ist übertrieben, aber ein kleiner Schauer ist es schon.

Die “Ostrocker” — keine Ahnung, warum sie sich so nennen — von Kleeberg & Genossen haben vor einer Woche schon mal den Song “Fantasie” in ein Video gegossen. Der Drehort schaut mir mal ganz nach dem Immerhin unter der Posthalle aus. Im März  erscheint ihr erstes  Album “Das alles nennt sich Leben”.

Update: Die Frage des Drehorts hat sich über Twitter jetzt auch geklärt:

Christian Ritter: Die sanfte Entführung des Potsdamer Strumpfträgers

Christian Ritter: Die sanfte Entführung des Potsdamer Strumpfträgers
Christian Ritter: Die sanfte Entführung des Potsdamer Strumpfträgers

Am letzten Wochenende habe ich mal wieder ein Päckchen von Poetry-Slammer Christian Ritter bekommen, besser gesagt von der Verlagsgruppe Random House. Und im Päckchen war … ein Buch! Sein neues Buch, sein erster Roman “Die sanfte Entführung des Potsdamer Strumpfträgers“.

Am 1. Advent, also am 1. Dezember 2013, wird Christian Ritter beim Poetry Slam Spezial in der Posthalle in Würzburg mit seinen Kollegen auch aus dem Buch vorlesen. Los geht es um 20.15 Uhr — genau wie immer “Wer wird Millionär”

Worum geht es in dem Buch? Also, eigentlich ist es ganz einfach:

Paul, aus dessen Perspektive der Roman geschrieben wurde, ist Verkäufer in einem kleinem Tante-Emma-Laden auf dem Land, im Grunde zufrieden mit seinem ruhigen Job und dem monotonen Leben. Zu Höchstform läuft er auf, wenn er mit seinem WG-Genossen Herrn Müller “Wer wird Millionär” schauen kann. Die beiden sind Kenner und Fans der Sendung, von der sie noch keine Folge verpasst haben.

Pauls großer Traum wird wahr, als er endlich die Chance hat, selbst als Kandidat bei Günther Jauchs (das ist der Strumpfträger aus Potsdam) Sendung teilzunehmen. Doch Paul gehen die Nerven durch, als er es doch auf den Stuhl geschafft hat und die Chance auf Ruhm und Reichtum scheint verspielt. Dann kommt Herr Müller auf eine naheliegende Idee: Sie entführen einfach Günther Jauch. Gesagt, getan — doch die Entführung verläuft ganz anders, als man sich eine Entführung so vorstellt. Und die Entführungbranche boomt!

Günther Jauch öffnete die Augen.
“Was soll das?”, fragt er.
“Wir haben Sie entführt, Herr Jauch”, sagt Katja.
Günther Jauch verdreht genervt die Augen.
“Och nee. Nicht schon wieder!”, sagt er.

Obwohl ich in dieser Woche kaum Zeit zum Lesen hatte, hab ich die etwa 280 Seiten locker häppchenweise durchgelesen. Es war sogar immer nicht leicht, mit dem Lesen aufhören zu müssen, denn ich wollte immer wissen, wie absurd es denn noch weitergeht. Der Roman ist schon ein fein ersponnenes Stück Literatur. Man nimmt einfach auf dem Beifahrersitz — wegen der Beinfreiheit — in Pauls Kopf Platz und los geht es: Skurrile Personen in noch skurrileren Situationen und eine Promidichte wie sie sonst nur Boris Beckers Autobiographien erreichen.

Ein unterhaltsames Buch ohne tiefe Botschaften, dafür mit um so mehr Phantasie.